Trotz verhängter Massnahmen gingen im Kanton Uri viele Senioren immer noch einkaufen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Kanton Uri weist Senioren mittels Ausgangssperre in die Schranken

Der Kanton Uri verhängt wegen des Coronavirus' eine Ausgangsbeschränkung für über 65-Jährige. Diese hatten sich zu wenig an die bisherigen Massnahmen gehalten.

Man wolle mit der Beschränkung ein Signal für alle setzen, sagte Stabschef des Kantonalen Führungsstabs (Kafur), Ignaz Zopp, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es sei der nächste Schritt einer klaren Strategie im Kanton Uri. Seiner Meinung nach werde und müsse der Bund nachziehen.

Senioren gingen immer noch einkaufen

Man habe festgestellt, dass die Massnahmen bis jetzt zwar gut griffen, allerdings seien sie zu wenig zur Bevölkerungsgruppe der besonders gefährdeten Personen durchgedrungen. Diese seien weiterhin Einkaufen und Flanieren gegangen. Solche Aktivitäten wolle man nun unterbinden, um die Menschen von Läden und anderen Institutionen fernzuhalten.

Maximal zwei Stunden spazieren

Spaziergänge allein oder zu zweit sind für über 65-Jährige im Kanton Uri gemäss der neusten Beschränkung während maximal zwei Stunden pro Tag zulässig. Es seien derzeit neun Polizeipatrouillen unterwegs, um die Einhaltung der Beschränkung zu überwachen, sagte Zopp. Problematisch seien aber weniger jene Personen, die in der Natur spazierten als solche, die sich in den Dörfern bewegten.

6 Kommentare

  1. Das ist eine sehr vernünftige Vorgabe.
    Meine Eltern 85 und 80 sind auch bisher nicht davon zum überzeugen gewesen sich einzuschränken.
    Es geht jetzt nicht mehr um die individuellen Bedürfnisse sondern um das Gemeinwohl.
    Wenn man nicht mit Appellen weiter kommt muss man eben solche Maßnahmen ergreifen.
    Einige Dickköpfe haben den Ernst der Lage immer noch nicht verstanden.Report

  2. Jetzt hat der Kanton Uri sich einen Gruppe herausgesucht über die sie eine Ausgangssperre verhängt hat. Aber ist das rechtlich haltbar eine Gruppe wegen ihrem Alter zu diskreminieren, während andere Gruppen (oft Jugendliche) sich in Horden zusammen rotten und sich vergnügen.

    Art. 8 Rechtsgleichheit

    1 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

    2 Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.

    Damit wäre es fraglich ob diese Massnahme nicht Verfassungswiedrig ist!Report

  3. Was sind sie bitte für eine ignorante und einfältige Person?!?! Die Massnahmen sind zum Schutz der Bevölkerung und damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert!!! Ich möchte ihre Reaktion sehen, wenn sie verunfallen, aber leider die Intensivstationen der Krankenhäuser belegt sind, mit den geistigen Tieffliegern die sich gegen die Massnahmen des BR verweigern!

    Da kann ich nur den Kopf schütteln wenn ich so einen Mist lese in diesen Tagen!Report

  4. Und was ist mit der jüngeren Generationen, die so tun als ginge ihnen die Situation nichts an? Jedermann/frau ist Träger. Bei der Risikogruppe bricht es stärker ausReport

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