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Der Telebasel News-Beitrag vom 21. März 2020.
Baselland

Corona-Krise bedroht die Spargelernte

Die Coronakrise bedroht die Spargelernte. Aufgrund der Einreisebestimmungen fallen viele Saisonarbeiter aus. Nun kommt Hilfe aus der gebeutelten Gastrobranche.

Fürs Spargelstechen sieht es nicht gut aus. «Drei Angestellte haben mir abgesagt – aus Angst und Ungewissheit», sagt Thomas Wiesner gegenüber Telebasel.

Der Landwirt aus Bottmingen hofft nun auf weitere Saisonarbeiter, die für Mitte April zugesagt haben. Noch ist aber unklar, ob die Einreisebestimmungen dies erlauben.

Wegen der Corona-Krise gab es heute eine erneute Hiobsbotschaft für Thomas Wiesner. «Fünf Rumänen möchten noch gerne kommen – doch gerade heute Nachmittag hab ich den Bericht bekommen, dass sie doch nicht dürfen».

Gastronomen wollen aushelfen

Not macht aber erfinderisch. Der Betreiber der «Wiesen Beeren- und Spargelkultur» arbeitet nun an einem Plan B für die anstehende Spargelernte. Da vor wenigen Tagen sämtliche Restaurants schliessen mussten, kommt nun Hilfe aus dieser gebeutelten Branchen. «Ich hatte schon Telefone Anfang Woche, mit einer Wirtin aus Binningen, die gerne hier arbeiten möchte.» Auch aus den Gastronomiebetrieben seiner beiden Cousins gebe es schon Interessierte Angestellte.

Wie Thomas Wiesner erklärt, fehle damit weiterhin das Knowhow der erfahrenen Spargelstecher aus Rumänien und Polen. Zudem sei die körperlich anspruchsvolle Arbeit nicht zu unterschätzen. Und nicht zuletzt bedeutet das auch andere Löhne. Dies sei momentan aber sekundär – da finde man sicher eine Lösung.

«Der Bauer hat eine soziale Verantwortung für die Lebensmittelversorgung und da müssen wir das Beste daraus machen». Wichtig sei nun, den Spargel, sowie später auch die Erdbeeren, ernten zu können.

So genüsslich wie ein Spargelgericht wird das allerdings nicht: «Es wird ein sehr schwieriges Jahr, wir werden mit der Produktion am Anschlag sein», prophezeit Thomas Wiesner.

6 Kommentare

  1. Die Bauern könnten das Spargelstechen als Möglichkeit zu Bewegung und Sport anpreisen wie einst Huckleberry Finn. Das wäre win – win. Jeder, so lange er mag, aber mindestens ein Tag. Bezahlt wird teils mit Spargeln und/oder Geld.Report

  2. Wo sind alle junge Demonstranten und Weltretter!? Das wäre doch was sinnvolles, den Bauern zu helfen! Die brauchen dringend Hilfe und es kommt uns allen zu gut.Report

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