Leere Plätze, Bänke und Parks wird es in Freiburg in den nächsten zwei Wochen viele geben. (Symbolbild: Keystone)
Region

Stadt Freiburg verhängt Ausgangssperre

Die deutsche Stadt Freiburg hat eine weitgehende Ausgangssperre verhängt. Für öffentliche Orte gilt ab Samstag für zwei Wochen ein Betretungsverbot.

Die Ausgangssperre gilt aber nicht allgemein: Das Verlassen der Wohnung ist bei «dringenden Angelegenheiten» weiterhin erlaubt. Arztbesuche, beruflich bedingte Wege und Lebensmitteleinkäufe sind weiterhin zulässig. Das teilte die Stadtverwaltung am Donnerstagabend mit.

Oberbürgermeister Martin Horn begründete die Massnahme damit, dass die Stadt nur wenige Kilometer von stark von der Pandemie betroffenen Gebieten Frankreichs und der Schweiz entfernt liege. Die Entscheidung für die Ausgangssperre sei nach gründlicher Abwägung getroffen worden und ihm persönlich «überhaupt nicht leicht gefallen», sagte Horn in den ARD-«Tagesthemen». In drei bayerischen Kommunen gelten bereits Ausgangssperren.

Vollzugsdienst schreitet bei Verstössen ein

In Freiburg dürfen sich nach Angaben der Stadt die Bewohner ab Samstag nur noch alleine, zu zweit oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt im Freien aufhalten. Von allen anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu wahren. Sportliche Betätigung im Freien ist nach Angaben Horns weiterhin erlaubt, sofern diese alleine oder mit Mitgliedern der Familie ausgeübt wird.

Horn sagte, er rechne mit grossem Verständnis der Freiburger Bevölkerung für die Massnahme, die dem Schutz der Allgemeinheit diene. Bei Verstössen würden jedoch der Vollzugsdienst der Stadt und die Landespolizei einschreiten.

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