Mike Ryan von der WHO verlangt stärkere Gesunheitsmassnahmen gegen Coronavirus. (Bild: Keystone)
International

WHO verlangt mehr Corona-Tests von Europa

Die gesellschaflichen Massnahmen in Europa reichen laut der WHO nicht zum Schutz gegen Corona. Mehr Tests seien essenziell.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt europäische Regierungen davor, im Kampf gegen das Coronavirus vor allem auf die Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens zu setzen. «Worauf wir uns wirklich konzentrieren müssen, ist die Kranken mit Infektionen zu finden und sie zu isolieren», sagte der WHO-Experte Mike Ryan am Sonntag in der BBC.

«Die Gefahr mit den Ausgangsbeschränkungen ist: Wenn wir keine starken Gesundheitsmassnahmen beschliessen, droht sich der Virus wieder zu verbreiten, wenn die Bewegungseinschränkungen wieder aufgehoben werden», warnte er.

Übertragung unterdrücken

Ryan riet vor allem dazu, wie in China, Singapur und Südkorea die Zahl der Tests massiv in die Höhe zu fahren. Dies sei in Verbindung mit Ausgangsbeschränkungen ein Modell für Europa, das Asien als Epizentrum der Pandemie abgelöst habe. «Wenn wir die Übertragung unterdrückt haben, können wir das Virus bekämpfen», sagte er. Ryan forderte bei der Entwicklung eines Impfstoffes realistisch zu bleiben. Die Entwicklung und die nötigen Tests würden «mindestens ein Jahr» dauern, sagte er.

In der Schweiz können bis zu 7000 Personen täglich auf eine Infektion durch Covid-19 getestet werden. Das schreibt die «NZZ am Sonntag» gestützt auf Informationen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die Schweiz weist eine der höchsten Testraten weltweit auf: Am meisten Personen hat Südkorea mit 6150 Tests pro 1 Million Einwohner geprüft. Die Schweiz hat 5800 Proben pro Million Einwohner getestet, in Italien sind es 3450.

2 Kommentare

  1. WHO hat Recht. Und was tut das BAG? Die Bevölkerung weiss nicht mal wie viele Testsätze verfügbar sind und wie viele in Planung sind. Wir wissen nicht wer angesteckt ist und wo diese Leute sich befinden damit man ihnen aus dem Weg gehen kann. Novartis hat Unmegen von Antimalaria-Medikamentes gespendet. Wo sind diese Dosen? Warum sagt das BAG nichts dazu? Die Schweiz braucht zuerst 8.5 Millionen Tests (automatisch durchführbar siehe Roche-Testmaschinen) dann 8.5 Millionen virenhemmende Dosen und dann 8.5 Millionen Impfdosen. Ist es so schwer zu begreifen? Aber nein, die sperren lieber alle ein und legen die Gesellschaft und die Wirtschaft lahm….Gesunde zusammen mit Kranken in der selben Wohnung. Super!Report

  2. Hallo
    Ich möchte mich gerne testen lassen, hab auch schon dem BAG via Messenger geschrieben, aber die schreiben mir nur ich solle mich melden bei Notfallpraxis
    Warum kann die BAG nicht selber vorbei kommen und ein Abstrich machen kommen, vorallem wen man die simptome denen mitteilt
    Traurig ist dasReport

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