Die Kinder sitzen aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu Hause. (Symbolbild: Keystone)
Basel

Schule wegen Corona zu – Was machen jetzt die Kinder?

Die Schulen und Kindergärten sind zu und die Kinder bleiben zu Hause. Was das für Kinder bedeutet und wie man sie beschäftigt, erzählt Maja Nidecker.

Für viele Eltern war die Schliessung der Schulen zuerst nicht ganz einfach. Wie beschäftigt man seine Kinder und wie können sie ihre Tagesstruktur beibehalten?

Maja Nidecker lebt in Basel und ist Mutter einer zehnjährigen Tochter und zwei Teenagern im Alter von 15 und 16 Jahren. Als letzten Freitag der Bund die Schulen schloss, waren ihre Kinder, wie viele andere auch, zuerst erfreut: «Die Jüngste ist jubelnd nach Hause gekommen. Mittlerweile ist sie aber traurig, weil sie ihre Freundinnen und Freunde nicht mehr treffen kann. Aber zum Glück kann sie schon selbständig ihren iPod bedienen und mit ihnen chatten. Die älteren Brüder waren über den Schulschluss erleichtert. Sie fühlten sich zeitweise nicht mehr wohl in der Schule. Zum Beispiel wenn jemand gehustet hatte».

«Sie müssen jetzt auf vieles verzichten»

Aber der Ausfall des Unterrichts hatte nicht nur Vorteile für die Kinder. «Unser 15-jähriger Sohn hätte zum ersten mal ein Theater-Engagement gehabt. Die Proben wurden verschoben und er war sehr enttäuscht. Aber eben: zum Glück nur verschoben und nicht ganz abgesagt. Das hat ihn aufgemuntert.»

Der Unterricht in einem Klassenzimmer fällt zwar weg, Hausaufgaben erhalten die Kinder von ihren Schulen aber trotzdem: «Seit heute, Dienstag haben sie von ihren Schulen Hausaufgaben bekommen. Die Jüngere muss ich bei den Aufgaben noch ein wenig unterstützen. Die älteren beiden arbeiten selbständig und scherzen ab und zu über die Computerprobleme ihrer Lehrer», so Maja Nidecker im Interview. Sie fügt noch hinzu: «Den Jungs fällt es besonders schwer, zu Hause zu bleiben. Sie haben einen grösseren Freiheitsdrang als ihre kleine Schwester. Es ist nicht einfach für die Kinder. Sie müssen jetzt auf vieles verzichten. Sie machen es aber gut und meistens gerne». Verzichten müssen sie auch auf den Besuch bei den Grosseltern, Kontakt haben sie aber trotzdem. «Die Grosseltern und die Kinder Facetimen oft, so können sie sich wenigstens sehen und miteinander sprechen. Das bereitet ihnen grosse Freude.»

«Diese Krise bringt uns näher zusammen»

Für Ablenkung sorgt die Pudeldame Trudi, sie bringt die Kinder auf andere Gedanken. «Die kleine Trudi ist verspielt und kuschelt gerne mit den Kindern. Wegen dem Coronavirus mussten wir die Kleine auch das erste Mal selber scheren. Das war eine gute Beschäftigung für die Kinder.»

Damit die Kinder nicht nur gamen oder vor dem Fernseher sitzen, bietet Maja Nidecker ihnen Alternativen. «Meine Tochter backt und bastelt viel zu Hause und die Jungs telefonieren mit ihren Freunden. Ausserdem drehen sie mit der Pudeldame Trudi kurze Spazierrunden, das hilft sehr.»

Diese Zeit ist für viele nicht einfach aber den Kopf in den Sand stecken ist für Maja Nidecker keine Option: «Diese Krise bringt uns als Familie so näher zusammen. Wir versuchen, viel zu lachen und die Emotionen nicht allzu hoch kochen zu lassen. Alle geben sich grosse Mühe, anständig miteinander umzugehen».

3 Kommentare

  1. Schaut bitte auch für die Alten! Bringt schöne Filme in TV. Die haben kein Netflix. Bitte etwas Positives, für jene, die daheim und keine Schüler sind. Danke8Report

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