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(Video: Telebasel)
Basel

«Es muss irgendwann eine zweite Welle geben»

Mit Experten des Unispital Basel hat Telebasel in die mögliche Zukunft dieser Corona-Krise geblickt. Eine zweite Welle sei nicht ausgeschlossen.

Die Coronavirus-Krise hat inzwischen praktisch jedes Land auf dem Globus mit voller Härte eingeholt. Kein Land auf dem Planeten war und ist gefeit vor dem Virus. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. Auch wenn es noch schwer zu erkennen ist.

Wann kommt der Impfstoff?

Dennoch hat die Welt noch kein Heilmittel oder Impfstoff. Die Mediziner sind aber zuversichtlich. «Die Menschen haben eine Reduktion der Virusmenge in sich. Sie eliminieren das Virus. Das ist ein gutes Zeichen für die Impfforschung», so Manuel Battegay, Leiter der Infektiologie am Unispital Basel. Er hofft auf den Impfstoff in den kommenden neun bis zwölf Monaten.

Wird es eine zweite Infektionswelle geben?

Eine zweite Corona-Pandemie ist laut Experten möglich – unter gewissen Bedingungen. «Es hängt alles von der Dunkelziffer ab. Wenn diese Ziffer höher ist, sind mehr Menschen immun. Dann wird die zweite Welle viel kleiner sein. Nach dem nächsten Winter, wird aber das Gröbste überstanden sein», so Manuel Battegay.

«Die Durchseuchung wird nicht hundert Prozent betragen in der ersten Welle. Das kann man mit Sicherheit sagen. Also muss es irgendwann eine zweite Infektionswelle geben. Unsere jetzigen Massnahmen werden einen Effekt auf diese Welle haben. Wenn wir jetzt die Bevölkerung schützen, umso mehr Menschen werden nicht durchseucht. Diese werden, falls wir bis dahin die Impfung noch nicht haben, später betroffen sein», so Roland Bingisser, Chefarzt des Notfallzentrums am Unispital.

Welche Folgen wird die Corona-Krise haben?

Die Frage, die sich stellt, ist nicht, ob die Menschheit diese Krise überstehen wird. Sondern was nach der Corona-Krise sein wird. Werden wir in einer neuen Wirtschaftskrise stecken? Wie wird es um unser Gesundheitssystem stehen? Die vielen Toten? Die Menschen, die an ihre Grenzen gedrängt wurden?

«Für jemanden, dessen Partner auf der Intensivstation stirbt, stellt sich die Frage nach der Wirtschaft nicht. Das wird sich sehr individuell darstellen. Man muss sich fragen: Wie viel ist ein Menschenleben wert? Wenn wir diese Massnahmen, die der Wirtschaft schaden, nicht ergreifen, wird es mehr Tote geben», meint Hans Pargger, Leiter der Intensivstation und Chefarzt des Unispitals Basel.

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