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Der Telebasel News Beitrag vom 24. März 2020.
Basel

Virtuelle Kunstausstellung

Das Kunsthaus Baselland ist bis auf weiteres geschlossen. Deswegen findet die Ausstellung nun virtuell statt.

Ende Januar wurde noch die Vernissage gefeiert. Am Dienstag hätte das Buch präsentiert werden sollen. Dann kam Corona und mit dem Virus veränderte sich das Leben, wie die Basler es gekannt haben. Konzerte wurden abgesagt, Restaurants und Museen geschlossen. So auch das Kunsthaus Baselland. Damit die Ausstellung nicht einen Monat zu früh geschlossen werden muss, wurde die Direktorin des Museums kreativ.

«Diese Momente fordern einiges an Kreativität und Agilität. Ich glaube es ist wichtig, dass man sich überlegt, was man macht. Die Türen sind zu und trotzdem möchte man mit dem was man hat, mit diesem Instrument Kunst irgendwie umgehen», so Ines Goldbach. Und deswegen wird der Künstler nun höchstpersönlich durch die virtuelle Ausstellung führen. Dass das Museum zu hat, kann er nicht nachvollziehen. «Lustigerweise habe ich nie daran gedacht, dass die Ausstellung zu geht. Ich dachte immer, ein Museum ist ein idealer Ort, weil da ist nie ein Gedränge», sagt Christoph Oertli.

(Video: Telebasel)

Auch Vorteile

Für die Arbeit des Künstlers ändert sich aber nicht sehr viel. Seine Werke sind sowieso schon visuell. Mit dieser Methode kann er nun auch mehr Menschen erreichen. «Wir machen einen Live-Stream und stellen den neuen Katalog vor. Vielleicht erreicht das sogar mehr Leute, als das in den Räumen möglich war.» Es sei aber dennoch sehr schade, denn Kunstausstellungen würden zum verweilen und geniessen einladen. «Video braucht Zeit. Man kann quasi spazierengehen, wieder zurückkommen und nochmals schauen», so Oertli.

Gerade ältere Menschen sind häufig nicht auf den Sozialen Medien unterwegs. Damit die trotzdem in Genuss der Ausstellung kommen, hat sich die Direktorin auch hier etwas einfallen lassen. «Wir machen seit letztem Donnerstag ein Kulturtelefon. Das heisst, man kann mit uns zwischen 10 und 12 Uhr telefonieren», sagte Goldbach zu Telebasel. Über die Kunstwerke wird momentan eben am Telefon gesprochen.

(Video: Telebasel)

Stellt Kontakt und Nähe her

Das Kulturtelefon dient aber auch dazu, eine gewisse Nähe zu den Kunstinteressierten zu schaffen. Neben Kunst wird nun eben auch über das Wohlbefinden gesprochen und den Menschen so die Einöde und Einsamkeit genommen. «Man muss sich vorher anmelden, damit wir ein bisschen abschätzen können, wie wir diese Zeit am Besten nutzen können», so die Direktorin.

Die virtuelle Kunstausstellung würde übrigens normalerweise genau dann enden, wenn die Museen stand heute wieder die Türen öffnen dürfen: am 19. April 2020. Da ihr dieses Datum aber eher utopisch erscheint, wurde die Ausstellung ausserdem bis Juni verlängert. In der Hoffnung, dass die Kunstliebhaber so doch noch einen Blick auf die Kunst erhaschen dürfen.

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