Zahlreiche Störungen wurden durch die starke Belastung des Swisscom-Netzes am Montagmorgen verursacht. (Bild: Allestörungen.ch)
Schweiz

Störungen bei Swisscom wegen Netzüberlastung

Weil immer mehr Leute in der Schweiz wegen des Coronavirus' Homeoffice machen, haben sich die Anrufe über da Swisscom-Netz verdreifacht. Es kam zu Störungen.

Am Montag sind bei einem Teil der Swisscom-Kunden die Gespräche via Festnetz- oder Mobiltelefone unterbrochen worden. Das vermehrte Arbeiten von Zuhause hat ab 9 Uhr zu einer Überlast der Systeme geführt. Die Swisscom arbeitet an einer Kapazitätserweiterung.

Die Swisscom verzeichnete am Vormittag dreimal mehr Anrufe über das Mobilfunknetz als sonst, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Auch das Volumen im Festnetz sei massiv gestiegen, schreibt die Swisscom. Einige Privat- und Geschäftskunden konnten daher auf Fest- oder Mobilnetz nicht mehr sauber telefonieren. Zuvor hatte das Newsportal «Nau.ch» über die Störung berichtet.

Massnahmen im Gang

Das Telekommunikations-Verhalten der Kundinnen und Kunden sei aktuell nicht vorhersehbar. Die Mitarbeitenden würden die Netze derzeit viel enger als sonst überwachen und laufend Massnahmen treffen, schreibt das Unternehmen. Eine punktuelle Überlastung könne aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

In Stocken geraten kann auch der Internet-Datenverkehr – etwa, wenn Unternehmen ihre Systeme nicht auf ein verstärktes Zugreifen via Internet ausgerüstet haben. Dann kann es zu Engpässen beim Eingang in die Infrastruktur des Unternehmens kommen.

Priorität bei Landesversorgung

Die Swisscom stelle den Kunden auf Wunsch mehr Bandbreite zur Verfügung, falls die physikalischen Leitungen dafür ausreichend sind. Priorität hätten aber klar die Kunden, die einen zentralen Dienst in der Landesversorgung wahrnehmen, also systemrelevant seien, hiess es bei der Swisscom.

Die Swisscom geht aktuell davon aus, dass trotz der Zunahme an Homeoffice noch genügend Kapazität in der Daten-Netz-Infrastruktur vorhanden sind. Die Arbeit im Homeoffice benötige nicht so viele Ressourcen wie etwa das Streaming von TV oder Netflix, sondern nur einen «kleinen Anteil des Gesamtverkehrs». In der letzten Woche habe sich der Datenverkehr im tiefen einstelligen Prozentbereich der gesamten Netzlast bewegt.

1 Kommentar

  1. Nein die Swisscomnetze schwächeln schon seid langer Zeit (seid Dezember)
    Der Service ist so eingestellt, dass der Fehler immer beim Kunde ist. Kannst du das Gegenteil beweisen, lautet die Antwort: Ja wenn sie nicht zufrieden sind können sie ja den Anbieter wechseln. Dieses habe ich jetzt gemacht.Report

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