Endlich herrscht Gewissheit: Die Olympischen Spiele 2020 sind verschoben. (Bild: Keystone)
International

Internationale Reaktionen zur Verschiebung von Tokio 2020

Endlich herrscht Gewissheit: Die Olympischen Spiele 2020 sind verschoben. Hier finden Sie die internationalen Reaktionen auf diesen Entscheid.

Stellungnahme des Internationalen Olympischen Komitees (IOC):

  • «Unter den aktuellen Umständen und auf Basis der Information der Weltgesundheitsorganisation WHO von heute haben der IOC-Präsident und der Premierminister von Japan die Schlussfolgerung gezogen, dass die Spiele der XXXII. Olympiade in Tokio auf ein Datum nach 2020, aber nicht später als Sommer 2021 verschoben werden müssen, um die Gesundheit der Athleten, der internationalen Gemeinschaft und aller, die in die Olympischen Spiele involviert sind, zu schützen.»

Shinzo Abe (Premierminister Japan):

  • «Wir haben Präsident Bach vorgeschlagen, eine Verschiebung für ungefähr ein Jahr in Betracht zu ziehen, um es den Athleten möglich zu machen, in ihrer besten Verfassung anzutreten, und um das Ereignis zu einem sicheren für die Zuschauer zu machen. Präsident Bach hat gesagt, er ist damit zu 100 Prozent einverstanden.»

Thomas Bach (IOC-Präsident):

  • «Dieses Olympische Feuer wird das Licht am Ende dieses Tunnels sein. Es geht um den Schutz des menschlichen Lebens. Finanzen hatten jetzt keine Priorität. Den Zeitrahmen haben wir noch nicht diskutiert. Es kommen 11’000 Athleten aus 206 Ländern zusammen, die Fans, die Sponsoren, die Verbände und so weiter. Es gibt so viele Puzzlestücke. Das braucht Zeit.»

Callum Skinner (Chef der Athletenvereinigung «Global Athlete»):

  • «Es ist der richtige Entscheid getroffen worden. Tokio 2021 ist eine grossartige Chance, Spiele mit einem vollen Programm auszutragen, um (hoffentlich) eine Welt in der post-pandemischen Phase zu feiern.»

Stellungnahme des Schwimm-Weltverbands (FINA):

  • «Die FINA möchte dem IOC, den Organisatoren von Tokio 2020 ihre anhaltende und ehrliche Dankbarkeit ausdrücken für die sehr grossen Anstrengungen, die unternommen werden, um die Welt durch Sport friedlich zusammenzubringen.»

Stellungnahme des Leichtathletik-Weltverbandes:

  • «World Athletics begrüsst den Entscheid des IOC und der japanischen Regierung, Tokio 2020 auf 2021 zu verschieben. Das ist das, was die Athleten wollen, und wir glauben, dass dies allen Sportlern, Offiziellen und Volunteers Aufschub und Sicherheit gibt in diesen beispiellosen und ungewissen Zeiten. Wir werden alles tun, um 2020 eine Freiluftsaison mit Ein-Tages-Meetings zu ermöglichen. Diese kann auch später beginnen und enden als üblich, damit die Athleten, wenn sie dazu fähig sind und wenn es sicher ist, in jeder Region Zugang zu Wettkämpfen haben.»

Andrew Parsons (Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees):

  • «Die Paralympics als Ergebnis des globalen Coronavirus-Ausbruchs zu verschieben, ist das absolut Richtige. Die Gesundheit und das Wohlergehen menschlichen Lebens muss immer unsere höchste Priorität sein, und ein Sportevent irgendeiner Art während dieser Pandemie zu veranstalten ist einfach nicht möglich. Sport ist nicht das Wichtigste im Moment, Menschenleben zu retten ist es.»

Hajo Seppelt (Sportpolitik- und Dopingexperte der ARD):

  • «Der Entscheid war längst überfällig. Das IOC und die Japaner haben durch ihre wochenlange Verzögerungstaktik erheblichen Reputationsschaden zu verantworten. Es ist verständlich, dass ein solcher Entscheid nicht von heute auf morgen fallen kann, nur das Vorgehen in der Kommunikation war aus meiner Sicht dürftig und unverantwortlich.»

Witold Banka (Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA):

  • «Der Entscheid, Tokio 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf 2021 zu verschieben, ist sinnvoll und die richtige für Sportler und die breite Öffentlichkeit. Während wir uns weiterhin den Herausforderungen dieser Pandemie stellen, wird die Gesundheit der Sportler und aller am Sport Beteiligten weiterhin im Vordergrund stehen.“

Eliud Kipchoge (kenianischer Marathon-Olympiasieger und -Weltrekordhalter):

  • «Alles in allem ein sehr weiser Entscheid. Ich freue mich darauf, nächstes Jahr nach Japan zurückzukommen. Ich freue mich, Zeuge einer wunderbaren Veranstaltung zu werden. Ich wünsche allen gute Gesundheit in dieser herausfordernden Zeit.»

Elia Viviani (italienischer Bahnrad-Olympiasieger):

  • «Die Olympischen Spiele auf 2021 zu verschieben, ist für mich der beste Entscheid. Wir kämpfen heute mit einem viel grösseren Problem und obwohl der August weit weg scheint, war die Sicherheitssituation für einen so grossen Event eine sehr schwierige. Wir sehen uns 2021!»

Greg van Avermaet (belgischer Strassenrad-Olympiasieger):

  • «Ich denke, die Verschiebung war die einzig mögliche Option, da wir in den kommenden Monaten mit so vielen Unsicherheiten konfrontiert sind und es keinen fairen Wettbewerb gegeben hätte, weil die Vorbereitung und das Training aller derzeit auf Eis gelegt sind.»

Alistair Brownlee (britischer Triathlon-Olympiasieger):

  • «Das ist natürlich ein sehr harter Entscheid für das IOC und die anderen Interessensgruppen, aber meiner Meinung nach ist es der richtige. Einerseits ist es eine Nachricht an die Menschen rund um die Welt, die mit dem Virus kämpfen, und andererseits gibt es auch den Athleten Klarheit, die versuchen, sich vorzubereiten.»

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel