Der Kampf um diesen Pott wird um ein Jahr verschoben. (Foto: Key)
International

Der Tanz mit der FIFA kann beginnen

Die UEFA muss die EURO um ein Jahr auf 2021 verschieben. Die korrekte Entscheidung. Nun aber beginnen umgehend die Verhandlungen mit der FIFA.

Die UEFA verschiebt die EURO auf den Sommer 2021. Die Fussball-Welt erzittert. Es ist aber die einzig richtige und logische Entscheidung des europäischen Verbandes – wie bereits im FCB Total am Montagabend prognostiziert.

Kollision mit der FIFA

Eine Verschiebung der EURO in den Winter – wie ursprünglich vermutet – hätte keinen Sinn gemacht. Die Spielpläne der europäischen Ligen wären im Chaos versunken. Die Fans an den Public Viewings und in den Stadien erfroren. Die Verunsicherung nach der weltweiten Corona-Pandemie bei den Fans noch zum Greifen nahe.

Die Verschiebung in den Sommer 2021 macht also Sinn – und scheint auf den ersten Blick unproblematisch. Dem ist aber nicht so: Nun beginnt nämlich der Tanz der UEFA mit der FIFA. Eine Kollision mit der geplanten Klub-WM des Weltverbandes in China steht bevor.

Die UEFA müsste hart mit FIFA-Präsident Gianni Infantino verhandeln, der seit Monaten mit millionenschweren Preisgeldern um die Top-Klubs wirbt. Lenkt die FIFA ein und verschiebt ihr eigenes Turnier auf den Sommer 2022, könnte die UEFA sich mit der Abstellung mehrerer Top-Klubs erkenntlich zeigen. Auch die Kollision mit der EURO der Frauen im Sommer 2021 könnte zum internen UEFA-Problem werden. Zudem wäre vorerst ein finanzielles Debakel abgewendet.

Mehr Zeit für die Ligen

Nun haben die nationalen Ligen einen Monat mehr Zeit, einen Weg aus der Coronavirus-Krise zu finden. Statt Ende Mai müsste erst Ende Juni Schluss sein, die meisten Spielerverträge enden am 30. Juni. Ob das ausreicht, scheint fragwürdig. Die Krisenlage ändert sich laufend. Experten rechnen nicht damit, dass die steigenden Temperaturen im Sommer zu einer erheblichen Verbesserung der Lage beitragen.

Wird bis dahin trotzdem in den Ligen kein Fussball mehr gespielt werden, dann könnten sogar auch Forderungen nach einer Anpassung der Saisons in den wichtigsten europäischen Ligen an das Kalenderjahr laut werden. Die Diskussionen wurden also mit der Verschiebung der EURO nicht beendet. Sie haben erst gerade begonnen.

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