Die erschwerten Einreisebedingungen für Grenzgänger stellen die Baselbieter KMUs vor Probleme. (Bild: Keystone)
Baselland

Wirtschaftskammer fordert Geld und Gesetzesänderungen

Die Baselbieter Wirtschaftskammer hat einen Plan zur Coronakrise erstellt. Dieser fordert von der Regierung finanzielle und gesetzliche Unterstützung.

Die Baselbieter Wirtschaft braucht zur Bewältigung der Corona-Krise Hilfe, ist sich die kantonale Wirtschaftskammer sicher. Diese soll die Regierung stellen, Wirtschaftskammern-Direktor wie Christoph Buser im morgigen «Standpunkt der Wirtschaft» sagt. Die KMU-Wirtschaft sei «too big to fail».

Die Wirtschaftskammer fasst ihre Forderungen in einem Dreipunkte-Plan zusammen. Im ersten Punkt verlangt sie vom Kanton Soforthilfe für alle betroffenen Unternehmen und deren Angestellte. «Sei es in Form von Krediten, Bürgschaften oder Darlehen», so die Forderung. «Unbürokratisch, unkompliziert, genügend und vor allem sofort», soll der Punkt auf Anfrage der Wirtschaftskammer erfolgen.

Flexibilisierung des Arbeitsrecht verlangt

Zudem fordert die Wirtschaftskammer, dass das Arbeitsrecht vorübergehend flexibilisiert wird. «Damit beispielsweise auch ein Dreischichten-Betrieb möglich ist, um eine Firma am Leben zu erhalten», so die Begründung.

«Der Kanton muss die Bruttolöhne der Lernenden übernehmen», fordert die Kammer weiter. «Damit werden die Unternehmen entlastet und die Lernenden geschützt.»

Erster Erfolg für Deutsche Grenzgänger

Es könne weiter nicht sein, dass Grenzgänger stundenlang an der Grenze stehen und ihren Betrieben – auch dem Gesundheitswesen – nicht zuverlässig zur Verfügung stehen können. Die Wirtschaftskammer habe dem Kanton deshalb ein Vignettensystem für Berufspendler angeregt. «Zwischen Drucklegung der Zeitung und jetzt konnte in dieser Sache bereits ein erster Erfolg verbucht werden: Mit Deutschland konnte eine Lösung in Form einer Pendlervignette vereinbart werden.»

Mit Frankreich will die Wirtschafskammer. Die Wirtschaftskammer habe diesbezüglich heute die Eidgenössische Zollverwaltung gebeten, möglichst bald auch eine Vereinbarung mit anderen Nachbarsländer zu finden.

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