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Der Telebasel News Beitrag vom 21. März 2020.
Schweiz

Daniel Koch richtet Appell an Betagte

Daniel Koch appellierte am Samstag an betagte Menschen. Er fände es gut sie beim spazieren zu sehen, aber nicht in Einkaufszentren während der Corona-Krise.

Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit richtete am Samstag noch einmal einen dringenden Appell an ältere Leute. Wenn er Menschen mit dem Rolator an der Sonne spazieren sehe, finde er das in Ordnung. Weniger gut finde er es, wenn er die gleichen Leute im Einkaufszentrum sehe.

«Jeder und jede muss versuchen, niemanden anzustecken und nicht angesteckt zu werden.» Das gelte ganz besonders für Risikopersonen. Diese müssten jetzt unterstützt werden, damit sie sich keinem Risiko aussetzten.

Nach Angaben von Koch gibt es in der Schweiz inzwischen über 6100 positive Fälle und 56 Todesfälle. Diese Zahlen würden in den nächsten Tagen weiter steigen. Ein Abflachen der Kurve erwartet Koch nicht vor nächster Woche – sofern sich die Schweizer Bevölkerung an die Regeln halte.

Die Situation im Tessin sei angespannt – in Italien sei sie dramatisch. Dort habe es bereits über 4000 Todesfälle gegeben. Das sei sehr viel, auch im Verhältnis zu den Erkrankten, sagte Koch. «Wir werden alles daran setzen müssen, dass wir in der Schweiz nicht zu einer so hohen Todesfallrate kommt.»

Genügend Intensivpflege-Plätze

Nach Angaben von Koch stehen in der Schweiz aktuell genügend Intensivpflege-Plätze zur Verfügung – auch wenn die Zahlen weiter steigen. Davon gibt es 800, mindestens 400 sollen in der nächsten Zeit dazukommen. „Die Kantone bauen laufend weiter aus“, sagte Koch.

Er äusserte sich auch zur Schliessung von Wochenmärkten. Die räumlichen Verhältnisse seien sehr anders als in einem Laden, es gebe auch keine Verantwortlichen, sagte er. Zudem träfen sich auf Märkten auch viele ältere Menschen in einem unübersichtlichen, nicht kontrollierbaren Rahmen. Das Verbot von Wochenmärkten war bei den Betroffenen auf Unverständnis gestossen.

3 Kommentare

  1. Wie alt ist eigentlich Herr Koch? Er gehört auch zu den älteren Leuten….ältere Menschen ohne Vorerkrankungen und fit sind, haben ein Recht, selber einkaufen zu gehen, eben halt mit Maske und Handschuhen, ogwohl man in der Zwischenzeit festgestellt hat, dass das Virus nicht lange überleben können soll in der Luft…. in andern Ländern hat man für ältere Menschen an bestimmten Tagen am Morgen zu beginn, ein, zwei Stunden reserviert..warum wird das nicht bei uns gemacht?? Und nur weil man einen Rollator benützt, heisst das nicht zwingend, man ist alt.. .ich finde das diskreminierend von diesem Herrn!!Report

  2. Ich würde gerne wissen, wer an diejenigen denkt, die in den Bereichen Migros, Coop, Denner usw. arbeiten. Sie kämpfen immer mit Menschen, die die Maßnahmen nicht einhalten und sich ebenfalls aufregen, wenn wir uns an sie erinnern. Haben wir nicht auch das Recht, zu Hause sicher zu sein? Wer kontrolliert das Innere eines Supermarktes? Ist es nicht verboten, mehr als 5 Personen zusammen zu sein? in migros umgeben die menschen diejenigen, die arbeiten und niemand warten, noch halten sie Abstand !!! bitte !! Lassen Sie uns darüber sprechen und auch kontrolliert werden !!!!!Report

  3. Was macht man aber mit frischen Gemüse usw? wie kann man verderbliche Ware weitergeben? Eventuel
    Tischreihen an den Personen – mit Abstand – vorbeigehen und sich bedienen? kompliziert, aber was sonst?Report

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