«Wir haben die aus unserer Sicht kundenfreundlichste Position eingenommen» teilte Hotelplan am Dienstag mit. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Hotelplan setzt Reiseprogramm aus

Nun zieht auch der Reiseveranstalter Hotelplan die Reissleine. Die Migros-Tochter streicht wegen der Coronavirus-Krise alle Pauschalreisen bis 19. April.

Auch Buchungen für Ferienwohnungen werden annulliert. Alle bereits gebuchten Reisen sowie Ferienwohnungen oder Ferienhäuser von Interhome und Interchalet könnten bis zum genannten Datum kostenlos annulliert oder umgebucht werden, teilte Hotelplan am Dienstag mit.

Neubuchungen nimmt Hotelplan erst wieder für Ferien ab dem 20. April entgegen. Für Einzelleistungen gälten die Annullations- und Umbuchungsbedingungen der Leistungsträger. So seien zudem Beispiel für Nur-Flüge die Bedingungen der Airlines relevant.

Reisesperren und gestrichene Flüge

Wegen des Coronavirus und Reisebeschränkungen, die verschiedene Regierungen erlassen haben, sind bereits zahlreiche Flüge gestrichen worden. Mehrere Länder haben Einreisesperren auch für Personen aus der Schweiz verhängt.

Der Reiseveranstalter TUI Suisse hat wie sein Mutterkonzern am Montagabend den Reisebetrieb vorerst bis und mit 27. März unterbrochen. Auch DER Touristik Suisse mit der Marke Kuoni setzt die Reisen bis dahin aus.

Klarheit gefordert

Hotelplan hielt zunächst am Aufrechterhalten des Reiseprogramms fest, auch nachdem am Montagabend der Bundesrat wegen des Coronavirus den Notstand erklärt hatte.

Reisen mit Hotelplan Suisse seien trotzdem bis auf weiteres möglich, teilte das Unternehmen danach mit. Der Bundesrat habe den Bürgern lediglich empfohlen, aufs Reisen zu verzichten. Ein Verbot sei nicht ausgesprochen worden. Hotelplan forderte Klarheit vom Bundesrat in Bezug auf Reisen ins Ausland und wieder zurück.

«Kundenfreundlichste Position»

Bereits am nächsten Tag hat Hotelplan nun doch noch die Notbremse gezogen. Die Entscheidung sei basierend auf den sich stündlich ändernden Rahmenbedingungen gefallen, hiess es in der Mitteilung.

«Wir haben die aus unserer Sicht kundenfreundlichste Position eingenommen und haben uns entschieden, Auseinandersetzungen für Kompensationen mit unseren Leistungsträgern und nicht mit unseren Kunden zu führen», sagte Hotelplan-Chef Thomas Stirnimann in der Mitteilung.

Dies obschon bis jetzt noch keine Direktive existiere, um in der unübersichtlichen Situation für die Kunden Klarheit zu schaffen.

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