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Der Telebasel Glam Beitrag vom 20. März 2020.
Basel

Der Kampf im Homeoffice

Wegen der Corona-Krise arbeiten momentan viele von zu Hause aus. Mit welchen Problemen Glam Reporterin Deborah Rullo zu kämpfen hat, sehen Sie im Video.

«Seit Anfang Woche arbeiten mein Freund und ich von zu Hause aus. Was sich anfangs romantisch anhörte, wurde schnell zum Kampf. Da wir nicht genug Zimmer haben, haben wir unsere Arbeitsplätze am Esstisch eingerichtet. «Schön, so einen tollen Sitznachbar vor mir zu haben», denke ich mir und beginne zu arbeiten.

Doch nicht so romantisch

Tipp tipp tipp, ich haue in meine Tasten und schreibe meinen ersten Artikel. Süss, mein Freund blickt zu mir hoch. Ich grinse und denke: ‹Jö, er freut sich auch, dass wir Homeoffice machen.›  Ich schreibe weiter. Wieder blickt er hoch, diesmal aber nicht mehr süss sondern genervt: ‹Kannst du BITTE nicht mehr so laut tippen? Ich muss etwas Wichtiges lesen und kann mich nicht konzentrieren.› Wow! Fertig ist die romantische Stimmung und der Streit ist ausgebrochen. Ich bin beleidigt. Wer nicht in dieser Situation?

(Video: giphy.com)

Ich schreibe weiter an meinem Artikel und versuche die Tasten leiser zu drücken. Immer wieder lese ich den gleichen Abschnitt meines Artikels. Etwas stört mich, ich blicke hoch. Er, der sich so über mein Tastengehaue beschwert hat, liest etwas leise vor. ‹Boah, kannst du das nicht still für dich lesen? Es nervt mich und ich kann mich nicht konzentrieren›, sage ich zu ihm. Und jetzt? Jetzt schaut er beleidigt. Ein wenig später klingelt sein Handy und seine erste Telefonkonferenz beginnt. Jetzt habe ich Verständnis für ihn und ziehe meine Kopfhörer an.

Die Tastenhauerin und der Murmler

Keine einfache Situation für uns alle. Wir müssen auf unseren unbequemen Esszimmerstühle sitzen (die wir ganz dringend ersetzen müssen) und werden von Geräuschen gestört, die wir so in unseren Büros nicht kennen. Etwas Gutes hat das gemeinsame Homeoffice aber: Er bekommt live zu sehen und zu spüren, mit welchen Dingen ich mich tagtäglich rumschlage und so geht es mir auch bei ihm. Wir haben einen besseren Einblick in das Arbeitsumfeld des anderen und wir lernen uns so von einer anderen Seite kennen. Ich, die ‹aggressive Tastenhauerin» und er, der «Murmler›.»

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