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Schweiz

Tessin verstärkt Pikett-Dienste der Ärzte

Das Coronavirus hat die Schweiz und die Welt fest im Griff. Im Ticker bleiben sie stets über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Kanton Tessin verstärkt Pikettdienste der Ärzte

Der Kanton Tessin verstärkt ab sofort seinen medizinischen Pikettdienst. Damit möchte die Regierung die Notaufnahmen im Kanton entlasten.

(Symbolbild: Keystone)

Konkret verstärkt die Regierung den Tages-, Nacht- sowie den Wochenend- und Feiertagspikett. Dadurch soll der Tessiner Bevölkerung eine Alternative zu den Notaufnahmen geboten werden, schreibt der kantonale Führungsstab am Montag in einem Communiqué.

Auch WTA Tour verlängert Pause bis Mai

Nach der ATP Tour sagte nun auch die Frauentour alle Turniere bis Ende April ab. Die letzten Tennis-Veranstaltungen, die nun dem Coronavirus zum Opfer fielen, sind die Sandplatz-Turniere in Stuttgart, Istanbul und Prag.

Frühestens geht es mit der WTA Tour ab 3. Mai in Madrid weiter, aber auch dies ist höchst unsicher.

EU-Kommission beklagt Lastwagen-Staus nach Grenzschliessungen

Die EU-Kommission hat lange Lastwagen-Staus an innereuropäischen Grenzen beklagt. «Wir haben Hinweise auf kilometerlange Staus an manchen Grenzübergängen», sagte Eric Mamer, Chefsprecher der EU-Kommission, am Montag in Brüssel.

Lastwagen stauen sich auf der Autobahn 12 vor dem deutsch-polnischen Grenzübergang. (Bild: Keystone)

Es müsse aber sichergestellt sein, dass Waren rechtzeitig ihre Empfänger erreichten. Mehrere EU-Staaten hatten im Kampf gegen das neuartige Coronavirus wieder Kontrollen an Grenzen eingeführt, wo diese dank des Schengen-Abkommens seit langem abgeschafft waren.

Die EU-Kommission empfahl, für Lastzüge gesonderte Fahrspuren einzurichten, damit sie an den Grenzen nicht aufgehalten würden.

Belgischer König beauftragt amtierende Regierungschefin mit weiterem Regieren

Belgiens König Philippe hat die amtierende Ministerpräsidentin Sophie Wilmès beauftragt, das Land durch die Coronavirus-Krise zu führen. Wilmès regierte bislang ohne eigene Mehrheit im Parlament.

Belgiens König Philipe im Jahr 2019. (Archivbild: Keystone)

Zehn der dort vertretenen zwölf Parteien einigten sich am Sonntagabend jedoch darauf, Massnahmen der Wilmès-Regierung gegen die weitere Ausbreitung des Virus zu unterstützen und ihr besondere Befugnisse für längstens sechs Monate zu erteilen.

Ölpreise fallen und fallen

Die Ölpreise sind am Montag trotz einer weiteren Zinssenkung in den USA zur Stützung der Konjunktur stark gefallen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 30,33 US-Dollar. Das waren 3,52 Dollar weniger als am Freitag.

Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um 2,46 Dollar auf 29,27 Dollar.

Anfrufe wegen Homeoffice verdreifacht

Weil zahlreiche Schweizer Unternehmen wegen des Coronavirus‘ ihre Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten lassen, ist das Telefonnetz stark belastet. Dreimal mehr Anrufe als üblich verzeichnete Swisscom am Montagmorgen. Dadurch kam es zu Störungen.

Das Unternehmen arbeite mit Hochruck an Lösungen, wie es mitteilt. Dabei würden Betriebe, die zur Landesversorgung beitragen priorisiert. Alle Infromationen dazu gibt es hier.

In der ganzen Schweiz gab es am Montagmorgen Störungen im Swisscom-Netz. (Bild: Allestörungen.ch)

Terrormiliz IS warnt Anhänger vor Coronavirus

Die Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus hat nun auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erfasst. In der jüngsten Ausgabe ihrer Wochenschrift «Al-Naba» geben die Extremisten auf der letzten Seite Tipps, wie Anhänger sich vor dem Virus Sars-CoV-2 schützen können. «Wascht die Hände» und «bedeckt den Mund beim Gähnen und Niesen», heisst in einer Übersicht, die mit lilafarbenen Viren illustriert ist.

Auch von Reisen in vom Coronavirus betroffene Länder rät die IS-Miliz, die sonst zu Anschlägen in Europa und den USA aufruft, ab: «Gesunde Menschen sollten das Land der Epidemie nicht betreten, und Infizierte sollten es nicht verlassen.» Europa, das von dem Virus sehr stark betroffen ist, wird dabei allerdings nicht wörtlich genannt.

(Symbolbild: Keystone)

Laut dem US-Magazin «Homeland Security Today» hatte die IS-Miliz schon seit Januar über das neuartige Coronavirus berichtet und den Ausbruch gefeiert. «Ein neues Virus verbreitet Tod und Terror in China», schrieb «Al-Naba» demnach vor einigen Wochen.

Freiburger Kantonsparlament sagt März-Session ab

Wegen des Coronavirus annulliert der Freiburger Grosse Rat die Parlamentssession vom 24./25. März. Damit wird ein politisch heisses Dossier – die Sanierung der Pensionskasse des Staatspersonal – vorläufig auf Eis gelegt.

Lugano schliesst alle Pärke

Die Stadt Lugano schliesst heute alle Pärke und Spielplätze. Auch Bellinzona bereitet die Schliessung der Pärke vor.

Ziel sei es, den Kontakt zwischen den Personen zu reduzieren. Die Polizei Lugano werde überprüfen, ob die Anordnung eingehalten werde, heisst es in einem Schreiben der Stadt.

 
(Bild: Keystone)

Auch die Schalter der Verwaltung sind bis auf weiteres geschlossen. Die verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung seien jedoch per Mail oder Telefon erreichbar, heisst es im Schreiben weiter.

Coronavirus im Iran: 853 Todesopfer - fast 15000 Infizierte

Erneut ist die Zahl der Coronavirus-Opfer im Iran drastisch gestiegen. Innerhalb von nur 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 724 auf 853 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Montag in Teheran.

Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stieg im gleichen Zeitraum auf 14’991.

Graubünden schränkt öffentliches Leben ab Montag ein

Der Kanton Graubünden schränkte das öffentliche Leben ab Montag 12 Uhr ein. Einkaufsläden und Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben, wie die Bündner Regierung am Sonntagabend mitteilte. Mit diesen Massnahmen wolle sie die Ausbreitung des neuen Coronavirus noch konsequenter bekämpfen.

(Video: Keystone)
Bundesratssprecher bestätigt Medienkonferenz

Bundesratssprecher André Simonazzi bestätigte auf Twitter die Medienkonferenz des Bundesrates am Montag. Sie würde nicht vor 15 Uhr stattfinden und könne auf Youtube live verfolgt werden.



Erster Corona-Todesfall im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich ist ein erster Corona-Patient an den Folgen der Infektion gestorben. Es handelt sich um einen 88-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Er starb am Sonntag in einem Pflegezentrum der Stadt Zürich, wie die Gesundheitsdirektion am Montag mitteilte.

Der Mann sei bereits vor der Corona-Diagnose palliativ behandelt worden. Seit vergangener Woche gilt in allen Spitälern, Alters- und Pflegeheimen ein Besuchsverbot. Aktuell sind im Kanton Zürich 270 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Handel Schweiz fordert einheitliche Praxis für Ladenschliessungen

Der Branchenverband Handel Schweiz fordert eine einheitliche Regelung zur Schliessung von Geschäften in den Kantonen wegen des Coronavirus. Die unterschiedlichen kantonalen Regelungen lösten «Chaos» in den Lieferketten aus.

 
Ein Schweizer Einkaufszentrum mit den grössten Detailhändlern des Landes. (Bild: Keystone)

«Einheitliche schweizweite Regelungen für die Öffnung oder Schliessungen von Geschäften sind absolut zwingend», liess sich Verbandsdirektor Kaspar Engeli in der Mitteilung vom Montag zitieren. Dass einzelne Kantone vorpreschten, sei unsinnig, führe im Handel zu chaotischen Zuständen und gefährde Lieferketten.

Wichtige parlamentarische Geschäfte sind «eingefroren»

Die eidgenössischen Räte haben die Behandlung wichtiger Dossiers unterbrechen müssen. Diese und alle weiteren Geschäfte sind gemäss den Parlamentsdiensten nun «eingefroren». Wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht, ist noch nicht geklärt.

Die Fristen, welche Parlamentsgesetz und Ratsreglemente vorsehen, seien Ordnungsfristen, «die problemlos aufgrund der Situation verlängert werden können», teilten die Parlamentsdienste am Montag auf Anfrage mit.

Im Bundeshaus herrscht am Montag gähnende Leere. (Video: Keystone)
Wallis proklamiert Notlage

Nach Genf hat am Montag nun auch der Kanton Wallis den Notstand ausgerufen. Insgesamt proklamierten sieben Kantone die Notlage.

Teamkollege von Andy Schmid mit Coronavirus infiziert

In der Handball-Bundesliga gibt es den ersten bekannten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Profis – es handelt sich um einen Teamkollegen des Schweizer Ausnahmekönners Andy Schmid.

 
Mads Mensahin in Aktion. (Bild: Keystone)

Der dänische Nationalspieler Mads Mensah von den Rhein-Neckar Löwen ist positiv auf das Virus getestet worden, wie der Verein mitteilte. Der 28-Jährige, der sich nach eigener Aussage wieder fit und voll belastbar fühle, sei umgehend gemeinsam mit seiner Familie in eine 14-tägige häusliche Quarantäne überstellt worden.

H&M folgt anderen Modehändlern und schliesst Läden

Nach einem Umsatzplus im ersten Quartal rüstet sich die schwedische Modekette H&M für die Corona-Krise und schliesst in etlichen Ländern ihre Geschäfte.

 
(Bild: Keystone)

Während der Konzernumbau auf vollen Touren laufe, würden jetzt alle Aktivitäten mit Blick auf Kosten und Risiken auf den Prüfstand gestellt, um die mit dem Virus verbundenen negativen Auswirkungen so weit wie möglich abzumildern, kündigte der weltweit zweitgrösste Modehändler hinter der spanischen Inditex am Montag an.

Corona Flash vom 16. März, 10 Uhr
Genf ruft Notstand aus

Der Kanton Genf hat am Montagmorgen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie die Notlage ausgerufen. Wie die Kantonsregierung mitteilte, müssen Restaurants und Geschäfte ab 18 Uhr schliessen. Ausgenommen sind Geschäfte, die der Grundversorgung dienen.

Jurassisches Spital will Grenzgänger im Kanton halten

Das Spital des Kantons Jura (H-JU) ruft die Grenzgänger unter seinem Personal auf, sich wegen des Coronavirus vorübergehend eine Unterkunft im Kanton Jura oder in der übrigen Schweiz zu suchen. Ziel sei es, Zeitverluste bei Zollkontrollen zu vermeiden.

Fast 30 Prozent der Angestellten des Spitals sind Grenzgänger. Das Spital möchte, dass diese derzeit so nah wie möglich an ihrem Arbeitsplatz sind, wie ein H-JU-Sprecher auf Anfrage sagte. Für Grenzgänger, die sich vorübergehend freiwillig eine Unterkunft in der Schweiz nehmen, übernimmt H-JU die daraus entstehenden Kosten.

Aargauische Kantonalbank verspricht Überbrückungshilfe für KMU

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) will kleinen und mittleren Betrieben wegen der Coronavirus-Pandemie unter die Arme greifen. Die staatseigene Bank gewährt ihren KMU, die unverschuldet in Liquiditätsprobleme geraten sind und über intakte Geschäftsmodelle verfügen, Überbrückungshilfe.

Die Aargauische Kantonalbank in Aarau. (Bild: Keystone)

Man nehme die Verantwortung wahr und unterstütze die eigenen KMU-Kunden in der aktuell turbulenten Zeit, teilte die AKB am Montag mit. Die Coronavirus-Pandemie habe schwerwiegende Folgen für die Menschen und einen grossen Teil der Unternehmen im Aargau.

Air-France-KLM schränkt Angebot massiv ein

Die Fluggesellschaft Air-France-KLM reduziert ihr Angebot drastisch. Angesichts der wachsenden Einschränkungen der Reisemöglichkeiten und einer stark rückläufigen Nachfrage, müsse die Gruppe ihre Tätigkeit in den nächsten Tagen schrittweise um 70 bis zu 90 Prozent der angebotenen Sitzplatzkilometer zurückfahren, teilte die Airline am Montag mit.

Lebensmittelhändler bitten um Verzicht auf Hamsterkäufe

Ende letzter Woche haben Kunden aus Angst vor Versorgungsengpässen wiederholt die Gestelle in den Filialen der Grossverteiler leergekauft. Nun fordern die Schweizer Lebensmittelhändler die Kunden gemeinsam dazu auf, von Hamsterkäufen abzusehen.

Bisher fünf Kantone haben um Hilfe der Armee ersucht

Rund 300 Angehörige des Spitalbataillons 5 der Armee rücken wegen der Coronavirus-Pandemie am Montag für Hilfseinsätze in den Kantonen ein. Fünf Kantone haben mittlerweile um Unterstützung durch die Armeeangehörigen gebeten.



Am Montagvormittag lagen Anfragen der Kantone Tessin, Graubünden, der beiden Basel und Thurgau vor, wie Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Diese Gesuche würden nun bearbeitet. Die Lage ändere sich von Minute zu Minute.

New York und Los Angeles schliessen Bars und Restaurants

Die US-Grossstädte New York und Los Angeles schränken das öffentliche Leben erheblich ein. Alle Bars, Cafés und Restaurants müssen ihren Betrieb weitgehend einstellen, wie New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag mitteilte.

Der Disneyland Park im kalifornischen Anaheim wird ebenfalls schliessen. (Bild: Keystone)

Auch alle Nachtclubs und Kinos sowie kleine Theater und Konzerthallen in New York müssen schliessen. Gastronomiebetriebe dürfen demnach nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Auch Lieferdienste sind von der Anordnung ausgenommen.

Stadtberner Verwaltung konzentriert sich auf vitale Funktionen

Die Berner Stadtverwaltung konzentriert sich ab sofort auf ihre vitalen Funktionen, also auf die unverzichtbaren Aufgaben. Das hat die Stadtregierung beschlossen, wie sie am Montag mitteilte. Die Verwaltung arbeitet demnach jetzt nach den Vorgaben der Pandemieplanung.

Rotkreuz-App soll Unterstützung koordinieren

Die Solidarität und die Bereitschaft zu nachbarschaftlicher Hilfe ist gross in der aktuellen Krise. Das Rote Kreuz (SRK) und der Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) stellen eine App zur Koordination der Einsätze zur Verfügung.

(Video: Keystone)
Krisengipfel in Bern – Kommt jetzt der Lockdown?

Am Montag soll es laut unbestätigten Medienberichten um 12 Uhr in Bern zu einem Krisengipfel höchsten Grades kommen.

Migros schliesst Fitnesscenter

Wegen der Gefahr einer Corona-Infektion schliessen die Migros-Genossenschaften Aare, Luzern und Zürich ihre Fitnesscenter. Die Center bleiben bis mindestens 30. April geschlossen, wie die Migros am Montag twitterte.

In den Kantonen Graubünden, Tessin, Waadt, Basel und Wallis wurden die Fitnesscenter bereits zu einem früheren Zeitpunkt geschlossen. Auch das Bernaqua und der Säntispark St.Gallen sind bereits zu.

Die Migros ruft ihre Fitnesscenter-Mitglieder dazu auf, stattdessen zuhause Sport zu machen, mit Fitness-Videos.

Dieses Video erklärt Kindern das Coronavirus

Die Stadt Wien veröffentlichte am Sonntag ein Video, in dem Kindern die aktuelle Situation um das Coronavirus einfach erklärt wird.

(Video: Youtube/Stadt Wien)
Easyjet ruft Regierungen zu Hilfe auf

Der britische Billigflieger Easyjet ruft Europas Regierungen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf, die Branche mit Finanzhilfen zu unterstützen. «Europas Luftfahrtbranche steht vor einer unsicheren Zukunft», sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren am Montag. Es brauche eine koordinierte Unterstützung durch die europäischen Regierungen, damit die Branche überlebe und nach dem Ende der Krise ihren Betrieb fortsetzen könne.

 
(Bild: Keystone)

Das Management schliesst nicht aus, dass Easyjet wie andere Airlines den Grossteil der Flotte wegen der geltenden Reisebeschränkungen und der Buchungseinbrüche in Kürze am Boden lassen muss. Das Unternehmen habe sein Flugangebot bereits deutlich gekürzt, setze den Betrieb vorläufig aber soweit möglich fort, um bereits verreiste Kunden zurück in die Heimat zu holen

economiesuisse unterstützt Massnahmen des Bundes

Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse unterstützt das Massnahmenpaket zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.Das teilte der Verband am Montag in einer Medienmitteilung mit.

economiesuisse begrüsse ausdrücklich den Entscheid des Bundesrats, auf zielgerichtete Massnahmen zu setzen und auf ein Konjunkturprogramm zu verzichten.

 
(Bild: Keystone)

Es sei für die Wirtschaft zwar einschneidend, doch aufgrund der besonderen Lage müsse der Bund wirksame Massnahmen treffen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und die wirtschaftlichen Folgen abzufedern.

«Meidet stark belastete Züge»

Der Chef der Schweizerischen Bundesbahnen, Andreas Meyer, rief am Montag via Twitter dazu auf, dem öffentlichen Verkehr so gut es geht auszuweichen:



Italien will neues Hilfspaket beschliessen

Die italienische Regierung will ihre Massnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise weiter hochfahren. Noch am heutigen Montag soll ein Paket mit Unterstützung für die am stärksten betroffenen Wirtschaftssektoren, sowie für die Familien verabschiedet werden.

 
Ganz Italien steht unter Quarantäne. (Bild: Keystone)

«Was bisher genehmigt wurde, reicht nicht aus», sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag im Interview mit der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera». «Wir brauchen einen richtigen Plan zum Wiederaufbau.» Bisher sind insgesamt 25 Mrd. Euro vorgesehen, um die Wirtschaft zu stützen.

Xhaka, Frei und Co. machen die «Stay at Home Challenge»

Aufgrund der Corona-Krise sollten die Menschen möglichst zu Hause bleiben. Die «stay at home challenge» ruft dazu auf – und geht viral.

(Bild: Instagram/fedexchiesa)

Zahlreiche europäische Fussball-Stars haben bereits mitgemacht, darunter Granit und Taulant Xhaka und Fabian Frei. Nominiert wurden auch Xherdan Shaqiri und Roger Federer.

British-Airways-Mutter IAG streicht mindestens 75 Prozent der Flüge

Die British-Airways-Mutter IAG streicht ihr Flugangebot in den kommenden Monaten kräftig zusammen. Im April und Mai werde die Kapazität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum voraussichtlich um mindestens 75 Prozent gekürzt, teilte die International Airlines Group (IAG) mit ihren Fluggesellschaften British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level am Montag mit.

 
Ein leeres Terminal am Londoner Heathrow Airport am 14. März 2020. (Bild: Keystone)

Der Konzern lässt massenhaft Flugzeuge am Boden, schickt Mitarbeiter nach Hause und fährt seine Investitionen zurück. «Wir hatten in den vergangenen Wochen einen erheblichen Buchungsrückgang bei unseren Airlines», sagte IAG-Chef Willie Walsh. Weiterhin sei unklar, wie stark und wie lange die Pandemie das Geschäft belaste. Eine belastbare Gewinnprognose für das laufende Jahr sei daher weiterhin nicht möglich.

St. Gallen wartet Bundesratssitzung ab

Der Kanton St. Gallen möchte die nächsten Entscheide des Bundesrats abwarten, bevor man sich auf weitere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einigen würde. Eine nationale Lösung würde angestrebt. Das twitterte der Kanon am Montag.



Ölpreise verlieren trotz US-Zinssenkung deutlich

Die Ölpreise sind am Montag trotz einer erneuten massiven Zinssenkung in den USA zur Stützung der Konjunktur deutlich gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 32,27 US-Dollar. Das waren 1,58 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um 96 Cent auf 30,77 Dollar.

SMI sackt um fünf Prozent ab

Der Schweizer Leitindex SMI startete am Montag mit einem grossen Minus in die neue Woche. Er notierte zum Börsenstart bei rund minus 5 Prozent.

Die Senkung des Leitzins der US-Notenbank Fed hat nicht zur Beruhigung der Märkte beigetragen. (Symbolbild: Keystone)

Der deutsche Aktienindex Dax ist bei Eröffnung am Montag ebenfalls abgestürzt und fiel unter die Marke von 9000 Punkten. Um kurz nach 9 Uhr lag er bei 8715 Punkten. Im Vergleich zum Freitag war das ein Defizit von 5,6 Prozent.

Deutschland beginnt Kontrollen im Süden und Norden

Deutschland hat an den Grenzen nach Österreich, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark am Montagmorgen um 8.00 Uhr mit den geplanten Kontrollen begonnen. Dadurch soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden.

Reisende ohne triftigen Grund dürfen daher nicht mehr nach Deutschland einreisen, wie ein Sprecher der deutschen Bundespolizei mitteilte. Der Warenverkehr und Berufspendler seien davon aber nicht betroffen.

Tui unterbricht Grossteil seines Reisebetriebs

Der Tourismuskonzern Tui unterbricht wegen der Corona-Pandemie den überwiegenden Teil des Reisegeschäfts. Man habe beschlossen, «den grössten Teil aller Reiseaktivitäten, einschliesslich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und den Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen», teilte das Unternehmen in der Nacht zum Montag in Hannover mit.

 
(Bild: Keystone)

So wolle Tui «einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen der Regierungen leisten», die Folgen der Verbreitung des Covid-19-Erregers abzuschwächen.

Chinas Industrie schrumpft – Investitionen brechen ein

Infolge des Ausbruchs des Coronavirus schrumpft die chinesische Industrie mit dem schnellsten Tempo seit 30 Jahren. Die Industrieproduktion in China ging den offiziellen Angaben vom Montag zufolge mit 13,5 Prozent im Zeitraum Januar-Februar deutlich stärker zurück als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Sie zeigte damit den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen der Nachrichtenagentur Reuters im Jahr 1990. Die durchschnittliche Prognose von Analysten lag bei einem Anstieg von 1,5 Prozent.

Anstieg der Infektionen nach Musikevent in Japan

Japans Gesundheitsministerium identifiziert 15 neue Herde an Coronavirus-Infektionen im ganzen Land. Die grösste Ansammlung befände sich laut Angaben des Ministeriums vom Montag in der Gegend von Osaka, mit mehr als 50 betroffenen Personen.

Die Ansteckung sei bei einer Musikveranstaltung erfolgt. Die Präfekturen Hokkaido, Aichi und Wakayama und die Stadt Tokio berichten jeweils von mehr als 10 infizierten Personen, hiess es.

Afrika verschärft Massnahmen

Mehrere afrikanische Regierungen haben ihre Landesgrenzen geschlossen. Zudem streichen sie Flüge und erlassen strenge Einreise- und Quarantäneauflagen, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen.

 
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa informiert die Medien zu den Massnahmen gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat den nationalen Notstand ausgerufen und warnte am Sonntag, dass der Ausbruch «potenziell dauerhafte» Auswirkungen auf die am weitesten entwickelte Wirtschaft des Kontinents haben könnte, die sich bereits in einer Rezession befände.

«Jedem Ausländer, der in den letzten 20 Tagen Länder mit hohem Risiko besucht hat, wird ein Visum verweigert», sagte er.

USA zankt sich mit Deutschland um Impfstoff-Firma

Zwischen Deutschland und den USA gibt es in der Coronavirus-Krise einen Streit um ein Tübinger Pharma-Unternehmen. Dieses arbeitet an einem Impfstoff.

 
Trump möchte laut Medienberichten die deutsche Firma «Curevac» kaufen. (Bild: Keystone)
Corona Flash vom 16. März, 8 Uhr
Übergangslösung für Regierungskrise in Sicht

Nach monatelanger Regierungskrise in Belgien haben zehn Parteien vereinbart, die amtierende Ministerpräsidentin Sophie Wilmès im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie zu stützen. Dies meldete die Nachrichtenagentur Belga am späten Sonntagabend.

 
Belgiens Ministerpräsidentin bei einer Sitzung am 12. März 2020. (Archivbild: Keystone)

Wilmès könnte damit erstmals eine Mehrheit im Parlament bekommen, allerdings nur zur Eindämmung von Covid-19 und der wirtschaftlichen Folgen. Dafür soll sie für längstens für sechs Monate auch Sondervollmachten erhalten, hiess es.

Die Regierung amtiert seit einem Koalitionsbruch im Herbst 2018 ohne eigene Mehrheit.

Serbien ruft Notstand aus

Serbien hat den nationalen Notstand ausgerufen. Die Schulen, Kindergärten, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen des Landes werden ab Montag geschlossen, wie Präsident Aleksandar Vucic am Sonntag ankündigte.

Trump ruft Amerikaner zum Stopp von Panikkäufen auf

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner aufgerufen, Panikkäufe zu stoppen. Dies sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus nach einer Telefonkonferenz mit Chefs grosser Handelsketten.

Er betonte an die Adresse der US-Bürger: «Sie müssen nicht so viel kaufen. Nur keine Hektik, entspannen Sie sich einfach.» Seine Gesprächspartner hätten ihm zugesagt, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Sie würden ihre Läden während der Krise offenhalten.

 
Die Abteilung für Reinigungsprodukte in einem Walmart nach Panikkäufen. (Bild: Keystone)

 «Es gibt für niemandem im Land die Notwendigkeit, Grundnahrungsmittel zu horten.» Seine Gesprächspartner hätten ihn gebeten, den Amerikanern auszurichten, dass sie «bitte ein bisschen weniger kaufen» sollten.

Tschechien schränkt Bewegungsfreiheit stark ein

Die tschechische Regierung schränkt die Bewegungsfreiheit der Menschen im Kampf gegen das Coronavirus drastisch ein. Dies gab Ministerpräsident Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Sonntagabend bekannt.

Auch Tschechien hat seine Grenzen geschlossen. (Bild: Keystone)

Die Bürger wurden aufgefordert, sich ab Mitternacht zu Montag an ihrem Wohnort aufzuhalten und zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeitsstätte und zurück, die Erledigung dringend notwendiger Besorgungen wie den Einkauf von Lebensmitteln sowie Arztbesuche und Parkspaziergänge.

Seit Donnerstag gilt in Tschechien für 30 Tage der nationale Notstand.

Niederlande und Luxemburg schliessen Schulen und Restaurants

Die niederländische Regierung hat am Sonntag die Schliessung aller Schulen, Bars, Restaurants, Sexclubs und Cannabis-Cafés angeordnet. Auch Luxemburg verkündete die Schliessung aller Bars und Restaurants in der Nacht auf Montag.

 
Spaziergänger am Sonntag am Strand vom niederländischen Scheveningen. (Bild: Keystone)

Alle Restaurants und Bars mussten laut dem niederländischen Gesundheitsminister Bruno Bruins am Sonntag um 18 Uhr schliessen. Vor den sogenannten Coffee Shops, in denen Cannabis verkauft wird, bildeten sich kurz nach der Ankündigung lange Schlangen.

Zudem blieben ab Montag an für drei Wochen auch die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen, wie Bildungsminister Arie Slob abkündigte. Ausnahmeregelungen gelten für Kinder von Eltern mit «lebenswichtigen Berufen». Viele Schulen hätten bereits Massnahmen ergriffen, um Fernunterricht per Internet einzuführen, teilte der öffentlich-rechtliche Sender NOS mit.

Historisch niedrige Beteiligung bei Kommunalwahlen in Frankreich

Bei den Kommunalwahlen in Frankreich inmitten der Coronavirus-Krise hat es eine historisch niedrige Beteiligung gegeben: Laut Prognosen nach Schliessung der Wahllokale am Sonntag gingen nur rund 44 bis 46 Prozent der Wähler zu den Urnen – so wenige wie noch nie in einer ersten Runde seit Ende der 1950er Jahre.

 
Zur Sicherheit der Auszählenden tragen diese Schutzutensilien. (Bild: Keystone)

Bei der letzten Kommunalwahl vor sechs Jahren hatte die Beteiligung noch rund 20 Prozent höher gelegen. Aus der Opposition wurden Rufe nach einem Aufschub der Stichwahl laut, die für den kommenden Sonntag geplant ist.

Biels Headcoach Törmänen positiv getestet

Antti Törmänen, der Headcoach des EHC Biel, wurde am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet. Der 49-jährige Finne befindet sich in häuslicher Quarantäne. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, teilte der Klub aus der National League mit.



Weiter informierten die Bieler, dass die Geschäftsstelle für mindestens eine Woche bis zum Freitag, 20. März, geschlossen bleibt.

Öffentliche Schulen in New York schliessen

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus bleiben von Montag an auch in der Millionenmetropole New York die öffentlichen Schulen geschlossen. «Ich bin sehr, sehr besorgt, dass wir eine rapide Ausbreitung dieser Krankheit sehen werden, und es ist Zeit, drastischere Massnahmen zu ergreifen.»



Dies sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. «Es ist eine Entscheidung, die ich ohne Freude und mit viel Schmerz getroffen habe.» Die Schulen sollen frühestens am 20. April wieder eröffnen, hiess es.

Fed senkt Leitzinsen dramatisch

Die US-Notenbank Federal Reserve senkt die Leitzinsen wegen der Folgen des Coronavirus überraschend zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen. Die neue Spanne liegt bei null bis 0,25 Prozent – einen Prozentpunkt niedriger als bisher, wie die Notenbank am Sonntagabend mitteilte.

Sie will die US-Wirtschaft damit vor den Folgen der Pandemie schützen.

Bayern plant Katastrophenfall wegen Coronavirus

Bayern will wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausrufen. Das bestätigte Ministerpräsident Markus Söder am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen.



«Es muss eine Strategie geben unter einer Führung», begründete der CSU-Politiker den Schritt. «Die Herausforderung wächst täglich.» Zudem sollen Clubs, Bars, Schwimmbäder oder Spielhallen sowie nicht für die Grundversorgung notwendige Geschäfte geschlossen werden. Für Supermärkte und andere Lebensmittelläden könnten dagegen die Öffnungszeiten sogar verlängert werden. Ausgangsbeschränkungen wie in Österreich seien zunächst nicht geplant.

Graubünden schränkt öffentliches Leben ab Montag ein

Als fünfter Kanton schränkt nun auch Graubünden das öffentliche Leben ab Montag 12 Uhr ein. Einkaufsläden und Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben, wie die Bündner Regierung am Sonntagabend mitteilte. Mit diesen Massnahmen wolle sie die Ausbreitung des Coronavirus noch konsequenter bekämpfen.

Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien, Banken und Postschalter können demnach weiterhin offen bleiben. Die Regierung in Chur ruft die Bevölkerung auf, ihre Mobilität auf das Notwendige zu reduzieren. Zuvor hatten bereits die Kantone Tessin, Basel-Land, Jura und Neuenburg ähnliche Massnahmen ergriffen.

Erlaubt sind in Graubünden weiterhin Mahlzeitenlieferungen von Restaurants, Pizzakuriere oder fliegende Verkaufsstände ohne Restauration und Verzehr vor Ort.

Ebenfalls geschlossen bleiben müssen alle Warenhäuser und Detailhandelsgeschäfte mit Ausnahme von Lebensmittelläden und -abteilungen, Apotheken, Drogerien, Banken, Postschalter, Kioske und Tankstellenshops. Medizinische Therapien sind weiterhin erlaubt, Kosmetik- und Wellnessbehandlungen jedoch nicht. Ebenfalls verboten werden sämtliche religiösen Versammlungen.

Hotelbetriebe können weiterhin geöffnet bleiben und ihre Hotelgäste auch bewirten. Es gelten dafür ebenfalls die verschärften Hygienebestimmungen und die Einhaltung der sozialen Distanz gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Es dürfen nur Gäste bewirtet werden, die im selben Hotel auch übernachten. Betriebskantinen dürfen offen bleiben, sofern sie keine externen Gäste bewirten, wie die Bündner Regierung weiter mitteilte. (sda)

Neuenburg ruft Notstand aus

Der Kanton Neuenburg hat am Sonntagabend den Notstand ausgerufen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus. Nach dem Tessin, Basel-Land und dem Jura ist Neuenburg damit der vierte Kanton, der eine solche Entscheidung trifft. Er tritt Sonntagmitternacht in Kraft.

Ab dann bleiben alle Läden geschlossen, mit Ausnahme von solchen für Lebensmittel, Futter für Tiere, Apotheken, Kiosken Tankstellenshops und Banken, wie es in einer Mitteilung des Kantons vom Sonntag heisst. Restaurants dürfen noch bis Montag 14 Uhr öffnen.

Versammlungen – öffentliche und private – sind ab sofort verboten. Ausgenommen sind unbedingt notwendige Treffen, wenn sie die Zahl von 20 Teilnehmenden nicht überschreiten. (sda)

Deutschland bestätigt Grenzschliessungen zu Nachbarländern

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hat die Rückkehr zu Grenzkontrollen wegen der Corona-Krise bestätigt. Es sollen vorübergehend wieder Grenzkontrollen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Dänemark und Frankreich eingeführt werden, wie Seehofer am Sonntagabend in Berlin sagte. Die Kontrollen greifen demnach ab Montagmorgen 8 Uhr.

«Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet schnell und aggressiv voran», sagte Seehofer. «Wir müssen davon ausgehen, dass der Höhepunkt dieser Entwicklung noch nicht erreicht ist.»

Horst Seehofer bestätigt Grenzschliessungen zu Nachbarländern. (Bild: Keystone)

«Deutsche Staatsangehörige haben selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen», sagte Seehofer. Die Dauer der Massnahmen sei noch nicht absehbar. Wie Seehofer sagte, geht es dabei vor allem um den Reiseverkehr. Der Warenverkehr und auch der Grenzübertritt für Berufspendler bleibe möglich. (sda)

Ausserordentliche Sitzung des Bundesrats am Sonntagabend

Der Bundesrat hat am Sonntagabend eine ausserordentliche Sitzung abgehalten, wie Bundesratssprecher André Simonazzi per Twitter mitteilte. Es ging darum, die Wirkung der am Freitag getroffenen Massnahmen zu analysieren.

Der Bundesrat habe Bilanz gezogen über die Situation in den Kantonen und Nachbarländern und das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Epidemie diskutiert, schreibt Simonazzi. Der Bundesrat prüfe die Situation laufend und werde in Kürze eine weitere Sitzung zu diesem Thema abhalten. (sda)

BAG empfiehlt Medikament auf Paracetamol-Basis
SRF baut kurzfristig Schulfernsehen aus

Das Schweizer Fernsehen SRF baut ab kommender Woche kurzfristig sein Angebot im Schulfernsehen aus. Der Sender reagiert damit auf die geplanten Schulschliessungen und den vermehrten Unterricht von Schülern zu Hause.

Die Sendezeit für das auf Schüler zugeschnittene Programm am Vormittag auf SRF 1 soll ab Mittwoch von derzeit einer auf zwei Stunden verdoppelt werden. Dies teilte eine SRF-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Sender will voraussichtlich zusätzliche Programmeinkäufe tätigen und Videos, die erst für einen späteren Einsatz vorgesehen waren, dem Publikum früher zur Verfügung stellen.

Der Sender stellte zudem bereits für Lehrpersonen eine Liste mit Videos und Unterrichtsmaterialien online zur Verfügung. Diese können sie für den Fernunterricht mit ihren Schülern nutzen.

Online bietet SRF unter der Rubrik «mySchool» für Primarstufe, Sek I und Sek II rund 60 Erklärvideos und Unterrichtsblätter an, die zum Lehrplan 21 passen. (sda)

Coronavirus breitet sich mit heftigem Schub weiter aus

Die Coronavirus-Welle bricht über die Schweiz herein. Mit rund 800 Neuinfektionen gab der Bund am Sonntag einen sprunghaften Anstieg der Zahl der Fälle bekannt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

UEFA angeblich offen für EM-Verschiebung

Die UEFA will den Teilnehmern der Europameisterschaft wegen den Auswirkungen des Coronavirus laut Informationen des ZDF eine Verschiebung Turniers vorschlagen. Der Kontinentalverband wolle am Dienstag zuerst den nationalen Ligen und der Klub-Vereinigung (ECA) und dann später allen nationalen europäischem Fussballverbänden eine Turnierverlegung empfehlen.

Die in zwölf Ländern stattfindende EM war ursprünglich vom 12. Juni bis 12. Juli geplant. Eine Alternative wäre, das Turnier im Sommer 2021 auszutragen. Dafür müsste allerdings die FIFA die neu geschaffene Klub-WM auf Eis zu legen. Eine zweite Möglichkeit wäre die Verlegung der EM in den Spätherbst oder frühen Winter dieses Jahres.

Mit diesen Plänen stösst die UEFA bei den Ligen auf offene Ohren. Eine EM-Verschiebung könnte den Ligen die Chance ermöglichen, ihre Meisterschaften doch noch zu beenden. (sda)

Zahl der Toten in Italien um 368 auf 1809 gestiegen

Trotz drakonischen Massnahmen nimmt die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien weiterhin zu. Am Sonntag wurden 368 zusätzliche Todesfälle gemeldet, das sind fast doppelt so viele wie jene, die am Samstag gemeldet wurden. Damit stieg die Zahl der Opfer seit Beginn der Epidemie am 21. Februar auf 1809, wie der Zivilschutz am Sonntag in Rom mitteilte.

Italien gilt als Hotspot des Coronavirus in Europa. (Keystone)

Die Infektionen kletterten um 2853 auf 20’603. 1372 Personen lagen auf der Intensivstation. 2335 Personen sind inzwischen genesen.

Die Lombardei ist mit 1218 Todesopfern die am stärkste betroffen Region, gefolgt von der Emilia Romagna (284 Todesopfer), vom Veneto (63) und den Marche (46). Im Friaul gab es 14 Todesfälle, in der Provinz Südtirol waren es fünf. (sda)

Auch Jura verschärft Massnahmen

Nachdem der Kanton Basel-Landschschaft am Sonntagnachmittag die Notlage ausgerufen hat, zieht der Kanton Jura nach. Ab Montag, 16. März 2020 bleiben die meisten Geschäfte Geschlossen. Weiterhin offen sind Lebensmittelläden, Tankstellen, Banken, Kioske, die Post und Apotheken. Der Kanton Jura ist somit der dritte Kanton, mit ähnlichen Massnahmen, welche das Tessin bereits getroffen hat.

National- und Ständerat brechen die Frühjahrssession ab

Die Frühjahrssession der eidgenössischen Räte wird wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen. Darauf haben sich Präsidenten aller Fraktionen am Sonntag geeinigt. Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) bestätigte auf Anfrage eine Information des «Tages-Anzeigers».

Kasachstan erklärt Coronavirus-Notstand

Mehrere ehemalige Sowjetrepubliken haben ihre Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus massiv verstärkt. Kasachstan in Zentralasien rief den nationalen Notstand bis Mitte April aus. Die Einreise in das Land an der Grenze zu China werde extrem eingeschränkt, wie aus einem Dekret des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew hervorgeht.

In Kasachstan sind zwar erst sechs Infektionsfälle nachgewiesen, mehrere hundert Menschen befinden sich jedoch in Quarantäne.

Grenzschliessungen: Von der Leyen warnt vor leeren Regalen

Nach den Grenzschliessungen in Europa wegen der Corona-Krise warnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor leeren Supermarktregalen. Schon jetzt seien Tausende Bus- und Lastwagenfahrer an Grenzen in der EU gestrandet. «Wenn wir jetzt nicht handeln, werden Läden Schwierigkeiten bekommen, ihre Lager mit bestimmten Produkten zu füllen», sagte von der Leyen in einem am Sonntag auf Twitter verbreiteten Video.

«In diesem Moment der Krise ist es von äusserster Wichtigkeit, unseren gemeinsamen Binnenmarkt am Laufen zu halten.»

Schweizer Armee hilft im Tessin

Das Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) setzte am Sonntag einen Tweet zum Einsatz der Schweizer Armee im Tessin ab. Darin bedankt es sich auch bei allen Beteiligten für ihre Hilfseinsätze:

Im Tessin ist das öffentliche Leben weitgehend erloschen

Im Tessin ist das öffentliche Leben weitgehend erloschen. Restaurants und Bars sind seit diesem Sonntag geschlossen. Und die Läden folgen. Ein Augenschein.

Eine Passantin bei der geschlossenen Poststelle in Bellinzona. (Bild: Keystone)
Corona Flash vom 15. März, 16 Uhr
Infizierte Frau hat in Südtirol Kind zur Welt gebracht

Eine mit dem Coronavirus infizierte junge Frau hat am Samstag in Südtirol im Krankenhaus Bozen entbunden. Sie kam mit hohem Fieber in die Notaufnahme, anschliessend wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt, teilte das Land Südtirol mit. «Die Situation war schwierig», sagte Martin Steinkasserer, Primar der Gynäkologie und Geburtshilfe. Mutter und Kind gehe es den Umständen entsprechend gut.

Bei der Mutter handelt es sich um eine bereits bekannte Risikopatientin. Nachdem sie in die Notaufnahme gekommen war, wurde sie auf das Virus getestet und sogleich isoliert.

 
(Symbolbild: Keystone)

«Im Laufe der Nacht hat sich die respiratorische Situation der Mutter verschlechtert, weshalb wir einen raschen Kaiserschnitt durchführen mussten», berichtete Steinkasserer. Der schwierige Eingriff wurde unter «grossen Sicherheitsvorkehrungen für Mutter, Kind und Mitarbeitende durchgeführt», hiess es weiter.

Der neugeborene Bub ist nicht infiziert. Die Mutter muss noch einige Zeit isoliert bleiben.

SFL-Generalversammlung verschoben

Die für Montag geplante ausserordentliche Generalversammlung der Swiss Football League ist abgesagt und wird an einem noch zu bestimmenden Datum nachgeholt.

Die Ausbreitung des Coronavirus verändere die Lage stündlich, begründete die Swiss Football League die Absage. Zudem habe der positive Test von Dominique Blanc, dem Zentralpräsident des Schweizerischen Fussballverbandes, bei diesem Entscheid eine Rolle gespielt.

Deutschland schliesst die Grenzen

Am Montag um 8 Uhr schliesst Deutschland die Grenzen zur Schweiz. Darauf haben sich die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans in einer Telefon-Schalte verständigt.

Daneben werden auch Deutschlands Grenzen zu Frankreich und Österreich geschlossen, verkündet die «Bild-Zeitung» am Sonntagnachmittag. Pendler dürften aber weiterhin die Grenzen überqueren. Ebenso soll der freie Warenverkehr weiterhin gewährleistet bleiben.

Hintergrund sei wohl nicht nur die Eindämmung der Corona-Epidemie, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, berichtet die «Bild-Zeitung» weiter.

Spanien meldet hundert neue Corona-Todesopfer innert 24 Stunden

Spanien hat innert 24 Stunden hundert neue Corona-Todesopfer und 2000 neue Infektionsfälle registriert. Das teilten die spanischen Behörden am Sonntag mit. Damit verzeichnet das Land nunmehr 288 Todesopfer und mehr als 7750 Infektionsfälle.

Das Son Espases Spital in Palma de Mallorca. (Bild: Keystone)
Solothurn schliesst wegen Coronavirus Kinderbetreuungsstätten

Der Kanton Solothurn schliesst im Kampf gegen das Coronavirus Kindertagesstätten und Horte. Die Betreuungsinstitutionen dürfen nur noch ein Notprogramm aufrechterhalten. Der Betrieb von Spielgruppen muss ganz eingestellt werden, wie die Kantonsregierung am Sonntag mitteilte.

Eltern seien wegen den Schulschliessungen besonders gefordert, hiess es im Communiqué. Dennoch müssten die Tagesstätten, Horte und Spielgruppen ab kommenden Dienstag schliessen. Die Schliessung dauere vorerst bis zum 19. April, dem Ende der Frühlingsferien.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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