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Der Telebasel News Beitrag vom 15. März 2020.
Baselland

Ab Montag 6 Uhr gilt im Baselbiet der Notstand

Die Baselbieter Regierung hat wegen des Coronavirus am Sonntag die Notlage ausgerufen. Restaurants, Hotels, Kinos und Sportzentren werden geschlossen.

Die Baselbieter Regierung verordnet wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Schliessung aller Verkaufsstätten, die nicht der Grundversorgung dienen, sowie aller Gastrobetriebe. Zudem verbietet sie alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen.

Die Medienkonferenz der Baselbieter Regierung vom 15. März 2020:

(Video: Telebasel)

Von der Schliessung ausgenommen sind Verkaufsstellen für Lebensmittel, Tiernahrung, Apotheken, Drogerien und Tankstellen, wie Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer (SP) an der Medienkonferenz des Regierungsrats vom Sonntag erklärte. Geschlossen werden zudem alle Gastro- und Veranstaltungsbetriebe, von Restaurants über Hotels bis zu Sport- und Unterhaltungsstätten.

Schweizer rief die Bevölkerung zur Besonnenheit auf. Die Grundversorgung sei sichergestellt, Hamsterkäufe seien nicht notwendig und unter dem Strich unsolidarisch, sagte sie.

Bei den Schulen und weiteren Institutionen für Kinder geht Baselland weniger weit als andere Kantone. So bleiben die Kindertagesstätten offen, wie Bildungs-, Kultur- und Sportdirektorin Monica Gschwind (FDP) sagte.

Bruderholzspital wird Referenzspital

Zur Sicherstellung der Spitalversorgung wird der Kantonsspitalstandort Bruderholz an der Kantonsgrenze zu Basel-Stadt zum «Referenzspital Covid-19» erklärt, wie Gesundheitsdirektor Thomas Weber (SVP) erklärte. In den Gemeinden Münchenstein und Lausen würden Mitte der kommenden Woche zusätzliche Abklärungszentren für Coronavirus-Tests eingerichtet.

In den anderen kantonalen Spitälern in Liestal und Laufen soll die Grundversorgung sichergestellt werden, das heisst ohne Einschränkungen durch Covid-19-Behandlungen.

Um die wirtschaftlichen Folgen bewältigen zu können, sucht die Regierung in der kommenden Woche das Gespräch mit Vertretern der Wirtschaft und der Arbeitnehmer. Ziel sei es, ein wirksames Massnahmenpaket zu schnüren, sagte Finanzdirektor Anton Lauber (CVP). Der Kanton stehe finanziell gut genug da, um betroffene Unternehmen unterstützen zu können.

Keine Absprachen mit Nachbarkantonen

Der Kanton Baselland hat diese Massnahmen nicht mit den Nachbarkantonen abgesprochen. Der Kanton sehe sich in einer Notsituation, in der jede Minute zähle, sagte Gesundheitsdirektor Weber. Deshalb habe man mit dem Beschluss weiterer Massnahmen nicht bis zur ordentlichen Regierungsratssitzung vom Dienstag gewartet.

Der Leiter des Kantonalen Krisenstabs, Patrik Reiniger, im Interview:

Der Telebasel News Beitrag vom 15. März 2020.

Um diese Massnahmen umsetzen zu können, hat die Regierung die Notlage gemäss des kantonalen Gesetzes über den Bevölkerungsschutzes und Zivilschutzes erklärt. Die Massnahmen gelten ab Montagmorgen 6 Uhr und dauern vorerst bis 30. April.

5 Kommentare

  1. Lieber GR aus Basel
    Also ich glaube sie verwechseln etwas tun und einschlafen.
    Der Kanton Basel-Landschaft kann nicht mehr als Kontakt mit der Regierung von Basel Stadt, halten und wenn Ihre Regierung Schlafmittel genommen hat und nicht endlich die Finger aus dem A…. nehmen dann sollte Mann eher überlegen Basel aufzulösen und in einen Kanton Basel-Landschaft anbinden, der die Bevölkerung schützen will und dementsprechend hald auch konkrete Anordnungen trifft. Nicht so wischi waschi oder erst warten muss weil die Herrschften erst am Dienstag endlich sich bewegen.Report

  2. Einen solchen Entscheid ohne Absprache mit den Nachbarkantonen zu fällen ist einfach unglaublich. Dieser Kanton gehört aufgelöst und unter eine anständige Führung gestellt.Report

  3. Bravo. Das war auch dringend nötig. Hoffentlich ziehen die anderen Kantone nach.
    Leider kann man ja nicht auf das Verantwortungsgefühl und die Empathie der breiten Masse setzen. In der Basler Innenstadt sind die Bars und Cafés voll. Keine Schimmer von Distanzregelung.Report

  4. Und was macht der Kanton Basel Stadt? Massnahmen? Meine die Stadt ist dicher bevölkert? Oder hat man nun Angst mitzuziehen? Die Leute sonnen sich am Rhein gehen auf die Strasse und tuen so als wäre nichts?

    Ok keine Panikmache aber sollte da nicht was passieren?Report

  5. Gratulation für die sicher nicht leichte Entscheidung. Ist das einzig richtige! Wenn keiner – leider nur theoretisch – mit niemand anderem mehr Kontakt hat, wüssten wir nach zwei Wochen mit Bestimmtheit, wer den Virus hat und wer nicht, da es keine Neuansteckungen gäbe.
    Jeder, der sich nicht an die Vorgaben der Behörden hält, auch wenn sie einzelnen unnötig oder übertrieben scheinen mögen, trägt letztlich eine Mitschuld an weiteren Todesfällen von Mitmenschen und an den wirtschaftlichen Folgen.Report

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