Die Schweizer Polizei hat viel zu tun, da nicht alle Schweizer sich an das Social Distancing halten. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Polizei muss noch zu oft einschreiten

Viele Menschen in der Schweiz halten sich an die Vorgaben des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus. Doch die Polizei hat immer noch die Hände voll zu tun.

Der Grossteil der Bevölkerung hält sich an die Vorschriften des Bundesrats zur Bekämpfung des Coronavirus. Doch es gibt auch schwarze Schafe. Mit ihnen hat die Polizei alle Hände voll zu tun.

Diese habe in der vergangenen Woche zu oft einschreiten müssen, sagte Stefan Blättler, Präsident der Kantonalen Polizeikommandanten, im Interview mit dem «SonntagsBlick». Quer durch die Schweiz habe die Polizei festgestellt, dass Personen das Social Distancing nicht umsetzten. «Sie sassen gemeinsam in Pärken, verweilten in grossen Gruppen an den Seepromenanden und hielten auch sonst kaum Abstand.»

Letztlich sei es eine Frage des gesunden Menschenverstandes, sagte Blättler. In dieser Situation sei man nicht nur für das eigene Handeln verantwortlich, sondern auch für die Konsequenzen, die dieses für andere habe. «Wir brauchen die gesamte Bevölkerung, um die Ausbreitung des Virus zu einzudämmen.»

Eine Verbesserung der Situation stellt oberste Schweizer Polizist aber durchaus fest. Der Unterschied zu letztem Samstag sei markant: «Das Leben hat sich definitiv verlangsamt.» Ob die neuen Massnahmen des Bundes Wirkung zeigten und die Polizei auch die bisher fast Unbelehrbaren erreiche, werde sich noch zeigen.

Viele Gespräche führen Polizistinnen und Polizisten auch mit Eltern, die ihre Kinder draussen zusammen spielen lassen. Auch diese werden nach Hause geschickt, was manchmal auf Unverständnis stösst. Blättler appelliert an die Eltern, ihre besondere Verantwortung wahrzunehmen. «Uns ist bewusst, dass aktuell viele Freiheiten eingeschränkt werden. Aber nur so können wir die Risikogruppen schützen.»

Der Bundesrat ruft dazu auf, wann immer möglich zu Hause zu bleiben und einen Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Seit Freitag sind Gruppen von mehr als fünf Personen in der Öffentlichkeit verboten.

5 Kommentare

  1. Die Menschen sind leider derart dem Egoismus verfallen, dass sie sich scheinbar nur um ihre eigene Haut sorgen. Was mit den anderen Menschen passiert ist ihnen scheinbar völlig egal. Auch Eltern die Ihre Kinder mit anderen teils fremden Kindern spielen lassen, haben scheinbar kein hohes Verantwortungsgefühl, was ich wirklich nicht verstehen kann. Diese Eltern riskieren damit einfach, dass sich ihre Kinder über kurz oder lang ebenfalls anstecken und vielleicht sogar sterben. Also denkt bitte an eure Kinder, die nämlich unsere Zukunft sind. 🙏Report

  2. Herr Odermatt, glauben Sie denn wirklich das so viele Tote Menschen und Angesteckte, nur als Witz pupliziert wird?
    Wie blöd muss mann denn sein, um so was zu Schreiben?
    Das einzige was übertrieben ist, ist die Tatsache das Genau so Mensch wie Sie, das als Lächerlich anschauen, und weder das Verständnis noch die anweisungen ernst nehmen.
    Ich hoffe für Sie das Sie NIE in eine Situation kommen in der mann auch so Denkt, und Ihnen dann die Hilfe ignoriert.Report

  3. warum ist das so schwer zu verstehen???? die Leute die jetzt auf einem Egotripp sind, sollen sich mal fragen wo sie währen wenn ihr eltern auch so Arogant gehandelt hätten wie sie………… nähmlich garnicht auf der welt, weil eure Eltern TOT währen. So viel zum Thema Rücksicht und verantwortung,Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*