Featured Video Play Icon
Schweiz

Nur mit Formular vor die Tür – Ausgangssperre in Frankreich

Das Coronavirus hat die Schweiz und die Welt fest im Griff. Im Ticker bleiben sie stets über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Privatradios ersuchen Bundesrat um 12 Millionen Soforthilfe

Die Schweizer Privatradios schlagen wegen der Corona-Krise Alarm. Weil Werbeaufträge storniert werden, drohten Liquiditätsengpässe und Einkommensausfälle.

(Symbolbild: Keystone)
Armee hat via App Alertswiss über Mobilmachung informiert

Die Armee hat am Dienstagmorgen via Mobil-App Alertswiss über die Mobilmachung der Truppen der Schweizer Armee informiert. Angehörige der Sanitäts- und Logistiktruppen würden in den nächsten Tagen aufgeboten.

Angesprochen werden zunächst die Verbände mit erhöhter Bereitschaft. Diese seien dafür vorgesehen, das schweizerische Gesundheitswesen personell zu entlasten und mit logistischen Leistungen zu unterstützen, heisst es in der App.

Die Alertswiss-App informiert über das Aufgebot für Truppen der Schweizer Armee. (Bild: Keystone)

Armeeangehörige, die nicht im Dienst stehen, werden per E-Alarm aufgeboten – also via SMS, Telefon oder E-Mail oder Marschbefehl. Sie müssen vollständig ausgerüstet und so rasch als möglich einrücken. Wer eine solche Nachricht erhalten hat, soll diese quittieren und gemäss den Vorgaben einrücken, so die Anweisung in der App.

Schweizer Tourismusverband: Kollaps muss vermieden werden

Wegen der Corona-Krise werden das Gastgewerbe und der Tourismus mit einer existenziellen Notlage konfrontiert. Deshalb fordert die Branche wirksame Massnahmen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen, weitere Verbesserungen bei der Kurzarbeitsentschädigung und die sofortige Einführung des Härtefall-Fonds, um einen Kollaps der Branche zu verhindern.



Ohne sofortige Unterstützungsmassnahmen seitens des Bundes und der Kantone werde die Branche irreversiblen Schaden erleiden, schreibt der Tourismus-Verband in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Verband fordert die rasche Umsetzung weiterer Unterstützungsmassnahmen, um den totalen Kollaps der Branche zu verhindern.

Tessiner Regierung greift Firmen unter die Arme

Neue Zahlungsbedingungen und eine raschere Bearbeitung der Gesuche um Kurzarbeit: Die Tessiner Regierung hat zahlreiche Massnahmen verabschiedet, um die Wirtschaft im Kanton zu stützen.

Die verabschiedeten Massnahmen sind kurzfristig angelegt und dienen der Liquiditätssicherung der Unternehmen, wie die Tessiner Regierung in einem Communiqué schreibt. Unter anderem würden die Zahlungsbedingungen bei Steuern sowie Rückzahlungen von subventionierten Krediten angepasst.

Israel setzt im Kampf gegen Coronavirus Überwachungstechnologie ein

Israel will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Überwachungstechnologie einsetzen, die sonst zur Terrorbekämpfung dient. Dies teilte der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Dienstag mit. Nach Medienberichten handelt es sich vor allem um Handyüberwachung von Erkrankten.



«Die israelische Regierung hat Schin Bet autorisiert, seine hohen technologischen Fähigkeiten in den Dienst der nationalen Bemühungen um eine Eindämmung des Coronavirus zu stellen», teilte der Geheimdienst mit. Das Virus stelle eine ernste Bedrohung der Bevölkerung, der Wirtschaft und der nationalen Sicherheit Israels dar.

Boeing will Staatshilfe – Airbus hält Produktion an

Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing ruft angesichts der Corona-Krise nach dem Staat. Das Unternehmen aus Seattle bestätigte am Montagabend (Ortszeit) Gespräche mit der US-Regierung und führenden Kongress-Mitgliedern über kurzfristige Staatshilfen für sich und die gesamte Luftfahrtindustrie.

Für Fluggesellschaften, Flughäfen, Hersteller und Zulieferer sei der kurzfristige Zugriff auf staatliche und private Liquidität «der wichtigste Schritt», um wieder auf die Beine zu kommen, erklärte Boeing. Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte, die Branche brauche schnelle Hilfe. Es gehe um Tage.

Rolex schliesst für 10 Tage die Produktion

Der Luxusuhrenhersteller Rolex schliesst von diesem Dienstag bis Freitag, den 27. März, seine Produktionsstätten in Genf, Biel und Crissier (Kanton Waadt). Er will so seine Angestellten und ihre Familien vor der Coronavirus-Pandemie schützen, wie ein Rolex-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP sagte.

Die Rolex-Fabrik in Biel. (Archivbild: Keystone)
Ausgangssperre in Frankreich – vor die Tür nur mit Formular

Wer in Frankreich ab Dienstagmittag das Haus verlassen will, kann dies nur noch mit einem Formular tun. Wegen der im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Ausgangssperre sollen die Menschen im Land nur vor die Tür, wenn es unbedingt notwendig ist.

Erlaubt ist: Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbedürftigen helfen oder allein Sport machen. Auch Menschen, die nicht im Home-Office arbeiten können, dürfen ihre Wohnung verlassen. Den Grund müssen die Menschen auf einem Formular ankreuzen sowie ihren Namen, ihr Geburtsdatum und den Wohnort eintragen.

(Bild: Keystone)

Menschen, die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen bis zu 135 Euro Strafe zahlen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend in einer TV-Ansprache eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre wegen des neuartigen Coronavirus verhängt.

Keine Gottesdienste mehr – Kirchen bleiben offen

Im Bistum Basel werden bis am 19. April keine öffentlichen Gottesdienste mehr gefeiert. Die Kirchen bleiben offen, und die Seelsorge wird gewährleistet.

Diese Massnahmen hat Bischof Felix Gmür, Vorsteher des grössten Bistums der Schweiz angeordnet. Zum Bistum Basel mit Sitz in Solothurn gehören die Kantone Bern, Solothurn, Jura, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Aargau, Thurgau, Schaffhausen, Zug und Luzern.

Der Münstergang in Basel. (Archivbild: Keystone)

Gemäss einer Medienmitteilung vom Dienstag sollen die kirchlichen Sozialdienste ihre Hilfestellung an Risikogruppen verstärken.

Bund schliesst weitere Grenzübergänge im Tessin

Der Bund hat um Mitternacht fünf weitere Grenzübergänge im Tessin geschlossen. Bereits am 11. März gingen neun kleinere Grenzübergänge zu.

Bei den Grenzübergängen handelt es sich um Arogno, Brusino, Pizzamiglio, Camedo und Fornasette.

Bereits seit dem 11. März geschlossen sind die ebenfalls kleineren Grenzübergänge Pedrinate, Ponte Faloppia, Novazzano Marcetto, San Pietro di Stabio, Ligornetto Cantinetta, Arzo, Ponte Cremenaga, Cassinone und Indemini.

Ausnahmeregelung: Veloreparaturen weiterhin möglich

Der Velo Verband Pro Velo Schweiz macht darauf aufmerksam, dass Veloreparaturwerkstätten trotz der verordneten Schliessung von Velogeschäften weiterhin offen bleiben dürfen. Das gab der Verband in einer Mitteilung am Dienstag bekannt.
Fahrradfahrern wird empfohlen, für Reparaturen die Händler direkt zu kontaktieren
oder mobile Angebote zu nutzen.



Pro Velo Schweiz begrüsst die Ausnahmeregelung des Bundesrates: «Das Velo ist das Verkehrsmittel der Stunde, denn es ist doppelt gesund: Velofahrende vermeiden
dichte öffentliche Verkehrsmittel und stärken dank der körperlichen Bewegung
gleichzeitig ihr Immunsystem», sagte Verbandspräsident Matthias Aebischer.

Zahnärzte beschränken sich auf zwingend notwendige Behandlungen

Die Zahnärzte beschränken sich ab sofort auf zwingend notwendige Behandlungen. Alle anderen Termine werden bis auf weiteres verschoben.

Das geht aus einem Informationsschreiben hervor, das die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) auf ihrer Website publiziert hat. Sie setzt damit die Bestimmung des Bundesrats um, wonach Arztpraxen geöffnet bleiben, «aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten».

(Symbolbild: Keystone)

Wer Zahnschmerzen hat, wird weiterhin behandelt. Als zwingend notwendig gelten auch Eingriffe nach Unfällen sowie Behandlungen zur Verhinderung von Strukturschäden. Zudem können angefangene Arbeiten abgeschlossen werden.

Italien will Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen

Die italienische Regierung will die Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen, deren wirtschaftliche Schwierigkeiten durch die Coronavirus-Krise massiv verstärkt wurden.

(Symbolbild: Keystone)

Diese Entscheidung habe das Kabinett im Rahmen eines Hilfspakets für die Wirtschaft getroffen, hiess es am Dienstag in einer offiziellen Mitteilung der Regierung.

Migros montiert Plaxiglasscheiben an Kassen

Zum Schutz des Kassenpersonals in den Migros-Filialen montiert der Grossverteiler in den nächsten Tagen Plexiglasscheiben an den Kassen. Um den Empfehlungen des «Social Distancing» gerecht zu werden, appelliert Migros auch an die Solidarität der Kundinnen und Kunden.



Für die Migros habe der Schutz ihrer Mitarbeitenden oberste Priorität, schreibt Migros-Sprecher Marcel Schlatter auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-sda. Weil Desinfektionsmittel zurzeit kaum mehr erhältlich sind, habe man mit der Produktion von solchen in der Eigenindustrie begonnen.

Italiens Ärzte wollen getestet werden

Angesichts der Corona-Krise hat die italienische Ärzte-Gewerkschaft gefordert, zum Schutz der Patienten alle Ärzte auf das Virus zu testen.

(Bild: Keystone)

Bislang würden nur solche Beschäftigte im Gesundheitswesen getestet, die für das Virus typische Symptome aufwiesen, kritisierte die Generalsekretärin der Gewerkschaft, Pina Onotri, in einem Schreiben an die Regierung und die italienischen Gesundheitsbehörden am Montag.

Apotheken ergreifen Schutzmassen

In den Schweizer Apotheken würden extra Schutzwände aus Plexiglas eingerichtet, teilte der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse am Dienstag mit.

Einige Apotheken böten weitere Dienstleistungen an wie einen Hauslieferservice oder Abholfächer im Aussenbereich der Apotheke, die auch ausserhalb der Öffnungszeiten zur Verfügung stünden.

Eine Apotheke in Basel am Dienstag, 17. März 2020. (Bild: Telebasel)

Der Apothekerverband macht sich zudem stark dafür, dass Apothekerinnen und Apotheker in Weiterbildung zum «Fachapotheker in Offizinpharmazie» vorübergehend bereits eigenverantwortlich in Apotheken tätig sein dürfen. PharmaSuisse ruft den Bund zu einer mutigen Lösung auf, damit die Bevölkerung weiterhin gut umsorgt werden könne.

Patienten brechen in Afghanistan aus Corona-Quarantäne aus

Im Westen Afghanistans sind 38 Menschen aus ihrer Corona-Quarantäne ausgebrochen. Die Patienten mit Verdacht auf Covid-19 kamen aus dem Iran, bei einer Person wurde das Virus bereits nachgewiesen, sagte ein Sprecher der Provinzregierung Herats. Sieben von ihnen seien inzwischen wieder in das Spital zurückgebracht worden.

Afghanische Offizielle desinfizieren öffentliche Orte. (Bild: Keystone)

Die Patienten hätten Fenster zerbrochen und Ärzte geschlagen, sagte Wahidullah Mayar, Sprecher im Gesundheitsministerium. Ihre Freunde und Familien hätten ihnen bei der Flucht aus der Isolation geholfen. «Das medizinische Personal steht in der ersten Reihe, um das Coronavirus zu bekämpfen, aber leider werden sie von Rüpeln bedroht und geschlagen», sagte Mayar.

In den sozialen Medien beschwerten sich Menschen in Videos über die Spitalzustände in Herat. Sie äusserten Sorge, sich in den überfüllten Isolationsräumen erst recht anzustecken. Die Echtheit der Videos war zum aktuellen Zeitpunkt nicht unabhängig überprüfbar.

BAG Medienkonferenz um 14 Uhr

Zum Thema Coronavirus/Covid-19 findet am Dienstagnachmittag um 14 Uhr ein Point de presse statt. Im Medienzentrum Bundeshaus Auskunft geben Experten von BAG, Seco, EZV, VBS und EDA. Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA deckt den Anlass multimedial ab.

Auf Telebasel können Sie die Konferenz live verfolgen – online und im TV.

Moskau baut Spital für Corona-Patienten

Die russische Hauptstadt Moskau baut im Eiltempo ein Spital für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus. Derzeit seien mehr als 2000 Arbeiter auf der Baustelle am Stadtrand im Einsatz, sagte der für Stadtplanung zuständige Vize-Bürgermeister Andrej Botschkarjow der Regierungszeitung «Rossijskaja Gaseta» (Dienstag).

Update der Schweizer Armee



BAG applaudiert Büsser zum Corona-Aufklärungsvideo

Stefan Büsser produzierte mit Komiker-Kollege und Arzt Fabian Unteregger ein Corona-Aufklärungsvideo. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) applaudiert.



Schweizer Künstlerbörse 2020 abgesagt

Das Coronavirus verhindert auch die Schweizer Künstlerbörse 2020, die vom 16. bis 19. April in Thun hätte stattfinden sollen.

Die Veranstalter seien zu diesem Schritt gezwungen, weil der Bundesrat bis 30. April ein Veranstaltungsverbot ausgesprochen habe, teilte der Berufsverband t. Theaterschaffende Schweiz am Montag mit. Mit Hilfe des Katalogs und der Website www.kuenstlerboerse.ch soll gleichwohl zwischen den Künstlerinnen und den Veranstaltern vermittelt werden.

(Screenshot: Schweizer Künstlerbörse)

Das Bundesamt für Kultur wird die Gewinnerin oder den Gewinner des Schweizer Kleinkunstpreises, der üblicherweise im Rahmen der Künstlerbörse verliehen wird, zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Ebenso die Gewinner der Schweizer Theaterpreise.

US-Techkonzerne warnen in Corona-Krise vor KI-Fehlern

Facebook, Twitter und die Google-Mutter Alphabet haben angesichts leerer Büros in Folge der Coronavirus-Epidemie vor Fehlern durch automatisierte Softwareprogramme gewarnt.

Die Videoplattform YouTube wie auch andere Geschäftsbereiche seien vorübergehend stärker von Künstlicher Intelligenz abhängig, um problematische Inhalte zu finden, teilte Google in der Nacht zu Dienstag in einer Blognachricht mit.

Diese Software sei nicht immer so präzise wie Menschen, was zu Fehlern führe. Zudem könne es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Einsprüchen kommen.

Facebook will verstärkt auf externe Anbieter bei der Überwachung der Beiträge seiner weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer zurückgreifen.

Organspenden werden schweizweit eingestellt

Die Lebendspende von Organen wird aufgrund der Corona-Pandemie schweizweit bis auf weiteres eingestellt. Dies gab Swisstransplant am Dienstag bekannt.

(Symbolbild: Keystone)

Es handle sich um geplante Eingriffe und die Zentrumsspitäler, die diese Eingriffe durchführten seien ressourcenmässig stark eingebunden, begründete Swisstransplant den Entscheid in einer Mitteilung. Zudem werde mit dieser Massnahme auch eine potenzielle Risikominderung sowohl für Spender als auch Empfänger angestrebt.

Ein Drittel des FC Valencia infiziert

Der FC Valencia hat nach den fünf positiven Ergebnissen in der vergangenen Woche weitere Mitarbeiter auf das Coronavirus testen lassen. In einem offiziellen Statement bekannte der Verein, der letzte Woche noch in der Champions League gegen Atalanta Bergamo im Einsatz stand, dass 35 Prozent der Mitarbeiter des Klubs positiv auf das Sars-CoV2-Virus getestet wurden.

(Screenshot: valenciacf.com)

Die meisten Infizierten zeigten schwache bis keine Symptome, heisst im Communiqué auf der Vereinswebsite. Die Betroffenen seien derzeit zu Hause isoliert, werden medizinisch untersucht und führen ihren geplanten Trainingsplan durch.

VW stellt Produktion ab Samstag weitgehend ein

Der Volkswagen-Konzern stoppt wegen der Coronavirus-Krise seine Produktion in den meisten Werken in Deutschland und Europa. Der Konzern werde am Vormittag bekanntgeben, dass diesen Freitag die letzte Schicht sei, hiess es in einem Brief des Betriebsrats an die Mitarbeiter.

(Symbolbild: Keystone)
BAG rät von Einnahme von Medikamenten mit Ibuprofen ab

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät derzeit davon ab, Fieber mit ibuprofen-haltigen Medikamenten senken zu wollen. In Einzelfällen sei beobachtet worden, dass es dabei bei mit dem Covid-19-Virus infizierten Personen zu einem verschlimmerten Krankheitsverlauf kam.

Solange kein eindeutiges Untersuchungsergebnis vorliege, rät das BAG zur vorsichtigen Einnahme. (Symbolbild: Keystone)
Genfer Firma in fortgeschrittener Testphase für Corona-Medikament

Das Genfer Biotechunternehmen Relief Therapeutics bringt sich im Wettlauf um eine Behandlung des Coronavirus in Stellung. Wie es am Dienstag mitteilte, plant es zusammen mit dem Senior Leadership der israelischen Regierung eine klinische Studie der Phase II für einen Wirkstoff, der zur Behandlung des akuten Atemnotsyndroms bei Patienten mit COVID-19-Infektion eingesetzt werden kann.

(Symbolbild: Keystone)

Das Corona-Virus (COVID-19) verursacht laut Mitteilung von Relief Therapeutics vor allem das akute Atemnotsyndrom (ARDS), bei dem eine schwere Entzündung die Lungen mit Flüssigkeit füllt.

Helge Schneider blödelt aus dem «Homeoffice»

Der deutsche Unterhaltungskünstler Helge Schneider (64) postete am Wochenende ein herzerwärmendes Video auf Facebook: «Ja, was macht man so den ganzen Tag jetzt? Sachen in die Tiefkühltruhe stopfen…». Aber sehen Sie selbst:

(Video: Facebook/Helge Schneider)
Jennifer Lopez sieht Home Office als Chance

Superstar Jennifer Lopez (50) sieht es nach eigenen Angaben als Chance, wegen der Ausbreitung des Coronavirus für eine Zeit von zu Hause aus zu arbeiten und auf soziale Kontakte zu verzichten. «Wenn ihr gesund und zu Hause seid, ist es für so viele von uns ein echter Reset-Knopf», sagte sie dem US-Magazin «Elle».

«Alle stehen unter Quarantäne, und die Welt steht auf dem Kopf und ist verrückt. Also müssen wir jetzt Limonade aus Zitronen machen, nicht wahr?», sagte sie. Man müsse Wege finden, sich zu konzentrieren und von zu Hause aus zu arbeiten, aber auch Dinge finden, die einen bei Laune halten. Mit ihren zwölfjährigen Zwillingen Emme und Max, postet Lopez regelmässig Videos auf dem Portal TikTok.

Indien schliesst Taj Mahal

Indien schliesst das berühmte Mausoleum Taj Mahal sowie andere Denkmäler und alle Museen im Land. Die Orte, darunter mehrere Unesco-Weltkulturerbe, sollten zunächst bis Ende März geschlossen bleiben, hiess es aus dem Tourismusministerium. Es ginge um die Sicherheit der Menschen, sagte der indische Tourismusminister Prahlad Singh Patel.

Das berühmte Mausoleum Taj Mahal schliesst wegen des Coronavirus. (Archivbild: Keystone)

Das Marmordenkmal Taj Mahal besuchen nach Angaben des Ministeriums normalerweise täglich mehrere zehntausend Besucher. Reisenden aus der EU und anderen Teilen Europas ist ab Mittwoch die Einreise nach Indien verboten worden. Touristen dürfen schon jetzt generell nicht mehr ins Land.

VW-Konzern rechnet wegen Corona mit grossen Herausforderungen

Die Kernmarke des VW-Konzerns hat im vergangenen Jahr trotz eines durchwachsenen Geschäfts noch einmal einen höheren Gewinn eingefahren. Auch die Töchter Audi und Porsche konnten sich verbessern – mit Blick auf den weiteren Verlauf 2020 rechnet der weltgrösste Autokonzern aber mit deutlichen Folgen der Viruskrise. Konzernchef Herbert Diess warnte: «Die Corona-Pandemie stellt uns vor ungekannte operative und finanzielle Herausforderungen.»

VW lancierte sein neues Logo letztes Jahr. (Symbolbild: Keystone)

Wie das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage der vollständigen Geschäftszahlen mitteilte, stieg das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen bei den VW-Pkw von 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf nun 3,8 Milliarden Euro. Die Kosten zur Bewältigung der Dieselkrise blieben mit rund 1,9 Milliarden Euro ungefähr auf Vorjahresniveau. In diesem Jahr kommen weitere Ausgaben nach dem Vergleich für Dieselfahrer aus der Musterklage auf den Hersteller zu.

Ryan Reynolds und Blake Lively spenden für Kampf gegen Corona-Folge

Das Schauspieler-Ehepaar Ryan Reynolds (43) und Blake Lively (32) hat angekündigt, eine Million Dollar (rund 895 000 Euro) im Kampf gegen die Folgen des Coronavirus zu spenden. «Covid-19 beeinflusst Ältere und Familien mit niedrigem Einkommen auf eine extreme Weise», heisst es in einem Text auf dem Instagram-Profil von Reynolds vom Dienstag (Ortszeit).

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

I think we can all agree, Covid-19 is an asshole. If you’re able to help, visit, @feedingamerica and @foodbankscanada

Ein Beitrag geteilt von Ryan Reynolds (@vancityreynolds) am

Der Corona Flash vom 17. März 2020, 8 Uhr
McDonald's und Starbucks – Fast Food nur noch als Take-Away

In den USA stellen McDonald’s und Starbucks ihre Filialen auf Take-away und Lieferdienste um. Die Gastronomiebereiche sind geschlossen, wie beide Konzerne am Montag (Ortszeit) mitteilten.

Die weltgrösste Burger-Kette erklärte zudem, sie werde auch Selbstbedienungs-Getränkebars und -Kioske sowie die Kinderbereiche und Spielplätze in den firmeneigenen Restaurants schliessen.



Starbucks würde neben der Umstellung auf «To Go»-Filialen Geschäfte auch in Gegenden mit einer hohen Anzahl von Coronavirus-Fällen sowie in Einkaufszentren und in Universitäten für mindestens zwei Wochen schliessen, so die grösste Kaffeekette der Welt am Montag.

Auch die Hipster-Burger-Restaurants Shake Shack gibt an, in den USA vorübergehend auf ein Take-out-Modell umzustellen. Das Unternehmen zog seine Prognosen für 2020 unter Berufung auf „beispiellose Marktbedingungen“ zurück.

US-Einreisestopp für Grossbritannien und Irland in Kraft

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus dürfen nun auch Ausländer aus Grossbritannien und Irland zunächst nicht mehr in die USA einreisen. Die von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisesperre trat am Montag um 23.59 Uhr (04.59 Uhr MEZ am Dienstag) in Kraft.

Am US-Flughafen JFK in New York haben die Behörden Teststationen aufegbaut. (Bild: Keystone9

Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card) sowie deren Angehörige dürfen aus den beiden Ländern in die USA zurückkehren. Sie müssen sich aber einer Gesundheitskontrolle unterziehen. Sie sind ausserdem aufgerufen, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben.

EIB schlägt Coronavirus-Hilfspaket von 40 Milliarden Euro vor

Angesichts der enormen Belastungen für europäische Unternehmen durch die Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Investitionsbank-Gruppe ein Finanzpaket im Umfang von 40 Milliarden Euro vorgeschlagen. Dies teilte die EIB-Gruppe am Montagabend in Luxemburg mit.

13 Tote und 21 neue Infektionen in China

In China sind erneut 13 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorben. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei 12 Todesfälle, 11 allein auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

Beamte in Schutzanzügen in Peking am 16. März 2020. (Bild: Keystone)

Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag weiter mitteilte, wurden zudem 21 neue Infektionen nachgewiesen. Laut Behördenangaben handelte es sich bei 20 Erkrankungen um «importierte Fälle», die bei Menschen während der Einreise nach China festgestellt wurden.

Philippinen schliessen Börse vorübergehend

Die philippinische Börse schliesst ab Dienstag auf unbestimmte Zeit. Zudem ist der Devisen- und Anleihehandel ausgesetzt. Die Behörden führen für die erste weltweite Marktschliessung die Risiken für die Sicherheit der Händler an.

Die philippinische Börse in Manila. (Archivbild: Keystone)

Bisher hatten einige Börsen nur das Handelsparkett gesperrt oder den Handel nach drastischen Kurseinbrüchen unterbrochen. Obwohl die Schliessung der Börse aus gesundheitlichen Gründen geschieht, erhöht dies die Sorge der Anleger und Analysten, dass andere Börsen folgen könnten.

Uno-Sicherheitsrat sagt Wochensitzungen ab
Griechenland verhängt zweiwöchige Quarantäne für Einreisende

Griechenland hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eine obligatorische 14-tägige Quarantäne für alle ins Land einreisenden Menschen, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft, angeordnet. Wer sich nach der Einreise nicht in Isolation halte, müsse mit einer Geldstrafe rechnen.

Touristen am Sonntag in Athen. (Bild: Keystone)
Venezuela unter landesweiter Quarantäne

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat am Montag (Ortszeit) eine landesweite Quarantäne angekündigt. «Es ist notwendig, es ist unverzichtbar, es ist die Antwort», sagte Maduro in einer Ansprache im Staatsfernsehen.

Eine junge Venezolanerin trägt eine Maske zum Schutz vor dem Virus. (Bild: Keystone)

«Die Rohöl-Krise, die Krise, fängt gerade erst an.» Das Land hatte am Montag eine Quarantäne in einer Handvoll von Bundesstaaten begonnen, die Maduro zufolge erfolgreich gewesen war. Aber viele in der wirtschaftskrisengeplagten Nation gingen trotzdem zur Arbeit, da sie es sich nicht leisten konnten, nicht zu arbeiten.

Österreich fliegt Hunderte aus Marrakesch aus

Am Montagabend hat eine weitere Rückholaktion für rund 300 Personen begonnen. Wie ein Sprecher des österreichischen Aussenministeriums der Nachrichtenagentur APA mitteilte, wird die zum Grossteil aus Österreichern und einigen EU-Bürgern bestehende Personengruppe mit einem Sonderflieger am Dienstagmorgen in Wien landen.

Zudem werde am Mittwoch eine weitere Austrian-Airlines-Maschine des Aussenministeriums aus Marrakesch nach Wien fliegen, hiess es.

Ukraine schränkt Inlandsreisen ein

Die ukrainische Regierung hat die Reisemöglichkeiten im Inland stark eingeschränkt. Ab Mittwoch werden alle regulären Bus- und Bahnverbindungen zwischen den Städten gestoppt, teilte die Regierung in der Nacht zum Dienstag mit.

Zudem wird in den Grossstädten Kiew, Charkiw und Dnipro der U-Bahnverkehr eingestellt. Die Passagierzahl des übrigen städtischen Nahverkehrs wird auf maximal zehn Personen begrenzt.

Die Grenze zwischen Polen und der Ukraine im polnischen Korczowa. (Bild: Keystone)

Geschlossen werden alle grossen Einkaufszentren, Restaurants und Bars. Lebensmittelexporte werden beschränkt. Bildungseinrichtungen waren bereits vorige Woche geschlossen und Massenveranstaltungen verboten worden. Zudem schloss die Ukraine ihre Grenzen für Ausländer und stellte alle internationalen Reiseverbindungen ein.

Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde 2020 verschoben

Die Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde 2020 ist wegen Pandemie des Coronavirus auf Herbst verschoben worden. Dies teilte die Päpstliche Schweizergarde in einer Medieninformation am Montagabend mit.

(Archivbild: Keystone)

Demnach werde die traditionsgemäss für den 6. Mai vorgesehene Vereidigung auf Sonntag, 4. Oktober 2020, verschoben. Gastkanton bleibe Basel-Landschaft, hiess es weiter.

Qantas streicht internationale Flüge um 90 Prozent

Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways reduziert ihre internationalen Flüge bis mindestens Ende Mai um 90 Prozent. Die Reisenachfrage nach Australien sei wegen neuer Beschränkungen für Einreisende im Zusammenhang mit dem Coronavirus deutlich zurückgegangen.

(Archivbild: Keystone)

Dies meldete der Konzern am Dienstag. Auch Inlandsflüge würden um rund 60 Prozent zurückgefahren. «Die Qantas-Gruppe arbeitet daran, diese Auswirkungen so weit wie möglich zu bewältigen, auch durch die Inanspruchnahme von bezahltem und unbezahltem Urlaub», erklärte die Fluggesellschaft weiter.

Unia warnt vor unfairer Behandlung der Arbeitnehmer wegen Notstands

Die Gewerkschaft Unia hat in einem Communiqué davor gewarnt, die Kosten zur Eindämmung der Coronavirus-Krise auf die Arbeitnehmerschaft zu übertragen.



Massenflucht aus brasilianischen Gefängnissen

Häftlinge im brasilianischen Bundesstaat São Paulo haben rebelliert und sind am Montagabend (Ortszeit) aus verschiedenen Gefängnissen geflohen. Dies geschah laut der Regierung, weil den Gefangenen im halboffenen Vollzug wegen des Coronavirus der vorübergehende Freigang untersagt worden war.

Das Argument war, dass die mehr als 34’000 Betroffenen bei ihrer Rückkehr mögliche Überträger des Coronavirus für die weiteren Insassen gewesen wären.



«Eine gefährdete Bevölkerungsgruppe, was zu Gesundheitsrisiken für Beamte und Verwalter führen kann“, wie es in der Erklärung hiess. Der Freigang sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Darauf reagierten die Häftlinge in Mongaguá, Tremembé, Porto Feliz und Mirandópolis mit den Aufständen. Medien berichteten von einer Massenflucht mit insgesamt mehr als 1300 Gefangenen. Ein Video in den sozialen Medien etwa zeigte, wie eine Menge Häftlinge in Mongaguá an der Küste São Paulos durch die Strasse rannte.

Notstand zur Bekämpfung des Coronavirus hat begonnen

Der vom Bundesrat erklärte Notstand der Schweiz ist um Mitternacht in Kraft getreten. Sämtliche Geschäfte und Lokale müssen daher geschlossen bleiben.

New Yorks berühmte Met-Gala wegen Coronavirus-Krise verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie hat Vogue-Chefredakteurin Anna Wintour die Met-Gala in New York abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies schrieb die Chefin der US-Ausgabe des Modemagazins am Montag auf der Website der Vogue.

Zur Met Gala in New York werden grosse Stars wie etwa Lady Gaga (hier 2019) erwartet. (Bild: Keystone)

Aufgrund der «unvermeidlichen und verantwortungsvollen Entscheidung des Metropolitan Museums», seine Türen zu schliessen, werden die Mode-Ausstellung «About Time» und die dazugehörige Eröffnungsgala auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Met-Gala ist New Yorks gesellschaftliches Top-Ereignis des Jahres und findet immer am ersten Montag im Mai statt.

Fussball-Persönlichkeiten erklären Hygiene-Massnahmen

Die FIFA und die Weltgesundheitsorganisation WHO lancieren im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus eine gemeinsame Kampagne. Mit fünf Schlüssel-Taktiken soll jeder seinen Teil zur Eindämmung der Infektionskrankheit beitragen.

Verschiedene Persönlichkeiten aus dem Fussball erklären die gängigen Punkte, auf die es zu achten gilt – zum Beispiel, dass es wichtig ist, sich häufig und korrekt die Hände zu waschen und dass man in den gebeugten Ellbogen niesen soll.



Amazon schreibt 100'000 Stellen aus

Der weltgrösste Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Das Unternehmen kündigte am Montag an, in den USA 100’000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können.

Zudem will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa erhöhen. Dafür will der Konzern über 350 Millionen Dollar aufwenden.

Mit der Corona-Krise steigen die Bestellungen bei Amazon. (Bild: Keystone)
Desinfektionsmittel vom Edel-Designer

Die Luxusmarke Louis Vuitton hat am Montag verkündet, dass sie ihre Parfüm- und Kosmetikproduktionsstätten nutzen will, um Desinfektionsmittel herzustellen. Das schreibt «Womens Health UK» auf Instagram.

Die Mittel sollen für Gesundheitsorganisationen gratis sein. Die Nachricht von Louis Vuitton kam im Zusammenhang mit der Meldung, dass Frankreich davor kurz steht, nicht genügend Desinfektionsmittel zu Verfügung zu haben.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

LVMH, parent company of luxury goods brand Louis Vuitton, has announced that, as of today, they will be using the production lines of their perfume and cosmetic brands to manufacture ‚large quantities of hydroalcoholic gels‘ a.k.a hand sanitiser. ‚These gels will be delivered free of charge to the health authorities,‘ LVMH asserted in a statement outlining the plan. The news comes as France faces a nationwide shortage of the anti-viral products with hospitals in need as the Coronavirus epidemic spreads throughout Europe. The production lines in question would normally manufacture cosmetics and fragrance for luxury brands such as Givenchy, Guerlain and Christian Dior but, as of Monday, switch to the production of alcohol gels. Hit the LINK IN BIO for the full story.

Ein Beitrag geteilt von Women’s Health UK (@womenshealthuk) am

Herausforderungen an der Grenze

Nicht nur in der Region Basel konnten die Menschen am Montag plötzlich nicht mehr einfach so nach Deutschland gehen. Auch in Konstanz und Kreuzlingen ist die Grenze dicht: was die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden vor einige Herausforderungen und ungewohnte Situationen stellt. Alles dazu lesen Sie hier.

Die Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen ist wegen des Coronavirus wie auch sonst überall geschlossen. (Bild: Keystone)
Wirtschaftsverband und Gewerkschaften begrüssen Massnahmen

Der Wirtschaftsverband Economiesuisse, die Gewerkschaften, der Schweizerische Arbeitgeberverband sowie die Schweizer Parteien sprechen sich für die Massnahmen aus, die der Bundesrat festgelegt hat. Sie sprechen der Exekutive ihr Vertrauen im Umgang mit der Corona-Krise aus. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

«Unbegrenzte Hilfe» in der EU

Nach weitgehend verpufften Eingriffen wichtiger Zentralbanken hat am Montag die Eurogruppe eine gemeinsame Antwort auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise gesucht. Die Euro-Finanzminister berieten am Nachmittag in einer Videokonferenz.

Die Finanzminister der Euro-Zone sagten der Wirtschaft im Kampf gegen die Corona-Pandemie unbegrenzte Hilfen zu. Es werde alles Nötige getan, um die ökonomischen Folgen einzugrenzen, sagte Eurogruppenchef Mario Centeno am Montag. Die Finanzminister würden sich deswegen ab jetzt mindestens ein Mal pro Woche per Telefonkonferenz abstimmen.

Drei Schnelltest-Zentren im Kanton Bern

Der Kanton Bern plant drei Zentren für Corona-Schnelltests. Das erste Zentrum nimmt er schon nächste Woche in Bern in Betrieb, wie der Regierungsrat am Montagabend bekanntgab.

Der Standort befindet sich demnach an der Peripherie der Stadt Bern. Testen lassen sollen sich Menschen mit Verdacht auf das Coronavirus. Innerhalb eines Tages wissen sie, ob eine Isolation von 14 Tagen oder eine Quarantäne notwendig ist.

Diebe stehlen in Kölner Klinik 50'000 Atemschutzmasken

Diebe haben aus einem Lager der Kliniken der Stadt Köln 50’000 Atemschutzmasken gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, sei der Diebstahl im Stadtteil Mülheim am Montagmorgen von einer Mitarbeiterin bemerkt worden.

Der Krisenstab der Stadt hat nun angeordnet, in allen Kölner Krankenhäusern Bestände der wegen des Coronavirus dringend benötigten Schutzausrüstung zu überprüfen und noch besser gegen Diebstahl zu schützen.

Begehrtes Gut: Atemschutzmasken werden in der Corona-Krise teilweise sogar gestohlen. (Bild: Keystone)

«Das ist eine neue Qualität des Diebstahls», sagte eine Sprecherin der Kliniken der Nachrichtenagentur DPA. «Wir reden hier über Artikel, die normalerweise einen Wert im Cent-Bereich haben, aber offensichtlich gibt es jetzt einen Markt dafür.» Einen Engpass soll es in den Kliniken laut der Sprecherin nach dem Diebstahl aber nicht geben.

Taliban gegen Coronakrise mitkämpfen

Die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan haben ihre Bereitschaft zur Kooperation im Kampf gegen die Coronaviruskrise angekündigt. Dafür wolle man mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und internationalen Gesundheitsorganisationen zusammenarbeiten, twitterte der Sprecher des politischen Büros der Taliban in Doha, Suhail Schahin, am Montagabend.

Insgesamt stieg die Zahl der mit Covid-19 Infizierten in Afghanistan am Montag auf 22, hiess es aus dem Gesundheitsministerium in Kabul. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings deutlich höher liegen.

16.03.2020 21:54

Der US-Sport wird wegen der Coronavirus-Krise wohl viel länger ruhen müssen als von den grossen Ligen zunächst erhofft. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfahl am Sonntag, in den kommenden acht Wochen im ganzen Land Veranstaltungen mit 50 Personen und mehr zu verschieben oder abzusagen. Das überschreitet die angepeilten Pausen in der NHL (Eishockey) und der MLS (Fussball) deutlich.

Die Basketball-Profiliga NBA hatte in ihrer offiziellen Mitteilung von einer Pause auf unbestimmte Zeit gesprochen. Der zunächst um zwei Wochen verschobene Saisonstart in der Baseball-Liga MLB wurde bereits auf frühestens Mitte Mai verschoben.



Immer mehr Grenzen schliessen

In der Schweiz schliessen in der Nacht auf Dienstag 130 Grenzübergänge. Die Krise wegen des Coronavirus machte auch dem EU-Raum immer mehr zu schaffen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron kündigte am Montagabend an, dass die Europäische Union ab Dienstagmittag ihre gesamten Aussengrenzen schliessen werde. Auch der Schengenraum werde seine Aussengrenzen schliessen.

Wegen der Pandemie schliessen auch in Südamerika unter anderem Chile und Guatemala ihre Grenzen. Ebenso in Russland. Kanada verbietet derweil Einreisen.

Immer mehr Grenzübergänge schliessen wegen der Corona-Krise. (Bild: Keystone)

Auch im arabischen Raum schränken wegen der Ausbreitung des Coronavirus weitere Länder den Luftverkehr und die Bewegungsfreiheit ein. Und die Türkei kappt die Flugverbindung in die Schweiz.

Box-Qualifikation abgebrochen

Die Olympia-Qualifikation der Boxer in London wurde wegen der Ausbreitung des Coronavirus am Montagabend doch abgebrochen. An den ersten beiden Tagen des Turniers waren in der Olympia-Halle von 2012 noch Zuschauer zugelassen, am Morgen vor der Absage wurde noch entschieden, die Qualifikation ohne Zuschauer fortzusetzen. Auch die für Mai geplante globale Qualifikation in Paris wurde abgesagt.

Weltweit mehr als 7000 Tote

Weltweit sind mittlerweile mehr als 7000 Menschen an der durch  Covid-19 gestorben. Bis Montag wurden 7007 Tote und mehr als 175’530 Infektionsfälle in 145 Ländern registriert.

175’530 Menschen wurden weltweit positiv auf das Coronavirus getestet. (Bild: Keystone)

Seit dem Vortag gab es weltweit 587 neue Todesfälle, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Behördenangaben hervorgeht.

Mit 3213 Toten ist China nach wie vor das Land mit den meisten Todesfällen, jedoch steigen die Zahlen in Europa weiter an: Italien meldet inzwischen 2158 Tote, Spanien 309 und Frankreich 127. Italien registrierte dabei mit 349 neuen Opfern weltweit die meisten neuen Todesfälle innerhalb eines Tages. Im Iran erlagen 853 Menschen dem Virus.

Merkel und Trump raten von Urlaubsreisen ab

Um das Coronavirus einzudämmen, sollen Deutschen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten.

Merkel bezeichnete einschneidende Massnahmen im öffentlichen Leben als notwendig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. «Das sind Massnahmen, die es so in unserem Lande noch nicht gegeben hat», sagte Merkel am Montag in Berlin. Es gehe darum, soziale Kontakte zu verringern. Das wirtschaftliche Leben, die Energieversorgung und die medizinische Versorgung sollten aufrecht erhalten werden. Es gehe aber darum, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.

US-Präsident Donald Trump ruft derweil alle Amerikaner dazu auf, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in den kommenden 15 Tagen auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Auch der britische Premierminiser Boris Johnson mahnt die Briten, genügend Abstand zu halten, um sich nicht anzustecken.

Auch Angela Merkel und die Deutsche Regierung beschäftigen sich intensiv mit dem Coronavirus. (Bild: Keystone)
Das sind die Massnahmen des Bundesrat

Der Bundesrat rief am Montag in der Schweiz den Notstand aus. Was das genau bedeutet und welche Massnahmen im Detail ergriffen werden, können Sie hier nachlesen.

Schweizer Börsenhandel soll weitergehen

Die Schweizer Börse spricht sich trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten gegen eine Aussetzung des Börsenhandels aus. «Gerade in volatilen Zeiten ist es unsere Aufgabe, die Preisbildung weiterhin zu ermöglichen – der Fels in der Brandung zu sein ist dabei eine zentrale Funktion der Börse», sagte ein SIX-Sprecher am Montag.

Die Schweizer Börse will trotz Coronavirus nicht pausieren. (Bild: Keystone)

Im Falle von Marktpanik gebe es Vorkehrungen, die in den Systemen integriert seien. Handelsunterbrechungen kämen regelmässig vor. An der Schweizer Börse stellten diese auf ein einzelnes Instrument ab und nicht auf den Gesamtmarkt, wie etwa an der NYSE.

Seco verschiebt Prognosen

Das Staatssekretariat für Wirtschaft geht noch mal über die Bücher. Das Seco wird seine für den (morgigen) Dienstag vorgesehenen Konjunkturprognosen für die Schweizer Wirtschaft erst zwei Tage später publizieren, teilte das Amt mit.

Das Staatssekretariats fuer Wirtschaft SECO will seine Prognose später als üblich veröffentlichen. (Bild: Keystone)

Zuvor hatte der Bundesrat den Notstand für die Schweiz erklärt. Ab Mitternacht müssen alle Geschäfte und Lokale geschlossen werden. Nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen.

Wahlen in Spanien abgesagt

Die Coronavirus-Epidemie legt in Spanien nach der Ausrufung des Alarmzustands und einer allgemeinen Ausgangssperre nicht nur das Leben lahm, sondern auch zunehmend die Politik. Am Montag wurden auch Kataloniens separatistischer Regierungschef Quim Torra und die konservative Regionalpräsidentin von Madrid, Isabel Díaz Ayuso, positiv auf das Virus getestet.

Wegen der Coronakrise haben das spanische Baskenland und Galicien zudem die für den 5. April angesetzten Regionalwahlen abgesagt. Das teilten die Regionalregierungen der beiden Autonomen Gemeinschaften am Montag mit. Die Opposition sei einverstanden. Neue Termine würden erst nach weiteren Gesprächen mit den Oppositionsparteien festgelegt.

330 Fälle im Tessin

330 Personen sind im Tessin positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie Kantonsarzt Giorgio Merlani am frühen Montagabend vor den Medien erklärte. 17 von ihnen befänden sich auf der Intensivstation, 15 davon hätten intubiert werden müssen.

Die Tessiner Regierung wird am Montagabend über den aktuellen Stand der Coronavirus-Infizierten im Tessin informieren. Am Mittwoch vergangener Woche hatte die Tessiner Regierung den Notstand ausgerufen.

Kantonsarzt Giorgio Merlani informiert über die bestätigten Corona-Fälle im Kanton Tessin. (Bild: Keystone)
Heiligste Stätte im Iran geschlossen

Der von der Coronaviruskrise besonders hart getroffene Iran hat den Zugang zur heiligsten Stätte des Landes gesperrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars wurde am Montag das Tor zum Imam Resa Mausoleum in Maschad in Nordostiran geschlossen. Laut Fars soll mit der Schliessung des Schreins eine Ansteckungsgefahr der Pilger verhindert werden.

2000 medizinische Mitarbeiter in Italien infiziert

Die italienischen Sanitäter zahlen einen hohen Preis für ihren unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie. Mehr als 2000 Ärzte, Krankenpfleger und andere Sanitäter haben sich seit Beginn der Krise infiziert, berichtete Carlo Palermo, Sprecher des Ärzteverbands Anaao-Assomed, laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Die Corona-Krise traf Italien besonders heftig. (Bild: Keystone)
Erster Todesfall im Kanton Bern

Der Kanton Bern verzeichnet den ersten Coronavirus-Todesfall. Dies gab der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann am frühen Montagabend bekannt.

Ammann äusserte sich an einem virtuellen Point de presse in Bern, den die Medienschaffenden via Stream und Skype verfolgen konnten. Dabei bedankte sich Ammann beim Bundesrat für dessen «konsequentes Durchgreifen».

Es brauche in dieser schwierigen Zeit klare, einheitliche Regelungen. Deshalb habe der Regierungsrat mit eigenen Entscheidungen zugewartet und nicht etwa selber den Notstand im Kanton Bern ausgerufen.

Regierungspraesident Christoph Ammann, bestätigt das erste Coronavirus-Todesopfer im Kanton Bern. (Bild: Keystone)
Begünstigt das Coronavirus Menschenrechtsverletzungen?

Unabhängige Experten im Auftrag der Vereinten Nationen haben angesichts der Notstandsverordnungen in vielen Ländern wegen der Coronavirus-Pandemie vor einem Missbrauch gewarnt. Die Notstandsverordnungen als Reaktion auf die Pandemie müssten «verhältnismässig und notwendig» und dürften «nicht diskriminierend» sein, mahnten die Menschenrechtsexperten am Montag.

Die Experten waren von der Uno beauftragt worden, sie sprechen aber nicht für die Organisation. «Einschränkungen als Reaktion auf das Virus müssen auf legitimen Zielen der öffentlichen Gesundheit basieren und dürfen nicht einfach dazu genutzt werden, Andersdenkende zu unterdrücken», hiess es in der am Montag veröffentlichten Erklärung der Experten.

Einige Staaten könnten den Einsatz von Notstandsverordnungen möglicherweise «attraktiv» finden, weil sie «Schnellverfahren» ermöglichten. Die Massnahmen dürften aber keinesfalls als «Deckmantel für repressives Handeln unter dem Vorwand des Schutzes der Gesundheit» missbraucht werden. Menschenrechtsaktivisten dürften dadurch nicht mundtot und bestimmte Gruppen, Minderheiten oder Individuen nicht diskriminiert werden.

Auch mit Aufrufen zur Eindämmung des Coronavirus kämpft die Uno gegen die Ausbreitung der Krankheit:



Wichtige parlamentarische Geschäfte sind «eingefroren»

Die eidgenössischen Räte haben die Behandlung wichtiger Dossiers unterbrechen müssen. Diese und alle weiteren Geschäfte sind gemäss den Parlamentsdiensten nun «eingefroren». Wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht, ist noch nicht geklärt. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

2200 positive Fälle in der Schweiz

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in der Schweiz nimmt weiter zu. Am Montagabend lagen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) mehr als 2200 positive Testresultate vor, 1680 davon waren bestätigt. 14 Personen starben an Covid-19.

Alle Zahlen werden weiter zunehmen, wie Daniel Koch, Leiter Übertragbare Krankheiten im BAG, am Montagabend vor den Medien sagte. Betroffen seien nun alle Kantone der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. «Wir brauchen mehr Massnahmen, um die Zahlen nicht weiter ins Unendliche steigen zu lassen.»

349 weitere Tote in Italien

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten in Italien wächst weiter, allerdings weniger schnell als in den vergangenen Tagen. Am Montag wurden 2158 Todesfälle gemeldet, das sind 349 mehr als am Sonntag. Am Sonntag war die Zahl der Todesopfer um ein Hoch von 368 Personen gegenüber dem Vortag gestiegen.

SBB reduzieren Fahrplan-Angebot

Die Schweizer Transportunternehmen reduzieren auf Anordnung von SBB und PostAuto und in Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr das Angebot. Dies teilen die SBB am Montagabend mit.

Die Fahrplananpassung erfolge ab kommenden Donnerstag, 19. März 2020, Schritt für Schritt und gelte bis auf Weiteres. Eine solche Änderung wurde noch nie vorgenommen in der Schweiz. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Die SBB passen ihre Fahrpläne ab Donnerstag schrittweise an. (Bild: Keystone)
Es hagelt Absagen

Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus sind am Montag etliche Absagen und Verschiebungen bekannt gegeben worden.

Abgesagt wurde der 46. Prix Walo vom 10. Mai. Ein Verschiebedatum liegt nicht vor. Alle Vorstellungen bis Ende April abgesagt haben die Kaserne Basel, der Musikbahnhof – Gare du Nord in Basel, das Luzerner Theater und das sogar Theater in Zürich.

Verschoben wurde der für den 19. März geplante Kinostart des Films «Pinocchio». Verschoben wurde auch das Festival Digital Art Zurich, und zwar auf den 28. Oktober bis 1. November. Auch die Swiss Voice Tour in Montreux findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Sie wurde vom 25. April auf den 31. Oktober zurückversetzt.

Die Türen bis auf Weiteres geschlossen hat das Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich.

Hilfsorganisation muss aussetzen
Auch die Hilfsorganisation «Tischlein deck dich» muss wegen des Coronavirus‘ pausieren . (Bild: Keystone)

Die Corona-Pandemie trifft auch die speziell Hilfebedürftigen. Das Hilfsprojekt Tischlein deck dich hat am Montag ab sofort alle Abgabestellen geschlossen.

Dies bestätigte Tischlein deck dich-Geschäftsführer Alex Stähli gegenüber dem schweizerisch-türkischen Magazin «NAZAR». Von der Schliessung seien tausende sozial schwache Menschen betroffen, die jetzt die dringend benötigten Essmittel nicht mehr erhielten.

Laut «NAZAR» hat Tischlein deck dich die Massnahme getroffen, um ihre Freiwilligen, die vielfach altersmässig zur Risikogruppe gehören, zu schützen. Aber auch zum Schutz ihrer Kunden.

EU-Unterstützung für Impfentwicklung

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will dem offenbar wegen eines möglichen Coronavirus-Impfstoffs von der US-Regierung umworbenen deutschen Pharmaunternehmen CureVac Unterstützung anbieten. Dabei soll es sich um Kredite von bis zu 80 Millionen Euro handeln.

Nach Informationen der «Welt am Sonntag» wollte US-Präsident Donald Trump versuchen, sich exklusiv einen Corona-Impfstoff zu sichern, an dem CureVac derzeit arbeitet.

Der Fall hatte auch die deutsche Politik mobilisiert. Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sagte am Sonntagabend im ZDF, CureVac habe klar gemacht, es werde den möglichen Corona-Impfstoff «wenn, dann für die ganze Welt» entwickeln und «nicht für einzelne Länder».

Der Bundesrat erklärt den Notstand

Der Bundesrat erklärt den Notstand für die Schweiz. Ab Mitternacht müssen alle Geschäfte und Lokale bis mindestens 19. April geschlossen werden. Nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen.

Alle weiteren Informationen gibt es hier.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga verkündet am Montagabend, dass ab Mitternacht der Notstand in der Schweiz gilt. (Bild: Keystone)
Deutschlands Läden schliessen

Die deutsche Regierung und die Länder haben im Kampf gegen das Coronavirus eine weitgehende Schliessung von Geschäften in Deutschland vereinbart. Ausgenommen seien unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken und Tankstellen, hiess es in einer Erklärung am Montag in Berlin.

Zuvor hatte Deutschland an den Grenzen nach Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark am Montagmorgen um 8.00 Uhr mit den geplanten Kontrollen begonnen. Dadurch soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden.

In Deutschland hat ein Grossteil der Läden und Freizeitangebote geschlossen. (Bild: Keystone)
25 Milliarden Euroa an italienische Unternehmer und Familien

Die italienische Regierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro zur Abfederung der Folgen der Coronakrise verabschiedet. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte am Montag in Rom, damit sollten sowohl besonders betroffene Unternehmen als auch Selbstständige und Familien unterstützt werden.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte informierte am Montag über ein 25-Milliarden-Hilfspaket für die Italiener. (Bild: Keystone)

Die Regierung will rund zehn Milliarden in den Arbeitsmarkt pumpen. So soll zum Beispiel die Kurzarbeit für Beschäftigte von Unternehmen unterstützt werden, die wegen der Krise nicht mehr arbeiten. Auch sollen Steuerzahlungen verschoben werden. Das Gesundheitssystem wird ebenfalls mit mehreren Milliarden Euro gestärkt.

Zürcher Strichplatz macht dicht

Jetzt auch der Strichplatz: Wegen des Coronavirus bleibt der Zürcher Strichplatz zu. Die Schliessung gilt ab kommenden Mittwoch, 18. März, und bis auf Weiteres.

Sobald der Strichplatz wieder geöffnet wird, informiert die Stadt auf ihrer Internetseite darüber, wie sie am Montag bekannt gab. Auf dem Strichplatz Depotweg können Sexarbeitende an einem geschützten Ort arbeiten.

Einreisestopp in die EU

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Einreisen in die EU aussetzen. Dies solle für alle nicht absolut notwendigen Reisen und zunächst für 30 Tage gelten, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel.

Alle Informationen dazu gibt es hier.

Bundesrat informiert ab 17:00 Uhr

Um 17.00 Uhr findet eine Medienkonferenz des Bundesrats statt. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Gesundheitsminister Alain Berset, Justizministerin Karin Keller-Sutter und Verteidigungsministerin Viola Amherd informieren über neue Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.



Die halbe Schweiz scheint auf die Medienkonferenz des Bundesrates. Zeitweise hatten sich am Montag über 105’000 Teilnehmer in den Livestream des Bundesrates eingeloggt. Am letzten Freitag hatten 568’000 Personen im Internet die Ausführungen des Bundesrates verfolgt.

Auch Telebasel überträgt die Medienkonferenz live im TV und Online.

Hotellerie in der Romandie beklagt enorme Verluste

Die Hotellerie in der Romandie beklagt massive Umsatzverluste wegen der Coronavirus-Krise. Der Verband fordert deshalb vom Bund und von den Kantonen Unterstützungsmassnahmen, um Arbeitsplätze zu retten und Konkurse zu verhindern.

(Symbolbild: Keystone)

Seit Februar seien fast alle Hotels in der Westschweiz tagtäglich mit Annullierungen konfrontiert, sagte Philippe Thuner, Präsident der Westschweizer Sektion von Hotellerie Suisse. Die Schäden seien enorm. Und in der Branche grassiere eine grosse Unsicherheit.

Die Hotels würden von Tag zu Tag leerer. Sollte die Krise im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie auch noch im April, Mai und Juni anhalten, wären die Folgen für die Branche dramatisch.

Historische Holzbrücke über Rhein gesperrt

Die historische Holzbrücke über den Rhein zwischen dem deutschen Bad Säckingen und dem aargauischen Stein ist seit Montag gesperrt. Die Sperrung erfolgte auf Anweisung der deutschen Bundespolizei. Sie ist eine Folge der Grenzkontrollen wegen des Coronavirus.

Die Sperrung gilt für Fussgänger und Velofahrer, wie die Stadtverwaltung von Bad Säckingen am Montag mitteilte. Die Grenzgänger müssen bis auf weiteres auf den Grenzübergang bei der Fridolinsbrücke ausweichen.

Norwegen und Schweden beschliessen Rettungspakete für Unternehmen

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise abzufedern, will die schwedische Regierung 300 Milliarden schwedische Kronen (28 Milliarden Franken) bereitstellen. Finanzministerin Magdalena Andersson kündigte am Montag an, der Staat werde die betroffenen Unternehmen massiv unterstützen.

Die Zahlung von Arbeitgeber-, Einkommen- und Mehrwertsteuer könnte aufgeschoben werden. Ausserdem werde der schwedische Staat Teile der Lohnkosten übernehmen, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter beurlauben müssen.



Auch die Parteien im norwegischen Parlament einigten sich am Montag auf ein Rettungspaket von 100 Milliarden norwegischen Kronen (9,4 Milliarden Franken. Zwangsbeurlaubte Angestellte sollen 20 Tage lang ihr volles Gehalt beziehen. Selbstständige und Freiberufliche bekommen nach 17 Tagen ohne Einkommen staatliche Leistungen. Unternehmen können die Zahlung von Vorsteuer und Mehrwertsteuer aussetzen.

Tour de Romandie abgesagt

Die Tour de Romandie wird in diesem Jahr nicht durchgeführt. Die Organisatoren der Westschweizer Rundfahrt sahen sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu diesem Entscheid gezwungen.

Die 74. Tour de Romandie hätte am Dienstag, 28. April, mit einem Prolog in der Waadtländer Gemeinde Oron starten sollen. Alle Informationen zur Absage gibt es hier.

Belgischer König beauftragt amtierende Regierungschefin mit weiterem Regieren

Belgiens König Philippe hat die amtierende Ministerpräsidentin Sophie Wilmès beauftragt, das Land durch die Coronavirus-Krise zu führen. Wilmès regierte bislang ohne eigene Mehrheit im Parlament.

Belgiens König Philipe im Jahr 2019. (Archivbild: Keystone)

Zehn der dort vertretenen zwölf Parteien einigten sich am Sonntagabend jedoch darauf, Massnahmen der Wilmès-Regierung gegen die weitere Ausbreitung des Virus zu unterstützen und ihr besondere Befugnisse für längstens sechs Monate zu erteilen.

Vorerst keine Raketenstarts in Kourou wegen Coronavirus

Der Raketenbetreiber Arianespace unterbricht wegen der Coronavirus-Pandemie seine Startvorbereitungen am Weltraumbahnhof in Kourou. Diese würden wieder aufgenommen, sobald es die gesundheitlichen Bedingungen erlauben, wie Arianespace am Montag mitteilte. Der Weltraumbahnhof liegt im südamerikanischen Französisch-Guayana.

Eine Rakete startet in Kourou, vom Weltraumbahnhof im südamerikanischen Französisch-Guayana. (Archivbild: Keystone)

«Diese aussergewöhnliche Massnahme soll die Gesundheit der Mitarbeiter und der örtlichen Bevölkerung schützen und gleichzeitig die für die Vorbereitung der geplanten Starts erforderliche Sicherheit gewährleisten.» Trägerraketen und Satelliten würden in einen sicheren Bereitschaftszustand gebracht.

Absturz an der US Börse

Nachdem der deutsche Dax und der Schweizer SMI bereits schlecht am Montagmorgen eröffnet hatten, kommen auch aus den USA schlechte Neuigkeiten: Der Dow Jones stürzte kurz nach Börsenöffnung um 9,7 Prozent ab.



Daraufhin wurde ein 15-minütiger Handelsstopp ausgelöst. «Die Börse ist im Panik-Modus», meint Chris Rupkey, Chefökonom der MUFG Union Bank gegenüber der Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Militärmanöver «Defender Europe 20» wird kontrolliert beendet

Die von den USA geführte Militärübung «Defender Europe 20» wird wegen der Corona-Epidemie kontrolliert eingestellt.

«Nach meiner Kenntnis ist die Entscheidung seitens der Amerikaner gefallen, jetzt geordnet diese Übung zu beenden», sagte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin.

An der Übung nahmen 37 000 Soldaten aus 18 Nationen teil. (Bild: Keystone)

Nach seinen Angaben sind maximal 5500 US-Soldaten über Deutschland eingereist. Schiffe auf dem Weg nach Deutschland seien umgelenkt worden. Abgesagt seien von deutscher Seite «alle aktiven Übungsanteile». Die deutsche Armee leiste nun logistische Unterstützung dabei, die US-Kräfte geordnet zurückzuführen.

Auch Tui Suisse unterbricht Reisebetrieb

Vom Unterbruch des Reisebetriebs beim Tui-Konzern ist auch die hiesige Tochter Tui Suisse betroffen. Da der Bund aufgrund der Corona-Pandemie von allen nichtnotwendigen Auslandsreisen abgeraten hat, habe man entschieden, das weltweite Reiseprogramm vorerst bis und mit 27. März auszusetzen, teilte die Schweizer Gesellschaft am Montagnachmittag mit.

(Symbolbild: Keystone)

Sämtliche Gäste, deren Reise in den nächsten Tagen hätte beginnen sollen, würden aktiv informiert. Doch bitte man die Gäste auch um Verständnis. «Die Vielzahl der Reisebuchungen werden chronologisch nach Abreisedatum bearbeitet und die Benachrichtigung kann daher noch etwas Zeit in Anspruch nehmen», hiess es in dem Communiqué.

Waadt ruft den Notstand aus

Der Kanton Waadt ruft ab Dienstagmorgen den Notstand aus. Die Waadtländer Regierung beschloss per Dekret neue aussergewöhnliche Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen.

Ab Dienstag 6:00 Uhr seien alle Demonstrationen und öffentlichen Versammlungen verboten. Private Versammlungen sind auf 10 Personen begrenzt.

EU-Kommissionsvize Timmermans wegen Corona-Kontakts in Quarantäne

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, hat sich wegen der Coronavirus-Krise in freiwillige Quarantäne begeben.

Frans Timmermans ist in Selbstisolation. (Bild: Keystone)

Hintergrund ist der Kontakt mit einer später positiv auf das Virus getesteten Person bei einem Termin am 6. März, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Bisher gebe es keinen weiteren Infektionsverdacht in den Reihen der 27 Kommissare, stellte ein Sprecher klar.

G7-Staaten mit Video-Krisensitzung

Die G7-Staaten treffen sich zu einer Krisensitzung zur Corona-Krise. Besonders die Kommunikation zwischen Europa und den USA soll so verbessert werden. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Tausende Pubs in Irland wegen Pandemie geschlossen

Tausende Pubs und Bars in Irland sind seit Montag wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Dies gilt zunächst für knapp zwei Wochen. Noch am Wochenende waren die Kneipen etwa in Dublin und Cork sehr stark besucht, obwohl die Zahl der Infizierten steigt. Die Regierung hatte auch dazu aufgerufen, private Partys zu meiden.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel