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Der Telebasel Sport vom 20. März 2020.
Basel

Die Gewinner und Verlierer der EM-Verschiebung

Aufgrund der EM-Verschiebung werden auch keine Testspiele stattfinden sowie es auch kein Nati-Aufgebot geben wird. Doch wem kommt dies entgegen und wem nicht?

Heute hätte Vladimir Petkovic das Kader für die Nati-Pause nächster Woche bekanntgegeben. Doch aufgrund der Corona-Krise gibt es weder eine Nati-Pause, noch die dazugehörigen Vorbereitungsspiele gegen Kroatien und Belgien. Auch die EM wird bekanntlich um ein Jahr verschoben. Doch welchem Nati-Star kommt diese Verschiebung entgegen und welchem nicht?

Die Gewinner: Ademi, Shaqiri & Lang

Dass die EM erst im nächsten Jahr stattfindet, dürfte Kemal Ademi freuen. Der FCB-Stürmer hat momentan von allen Schweizer Nati-Stürmern die beste Bilanz bei seinem Club. Jedoch ist er noch nicht spielberechtigt, da er der FIFA zuerst beweisen muss, dass er noch für kein anderes Land zum Einsatz kam. Das wäre für diesen Sommer wohl eher knapp gewesen, doch im nächsten Jahr sollte er spielberechtigt sein.

Xherdan Shaqiri wiederum bekam in diesem Jahr bei Liverpool nur eine Minute Spielzeit. Der Kraftwürfel klagt immer wieder über Wadenschmerzen und absolvierte seit Juni 2019 kein Spiel mehr für die Schweizer Nationalmannschaft. Darum wäre ein Aufgebot für die EM in diesem Jahr eher unwahrscheinlich gewesen – das kann sich aber bis im nächsten Sommer natürlich nochmals ändern.

Auch bei einem weiteren ehemaligen FCB-Spieler läuft es zurzeit nicht ganz so rund. Michael Lang konnte nach einer Muskelverletzung am Anfang des Jahres für Werder Bremen noch kein einziges Spiel in der Rückrunde bestreiten. Auch er hat nun ein Jahr Zeit, sich aufzudrängen.

Die Verlierer: Lichtsteiner & Frauen-EM

Zu den Verlieren könnte der langjährige Nati-Captain gehören. Für Stephan Lichsteiner wäre die diesjährige EM wohl die letzte Endrunde seiner Karriere gewesen. Fraglich, ob der 36-Jährige noch ein weiteres Jahr mithalten kann und tatsächlich mit 37 noch an die EM reisen darf. Ausserdem läuft sein Vertrag beim Bundesligisten FC Augsburg im Sommer aus.

Auch der Frauen Fussball kann als Verliererin angesehen werden. Denn eigentlich wäre im Sommer 2021 die Frauen-EM geplant gewesen. Da aber die Männer nun ihre EM auf dieses Datum verschieben, müssen die Frauen Platz machen und ein anderes Datum festlegen.

Trotzdem ist die Verschiebung der EM sportlich gesehen vermutlich die richtige Entscheidung. Denn mindestens in der Schweiz gibt es mehr Gewinner als Verlierer.

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