In Europa sind weiterhin Italien und Spanien am stärksten betroffen. (Keystone)
International

Weltweit gibt es mittlerweile über 300’000 Coronavirus-Fälle

Nach Angaben von US-amerikanischen Experten sind inzwischen mehr als 300'000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 13'000 sind daran gestorben.

Das berichteten die Wissenschaftler der US-Universität John Hopkins. In den USA schnellte die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten binnen nur einer Woche um mehr als das Zehnfache auf mehr als 24’000 Fälle in die Höhe.

Fast ein Viertel der US-Bevölkerung, 80 Millionen von 330 Millionen Einwohnern, sind inzwischen von mehr oder weniger harschen Ausgangssperren betroffen. Solche Einschränkungen gab es in Kalifornien, Illinois, New York, New Jersey und Connecticut.

Italien schliesst Produktionen

In Europa sind weiterhin Italien und Spanien am stärksten betroffen. Die Regierung in Rom ordnete angesichts von fast 800 Toten binnen 24 Stunden die Schliessung aller nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten an. Ausgenommen sind unter anderem Supermärkte, Banken, Post und Apotheken.

Ministerpräsident Giuseppe Conte sprach von der «grössten Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg». «Wir haben beschlossen, jede produktive Tätigkeit zu schliessen, die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren.»

In Spanien rief Regierungschef Pedro Sánchez seine Landsleute nach einer Woche Ausgangssperre zum Durchhalten auf. Dort haben sich mittlerweile 25’000 Menschen angesteckt, 1300 Menschen sind an Covid-19 gestorben. Das Schlimmste stehe aber noch bevor, warnte Sánchez.

Mit der Ziege Gassi

«Es ist nicht die Angst, die uns in unseren Häusern und Wohnungen hält. Es ist der Mut», sagte er. Zugleich lobte er das disziplinierte Verhalten seiner Landsleute. Zumindest der meisten. Denn manche waren in Spanien kreativer als die Polizei erlaubt. Denn Hunde dürfen trotz Ausgangssperre ausgeführt werden.

Nach Medienberichten wurden aber auch Menschen gesichtet, die mit Ziegen, Schweinen und sogar Kanarienvögeln unterwegs waren. Ein Mann zog sogar mit einem Stoffhund an der Leine durch die Strassen. Die Polizisten waren weniger amüsiert. «Versuchen Sie nicht, uns zu täuschen, sonst werden Sie bestraft», lautete die strenge Warnung.

Anstieg in Thailand

Wegen der Pandemie sollen in Grossbritannien bis zu 1,5 Millionen Menschen, die wegen Vorerkrankungen als besonders anfällig gelten, mindestens drei Monate zuhause bleiben. Die Gesundheitsbehörden forderten diese Menschen am Sonntag auf, «zusätzliche» Massnahmen zu ergreifen, um sich selbst «abzuschirmen».

In Thailand stieg die Zahl der Infektionen sprunghaft an, von 188 auf 599, wie die Behörden mitteilen. Es ist der bislang grösste Zuwachs an einem Tag in dem Land. «Die meisten der neuen Fälle wurden in Bangkok gefunden und waren unter jungen Menschen, die weiterhin soziale Aktivitäten haben, was zu weiteren Infektionen führen kann», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Gegen einen drohenden wirtschaftlichen Absturz wegen der Coronavirus-Krise werden in vielen Ländern teils riesige Hilfsprogramme geschnürt. In den USA verhandelten Republikaner von Präsident Donald Trump mit den oppositionellen Demokraten über ein massives Coronavirus-Konjunkturpaket.

ISS-Besatzung isoliert

Parlament und Regierung wollen voraussichtlich umgerechnet mehr als 900 Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpen. Das Volumen des Konjunkturpakets könnte Berichten zufolge sogar zwei Billionen Dollar erreichen.

Damit das Coronavirus den Sprung in den Weltraum nicht schafft, wurden die nächsten Besatzungsmitglieder für die Internationale Raumstation ISS, die Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der Nasa-Astronaut Christopher Cassidy, in komplette Isolation gebracht. Das meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Der Start ist für den 9. April vom Weltraumbahnhof Baikonur vorgesehen. Geplant ist, dass die neue Besatzung 196 Tage auf dem Aussenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern bleibt.

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