Die Schweiz und Deutschland haben noch leere isolierte Intensivstations-Betten und nehmen nun französische Patienten auf. (Bild: Keystone)
Basel

Schweizer Grenzkantone unterstützen Elsass

Weil die Intensivstationen im Elsass überlastet sind, muss die Schweiz Unterstützung bieten. Dies in Form von sechs Spitalbetten in Grenzkantonen.

Die deutsche Region Baden-Württemberg stellt zwölf Betten für französische Covid-19-Patienten, die Beatmungsgeräte benötigen, zur Verfügung. Drei Schweizer Grenzkantone werden sechs Betten zur Verfügung stellen, teilte das Departement Haut-Rhin am Samstag mit. Darunter dürften sich auch Basel und das Baselbiet befinden.

Der erste französische Patient wurde am Samstagnachmittag mit dem Helikopter in das Spital in deutschen Freiburg im Breisgau geflogen, erklärte die Präsidentin des Departements Oberelsass, Brigitte Klinkert, die hinter dieser Initiative steht.

Überlastung der Intensivstationen

Ihr Departement, das an Deutschland und die Schweiz grenzt, ist eines der am stärksten betroffenen Regionen Frankreichs. Dort hatte sich im Februar in Mülhausen eine Freikirchengemeinde bei einer grösseren Veranstaltung getroffen, dabei steckten steckten sich mehrere Personen mit dem Virus an.

Trotz der Evakuierung von Patienten in verschiedene französische Spitäler in den letzten Tagen und der laufenden Einrichtung eines militärischen Feldlazaretts, sieht sich die Region mit einer Überlastung der Intensivstationen konfrontiert.

Andere Patienten aus Spitälern in Mülhausen und Colmar sollten in deutschen Krankenhäusern in Heidelberg, Ulm oder Mannheim sowie in Spitälern in drei an Frankreich angrenzenden Schweizer Kantonen behandelt werden. Das baden-württembergische Gesundheitsministerium hatte «alle Krankenhäuser des Landes aufgefordert, im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten Patienten, die Beatmungshilfe benötigen, aus der Grenzregion zwischen Frankreich und Deutschland aufzunehmen», erklärte ein Sprecher am Morgen.

In der deutschen Region gibt es derzeit rund 2300 Betten mit Beatmungshilfe, die zu 80 Prozent belegt sind, so die «Schwäbische Zeitung». Etwa 20 Menschen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert sind, werden derzeit in dem Bundesstaat lebenserhaltend behandelt.

2 Kommentare

  1. Da die verfügbaren Spitalbetten stark abnehmen, könnte doch neuer Raum geschaffen werden. Wäre
    es nicht möglich, dass man in der brachliegenden Messe Basel, Raum schaffen könnte, welche für leich-
    tere medizinische Fälle benutzt werden könnte? Da eine gewisse Hygiene aufrecht erhalten werden
    muss, bestünde doch die Möglichkeit diesen mit Sanitätszelten oder sogar mit Stellwänden von Messe-
    Baufirmen zu errichten. Somit würde für kurze Zeit beim Bau dieser Stationen, dieser Baubranche wieder
    Arbeit zugeführt werden. Ob genug medizinisches Personal vorhanden ist, um diese Vision zu erstellen,
    kann ich nicht beurteilen (ev. zusätzliches Militär). Aber sicher wäre, dass mit einer solchen Massnahme
    Freiräume für für die überbelegten Spitäler, schaffen könnte. Wie bereits erwähnt ist dies eine Vision,
    welche man überdenken sollte.Report

  2. Warum werden in Europa die Plätze und Einrichtungen von Einkaufszentren und Apoteken nicht DESINFIZIERT? So wie es in Asien gemacht wird. Der Coronavirus wird doch durch Tröpfchen verbreitet. Ohne Desinfirierung kann ich mich ja anstecken, auch wenn ich 10 Meter Abstand einhalte. Wenn ich auch ganz alleine einkaufen gehe und niemandem begegne, kann ich mich am Einkaufswagen der vor Stunden gebraucht wurde immer noch anstecken. Der Coronavirus überlebt doch 3 bis 9 Tage. Auch beim Hauslieferdienst, dä bestelle ich mir das Virus direkt nach Hause. !!!!.Report

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