Roms Strassen sind in diesen Tagen fast leer. Die Ausgangssperre im Land soll wegen der anhaltenden Coronavirus-Infektionen verlängert werden. (Bild: Keystone)
International

Ausgangssperre in Italien verlängert

Die italienische Regierung will die Massnahmen gegen das Coronavirus verstärken. Dazu gehört auch eine längere Ausgangssperre.

Der italienische Premier Giuseppe Conte hält eine Verlängerung der restriktiven Massnahmen zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie in seinem Land für unvermeidbar. Auch nachdem die Epidemie den Höhepunkt erreicht haben und die Zahl der Infektionen zurückgehen wird, werde Italien nicht sofort zum normalen Leben zurückkehren können.

«Es ist offenkundig, dass die ergriffenen Massnahmen verlängert werden müssen», meinte der Premier im Interview mit der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera» (Donnerstagsausgabe). Er drohte mit schweren Strafen für jene, die gegen die Ausgangssperre verstossen. Conte erklärte sich mit den Bürgermeistern der italienischen Gemeinden solidarisch, die Parks zugeschlossen haben, um zu verhindern, dass sich zu viele Menschen im Freien aufhalten.

«Verheimlichen nichts»

Die Regierung handle mit voller Transparenz. «Wir verheimlichen den Bürgern nichts. Wer dies in anderen Ländern tut, wird es bitter bereuen. Wir handeln zugleich mit höchster Strenge. Wir haben nichts unterschätzt und wir handeln als würde das schlimmste Szenario eintreten», sagte Conte.

Der parteilose Premier kündigte an, dass seine Regierung an einem weiteren Wirtschaftspaket arbeite, das in circa zwei Wochen vorgestellt werden soll. Ziel sei es, mehrere Milliarden für öffentliche Investitionen locker zu machen. Damit solle das italienische Strassen- und Bahnnetz modernisiert und Infrastrukturen errichtet werden, auf die Italien «seit Jahrzehnten» wartet. Damit soll die Wirtschaft wieder in Bewegung kommen.

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