Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 17. März 2020.
Basel

Das bedeutet der nationale Notstand für die Bevölkerung

Das Sozialleben leidet besonders am nationalen Notstand. Kantonsarzt Thomas Steffen erklärt, wie man sich jetzt richtig verhält.

Dieser Dienstag geht in die Geschichte ein. Ab dem 17. März um Mitternacht gilt der nationale Notstand. Jegliche Institutionen und Unternehmen werden in ihrer Tätigkeit auf ein Minimum reduziert. Freizeitaktivitäten fallen beinahe gänzlich weg.

Enorme Auswirkungen auf das Sozialleben

In der aktuellen Lage wird von der Bevölkerung erwartet, dass die Leute weitgehend zu Hause bleiben. Doch was bedeutet das jetzt für soziale Kontakte?

Kantonsarzt Thomas Steffen gab Telebasel dazu am Dienstag Auskunft. «Es ist nicht die Idee, dass man sich jetzt zu Hause einsperrt», so Steffen. «Die frische Luft tut gut und ist gesund, das sollte nicht gemieden werden.»

Trotzdem gibt es solidarische Grenzen. Ab Dienstag, 14:00 Uhr ist im Kanton Basel-Stadt das Abhalten von grösseren Picknicks und Grilladen verboten.

Zu Tätigkeiten in der Öffentlichkeit meint Steffen: «Aktivitäten, die man alleine oder mit einem Familienmitglied machen kann, sind unproblematisch». Doch den Sportverein privat weiterzuführen und beispielsweise weiterhin Fussball spielen zu gehen ist nicht in Ordnung.

Mögliche Ausgangssperre verhindern

Wer jetzt eine Party organisiert, macht sich strafbar. Doch, dass man seine Freunde gar nicht mehr sehen darf, trifft momentan nicht zu. «Es ist okay, wenn man sich im engen Freundeskreis trifft und sich dabei auf die Hygienemassnahmen achtet», meint Steffen.

Doch Steffen betont, dass es sich bei solchen Fragen stets um eine Sache von Solidarität und Augenmass handelt. Wird die Lage nicht ernst genommen, kann das Folgen mit sich ziehen. «Wir sind aktuell nicht in der Lage, in der wir eine Ausgangssperre haben», ergänzt der Kantonsarzt. «Wir hoffen, dass wir daran vorbei kommen, wenn wir uns mit diesen Massnahmen jetzt alle sehr Mühe geben.»

Was hat geschlossen, was hat geöffnet?

«Im Prinzip haben die Läden geschlossen, die keinen täglichen Bedarf abdecken», erläutert Steffen. Dazu gehören Coiffeur-Salons, Freizeiteinrichtungen, Technik-, Sport- und Bastelshops.

Lebensmittelläden, Liefer- und Abholdienste für Apotheken und Mahlzeiten bleiben geöffnet. Das gleiche gilt für Bahnhöfe, Post und Bank sowie die Tankstellen. Das Gesundheitswesen bleibt intakt. In Spitälern sind Eingriffe, die nicht äusserst notwendig sind, untersagt.

«Der Techniker kommt nach wie vor», meint Steffen. Wer einen Rohrbruch oder eine defekte Heizung hat, hat keinen Grund zur Sorge. Denn Hausbesuche von Dienstleistungsunternehmen sind noch immer gewährleistet. «Das betrifft die Veranstaltungs- und Ladenöffnungsregelung nicht und hier wird der Handwerker zur Reperatur vorbeikommen.»

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*