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Der Telebasel News Beitrag vom 27. März 2020
Basel

Zahnärzte stellen sich einem Risiko

Wer einen zahnmedizinischen Notfall hat, kann nach wie vor zu seinem Zahnarzt. Alle anderen Behandlungen sind zurzeit untersagt.

Die Behandlungen in Zahnarztpraxen sind aktuell auf ein Minimum reduziert. Dentalhygiene, Wahlbehandlungen und auch angefangen Behandlungen dürfen nicht durchgeführt werden. «Wir dürfen ganz klar nur noch Notfallbehandlungen machen», erklärt Christoph Villiger Präsident der Zahnärztegesellschaft Basel-Stadt.

«Bitte Händewaschen und desinfizieren»

Kommt es tatsächlich dazu, dass man starke Zahnschmerzen hat und als Notfallpatient in die Zahnarztpraxis kommt, wird man als erstes dazu aufgefordert, die Hände zu waschen und desinfizieren. Im Warteraum gibt es keine Magazine mehr, der Kontakt zwischen Patienten wird bestmöglich minimiert.

«In einer Zahnarztpraxis ist der Hygienestandart immer sehr hoch», so Villiger. Daher kommen ausschliesslich im Empfangs- und Warteraum zusätzliche Massnahmen auf die Patienten und Mitarbeitenden zu. Letztere sind aber ebenfalls auf ein Minimum reduziert. «Alles ist reduziert, der Arbeitsalltag ist komplett anders», so Villiger. Es kann vorkommen, dass pro Tag kein einziger Patient in die Arztpraxis kommt.

«Für den Behandelnden ist das Risiko grösser»

Bei zahnärztlichen Eingriffen schwebt immer ein Sprühnebel in der Luft, dies durch die Arbeiten im Mund- und Speichelbereich. Somit besteht ein Risiko besonders für den behandelten Zahnarzt, der Patient ist einem extrem geringen Risiko ausgesetzt. «Für den Behandelnden ist das Risiko grösser», so Villiger.

Diesem Risiko müssen sich die Zahnärzte jedoch nicht allzu oft aussetzen. «Wir haben bei uns tatsächlich relativ wenige Notfälle», erklärt Villiger. Dies sei der Fall, weil in der Schweiz die Zahnmedizin auf einem sehr hohen Niveau ist, somit entstehen auch weniger Notfallsituationen. Aktuell gibt es folglich nicht viele Patienten in den Zahnarztpraxen.

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