Besonders abhängig von französischen Pflegerinnen und Pflegern ist das Universitätsspital Genf. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Schweiz ist auf französisches Pflegepersonal angewiesen

Frankreich könnte in einem Notstand anordnen, ihr Pflegepersonal im Land zu behalten. Das wäre ein grosses Problem für die Schweiz.

Die Schweiz ist enorm abhängig vom Schweizer Pflegepersonal. Besonders darauf angewiesen ist das Genfer Universitätsspital, wo fast zwei Drittel des Pflegepersonals aus dem grenznahen Frankreich stammen. Das berichtet SRF am Mittwoch.

Frankreich könnte Pflegepersonal im Land behalten

In den Kantonen Jura und Neuenburg sei gar je ein eigener Grenzübergang einzig für das grenzüberschreitende Pflegepersonal vorgesehen. Mithilfe spezieller Bescheinigungen können Pflegerinnen und Pfleger aus Frankreich eine Art Schnellspur benutzen. Dem medizinischen Personal würden zudem Hotelplätze in der Schweiz zur Verfügung gestellt, damit sie die Grenze nicht täglich passieren müssen. Doch: Frankreich könnte bei einer Notlage anordnen, dass das französische Pflegepersonal im Land bleiben muss, wie SRF weiter schreibt. Das wäre ein grosses Problem für die Schweiz.

Deshalb täte die Schweiz alles dafür, es mit Frankreich nicht zu verscherzen. Die Aufnahme von sechs französischen Corona-Patienten im Genfer Unispital sei also «mehr als nur eine Geste nachbarschaftlicher Nothilfe». Für Adrien Bron vom Genfer Gesundheitsdepartement wäre aber das Genfer Spital als eine Art grenzüberschreitendes Grenzspital denkbar.

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