In Apotheken kann eine Person nur noch eine Packung kaufen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Bundesrat rationiert Schmerzmittel

Der Bundesrat rationiert einen grossen Teil der Medikamente, darunter die gängigsten Schmerzmittel und fiebersenkenden Medikamente.

In den letzten Tagen waren gewisse Medikamente in Apotheken nicht mehr erhältlich. Grund dafür war aber nicht ein Mangel. Wegen der Nachfrage sei man in der Lieferkette nicht mehr nachgekommen, sagte Stephanie Balliana, Sprecherin des Apothekerverbands Pharmasuisse, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die letzten Tage hätten gezeigt, dass die Kundschaft nach unnötigen Reserven verlange. Die Verordnung des Bundesrats soll diese Hamsterkäufe stoppen. «Die Massnahme soll dafür sorgen, dass jene Leute die Medikamente bekommen, die sie tatsächlich brauchen», sagte Balliana.

Breite Anzahl an Mediakamenten betroffen

Gestützt auf das Landesversorgungsgesetz hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden, dass ab sofort darf pro Einkauf nur noch eine Packung verkauft werden darf. Betroffen sind alle verschreibungspflichtigen Medikamente sowie Produkte wie Aspirin, Calciumpräparate, gewisse Hustenmittel, Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac, Mefenaminsäure oder Produkte mit Codein.

Eine spezielle Regelung gilt für chronisch Kranke: Auf Verschreibung des Arztes darf der Bedarf von bis zu zwei Monaten gedeckt werden. Die Rationierung gilt für sechs Monate.

Der Apothekerverband erachte die Verordnung des Bundesrats als äusserst sinnvolle Massnahme, um die Versorgungssituation zu stabilisieren, sagte Balliana. «Wir gehen davon aus, dass in kurzer Zeit in den Apotheken alles wieder verfügbar ist.»

1 Kommentar

  1. super da bekommen die medikamentesüchtigen entzugserscheinungen. codein.
    gegen calziummangel hilft in der schweiz hanenwasser. unterbindet endlich die hamsterkäufe. bekomme keine seife und kein klopapier mehr usw. es braucht keinenjahresvorrat um zu überleben. am ende wird über die hälfte wieder weggeschmissen. gehe seit tagen als risikopatienin in die läden um noch was zu kaufen, was ich brauche.Report

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