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International

Auch Jura verschärft Massnahmen

Der Coronavirus hat die Schweiz und die Welt fest im Griff. Im Ticker bleiben sie stets über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Auch Jura verschärft Massnahmen

Nach dem Tessin und dem Basel-Land schliesst auch der Kanton Jura wegen der Coronavirus-Epidemie seine Geschäfte und Restaurants. Auch die Schalter der Verwaltung seien ab Montag im Prinzip geschlossen, teilte der Kanton am Sonntag mit. Mehr dazu hier.

National- und Ständerat brechen die Frühjahrssession ab

Die Frühjahrssession der eidgenössischen Räte wird wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen. Darauf haben sich Präsidenten aller Fraktionen am Sonntag geeinigt. Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) bestätigte auf Anfrage eine Information des «Tages-Anzeigers».

Schweizer Armee hilft im Tessin

Das Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) setzte am Sonntag einen Tweet zum Einsatz der Schweizer Armee im Tessin ab. Darin bedankt es sich auch bei allen Beteiligten für ihre Hilfseinsätze:

Grenzschliessungen: Von der Leyen warnt vor leeren Regalen

Nach den Grenzschliessungen in Europa wegen der Corona-Krise warnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor leeren Supermarktregalen. Schon jetzt seien Tausende Bus- und Lastwagenfahrer an Grenzen in der EU gestrandet. «Wenn wir jetzt nicht handeln, werden Läden Schwierigkeiten bekommen, ihre Lager mit bestimmten Produkten zu füllen», sagte von der Leyen in einem am Sonntag auf Twitter verbreiteten Video.

«In diesem Moment der Krise ist es von äusserster Wichtigkeit, unseren gemeinsamen Binnenmarkt am Laufen zu halten.»

Kasachstan erklärt Coronavirus-Notstand

Mehrere ehemalige Sowjetrepubliken haben ihre Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus massiv verstärkt. Kasachstan in Zentralasien rief den nationalen Notstand bis Mitte April aus. Die Einreise in das Land an der Grenze zu China werde extrem eingeschränkt, wie aus einem Dekret des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew hervorgeht.

In Kasachstan sind zwar erst sechs Infektionsfälle nachgewiesen, mehrere hundert Menschen befinden sich jedoch in Quarantäne.

Im Tessin ist das öffentliche Leben weitgehend erloschen

Im Tessin ist das öffentliche Leben weitgehend erloschen. Restaurants und Bars sind seit diesem Sonntag geschlossen. Und die Läden folgen. Ein Augenschein.

Eine Passantin bei der geschlossenen Poststelle in Bellinzona. (Bild: Keystone)
Corona Flash vom 15. März, 16 Uhr
Infizierte Frau hat in Südtirol Kind zur Welt gebracht

Eine mit dem Coronavirus infizierte junge Frau hat am Samstag in Südtirol im Krankenhaus Bozen entbunden. Sie kam mit hohem Fieber in die Notaufnahme, anschliessend wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt, teilte das Land Südtirol mit. «Die Situation war schwierig», sagte Martin Steinkasserer, Primar der Gynäkologie und Geburtshilfe. Mutter und Kind gehe es den Umständen entsprechend gut.

Bei der Mutter handelt es sich um eine bereits bekannte Risikopatientin. Nachdem sie in die Notaufnahme gekommen war, wurde sie auf das Virus getestet und sogleich isoliert.

 
(Symbolbild: Keystone)

«Im Laufe der Nacht hat sich die respiratorische Situation der Mutter verschlechtert, weshalb wir einen raschen Kaiserschnitt durchführen mussten», berichtete Steinkasserer. Der schwierige Eingriff wurde unter «grossen Sicherheitsvorkehrungen für Mutter, Kind und Mitarbeitende durchgeführt», hiess es weiter.

Der neugeborene Bub ist nicht infiziert. Die Mutter muss noch einige Zeit isoliert bleiben.

SFL-Generalversammlung verschoben

Die für Montag geplante ausserordentliche Generalversammlung der Swiss Football League ist abgesagt und wird an einem noch zu bestimmenden Datum nachgeholt.

Die Ausbreitung des Coronavirus verändere die Lage stündlich, begründete die Swiss Football League die Absage. Zudem habe der positive Test von Dominique Blanc, dem Zentralpräsident des Schweizerischen Fussballverbandes, bei diesem Entscheid eine Rolle gespielt.

Deutschland schliesst die Grenzen

Am Montag um 8 Uhr schliesst Deutschland die Grenzen zur Schweiz. Darauf haben sich die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans in einer Telefon-Schalte verständigt.

Daneben werden auch Deutschlands Grenzen zu Frankreich und Österreich geschlossen, verkündet die «Bild-Zeitung» am Sonntagnachmittag. Pendler dürften aber weiterhin die Grenzen überqueren. Ebenso soll der freie Warenverkehr weiterhin gewährleistet bleiben.

Hintergrund sei wohl nicht nur die Eindämmung der Corona-Epidemie, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, berichtet die «Bild-Zeitung» weiter.

Spanien meldet hundert neue Corona-Todesopfer innert 24 Stunden

Spanien hat innert 24 Stunden hundert neue Corona-Todesopfer und 2000 neue Infektionsfälle registriert. Das teilten die spanischen Behörden am Sonntag mit. Damit verzeichnet das Land nunmehr 288 Todesopfer und mehr als 7750 Infektionsfälle.

Das Son Espases Spital in Palma de Mallorca. (Bild: Keystone)
Solothurn schliesst wegen Coronavirus Kinderbetreuungsstätten

Der Kanton Solothurn schliesst im Kampf gegen das Coronavirus Kindertagesstätten und Horte. Die Betreuungsinstitutionen dürfen nur noch ein Notprogramm aufrechterhalten. Der Betrieb von Spielgruppen muss ganz eingestellt werden, wie die Kantonsregierung am Sonntag mitteilte.

Eltern seien wegen den Schulschliessungen besonders gefordert, hiess es im Communiqué. Dennoch müssten die Tagesstätten, Horte und Spielgruppen ab kommenden Dienstag schliessen. Die Schliessung dauere vorerst bis zum 19. April, dem Ende der Frühlingsferien.

Region Venetien denkt an Abstriche für alle Bürger

Die norditalienische Region Venetien denkt an Abstriche für alle Bürger zur Eingrenzung der Coronavirus-Pandemie. «Wir werden Abstriche auf der Strasse durchführen, vor den Supermärkten, wir werden das Personal der Supermärkte testen. Je mehr Infizierte wir finden und isolieren, desto weniger verbreitet sich das Virus», so der Präsident Venetiens, Luca Zaia.

 
Ein Passant und ein Polizist am 12. März 2020 in Rom. (Bild: Keystone)

29’000 Personen seien bereits in der Region kontrolliert worden, die zusammen mit der Lombardei und der Emilia Romagna italienweit am stärksten von der Infektion betroffen ist. «Wir sind die Gemeinschaft, die weltweit die meisten Abstriche pro Million Einwohner durchgeführt hat», sagte Zaia gemäss Medienberichten.

Corona Flash vom 15. März, 12 Uhr
(Video: Telebasel)
2200 Personen in der Schweiz mit Coronavirus infiziert

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Schweiz ist am Sonntag rasant angestiegen. Nach neuesten Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gab es hierzulande bereits 2200 positiv getestete Fälle. Das waren rund 800 zusätzliche Fälle innerhalb eines Tages.

Von den rund 2200 positiv getesteten Fällen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein lag bei 1563 Menschen eine Bestätigung für die Infektion mit der Lungenkrankheit Covid-19 vor, wie das BAG im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Bei 152 Fällen war eine Bestätigung ausstehend. Bei rund 440 Fällen war die Meldung noch nicht abschliessend erfasst. Weitere Angaben machte das BAG zu den Fällen nicht.

Türkei stellt rund 10'000 Pilger unter Quarantäne

Die Türkei hat aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus rund 10’000 Pilger unter Quarantäne gestellt. Das teilte der türkische Jugend- und Sportminister Mehmet Kasapoglu am Sonntag mit. Zuvor hatte bereits Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter mitgeteilt, dass Menschen, die von der kleinen islamischen Pilgerfahrt nach Mekka (Umrah) zurückgekehrt waren, unter Quarantäne gestellt wurden. Koca hatte jedoch keine Anzahl genannt. (sda)

(Symbolbild: Keystone)
Olympisches Feuer wird ohne Zuschauer übergeben

Wenn am 19. März das olympische Feuer in einer feierlichen Zeremonie an den Gastgeber Tokio übergeben wird, bleiben die marmornen Ränge des alten Athener Olympiastadions leer. Das teilte das olympische Komitee Griechenlands mit.

Die Organisation reagiert damit auf die Verbreitung des Coronavirus und die strengen Massnahmen für öffentliche Veranstaltungen, die mittlerweile auch in Griechenland gelten. Am Freitag war bereits der traditionelle Fackellauf vom Antiken Olympia nach Athen abgebrochen worden, weil sich zu viele Zuschauer an der Strecke eingefunden hatten. (sda)

Italienischer Stararchitekt Vittorio Gregotti gestorben

Der italienische Stararchitekt Vittorio Gregotti ist am Sonntag in Mailand im Alter von 92 Jahren gestorben. Er war infolge einer Coronavirus-Erkrankung ins Spital eingeliefert worden.

«In diesen dunklen Stunden verliert Italien ein Meister der internationalen Architektur», kommentierte Stefano Boeri, Präsident des Mailänder Designmuseums Triennale.

Der 1927 aus Mailand gebürtige Gregotti hat unter anderem das Kulturzentrum von Belem in Lissabon, das Olympiastadion von Barcelona, das Guggenheim-Museum in Venedig und den Sitz von Air France in Montreuil bei Paris geplant. Er wurde weiters mit der Renovierung des Pariser Konzerthauses «La Gaite de Paris» beauftragt. Er schuf auch das Teatro degli Arcimboldi in Mailand sowie zahlreiche Universitäten, zuletzt die Universität Kalabrien in Cosenza. (sda)

(Bild: Keystone)
Auch Frankreich schliesst alle Skigebiete

«Die Skisaison endet heute. Alle Betreiber haben in der vergangenen Nacht entsprechende Anweisungen von ihrer jeweiligen Organisation erhalten», teilte der nationale Verband der Skiliftbetreiber Domaines skiables de France (DSF) am Sonntag auf Twitter mit.

Die Schliessung sollte um 17.00 Uhr erfolgen. «Ob Urlauber oder Profisportler – alle sind leidenschaftliche Skifahrer, aber wir müssen uns alle angesichts des Ernstes der Lage damit arrangieren», hiess es weiter. «Die Schliessungen werden über den Tag gestaffelt. Es ist ein unerwarteter Schock für den gesamten Sektor. Wir konnten uns nicht darauf vorbereiten», erklärte Jean-Marc Silva, Direktor des Skiverbands France Montagnes.

Frankreich zählte am Sonntag zu den letzten europäischen Ländern, in denen der Skibetrieb noch aufrechterhalten wurde.

Peking schickt Einreisende in kostenpflichtige Quarantäne

Die chinesische Hauptstadt Peking will wegen der zunehmend aus dem Ausland eingeschleppten Coronavirus-Fälle ab Montag alle aus dem Ausland Einreisenden in kostenpflichtige Quarantäne-Einrichtungen schicken. Die Reisenden sollen nur in Ausnahmefällen von der Unterbringung in den Einrichtungen befreit werden, wie die staatliche Zeitung «Beijing Daily» am Sonntag berichtete. Für die Kosten des Aufenthalts müssen sie demnach selbst aufkommen.

Alle internationalen Flüge zum Pekinger Daxing-Flughafen sollen nun auf den Hauptstadt-Flughafen umgeleitet werden, wo die Einreisen strenger kontrolliert und überwacht werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Frankreich fährt wegen Coronavirus Fernverkehr zurück

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wird der Fernverkehr in Frankreich schrittweise reduziert. Dazu zählten Züge, Busse und Flugzeuge, sagte Umweltministerin Elisabeth Borne am Sonntag. Fernreisen müssten auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Es werde aber keinen «brutalen und kompletten» Stopp geben.

 
Der Bahnhof SNCF in Basel. (Archivbild: Keystone)

Am Montag sollen bei der französischen Staatsbahn SNCF sieben von zehn Zügen fahren, bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP fahren 80 Prozent der Metros. Der Betrieb soll dann im Laufe der Woche weiter zurückgefahren werden. Die Tankstellen sollen in Betrieb bleiben, es werde keine Benzinknappheit geben, so die französische Regierung.

Dominique Blanc (70) positiv auf Coronavirus getestet

SFV-Präsident Dominique Blanc wurde positiv auf Coronavirus getestet. Dies gab der Fussballverband am Sonntagmorgen bekannt.

(Bild: Keystone)
Weiterer Todesfall wegen Coronavirus im Tessin

Im Tessin ist eine weitere Person an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie der Führungsstab am Sonntag mitteilte, handelt es sich um eine ältere Person. Damit steigt die Opferbilanz im Tessin auf sechs und in der Schweiz auf 14.

Das Opfer gehörte der Risikogruppe an. Bereits am Samstag hatte der Kanton Tessin zwei Tote gemeldet, ebenfalls Ältere. Er ist damit der Kanton mit den bisher meisten Opfern.

Drei Menschen starben im Kanton Waadt, zwei in Basel-Landschaft, einer in Basel-Stadt sowie je eine Person in den Kantonen Wallis und Genf. Meist handelte es sich um ältere Personen, das jüngste Opfer war eine 32-jährige Frau im Kanton Genf. Sie litt an einer Vorerkrankung.

«Coronavirus ist für die Zürcher Bahnhofstrasse dramatisch»

Die Zürcher Bahnhofstrasse gilt als umsatzstärkste Einkaufsstrasse der Schweiz. Ein Augenschein vor Ort zeigt: Noch gehen die Leute einkaufen, doch seit Ausbruch des Coronavirus kommen immer weniger.

«Die Lage ist dramatisch», sagt Anthony Wellbergen von der Vereinigung Bahnhofstrasse. Eine Umfrage bei den Mitgliedern offenbarte eine beunruhigende Situation: Die Hälfte der Betriebe hat Umsatzeinbussen von 15 bis 25 Prozent, ein Drittel hat noch höhere Verluste. Einige Läden lancieren bereits Rabatte. Am stärksten unter der Krise leidet die Gastrobranche.

(Video: Keystone)

Die Vereinigung prüft nun verschiedene Massnahmen, unter anderem eine Anpassung der Ladenöffnungszeiten. 0:00-2:39 Quotes von Anthony Welbergen, Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse 2:39-5.34 Bilder Bahnhofstrasse Zürich am Samstag 14.3.20, Schilder Rabatte

Parteien Belgien sprechen über Notregierung

In der Coronavirus-Krise kommt Bewegung in die bisher fast aussichtslose Regierungsbildung in Belgien. Vertreter der wichtigsten Parteien, die sich seit der Parlamentswahl im Mai 2019 nicht einigen konnten, berieten bis zum frühen Sonntagmorgen über die Bildung einer Notregierung, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Die Gespräche sollen an diesem Sonntag fortgesetzt werden.

 
Drei Männer sind am 14. März in Brüssel mit Atemschutzmasken unterwegs. (Bild: Keystone)

Das Land hat seit einem Koalitionsbruch im Herbst 2018 eine Übergangsregierung ohne Parlamentsmehrheit.

Estland führt wegen Coronavirus wieder Grenzkontrollen ein

In der Corona-Krise macht auch Estland seine Grenzen für Ausländer dicht. «Um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen und die öffentliche Gesundheit zu schützen, hat die Regierung beschlossen, die Grenzkontrollen an der gesamten Grenze vorübergehend wieder einzuführen, erklärte Regierungschef Jüri Ratas in der Nacht zu Sonntag.

Die Massnahme werde ab Dienstag (17. März) in Kraft treten. Nur estnische Staatsbürger und Personen mit einem Aufenthaltsrecht oder Familienangehörigen in dem baltischen EU-Land dürfen dann noch einreisen. Für den Warenverkehr bleiben die Grenzen offen.

Polnische Grenze seit Mitternacht geschlossen

Polen hat wegen der Coronavirus-Krise in der Nacht zur Sonntag seine Grenzen zu anderen EU-Nachbarländern für Ausländer geschlossen. An insgesamt 58 Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wurden Kontrollen eingeführt.

Polen können in ihre Heimat zurückkehren, müssen aber für 14 Tage in Quarantäne, wie aus dem Erlass des polnischen Innenministeriums hervorgeht. Ausländer dagegen dürfen nur in Ausnahmefällen ins Land. Diese gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und für Diplomaten. Polen will so einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorbeugen.

Lombardei warnt vor Kollaps der Spitäler

Die Lombardei, die am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Region Italiens, warnt vor dem Zusammenbruch ihres Gesundheitssystems. Angesichts der zunehmenden Zahl von Infektionen seien die Plätze auf den Intensivstationen durchaus knapp geworden.

«Wir stehen an einem Punkt, wo es bald kein Zurück gibt. Jeder Tag wird schwieriger. Es gibt Tage, an denen nur noch sieben Plätze auf der Intensivstation zur Verfügung stehen», klagte Giulio Gallera, Gesundheitsbeauftragter der Lombardei.

 
Italien ächzt unter dem Coronavirus. (Bild: Keystone)

Der Höhepunkt der Epidemie ist noch nicht in Sicht. Die Zahl der Todesopfer stieg am Samstag auf 966, 76 mehr als am Freitag. Die Zahl der Infizierten kletterte um 1865 auf 11’685. 4898 Personen befinden sich in Spitälern in der Lombardei, 463 mehr als am Freitag. Auf der Intensivstationen liegen 732 Kranke, das sind 85 mehr als am Freitag.

Philippinische Polizei riegelt Strassen nach Manila ab

Die philippinische Polizei hat am Sonntag damit begonnen, alle Strassen in die Hauptstadt Manila abzuriegeln. Präsident Rodrigo Duterte hatte wegen der Coronavirus-Pandemie praktisch die gesamte Hauptstadt Manila für einen Monat zur Sperrzone erklärt.

Am Sonntagmorgen standen nun bewaffnete Polizisten an allen Zufahrtsstrassen, um die Abriegelung der Zwölf-Millionen-Einwohner-Stadt durchzusetzen. Seit dem Morgen dürfen in Manila auch keine Inlandflüge mehr starten und landen. Innerhalb der Stadtgrenzen fahren aber noch Busse und Bahnen.

 
Das Coronavirus sorgt auch auf den Philipinen für Einschränkungen. (Bild: Keystone)

«Den Menschen wird empfohlen, zu Hause zu bleiben und nichts zu tun», sagte Innenminister Eduardo Ano am Samstag. Nur Menschen auf dem Weg zur Arbeit sollen an den Kontrollpunkten durchgelassen werden.

Erster Infizierter der NBA spendet 500'000 Dollar

Nach seinem positiven Coronavirus-Test will der französische Center Rudy Gobert (27) von den Utah Jazz dem Hallen-Personal während des Unterbruchs der Saison helfen. Der erste offiziell bestätigte Fall der NBA möchte gut eine halbe Million US-Dollar spenden, wie die Utah Jazz mitteilten.

Das Geld soll sowohl den Angestellten der Vivint Smart Home Arena in Utah zukommen als auch mit dem Virus befassten Sozialdiensten in Utah und Oklahoma City sowie dem französischen Gesundheitssystem. Mehr als 800 Angestellte arbeiten nach Angaben des Klubs in Teilzeit bei Veranstaltungen in der Vivint Smart Home Arena. Zuvor hatten schon andere Profis und Vereine – auch aus weiteren US-Sportarten – Spenden angekündigt.

Kommunalwahlen beginnen in Frankreich trotz Coronavirus

In Frankreich hat am Sonntag trotz Coronavirus die erste Runde der Kommunalwahlen begonnen. Obwohl seit Mitternacht Restaurants, Bars und Läden im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus bis auf Weiteres geschlossen sind, sollen die Französinnen und Franzosen über die Machtverhältnisse in den Kommunalparlamenten abstimmen.

 
Eine Wählerin in Frankreich trägt eine Atemschutzmaske am Sonntag, 15. März 2020. (Bild: Keystone)

Rund 47,7 Millionen Menschen sind zur Wahl aufgerufen, darunter auch 330’000 in Frankreich lebende EU-Bürgerinnen und -Bürger. Frankreichs Premier hatte am Samstagabend verkündet, dass die bisherigen Massnahmen gegen das Coronavirus nicht wirksam gewesen seien. Die Zahl der Infizierten war noch einmal massiv angestiegen.

Es gilt «Phase 3»

Deshalb gilt nun in Frankreich «Phase 3», die höchste Stufe im Kampf gegen die Pandemie. Das heisst, dass nur noch zum Leben notwendige Einrichtungen wie Lebensmittelläden, Banken, Tankstellen oder Apotheken geöffnet sind. In Paris schlossen zahlreiche Bars um Punkt Mitternacht, vereinzelt kontrollierte die Polizei.

In Frankreich wird nun eine niedrige Wahlbeteiligung befürchtet. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker forderten nach der Ansage des Premiers am Samstagabend deshalb die Verschiebung der Wahlen. Doch Philippe betonte, dass es keine wissenschaftlichen Bedenken gebe, wenn Vorsichtsmassnahmen eingehalten würden.

Österreich stellt Zug- und Flugverkehr mit der Schweiz ein

Das österreichische Aussenministerium hat wegen der Coronavirus-Epidemie eine Reisewarnung für die Schweiz erlassen. Das Nachbarland ruft seine Landsleute zur Rückreise auf. Der Flug- und Zugverkehr in die Schweiz wird ab Montagabend um Mitternacht eingestellt, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis stand diesbezüglich im telefonischen Kontakt mit seinem österreichischen Amtskollegen, wie es in einer Mitteilung des EDA heisst. Das EDA habe die angekündigten Massnahmen zur Kenntnis genommen. Diese fügten sich ein in den Kontext des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Nachbarstaaten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Vatikan feiert Ostern wegen Coronavirus ohne Besucher

Das Osterfest im Vatikan wird in diesem Jahr ohne Besucher begangen. Dasselbe gelte für alle liturgischen Feiern der Karwoche, teilte der Vatikan am Sonntag mit. Grund sei der Coronavirus-Ausbruch.

Britische Massnahmen gegen Covid-19 unzureichend

Fast 250 Wissenschaftler haben der britischen Regierung vorgeworfen, nicht genug gegen die Coronavirus-Pandemie zu tun und unnötig Leben zu gefährden. Mit einfachen Massnahmen könnten Tausende Menschen gerettet werden, schreiben die Wissenschaftler aus Grossbritannien in einem offenen Brief vom späten Sonntagabend.

Es sei möglich, die Geschwindigkeit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus «dramatisch» zu bremsen, heisst es darin. Unkontrolliert könnten sich aber in den nächsten Wochen Millionen Briten mit dem Erreger anstecken.

In Grossbritannien sind zum Beispiel Grossveranstaltungen noch nicht generell verboten und bisher nur wenige Schulen geschlossen.

Forscher warnen, Grossbritannien nehme das Virus bislang nicht ernst genug. (Quelle: Twitter)

Regierungsberater Patrick Vallance hatte die bislang zurückhaltenden Massnahmen in Grossbritannien unter anderem damit begründet, dass eine «Herdenimmunität» gegen das Virus aufgebaut werden müsse. Infizierten sich etwa 60 Prozent der Bevölkerung, dann könnte Schutz für die ganze Gemeinschaft durch Immunität aufgebaut werden, sagte der Gesundheitsexperte kürzlich bei der Vorstellung eines Massnahmenkatalogs der Regierung mit Premierminister Boris Johnson.

Einreisende in Australien müssen für 14 Tage in Quarantäne

Australien verschärft seine Einreisebestimmungen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. Wer in das Land einreist, muss sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben, wie Premierminister Scott Morrison am Sonntag ankündigte.

Scott Morrison während der Pressekonferenz zum Coronavirus am Montag, 15. März 2020. (Bild: Keystone)
Südkorea meldet wieder weniger Neuinfektionen

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit.

Die Gesamtzahl der Menschen in Südkorea, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8162. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um 3 auf 75.

Frau von Spaniens Regierungschef Sánchez mit Coronavirus infiziert

Die Frau des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es gehe Begoña Gómez und dem Regierungschef selbst aber «gut», teilte die spanische Regierung am Samstagabend mit.

 
Begoña Gómez bei einer Wahl im Spanien im Jahr 2016. (Archivbild: Keystone)

Beide halten sich demnach im Moncloa-Palast, dem Sitz des spanischen Ministerpräsidenten in Madrid, auf und «befolgen die von den Gesundheitsbehörden festgelegten Präventionsmassnahmen».

Kanadas Regierung fordert Reisende zu vorzeitiger Rückkehr auf

Die kanadische Regierung hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Kanadier zu einer vorzeitigen Rückkehr in ihr Heimatland aufgefordert. Kanadische Reisende sollten nach Kanada zurückkehren, solange dies noch möglich sei, schrieb Aussenminister François-Philippe Champagne am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Seine Ministerium verwies auf gestrichene Flüge und kurzfristig verhängte Reisebeschränkungen vieler Länder. Dies könne die Reisepläne kanadischer Reisender durcheinanderbringen und sie zu einem längeren Aufenthalt im Ausland zwingen.

Israel schliesst wegen Coronavirus Restaurants und Einkaufszentren

Auch Israel hat wegen der Coronavirus-Pandemie die Schliessung von Restaurants und Einkaufszentren angeordnet. Alle Freizeitaktivitäten müssten ab Sonntagmorgen unterbleiben, kündigte Regierungschef Benjamin Netanjahu in einer Fernsehansprache an.

Nach Angaben der Regierung werden neben Restaurants und Einkaufszentren auch Cafés, Hotel und Fitnessstudios geschlossen. Die bereits am Donnerstag beschlossene Schliessung von Schulen wird nun auch auf Kindergärten ausgeweitet.

 
Eine Frau am 12. März am Jaffa Gate, welches normalerweise voll von Touristen umgeben ist. (Bild: Keystone)

Verboten sind nun auch Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern. Allen Israelis wird geraten, einen Abstand von zwei Metern zueinander einzuhalten. Um die Aufenthaltsorte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen, will Netanjahu zudem die Nutzung von «Technologien» erlauben, die sonst «im Krieg gegen den Terror genutzt werden».

Coronavirus beeinträchtigt US-Wahlkampf – Vorwahlen verschoben

Die Ausbreitung des Coronavirus beeinträchtigt zunehmend den Wahlkampf vor der US-Präsidentschaftswahl im kommenden November: Im wichtigen US-Bundesstaat Georgia werden die für den 24. März geplanten Vorwahlen voraussichtlich auf den 19. Mai verschoben.

 
Das Coronavirus stellt sich auch den US-Wahlen in den Weg. (Bild: Keystone)

Das teilte der Leiter der Wahlbehörde, Brad Raffensperger, am Samstagabend (Ortszeit) mit. Der Bundesstaat Louisiana hatte bereits am Freitag mitgeteilt, Vorwahlen beider Parteien würden nun erst am 20. Juni stattfinden – statt wie geplant am 4. April.

US-Präsident Trump nicht mit Coronavirus infiziert

Bei US-Präsident Donald Trump ist der Test auf das Coronavirus negativ ausgefallen. «Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist», heisst es in einem Schreiben von Trumps Arzt, wie das Weisse Haus am Samstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Trump hatte sich unter wachsendem öffentlichen Druck auf das Coronavirus testen lassen. Er sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag im Weissen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen.

Trump war am vergangenen Wochenende beim Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

In China mehr importierte als im Inland entstandene Infektionen

In China ist die Zahl der Virusinfektionen bei Reisenden aus dem Ausland nach Freitag am auch Samstag höher ausgefallen als die Zahl der Ansteckungen durch Übertragungen im Inland.

Eine Arbeiterin in einer Farbik in Shenzhen. Wegen des Coronavirus tragen alle Schutzkleidung. (Bild: Keystone) 

Von den 20 Neuinfektionen seien 16 bei Menschen festgestellt worden, die aus dem Ausland kamen, teilte die Nationale Gesundheits-Kommission am Sonntag mit. Bei den übrigen vier Fällen gebe es keinen ausländischen Bezug. Sie seien alle in der Millionenstadt Wuhan registriert worden, dem Epizentrum der Pandemie.

Marokko setzt Flüge in 29 Länder aus – Schweiz betroffen

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus setzt Marokko bis auf Weiteres alle Flugverbindungen mit 29 Ländern aus. Betroffen ist auch die Schweiz, wie das Aussenministerium am Samstagabend mitteilte.

Gestrichen sind zudem die Flüge von und nach Österreich, Dänemark, Griechenland, Schweden, Norwegen, der Türkei, Libanon, Ägypten, Bahrain, der Arabischen Emirate, Oman, Jordanien, Tunesien, Senegal, Mauretanien, Niger, Mali, Tschad, Kanada und Brasilien.

Neue Corona-Fälle in Afrika

In Afrika sind weitere Fälle des neuen Coronavirus bekannt geworden. Während am Samstag ein Flugzeug mit 122 Südafrikanern aus der chinesischen Metropole Wuhan im Kap-Staat eintraf, gaben die Staaten Namibia, Ruanda und das Gebirgskönigreich Eswatini (ehemals Swasiland) ihre ersten Fälle bekannt.

Syrien verschiebt Parlamentswahl wegen Coronavirus-Pandemie

Syrien hat wegen der Coronavirus-Pandemie die für April geplante Parlamentswahl um gut fünf Wochen verschoben. Die Wahl werde nicht am 13. April, sondern erst am 20. Mai stattfinden, teilte das syrische Präsidialamt am Samstag in den Online-Netzwerken mit.

Litauens Regierung stellt Land für zwei Wochen unter Quarantäne

Im Kampf gegen die Ausbreitung das Coronavirus wird Litauens Regierung das gesamte Land für zwei Wochen unter Quarantäne stellen. Dies beschloss das Kabinett in Vilnius am Samstagabend. Die Massnahme gelte ab Montag und umfasst die Schliessung der Grenzen für Ausländer.

Auch sämtliche Geschäfte mit Ausnahmen von Apotheken und Lebensmittelmärkten müssen schliessen, öffentliche Veranstaltungen sind untersagt.

Erstes Coronavirus-Todesopfer in Slowenien

In Slowenien ist erstmals ein Mensch infolge einer Erkrankung durch das Coronavirus gestorben. Bei dem Opfer handelte es sich um einen älteren Mann mit mehreren Vorerkrankungen, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA am Samstag unter Berufung auf Krankenhauskreise berichtete.

Im kleinen EU-Land Slowenien mit etwas mehr als zwei Millionen Einwohnern waren vom Sars-CoV-2-Virus bis Samstagnachmittag 181 Menschen infiziert.

Fast 3800 Coronavirus-Fälle in Deutschland – Acht Tote

In Deutschland sind bis zum Samstagnachmittag nach Zählungen des Robert Koch-Instituts 3795 laborbestätigte Covid-19-Fälle registriert worden – 733 mehr als am Vortag. Acht Menschen seien bisher an der Krankheit gestorben, teilte das RKI am Abend auf seiner Internetseite mit.

 
Deutschland befindet sich in der Corona-Krise. (Bild: Keystone)

Die meisten Fälle (1154) meldete weiterhin das Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo vor allem der Landkreis Heinsberg betroffen ist. Aus Bayern wurden 681 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet, aus Baden-Württemberg 569.

Spanier ehren Ärzte mit landesweiter Ovation

Bewegende Aktion in Spanien in Zeiten von Coronavirus: Tausende Bürger gingen am späten Samstagabend an die Fenster oder auf die Balkone, um sich bei Ärzten, Sanitätern, Krankenpflegern und anderen Helfern mit einer nächtlichen Ovation zu bedanken.

In Madrid war der minutenlange, begeisterte Beifall und Rufe gegen 22 Uhr praktisch in der ganzen Stadt zu vernehmen. Auto- und Busfahrer veranstalten Hup-Konzerte. Der per Whatsapp und im Netz verbreitete Aufruf zu der Aktion wurde nach Medienberichten auch in vielen anderen Teilen des Landes befolgt.

Vor allem das Personal in Kliniken und Krankenhäusern behandelt die an Covid-19 erkrankten Menschen unter sehr schwierigen, oft dramatischen Bedingungen.

Coronavirus erreicht fast alle Länder Lateinamerikas

Das neuartige Coronavirus hat sich inzwischen auf 17 der 20 Länder Lateinamerikas ausgebreitet. Zuletzt wurden am Freitag in Venezuela, Guatemala und Uruguay erste Fälle bekannt.

Nur in den mittelamerikanischen Ländern Nicaragua und El Salvador sowie im Karibikstaat Haiti wurden bislang keine Infektionen bestätigt, wie aus Angaben der Behörden der jeweiligen Länder sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht.

Erster Corona-Toter in Dänemark – Grenzen geschlossen

In Dänemark ist am Samstag erstmals ein Patient im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie gestorben. Der 81-Jährige sei zunächst wegen anderer Krankheiten in eine Klinik gebracht worden, meldete die Kopenhagener Regionalregierung am Samstag. Dort wurde das Virus festgestellt und der Mann entsprechend isoliert.

Um eine Ausbreitung des Coronavirus in dem Land zu verhindern, hat Dänemark unterdessen seine Grenzen für Reisende aus anderen Ländern geschlossen.

 
Am 14. März schloss auch Dänemark seine Grenzen. (Bild: Keystone)

In den ersten Stunden nach der Schliessung der deutsch-dänischen Grenze haben dänische Grenzposten insgesamt 29 Menschen die Einreise aus Deutschland verweigert. Die Reisenden seien an drei Landübergängen gestoppt worden, teilte die Polizei in Südjütland am Samstag mit. An der Öresundbrücke an der Grenze zu Schweden wurden nach Angaben der Kopenhagener Polizei 13 Personen angehalten. Am Flughafen Kopenhagen wurden demnach keine Passagiere aufgehalten.

Spanien verhängt «Alarmzustand» – Bewegungsfreiheit eingeschränkt

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stellt die Regierung in Spanien das Land fast vollständig unter Quarantäne. Nur Wege zur Arbeit und für wirklich notwendige Besorgungen sind den Bürgern noch erlaubt, wie Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend mitteilte. Spanien ist mit über 6000 Fällen eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder der Welt.

Die Regierung Sánchez verhängte einen zweiwöchigen sogenannten Alarmzustand. Der Ministerrat der Links-Regierung erliess dazu am Samstag in Madrid ein entsprechendes Dekret. Es tritt am Montag um 8 Uhr morgens in Kraft.

Regierungschef Sánchez sprach von «drastischen Massnahmen». Der Alarmzustand sei für die längstmögliche Dauer von 15 Tagen ausgerufen worden, sagte der sozialistische Politiker. Eine Verlängerung müsste vom Parlament in Madrid genehmigt werden. (sda)

Auch Winter-EM für die UEFA ein Thema

Für die UEFA ist nach Informationen der britischen Zeitung «Telegraph» die Verlegung der EM-Endrunde in den Winter eine Möglichkeit. Mit einer Austragung im Dezember 2020 könnten die Klubwettbewerbe im Sommer noch zu Ende gespielt werden. Es wird erwartet, dass die UEFA angesichts der Ausbreitung des Coronavirus am Dienstag Varianten für die EM-Endrunde einbringt. Dass die EM angesichts der Pandemie in zwölf Ländern am 12. Juni beginnt, erscheint unwahrscheinlich.

Die erste Möglichkeit wäre das Verlegen in den Sommer 2021. Dadurch würde das Turnier aber mit der reformierten Klub-WM kollidieren. Deshalb käme wohl auch der FIFA ein EM-Turnier im Winter gelegen. Es wäre zugleich ein Testlauf für die «Winter-WM» 2022 in Katar. (sda)

(Bild: Keystone)
Zahl der Toten in Italien um 175 auf 1441 gestiegen

Trotz drakonischer Vorbeugungsmassnahmen nimmt die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien weiterhin zu. Am Samstag wurden 175 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Opfer seit Beginn der Epidemie am 21. Februar auf 1441, wie der Zivilschutz am Samstag in Rom mitteilte.

Der Anstieg bei der Zahl der Todesopfer war niedriger als am Freitag, als sie um 250 Personen gestiegen war. Die Infektionen kletterten um 2795 auf 17’750 Fälle. 1518 Personen liegen auf der Intensivstation. 1966 Personen sind inzwischen genesen. (sda)

(Bild: Keystone)
Frankreich schliesst wegen Coronavirus Restaurants und Läden

Frankreich schliesst im Kampf gegen das Coronavirus alle Restaurants, Läden und Bars. Apotheken und Lebensmittelgeschäfte oder Banken sollen aber geöffnet bleiben, kündigte Premier Édouard Philippe am Samstagabend an. Allerdings sollen ab Mitternacht alle nicht für das Leben notwendigen öffentlichen Orte schliessen.

Philippe begründete dies mit dem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle im Land. Die bisherigen Massnahmen seien offensichtlich nicht ausreichend gewesen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden zählte Frankreich am Samstag 4500 Fälle, am Vortag waren es noch 3661. Es seien 91 Tote zu verzeichnen. (sda)

Tessin greift noch drastischer durch

Der Tessiner Staatsrat verfügt weitere Massnahmen gegen das Coronavirus: Restaurants, Bars und Geschäfte müssen ab Samstagmitternacht schliessen.

Demnach müssen alle öffentlichen Lokale – Restaurants, Pubs, Hotels, Tankstellensnacks – geschlossen werden. Alle Geschäfte müssen schliessen – auch Coiffeur- und Schönheitssalons. Die Verwaltung wird ab Montag auf ein Minimum heruntergefahren. Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen dürfen geöffnet bleiben. Auch Post- und Bankschalter werden nicht geschlossen. Mensen in Altersheimen können ebenfalls weiterhin Mahlzeiten austeilen.

Mit diesen Massnahmen gleicht sich die Situation im Tessin immer weiter derjenigen von Italien an. Auf ein allgemeines Ausgehverbot wurde bisher verzichtet.

Im Tessin kommt das öffentliche Leben praktisch zum Stillstand. (Bild: Keystone)
Huggel darf nicht mehr Ski fahren

Ex-FCB-Spieler Beni Huggel aus Münchenstein spricht seinen Followern auf Instagram angesichts der Corona-Krise Mut zu: «Wir Schweizer müssen die Sachen, die der Bundesrat vorgibt, möglichst gut umsetzen, damit wir das schnell in den Griff kriegen und im Jahr 2020 auch noch über etwas anderes reden können als Corona.»

Huggel wurde vom Bundesrats-Entscheid, dass sämtliche Skigebiete schliessen müssen, auf dem falschen Fuss erwischt: «Eigentlich wollte ich heute Skifahren gehen …» Nun mussten Huggel und seine Frau alternative Wege gehen. «Wir waren heute langlaufen», so Huggel. Der Promi nimmt die Corona-Krise sehr ernst und appelliert an seine Follower, dies ebenfalls zu tun.

Trump weitet US-Einreisestopp auf Grossbritannien und Irland aus

US-Präsident Donald Trump weitet den 30-tägigen Einreisestopp für Reisende aus weiten Teilen Europas wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Grossbritannien und Irland aus. Das kündigte Trump am Samstag an einer Pressekonferenz im Weissen Haus an. Vizepräsident Mike Pence ergänzte, die Massnahme trete um Mitternacht von Montag auf Dienstag in Kraft. (sda)

Rumänien ruft wegen Coronavirus Notstand aus

Angesichts der Ausbreitung des neuen Corona-Virus in Rumänien hat Staatspräsident Klaus Iohannis am Samstag den Notstand ausgerufen, der ab Montag gelten soll. Bis Samstagabend stieg die Zahl der nachweislich Infizierten auf 109 – um sieben Fälle mehr als am Samstagmorgen.

Der Notstand gibt den Behörden die rechtliche Grundlage für Massnahmen, die Grundrechte beschränken, wie etwa temporäre Schliessung der Grenzen, Fahrverbote, Einschränkung der Pressefreiheit. Konkrete Pläne hierzu wurden bisher nicht bekannt.

Davon unabhängig haben die Behörden am Samstag bereits verschärfte Vorsichtsmassnahmen verfügt: Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 Teilnehmern wurden untersagt und die Hygienemassnahmen beim Zugang zu Spitälern verschärft. Corona-Patienten erhielten Priorität bei der Aufnahme.

Seit Auftreten der ersten Corona-Fälle in Rumänien kommen Einreisende aus den Risikogebieten im Ausland grundsätzlich für 14 Tage in Quarantäne, unabhängig davon, ob sie sichtbare Krankheitssymptome haben. (sda)

Trump hat sich auf Coronavirus testen lassen

US-Präsident Donald Trump hat sich unter wachsendem Druck auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte an einer Medienkonferenz am Samstag im Weissen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Ein Ergebnis werde erst ein oder zwei Tage nach dem Test vorliegen.

Trump war am vergangenen Wochenende mit einem Mitglied einer brasilianischen Delegation in Kontakt, das US-Medienberichten zufolge mit Trump für ein Foto posierte und das später positiv auf das Virus getestet wurde. (sda)

(Bild: Keystone)
Armee setzt Rekrutierung in der ganzen Schweiz aus

Die Schweizer Armee sistiert angesichts der Ausbreitung des Coronavirus bis auf Weiteres die Rekrutierung. Allein Anfang nächster Woche hätten rund 500 Jugendliche zur Rekrutierung antreten müssen.

Sie müssen nun nicht einrücken und werden einen neuen Marschbefehl erhalten, wie die Armee am Samstag mitteilte. Das Gleiche gilt für die anderen aufgebotenen stellungspflichtigen Jugendlichen, die im Verlauf der nächsten Wochen zur Rekrutierung aufgeboten sind, wie Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage sagte.

 
(Symbolbild: Keystone)

Der diesbezügliche Marschbefehl müsse nicht befolgt werden. Sobald es die Lage zulasse, würden die Stellungspflichtigen wieder mit einem neuen Marschbefehl aufgeboten.

Die Massnahme erfolge zum Schutz der Stellungspflichtigen und des Personals der sechs Rekrutierungszentren. Gleichzeitig erlaube sie es, das medizinische Fachpersonal der Rekrutierung zu Gunsten der Armee und des zivilen Gesundheitswesens einzusetzen.

Ferrari schliesst wegen Corona seine beiden Werke

Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari schliesst wegen des Coronavirus-Ausbruchs für zwei Wochen seine beiden Werke. Das Unternehmen hatte ursprünglich versucht, die Fabriken am Laufen zu halten, doch nun liessen «die ersten ernsthaften Probleme in der Lieferkette» eine weitere Produktion nicht mehr zu, teilte Ferrari in einer Erklärung am Samstag mit.

Die Werke in Maranello und Modena würden daher bis zum 27. März geschlossen bleiben. Auch die für die Formel-1 zuständige Scuderia Ferrari habe den Betrieb eingestellt.

Bund zufrieden mit neuen Grenzkontrollen im Süden

Die vom Bundesrat am Freitag beschlossene vorübergehende Wiedereinführung von Schengen-Grenzkontrollen hat bisher gut funktioniert. So lautete am Samstag eine erste Bilanz des Direktors der Eidgenössischen Zollverwaltung (EVZ), Christian Bock, in Chiasso TI.

Christian Bock stellte sich am Samstag den Fragen der Pressevertreter. (Bild: Keystone)
Italien stellt Nachtzüge ein

Italien stellt ab Samstag die Nachtzüge ein. Auf der Nord-Süd-Achse werden keine Züge mehr verkehren, teilte das italienische Verkehrsministerium am Samstag mit. Italien hat diese Woche ein Reiseverbot verhängt.

Nachdem ein Grossteil der Flughäfen geschlossen wurden, bleibt die Bahn der einzige Weg, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Süden des Landes zu erreichen. Hunderte Menschen stürmten am Samstag die Züge von Mailand in Richtung Süden.

Corona Flash vom 14. März, 16 Uhr
7000 Italiener wegen Verstoss gegen Quarantäne angezeigt

In Italien wird die Einhaltung der Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus streng kontrolliert. Allein am Freitag wurden 6942 Personen angezeigt.

In der Quarantäne dürfen Italiener nur aus beruflichen, oder dringenden Gründen auf die Strassen, oder um kurze Einkäufe zu erledigen. (Bild: Keystone)
Desinfektion kein Ersatz für Händewaschen

Laut einem Bericht des Online-Magazins Business Insider würde die Benutzung von Desinfektionsmitteln bezüglich dem Verschmutzungsgrad weniger effektiv sein, als das Händewaschen und sollte daher nicht als Ersatz gesehen werden.

Auch könne man durch Händewaschen – wann immer möglich – die momentan knappen Desinfektionsmittel sparen.

Im Netz kursieren derzeit Fotos von Händen, die im ungewaschenen und gewaschenen Zustand miteinander verglichen werden. Mithilfe von UV-Licht und einer speziellen Creme werden die Verschmutzungen dabei sichtbar gemacht. Die Vergleiche sind eindrucksvoll. Auch die Mutter von US-Schauspielerin Kristen Bell («Twilight») hat ihre Hände so fotografieren lassen, wie sie ihre Follower auf Twitter wissen lässt:

Klimaaktivisten wollen Corona-Risikogruppen helfen

Die Klimaaktivisten müssen wegen der Coronavirus-Epidemie über die Bücher. Ihre ab Sonntag geplanten Klima-Versammlungen werden teils im Umfang reduziert oder abgesagt. Die Durchführung des für den 15. Mai geplanten landesweiten Schülerstreiks ist ungewiss. Die Aktivisten wollen nun den Corona-Risikogruppen helfen.

«Unsere Treffen werden wir in den nächsten Tagen und Wochen auf digitale Kanäle verlegen, wenn dies möglich ist», teilte Klimastreik Schweiz am Samstag mit. Alle Veranstaltungen, an denen über 100 Leute zu erwarten seien, würden gemäss den neuen Vorschriften des Bundes abgesagt. Der Klimastreik in Basel etwa teilte mit, dass eine für den 24. April geplante Demonstration abgesagt werde.

Die Schweizer Klimaaktivisten richteten eine neue Webseite ein, wo streikende Risikogruppen der Pandemie ihre Hilfe anbieten könnten, etwa beim Kinderhüten oder für Einkäufe. Sowohl bei der Corona-Pandemie wie auch in der Klimakrise brauche es eine Generationensolidarität, heisst es in der Mitteilung.

Innerrhoden meldet erste Coronavirus-Fälle

Nun hat auch der Kanton Appenzell-Innerrhoden seine ersten Coronavirus-Fälle. Betroffen sind ein 59-jähriger Mann und eine 57-jährige Frau, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons am Samstag mitteilte. Damit ist das Virus nun in allen Kantonen der Schweiz nachgewiesen.

Die beiden Infizierten zeigten grippale Symptome. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Eine Hospitalisation sei nicht notwendig. Die beiden Personen müssten zehn Tage zu Hause bleiben und möglichst den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Nach dem Abklingen der Symptome müssten sie weitere 48 Stunden zu Hause bleiben: Sie hätten Verhaltensinstruktoren erhalten. Das gleiche gelte für die engen Kontaktpersonen, die identifiziert würden.

Spanien plant Ausgangssperre

Nach Italien plant auch Spanien wegen der Coronavirus-Pandemie laut einem Entwurf für ein Dekret eine landesweite Ausgangssperre. Die Regierung weist die Bevölkerung an, zu Hause zu bleiben, wie aus dem Dokument hervorgeht, das Reuters am Samstag einsehen konnte.

Ausnahmen seien nur Notfälle oder wenn die Menschen Lebensmittel und Medikamente einkaufen beziehungsweise zur Arbeit müssten. Zuvor hatten bereits mehrere spanische Zeitungen über die Pläne berichtet.

In Spanien kommt das öffentliche Leben langsam aber sicher zum Erliegen. (Bild: Keystone)
«Niemand will uns testen – das ist ein Witz!»

Trotz eindeutiger Symptome werden in der Schweiz aktuell nur die wenigsten auf das Coronavirus getestet. Experten kritisieren das scharf.

Der Epidemiologe Marcel Salathé kritisiert, die Schweiz würde zu wenig testen. (Bild: Keystone)
Berset untersagt unterschiedlichen Interpretationen der Skigebiete

Die Aussage des Bundesrats zur Schliessung der Skigebiete wegen des Coronavirus ist von den Bergbahnen zunächst unterschiedlich interpretiert worden. Einige blieben offen. Nach einem Machtwort von Bundesrat Alain Berset krochen sie am Samstag zu Kreuze.

Corona Flash vom 14. März, 14 Uhr
Italien stoppt Touristen in Badeortschaften

In Norditalien sind die Kontrollen verschärft worden. Unzählige Autofahrer aus den Grenzregionen, die ihre Ferienwohnungen an der ligurischen Riviera erreichen wollten, wurden am Samstag aufgehalten und angezeigt.

Die ligurische Riviera-Ortschaft Bordighera schloss den Zugang zu den Stränden. 40 Personen wurden in der Hafenstadt Genua angezeigt, weil sie sich von ihrer Wohnung entfernt hatten und sich ohne dringenden Grund auf der Strasse aufhielten.

Inzwischen bestürmten mehrere Menschen am Samstag die Züge von Mailand in Richtung Süden. Nachdem ein Grossteil der Flughäfen geschlossen wurden, bleibt die Bahn der einzige Weg, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Süden des Landes zu erreichen.

Luzern schliesst als erstes Korps Polizeiposten wegen Virus

Die Luzerner Polizei schliesst zum Schutz ihrer Beamten vor dem Coronavirus ab Montag eine Reihe von kleineren Polizeiposten. Damit sollen der direkte Kontakt mit Kunden und die Infektionsgefahr reduziert werden. Luzern ist das erste Korps im Land, das eine solche Massnahme ankündigte.

Insgesamt gehen 23 Posten vorübergehend zu, wie die Luzerner Polizei am Samstag mitteilte. Die Sicherheit bleibe aber gewährleistet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Beamten aus den geschlossenen Posten sollen an anderer Stelle eingesetzt werden.

Fälle von Coronavirus-Erkrankungen gebe es bei der Luzerner Polizei bisher nicht.

Ein Polizeiposten in Luzern. (Symbolbild: Keystone)

Betroffen von dieser Massnahme sind die Polizeiposten Adligenswil, Beromünster, Dagmersellen, Entlebuch, Eschenbach, Escholzmatt, Hitzkirch, Luzern Bahnhof, Luzern Reussbühl, Malters, Meggen, Pfaffnau, Reiden, Root, Rothenburg, Ruswil, Schötz, Sempach, Sörenberg, Triengen, Weggis, Wolhusen, Zell. Die Hauptposten werden weiter geöffnet bleiben.

Hohe Bussen für Party-Gänger

In Bars und Clubs dürfen sich wegen der Corona-Krise nur 50 Personen aufhalten. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Busse über 5000 Franken.

Partygänger sich während der Corona-Krise auf andere Aktivitäten ausweichen. (Symbolbild: Keystone)
Hamsterkäufe in Lebensmittelläden – Detailhändler beruhigen

In Einkaufsgeschäften ist es nach den neuen Massnahmen des Bundesrats gegen die Coronavirus-Epidemie zu Hamsterkäufen gekommen. Menschen standen in mehreren Städten vor teils leergekauften Regalen. Die Detailländler versicheren jetzt, es bestünde kein Engpass.

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Tokio-Gouverneurin versprach gründliche Fackellauf-Massnahmen

Yuriko Koike, die Gouverneurin von Tokio, hat für den am 26. März in Japan beginnenden Olympia-Fackellauf sorgfältige Massnahmen gegen das Coronavirus versprochen.

Zudem betonte Koike am Samstag, dass die Vorbereitungen für «geschützte und sichere» Sommerspiele in Tokio weiter wie geplant vorangehen würden.

In Griechenland war der Fackellauf am Freitag einen Tag nach der Entfachung des Olympischen Feuers abgebrochen worden, weil sich trotz der wegen der Corona-Krise geltenden Verbote in der Kleinstadt Sparta zahlreiche Schaulustige in den Strassen eingefunden hatten. Die Übergabe des Feuers an die japanischen Olympia-Gastgeber soll am 19. März in Athen stattfinden.

Bundesligist Paderborn in partieller Quarantäne

Nach dem positiven Coronavirus-Test bei seinem Profi Luca Kilian hat der deutsche Bundesligist SC Paderborn am Samstag Teile seiner Mannschaft für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt.

Zuvor hatte der Teamarzt insgesamt 45 Tests auf das Virus bei Spielern und Betreuern durchgeführt, wie das aktuelle Tabellenschlusslicht am Samstag mitteilte.

Paderborn ist der erste deutsche Bundesligist, der zu dieser Massnahme greifen muss. In der 2. deutschen Bundesliga war dies bereits bei Hannover 96 und beim 1. FC Nürnberg geschehen.

Corona Flash vom 14. März, 12 Uhr
Trump bekommt Ellbogen statt Hand gereicht

Während einer Pressekonferenz in Washington reichte US-Präsident Donald Trump mehreren Beteiligten die Hand. Als er schliesslich auch dem Vize-Chef des Gesundheitsdienstleisters LHC Group, Bruce Greenstein, die Hand schütteln möchte, reicht der ihm stattdessen seinen Ellbogen.

Trump bekommt den Ellbogen gereicht – und bietet seinen ebenfalls an. (Bild: Keystone)

Derweil hat die satirische «The Daily Show» ein Video gepostet, das Trump und die Anwesenden während der gleichen Pressekonferenz zeigt, wie sie einander die Hände schütteln und das Mikrofon anfassen und adjustieren. Dabei könnte das Virus verbreitet werden.

Aus dem Off hört man Trump erzählen, dass es jetzt wichtig ist, sich gegen das Virus zu schützen.

180 neue Coronavirus-Ansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz ist die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, weiter angestiegen. Am Samstagmorgen lagen 1189 bestätigte Fälle vor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Das waren 180 Menschen mehr als gegenüber dem Vortag.

Insgesamt wurden 1359 Menschen positiv getestet, vier davon im Fürstentum Liechtenstein. Bei 170 Fällen lag ein erstes positives Resultat vor, eine Bestätigung stand zunächst noch aus.

Bislang lagen Meldungen zur Erkrankten aus allen Kantonen ausser Appenzell Innerrhoden vor. Laut den jüngsten Zahlen handelt es sich in 52 Prozent der Fälle um Männer, 48 Prozent waren Frauen. Bislang starben insgesamt 13 Menschen an der Krankheit Covid-19.

Zwei weitere Corona-Opfer im Tessin

Im Tessin sind seit Freitagmittag zwei weitere Menschen aufgrund einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie der Führungsstab am Samstag mitteilte, handelt es sich um ältere Patienten aus der Risikogruppe. Damit sind landesweit 13 Tote zu beklagen.

Bei beiden Toten im Tessin handelte es sich um ältere Menschen aus der Risikogruppe. Zudem litten sie an Vorerkrankungen. Mit ihnen steigt die Opferbilanz allein im Tessin auf fünf. Der Südkanton ist damit der Kanton mit den bisher meisten Opfern.

Wie der Führungsstab weiter mitteilte, kamen seit Freitag 54 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus hinzu, so dass das Total auf 265 Infektionen steigt.

Belgien legt öffentliches Leben weitgehend lahm

In Belgien sind seit Samstag drastische Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft, um die Ausbreitung der neuen Krankheit Covid-19 zu bremsen. Alle Cafés, Restaurants und Diskotheken bleiben mindestens bis zum 3. April geschlossen ebenso wie die Schulen. Alle Sport- und Kulturveranstaltungen sind abgesagt. Lebensmittelläden und Apotheken bleiben aber zu üblichen Zeiten offen.

 
Auch in Belgien kam es zu Hamsterkäufen, obwohl Supermärkte verkündeten, es käme nicht zu Engpässen. (Bild: Keystone)

Trotzdem gab es nach der Ankündigung der Massnahmen am späten Donnerstagabend einen Ansturm auf Supermärkte und Hamsterkäufe. Fernsehbilder zeigten lange Kundenschlangen und leer gefegte Regale. Bereits am Donnerstag hatten Belgiens Einzelhändler 40 Prozent mehr Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs wie Seife und Toilettenpapier verkauft. Die Supermarktkette Colruyt versuchte zu beruhigen: Es gebe keine Knappheit.

Russland schliesst Grenzen zu Polen und Norwegen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schliesst Russland seine Grenzen zu Polen und Norwegen. Das Verbot trete in der Nacht zum Sonntag in Kraft und gelte für alle Ausländer, die aus privaten, beruflichen, touristischen oder Studiengründen reisen, erklärte die Regierung in Moskau am Samstag.

Ausgenommen seien lediglich Bürger Weissrusslands, Mitglieder offizieller Delegationen und Menschen, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Russland haben.

Musik auf Balkonen gegen Viruskrise in Italien

Jeder für sich, aber alle zusammen: Millionen Italiener müssen wegen des Coronavirus zuhause bleiben – aber auf Balkonen musizieren dürfen sie noch.

Die Italiener musizieren zur gegenseitigen Aufmunterung in der Corona-Krise. (Video: Youtube)

Nordmazedonische Ortschaften abgeriegelt – Erste Fälle im Kosovo

Zwei nordmazedonische Ortschaften im Westen des Landes – Debar und das naheliegende Centar Zupa – sind am Freitagnachmittag von der Aussenwelt abgeriegelt worden, nachdem elf von insgesamt landesweit zwölf Krankheitsfällen dort registriert wurden. Präsident Stevo Pendarovski ordnete den Einsatz von Streitkräften zur Abriegelung der Region an.

Debar liegt im Westen Nordmazedoniens. (Screenshot: Google Maps)

Im Kosovo wurden unterdessen die beiden ersten Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Gemeinden Klina und Vitina, woher die Kranken stammen, befinden sich bereits in Isolation. Die Regierung hat am Freitagabend beschlossen, alle Grenzübergänge zu schliessen. Für kosovarische Staatsbürger gilt die Sperre nicht. Ab Montag wird in Pristina der Luftverkehr vorläufig eingestellt, teilte die Regierung weiter mit. Ausgenommen sind KFOR- und medizinische Flüge, meldeten Medien.

Apple schliesst alle Läden ausserhalb Chinas für zwei Wochen

Apple schliesst wegen der Coronavirus-Ausbreitung alle seine Läden ausserhalb Chinas für zwei Wochen. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, erklärte Firmenchef Tim Cook am Samstag.

Der iPhone-Konzern hat ausserhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte, in den vergangenen Tagen hatte Apple bereits die Stores in Italien dichtgemacht.

 
Ein Jugendlicher in einem Apple-Store im Februar 2020 im Wallis. (Symbolbild: Keystone)

Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schliessungen alle wieder geöffnet. Die Coronavirus-Krise hatte in den vergangenen Wochen auch die iPhone-Produktion beeinträchtigt.

Schifffahrt auf dem Bielersee eingestellt

Die Schifffahrt auf dem Bielersee ist wegen des Coronavirus bis am 2. Mai eingestellt. Wie die Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft am Samstag mitteilte, setzt sie damit die Weisungen des Bundes um. Themen-, Touristen- und Gruppenfahrten sind gestrichen.

Die Kursschiffe verkehren sowieso erst ab dem 2. Mai wieder. Die Gesellschaft erstattet den Preis für bereits bezahlte Fahrten zurück. Die betroffenen Gäste werden per E-Mail informiert.

Die Bielersee-Schifffahrt verbindet Solothurn über den Bieler-, Neuenburger- und Murtensee mit Murten. Sie befährt damit den längsten Wasserweg der Schweiz.

Reisebeschränkungen haben Virus-Verbreitung verlangsamt

Die nach dem Ausbruch des Coronavirus in China vorgenommenen Reisebeschränkungen haben den Export von Fällen ins Ausland einer Studie zufolge bis Mitte Februar um rund 70 Prozent verringert.

Ohne diese Reisebeschränkungen wären bis zum 15. Februar 779 Sars-CoV-2-Fälle exportiert worden, schreiben die Autoren um Alison Galvani von der US-Universität Yale in der am Freitag (Ortszeit) im Fachjournal «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlichten Studie.

Die Reisebeschränkungen führten zur Verlangsamung der Verbreitung des Coronavirus. (Symbolbild: Keystone)

Reisebeschränkungen und Einreisekontrollen hätten die Ausbreitung des neuartigen Erregers verlangsamt, schreiben die Forscher. Alleine könnten sie so einen Ausbruch aber nicht eindämmen – beispielsweise weil viele Infizierte bei der Einreise in ein anderes Land keine Symptome gezeigt hätten.

Schweizer Armee im Corona-Dienst

Am Montag gilt für das Spitalbataillon 5 der Schweizer-Armee Coronavirus-Dienst. Ein Dienst zur Sicherheit und dem Schutz von allen.

Sterberate in Italien unter Männern höher

Das Coronavirus trifft in Italien Männer stärker als Frauen. Laut den jüngsten Angaben der Gesundheitsbehörden sind lediglich 25,6 Prozent der 1266 Todesopfer in Italien Frauen. Die Sterberate – die Zahl der Todesopfer bezogen auf die Gesamtzahl der Infizierten – beträgt in Italien durchschnittlich 5,8 Prozent. Sie liegt bei Männern jedoch bei 7,2 Prozent, bei Frauen bei 4,1 Prozent.

Die am Coronavirus gestorbenen Frauen sind älter als die Männer. Sie waren durchschnittlich 84,2 Jahre alt, bei den männlichen Todesopfern liegt das Durchschnittsalter bei 80,3 Jahren, geht aus Angaben von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut hervor. Nur bei Patienten über 90 Jahren ist die Sterberate unter den Frauen höher als bei den Männern.

Lediglich zwei Covid-19-Todesopfer in Italien waren jünger als 40 Jahre. Dabei handelt es sich um Personen, die bereits vor der Infektion an schweren Krankheiten litten.

Immunantwort, Immungedächtnis und Lebensstil

Frauen seien besser darin, Viren zu bekämpfen, vermuten die Ärzte. Auch die Immunantwort nach Impfungen ist im Vergleich zu Männern erhöht. Gleiches gilt für das sogenannte Immungedächtnis, das den Körper nach einer überstandenen Infektion vor einer erneuten Ansteckung schützt.

Neben dem Immunsystem könnte aber auch der unterschiedliche Lebensstil eine Rolle im Verlauf der Lungenkrankheit spielen, vermuten Experten.

Golden State spendet eine Million Dollar an Hallen-Personal

Während die Stars in Nordamerika wegen Meisterschafts-Unterbrechungen keine finanziellen Sorgen plagen, sieht das zum Beispiel beim Hallen-Personal ganz anders aus.

Die NBA zeigt Solidarität mit den Angestellten in den Arenen – aber nicht nur sie. Die Golden State Warriors wollen die Mitarbeiter in ihrer Halle mit einer üppigen Spende unterstützen. Den Angestellten soll mit einer Million Dollar geholfen werden.

Der Besitzer des Basketball-Vereins, die Spieler und die Trainer bringen diese Summe angesichts der Ausbreitung des Coronavirus gemeinsam für das Personal auf.

Stephen Curry spendet in der Corona-Krise an Bedürftige. (Quelle: Twitter)

Die Warriors beschäftigen nach eigenen Angaben bei jedem Heimspiel mehr als 1000 Menschen in verschiedenen Teilzeitpositionen, von Personal an den Essständen bis zum Sicherheitspersonal. «Als Spieler wollten wir gemeinsam mit dem Besitzer und den Trainern etwas tun, um den Kummer in dieser Zeit zu lindern», sagte Stephen Curry, das Aushängeschild des NBA-Teams.

FIFA empfiehlt Verschiebung der März- und April-Spiele

Der Weltfussball-Verband FIFA empfiehlt aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus, alle für März und April angesetzten Länderspiele zu verschieben.

Zudem teilte die FIFA mit, dass Klubs in diesen beiden Monaten ihre Spieler nicht für Nationalteams abstellen müssen.

NBA-Teams drohen hohe Millionenverluste

Die Teams der National Basketball Association (NBA) müssen wegen der Coronavirus-Pandemie mit hohen Millionenverlusten rechnen.

Laut übereinstimmenden Berechnungen der Sportnachrichten-Website «Yahoo Sports», des Wirtschaftsmagazins «Forbes» und der US-Sport-Website «The Athletic» kostet jedes nicht ausgetragene Heimspiel ein Team 1,9 Millionen Dollar an Einnahmen.

 
Aktuell pausiert die NBA für mindestens 30 Tage. (Bild: Keystone)

In Summe wären das bis Ende März rund 275 Millionen Dollar. Sollte die komplette restliche Saison ausfallen, dann würde dieser Betrag auf knapp eine halbe Milliarde Dollar ansteigen – in dieser Zahl sind jedoch noch nicht die Playoffs, die ab 18. April beginnen hätten sollen, berücksichtigt. Diese entgangenen Einnahmen hätten auch Auswirkungen auf den «salary cap», die Gehaltsobergrenze pro Team, die aktuell bei 109,14 Millionen Dollar liegt.

Neuseeland verordnet Einreisenden zweiwöchige Quarantäne

Wer in Neuseeland einreist, muss sich ab Sonntag 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Samstag an, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Nur Reisende, die von den Pazifischen Inseln kommen, sind davon ausgenommen.

 
Jacinda Ardern an einer Pressekonferenz zum Coronavirus. (Bild: Keystone)

Ardern rief zugleich ihre Landsleute auf, alle nicht notwendigen Reisen nach Übersee zu unterlassen. Kreuzfahrtschiffe dürften bis zum 30. Juni nicht in neuseeländischen Häfen anlegen. Neuseeland hat bisher sechs bestätigte Fälle der Covid-19-Erkrankung.

Uruguay schliesst Grenzen für Reisende aus «Risikoländern»

Uruguay schliesst wegen der Coronavirus-Pandemie seine Grenzen für Reisende aus «Risikoländern». Präsident Luis Lacalle Pou kündigte am Freitag an, Reisende aus neun «Risikoländern» für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen.

Betroffen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salinas Reisende aus China, Südkorea, Japan, Singapur, Iran, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland.

Die Regierung in Montevideo hatte zuvor die ersten vier Coronavirus-Fälle in Uruguay bestätigt. Sie rief den Gesundheitsnotstand aus, verhängte ein Anlandeverbot für Kreuzfahrtschiffe und sagte öffentliche Veranstaltungen ab.

Venezulaner überqueren die Grenze nach Kolumbien mit Atemschutzmasken. (Bild: Keystone)

Auch Kolumbien kündigte Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und Asien an, die zunächst zwei Wochen lang gelten sollen. Die Grenze zum Nachbarland Venezuela wird komplett abgeriegelt, wie Kolumbiens Präsident Iván Duque ankündigte. «Wir verstärken den Schutz unseren Landes und wir gehen einen Schritt voran, um diese Pandemie zu bekämpfen», sagte er im Präsidentenpalast in Bogotá.

Zahl neuer Coronavirus-Fälle in China bleibt niedrig

Mit nur elf neu nachgewiesenen Fällen bleibt die Zahl der neuen Coronavirus-Erkrankungen in China weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Wie aus am Samstag von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Daten hervorging, wurden damit landesweit drei Fälle mehr als am Vortag registriert.

Schon seit Tagen liegt die Zahl der Neuinfektionen jedoch im unteren zweistelligen Bereich. 13 weitere Menschen kamen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben, wie die Kommission ferner mitteilte.

Kambodscha untersagt Einreise aus europäischen Staaten und USA

Kambodscha untersagt Bürgern aus Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und den USA ab Dienstag für 30 Tage die Einreise, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

Lufthansa setzt Dividende aus

Die Lufthansa-Aktionäre bekommen für das vergangene Geschäftsjahr wegen des Coronavirus keine Ausschüttung. Das erklärte der Dax-Konzern am Freitagabend. So will die Lufthansa sicherstellen, in der Krise liquide zu bleiben.

Der Coronavirus verhagelt dem Dax-Konzern die Nachfrage. So lagen in der vergangenen Woche die Neubuchungen bei den Konzernairlines rund 50 Prozent niedriger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus verzeichnen die Fluglinien eine deutlich steigende Anzahl von Flugstornierungen.

Die Lufthansa reagiert in puncto Flugtickets kulant. (Quelle: Twitter)

Die Lufthansa reagiert, indem sie das Flugprogramm in den kommenden Wochen weiter um bis zu 70 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung reduziert. «Ausserdem senkt der Konzern Sach- und Projektkosten, beabsichtigt Kurzarbeit einzuführen und verhandelt über die Verschiebung geplanter Investitionen.» Trotzdem erwartet der Konzern einen Betriebsgewinn weit unter Vorjahr.

Ausländer für Corona-Ausbreitung in Ungarn verantwortlich

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban sieht in der Einwanderung den Hauptgrund für die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in seinem Land.

Auf die Frage, warum Ungarn die Universitäten, aber nicht die Schulen schliesse, sagte Orban am Freitag in einem Radio-Interview, weil es an den Hochschulen «viele Ausländer gibt». Die Erfahrung sei, dass vor allem Ausländer die Krankheit eingeschleppt hätten und diese sich unter Ausländern ausbreite.

 
Ministerpräsident Viktor Orban. (Archivbild: Keystone)

Ungarn kämpfe einen «Zwei-Fronten-Krieg» gegen die Einwanderung und das Coronavirus, sagte Orban. «Es gibt eine logische Verbindung zwischen beiden, da sich beide durch Bewegung ausbreiten.»

US-Einreisestopp in Kraft

Der von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisestopp für Menschen aus weiten Teilen Kontinentaleuropas ist in Kraft getreten. Die Massnahme gilt seit 23.59 Uhr am Freitag (4.59 Uhr MEZ am Samstag) für Menschen aus dem Schengen-Raum .

 
Ab Samstag reduzieren die USA die Einreise stark. (Bild Flughafen Boston: Keystone)

Betroffen sind damit 26 europäische Staaten umfasst, darunter die Schweiz, Deutschland und Österreich. Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus in den USA eingeschränkt werden.

KLM streicht bis zu 2000 Jobs und bittet Niederlande um Hilfe

Die Fluggesellschaft KLM streicht bis zu 2000 ihrer 35’000 Arbeitsplätze. Das niederländische Tochterunternehmen von Air-France-KLM begründete den Schritt am Freitag mit Geschäftseinbussen durch den Coronavirus-Ausbruch.

KLM-Chef Pieter Elbers erklärte, die Arbeitszeiten für sämtliche Mitarbeiter würden um ein Drittel verkürzt. Im zweiten Quartal könnten 30 bis 40 Prozent aller Flüge annulliert werden. Vielleicht sei diese Prognose aber auch noch zu optimistisch. «Es könnte zu einem Szenario wie in Italien kommen, wo das gesamte System stillgelegt wird.»

Ein Flugzeug der Gesellschaft KLM im Februar am Genfer Flughafen. (Archivbild: Keystone)

KLM kündigte an, die niederländische Regierung um Hilfe zu bitten. Ministerpräsident Mark Rutte hatte zuvor Unterstützung angeboten.

Tschechien kontrolliert Grenze – Schweizer bleiben draussen

Tschechien hat um Mitternacht in der Nacht zu Samstag die festen Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich wiedereingeführt. Grund ist die Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus.

Deutsche, Österreicher, Schweizer und Bürger weiterer zwölf Risikostaaten dürfen nicht mehr in den EU-Mitgliedstaat einreisen und werden abgewiesen. Tschechen dürfen nicht nach Deutschland und Österreich ausreisen.

Ausnahmen gelten nur für Deutsche mit Wohnsitz in Tschechien sowie Berufspendler in einem Streifen von 100 Kilometern Tiefe beiderseits der Grenze. Ab Montag wird der Einreisestopp auf alle Ausländer ausgeweitet.

Internationaler Reiseverkehr eingestellt

Die tschechische Staatsbahn Ceske Drahy stellte den internationalen Reiseverkehr um Mitternacht komplett ein. Auch der private Betreiber Regiojet beendete vorübergehend den Bus- und Bahnverkehr von und nach Tschechien. Die Fluglinien Czech Airlines und Smartwings werden die Hauptstadt Prag ab Anfang der Woche nicht mehr anfliegen.

Regierungschef Andrej Babis von der populistischen Partei ANO hatte am Donnerstag für zunächst 30 Tage den Ausnahmezustand ausgerufen. In Tschechien gibt es derzeit 141 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.

Einige Kirchen in Rom nach Kritik des Papstes wieder geöffnet

Nach Kritik von Papst Franziskus sind einige Kirchen in Rom wieder geöffnet. Er habe nach einem weiteren Treffen mit dem Papst entschieden, einige Kirchen in der italienischen Hauptstadt trotz der Coronavirus-Pandemie wieder zu öffnen, teilte Kardinalvikar Angelo De Donatis am Freitag mit.

Der Papst hatte zuvor in einer Messe mit Blick auf die Kirchen-Schliessungen gesagt, dass «drastische Massnahmen nicht immer gut» seien. In Italien sind wegen der Coronavirus-Pandemie auch Gottesdienste untersagt. Am Donnerstag hatte das Bistum Rom dann sogar die Schliessung aller Kirchen angeordnet.

 
Papst Franziskus segnet ein Kleinkind. (Archivbild: Keystone)

Papst mit Livestreams

Diese Entscheidung habe bei vielen Gläubigen für Irritationen gesorgt, räumte De Donatis nun ein. Einige hätten sich nun «noch isolierter» gefühlt. Einige kleine Kirchen in Rom sollen den Gläubigen daher wieder offen stehen. Für Touristen bleiben aber alle Kirchen geschlossen.

Weil alle öffentlichen Gottesdienste in Italien untersagt sind, werden die Frühmessen des Papstes seit Anfang der Woche per Livestream aus der Kapelle seiner Residenz Santa Marta im Internet übertragen. Am Dienstag hatte das Kirchenoberhaupt alle Priester aufgefordert, «den Mut» zu haben, auch Coronavirus-Infizierte zu besuchen.

Cyber-Kriminelle nutzen Corona-Krise für Verbreitung von Virus

Cyber-Kriminelle nutzen die Coronavirus-Krise aus, um in der Schweiz Computer mit einer Schadstoffsoftware zu infizieren. Davor warnt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Vorsicht vor Excel-Listen

Die Kriminellen verschicken demnach E-Mails, die vorgeben, vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu stammen und Auskunft über aktuelle Zahlen zur Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz zu geben. Als Anhang wird eine Excel-Liste mit dem Namen «list.xlsx» angezeigt.

Wird das Mail geöffnet, infiziert es den entsprechenden Computer mit der Schadstoffsoftware «AgentTesla», wie Melani am späten Freitagabend mitteilte. Die Meldestelle rät deshalb zu Vorsicht. Solche E-Mails sollten nicht geöffnet werden, schreibt sie.

Frankreich meldet fast 800 weitere Coronavirus-Fälle

Frankreich hat am Freitag knapp 800 weitere Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Damit sei die Zahl der Infizierten auf insgesamt 3661 Fälle gestiegen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran mit. (sda)

(Symbolbild: Keystone)
Russland schränkt Flüge in EU und die Schweiz ein

Russland wird ab Montag die Zahl der Flugverbindungen mit den EU-Staaten, der Schweiz und Norwegen reduzieren. Das Land hofft, damit die Verbreitung der Coronavirus eindämmen zu können. (sda)

(Symbolbild: Keystone)
Polen schliesst seine Grenzen für Ausländer

Polen schliesst in der Coronavirus-Krise seine Grenzen für Ausländer. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend an einer Pressekonferenz in Warschau mit.

Alle Internationale Flug- und Zugverbindungen sollen ab Sonntag ausgesetzt werden. Damit solle einer weiteren Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 entgegengewirkt werden. Morawiecki betonte, für den Warenverkehr blieben die Grenzen offen. Die Massnahme gelte zunächst für zehn Tage, könne aber um weitere 20 Tage verlängert werden. (sda)

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(Symbolbild: Keystone)
Trump ruft Notstand aus

US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus.

Mit der Massnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weissen Hauses.

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Positive Reaktionen zu Bundesratsbeschlüssen gegen Coronavirus

In seltener Einmütigkeit habe Parteien, Gewerkschaften und Berufsverbände das Massnahmenpaket des Bundesrates zur Eindämmung des Coronavirus begrüsst. Gefordert wurden allerdings Ergänzungen. Die FDP stellt sich vorbehaltlos hinter den Bundesrat.

Die Massnahmen seien massiv, ohne dass man vom Ereignis, wie etwa bei einem Erdbeben, etwas sehe, sagte SVP-Präsident Albert Rösti im Blick TV. Aber es sei besser, wenn man später sagen werde, man habe zu viel gemacht als zu wenig.

Solidarität von allen gefragt

Und auch die SP Schweiz unterstützt die Massnahmen und hat nach eigenen Angaben vollstes Vertrauen in die Entscheide der Behörde. Nun sei die Solidarität von allen gefragt, schreibt die SP.

Die Grünen unterstützen die Massnahmen des Bundesrates im Kampf gegen das Coronavirus zwar, fordern aber neben kurzfristigen Notmassnahmen rasch ein umfassendes Konjunkturprogramm.

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(Symbolbild: Keystone)
Swiss beantragt Kurzarbeit für das fliegende Personal

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen die Luftfahrt und damit auch die Swiss besonders hart. Um den starken Nachfragerückgang zu kompensieren, trifft die Fluggesellschaft Massnahmen zur Liquiditätssicherung. Für das fliegende Personal wird etwa Kurzarbeit beantragt. (sda)

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(Symbolbild: Keystone)
Bund warnt vor Fake-News auf WhatsApp

Bundesratssprecher André Simonazzi warnt auf Twitter vor Fake-News, die sich momentan in den Sozialen Medien verbreite. Offenbar kursiert eine Meldung unter anderem auf WhatsApp, in der behauptet wird, ab Samstag gelte in der Schweiz der Notstand.

Der Bund betont ausdrücklich, dass dem nicht so ist: «Morgen wird KEIN NOTSTAND erklärt», twittert Simonazzi im Namen der Landesregierung. Die Meldung animiere zu Hamsterkäufen. Solche sollen nicht getätigt werden. Sie seien «unverantwortlich» und sollen vermieden werden, so der Bundesratssprecher.

Das Coronavirus und seine Auswirkungen in Bildern

Das Coronavirus hält die Welt in Atem und hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Menschen. In der Bildstrecke finden sie zahlreiche Eindrücke.

Skigebiete müssen schliessen

Dass sich an privaten und öffentlichen Veranstaltungen nur noch 100 Personen gleichzeitig aufhalten dürfen, bedeutet für die Skigebiete den vorzeitigen Saisonschluss.

Auf eine Frage an der Medienkonferenz in Bern, an der der Bundesrat am Freitag die verschärften Massnahmen vorstellte, wie die Vorgabe von nicht mehr als 100 Anwesenden in Skigebieten umgesetzt werde, sagte Berset: «Das bedeutet die Schliessung für die Skigebiete

Für die Skigebiete bedeutet das Coronavirus das Saison-Ende. (Symbolbild: Keystone)
Zahl der Toten in Italien steigt an nur einem Tag um 250

In Italien sind im Zuge der Coronavirus-Pandemie an nur einem Tag 250 Tote mehr gezählt worden. Mittlerweile seien 1266 Menschen gestorben, teilte der Zivilschutz am Freitag in Rom mit.

Die Zahl der Infizierten stieg derweil auf 17’660 von mehr als 15’000 am Vortag. Italien ist nach China das Land mit den meisten Covid-19-Toten. Trotz drastischer Sperrmassnahmen steigt die Zahl der Opfer weiter.

Erstes Todesopfer im Wallis

Im Kanton Waadt sind zwei weitere Todesfälle als Folge des Coronavirus verzeichnet worden. Im Wallis kam es unterdessen zum ersten Todesfall.

Bei den Toten in der Waadt handelt es sich um zwei 80-jährige Männer, wie ein Sprecher des Coronavirus-Informationsdienstes des Kantons Waadt am späten Nachmittag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Die Person im Wallis sei 90-jährig gewesen, sagte die Walliser Gesundheitsdirektorin, Esther Waeber-Kalbermatten, vor der Presse in Sitten.

In Genf starb eine 32-jährige Frau, die an weiteren schweren Erkrankungen litt, wie Jacques-André Romand vor den Medien sagte. Die Covid-19-Erkrankung sei nach dem Tod der Frau festgestellt worden.

Die Zahl der Menschen, die in der Schweiz an den Folgen des Coronavirus gestorben sind, erhöht sich damit auf elf. Je drei Infizierte starben in den Kantonen Waadt und Tessin, zwei in Basel-Land, eine Person im Kanton Basel-Stadt sowie eine im Wallis.

Sommaruga macht Bevölkerung Mut

Bundesrätin Simonetta Sommaruga meldet sich per Twitter zu Wort und macht der Bevölkerung Mut: «Wir haben die Möglichkeiten und die Mittel, gemeinsam die Corona-Krise zu bewältigen».

Das sagt die oberste Erziehungsdirektorin zu den Schulschliessungen

Silvia Steiner, Bildungsdirektorin Kanton ZH und Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), äussert sich zu den landeswiten Schulschliessungen.

Das Interview mit Silvia Steiner zu schweizweiten Schulschliessungen. (Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Veranstalterbranche äussert sich zu neuem Verbot

Der Bundesrat verbietet wegen des Coronavirus‘ ab sofort und bis Ende April Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen, in Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. Damit verschärft sich der finanzielle Kampf der Veranstalter noch einmal deutlich.

Interview Christoph Bill, Christoph Bill, Präsident Swiss Music Promoters Asscociaton (SMPA) Branchenverband der Schweizer Konzert- Show- und Festivalveranstalter.

Christoph Bill von der SMPA im Interview. (Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Aktien zeigen moderate Erholung

Nach dem Absturz vom Donnerstag zeigen die internationalen Aktienmärkte am Freitag zumindest bis kurz nach Mittag eine rasante und kaum erwartete Erholung. Der Schweizer Leitindex SMI hatte bis am frühen Nachmittag einen guten Teil seiner Verluste vom Vortag wettgemacht und vorübergehend sogar die Marke von 9000 Zählern zurückerobert.

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Kursentwicklung des SMI seit Januar 2020. (Grafik: Keystone)
WHO: «Europa jetzt Epizentrum der Coronavirus-Pandemie»

Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt weltweit die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt. In Europa würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern ausserhalb Chinas zusammen.

Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. «Europa ist jetzt zum Epizentrum der Covid-19-Pandemie geworden», sagte er. «Es werden jeden Tag mehr Fälle gemeldet als auf der Höhe der Epidemie in China», sagte er.

Tedros rief alle Länder der Welt auf, weiter rigoros gegen die Ausbreitung zu kämpfen, Infizierte zu finden, zu isolieren, Kontaktpersonen der Infizierten zu überwachen und Abstand zu anderen Menschen zu halten.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte Europa zum Epizentrum der Coronavirus-Epidemie. (Bild: Keystone)
Schweizer Fussball ruht bis Ende April

Der Schweizer Fussballverband SFV stellt im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus den kompletten Spielbetrieb bis auf Weiteres komplett ein. In der Super League und in der Challenge League ruht der Ball mindestens bis zum 30. April.

Dies teilte der SFV am späten Freitagnachmittag mit. Klares Ziel sei es weiterhin, die Saison im Sommer zu Ende zu spielen, schreibt der Verband.

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Die Schweizer Fussballstadien bleiben bis mindestens Ende April leer. (Bild: Keystone)
Parlament setzt Session fort

Das Bundesparlament wird die laufende Session nicht abbrechen. Dies teilt die Verwaltungsdelegation des Parlaments in einer Mitteilung mit. Der Bundesrat hatte zuvor Veranstaltungen ab 100 Teilnehmenden verboten.

Das Parlament ist von dieser Massnahme nicht betroffen, da es keine öffentliche Veranstaltung sei, heisst es.

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Das Parlament in Bern setzt die aktuelle Session fort. (Archivbild: Keystone)
Die Medienkonferenz des Bundesrats in voller Länge

Hier können Sie die Medienkonferenz des Bundesrats vom Freitagnachmittag nochmals in voller Länge anschauen.

Eine ausführliche Zusammenfassung der neusten Massnahmen des Bundesrats finden Sie hier.

(Video: Youtube/Der Schweizerische Bundesrat)

Bundesrat macht 10 Milliarden Franken Wirtschafts-Soforthilfe frei

«Der Bundesrat ist fest entschlossen, die Wirtschaft in dieser besonderen Lage zu unterstützen.» Das betonte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Freitag bei der Präsentation der neuen Massnahmen gegen das Coronavirus. Dazu gehören 10 Milliarden Franken Soforthilfe für die Wirtschaft.

Der Bundesrat sei sich bewusst, dass die beschlossenen Massnahmen schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft hätten, sagte Parmelin. Die Exportwirtschaft werde gleichzeitig von den Massnahmen der anderen Länder getroffen. «Der Bundesrat will die Wirtschaft daher schnell und unbürokratisch unterstützen», sagte Parmelin. Ihm stünden derzeit 10 Milliarden Franken aus verschiedenen Kassen zur Verfügung. Oberstes Ziel seien die Lohnfortzahlung für Mitarbeitende.

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Bundesrat Guy Parmelin verkündet Soforthilfen für die Wirtschaft. (Bild: Keystone)
«Wir müssen jetzt was anderes tun als Party machen»

Für Gesundheitsminister Alain Berset zeigt das Veranstaltungsverbot den Ernst der Lage. Es gehe jetzt darum, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und «nicht Party zu machen».

Der Bundesrat appellierte zudem an die Bevölkerung, die Hygienemassnahmen einzuhalten und Distanz zu halten. Das sei das Einzige, was der Gesellschaft momentan helfe, so Berset.

Gesundheitsminister Alain Berset appelliert an die Solidairät der Bevölkerung. (Bild: Keystone)
ÖV muss Grundangebot weiterhin sicherstellen

Trotz der Ausbreitung des Coronavirus hat der Bundesrat im öffentlichen Verkehr keine drastischeren Massnahmen ergriffen. Das Grundangebot müsse sichergestellt werden, sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Man müsse aber die Stosszeiten meiden und daher die Arbeitszeiten flexibel gestalten können. Freizeit- und Tourismusangebote müssten eingestellt werden. Mit diesen Massnahmen könne man erreichen, dass weniger Leute im öffentlichen Verkehr seien.

Für die Bahnmitarbeitenden seien Massnahmen getroffen worden. So sei etwa in Bussen der Bereich der Fahrerinnen und Fahrer abgesperrt worden. Es gebe auch weniger Ticketkontrollen.

Zwei weitere Coronavirus-Todesfälle im Kanton Waadt

Im Kanton Waadt sind zwei weitere Todesfälle als Folge des Coronavirus verzeichnet worden. Nähere Angaben zu den beiden Fällen machte Kantonsarzt Karim Boubaker vorerst nicht. Die beiden Menschen seien in der Nacht auf Freitag im Universitätsspital Chuv gestorben.

Doch keine Bundesliga an diesem Wochenende

Letztlich wurde der Druck doch zu gross. Als letzte der fünf grossen Fussballligen stoppte die Bundesligaden Betrieb. Die Wettkampfpause soll bis zum 2. April Bestand haben.

Die Bundesliga zog die Notbremse nur vier Stunden vor dem eigentlichen Auftakt der 26. Runde. «Angesichts der Dynamik des heutigen Tages» habe man beschlossen, «den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen», teilte die Deutsche Fussballliga (DFL) mit. Am Vormittag hatte es zunächst geheissen, man werde den Spielbetrieb ab kommendem Dienstag bis zum 2. April unterbrechen. Bei dieser Unterbrechung soll es zunächst auch bleiben.

SBB stellen touristischen Verkehr ein

Touristische Reisen, Extrafahrten und Gruppenreisen im öffentlichen Verkehr werden ab sofort und bis am 26. April eingestellt. Der reguläre Verkehr hingegen soll weiterhin fahrplanmässig stattfinden.

Gemäss der Anordnung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) müsse der öffentliche Verkehr auch während einer Epidemie oder Pandemie aufrecht erhalten bleiben, teilten SBB und Post als «Systemführer» am Freitag mit. Denn Angebotsreduktionen im öffentlichen Verkehr hätten gravierende Konsequenzen in verschiedenen Lebens- und Wirtschaftsbereichen.

Der Verkehr «auf rein touristischen Linien ohne Erschliessungsfunktion, Extrafahrten und historische Fahrten» werde jedoch ab sofort eingestellt. Ausserdem würden sämtliche Gruppenreisen abgesagt. Sowohl SBB als auch Postauto zeigten sich kulant und erstatteten die Kosten für abgesagte beziehungsweise nicht-angetretene Reisen bis zum 26. April vollständig zurück, hiess es weiter.

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Die SBB werden auf den regulären Strecken weiterhin normal verkehren. (Symbolbild: Keystone)
«Ruhig bleiben trotz ernster Situation»

Alain Berset hat die Bevölkerung trotz der einschneidenden Massnahmen zur Ruhe aufgefordert. Die Situation ändere sich jeden Tag, der Bundesrat reagiere mit seinen Beschlüssen laufend auf die aktuelle Lage.

«Die Situation ist ernst, aber wir wissen, wie wir darauf am besten reagieren», sagte Berset am Freitag vor den Bundeshausmedien. Die Strategie der Regierung sei in den vergangenen Wochen immer konstant geblieben.

Der Gesundheitsminister bezeichnete die Massnahmen als «hart, aber notwendig». Die Bevölkerung müsse ihre Gewohnheiten überdenken. «Wir müssen reduzieren, bremsen und für eine Weile weniger soziale Kontakte pflegen.» Das Abstandhalten sei sehr wichtig. Ohne die Mithilfe der gesamten Gesellschaft funktionierten die Massnahmen nicht.

Der Bundesrat appelliert an die Bevölkerung, ruhig zu bleiben. (Bild: Keystone)
Berset: «Fernkurse sind weiterhin möglich»

Gesundheitsminister Alain Berset hat die beschlossenen Schulschliessungen erklärt: «Wir müssen alles tun, um jüngere mit älteren Personen nicht zusammenzubringen.» Der klassische Unterricht kommt so zum Erliegen. Fernkurse seien aber weiterhin möglich.

Die Kantone seien dazu angehalten, Lösungen für die Kinderbetreuung bereitzustellen. Es gehe nun um generationsübergreifende Solidarität.

Es sei eine Art eine neue Gesellschaft, die sich in den nächsten Wochen konstituiere, sagte Berset. Er bedankte sich speziell bei dem Gesundheitspersonal und Personal in den Krisenstäben. (sda)

Noch 50 Personen pro Restaurant, Discothek und Bar erlaubt

Ab sofort dürfen sich in Schweizer Restaurants, Bars oder Diskotheken höchstens 50 Personen gleichzeitig aufhalten. Der Bundesrat will damit ermöglichen, dass die Menschen Abstand halten und sich so vor dem Coronavirus schützen können. Auch müssen die Menschen die Hygieneregeln einhalten.

Veranstaltungen ab 100 Personen ab sofort verboten

Der Bundesrat verbietet wegen des Coronavirus ab sofort bis Ende April alle Veranstaltungen ab 100 Personen. Veranstaltungen bis zu 100 Teilnehmenden müssen Massnahmen zum Schutz der Anwesenden ergreife. Dies gilt auch für Freizeitbetriebe wie Museen, Sportzentren, Schwimmbäder oder Skigebiete.

Bundesrat schränkt Einreise aus Italien weiter ein

Der Bundesrat schränkt wegen des neuen Coronavirus Einreisen von Italien in die Schweiz weiter ein. Nur noch Schweizerinnen und Schweizer und Menschen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz wollen, dürfen die Grenzen passieren. Ausserdem führt die Regierung Schengen-Grenzkontrollen ein. Erlaubt bleibt der Waren- und Güterverkehr.

Bundesrat informiert um 15:30 Uhr

Lange musste sich die Schweiz gedulden, nun ist klar: Der Bundesrat wird am Freitagnachmittag um 15:30 Uhr vor die Medien treten und über die aktuelle Lage rund um das Coronavirus informieren. Das teilte Bundesratssprecher André Simonazzi soeben via Twitter mit.

Demnach werden an der Medienkonferenz ganze vier Bundesräte dabei sein: Simonetta Sommaruga, Alain Berset, Guy Parmelin und Karin Keller-Sutter.

Telebasel wird die Medienkonferenz online und im TV live übertragen.

Kanton Waadt schliesst Schulen

Nach dem Tessin hat auch die Waadtländer Regierung am Freitag angesichts der Coronavirus-Pandemie beschlossen, alle Schulen bis Ende April zu schliessen. Veranstaltungen mit mehr als 50 Menschen sind zudem verboten, wie die Waadtländer Regierung entschied.

Österreich führt Grenzkontrollen zur Schweiz ein

Österreich führt Grenzkontrollen zur Schweiz ein. Flüge in die Schweiz sowie nach Frankreich und Spanien werden ab Montag gestrichen. Dies teilte die Regierung am Freitag mit.

Zudem werden zwei besonders vom Coronavirus betroffene Gebiete in Tirol für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind das Paznauntal mit Tourismus-Hotspots wie Ischgl und Galtür sowie St. Anton am Arlberg.

Die österreichische Regierung um Sebastian Kurz ergreift scharfe Massnahmen gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)
Kein Eishockey-Meister und keine Aufsteiger

Nach dem Abbruch der Meisterschaft gibt es in den höchsten beiden Schweizer Eishockey-Ligen weder einen Meister noch einen Auf- oder Absteiger. Dies beschlossen die Klubs der National League und Swiss League an einer ausserordentlichen Ligaversammlung in Ittigen, wie die Liga mitteilte.

Coronavirus in Bildern

Das Coronavirus hat Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche unserer Gesellschaft. Diese laufend aktualisierte Bildstrecke zeigt Ihnen die diverse Eindrücke.

Obwalden meldet ersten bestätigten Corona-Fall

Erstmals hat sich eine Personen aus dem Kanton Obwalden mit dem Coronavirus infiziert. Die 25-Jährige zeigt leichte Symptome. Bei sechs weiteren Personen liegt ein positiver Erstbefund vor. Somit sind sämtliche Zentralschweizer Kantone von Ansteckungen betroffen. (sda)

Die Analyse des Referenzlabors zeige, dass sich die Frau in der Schweiz mit dem Virus infiziert habe. (Symbolbild: Keystone)
Kanton Freiburg schliesst Schulen doch nicht

Die Meldung, wonach der Kanton Freiburg die obligatorischen Schulen schliesse, hat sich als Falschmeldung herausgestellt. Wir entschuldigen uns dafür.

Bundesrat informiert nicht vor 14:30 Uhr über weitere Massnahmen

«Die Medienkonferenz des Bundesrates zum Coronavirus findet nicht vor 14:30 Uhr statt», twittert Bundesrats-Sprecher André Simonazi auf Twitter. Bei Telebasel können Sie alles live im TV und auf telebasel.ch mitverfolgen.

Weitere WTA-Turniere abgesagt

Nach der Absage aller Tennisturniere auf der ATP-Tour für die kommenden sechs Wochen hat nun auch die Frauen-Organisation WTA weitere Veranstaltungen gestrichen.

Nachdem bereits die kombinierten Events in Indian Wells und Miami abgesagt worden waren, werden nun auch die Turniere in Charleston, Bogota und Guadalajara nicht gespielt. Das teilte die WTA mit. Derzeit stehen als nächste Frauen-Turniere noch Istanbul und Stuttgart (jeweils ab 20. April) im Kalender. (sda)

Bleiben am Montag alle Schulen zu?

Die Schulleitungen in der Schweiz sollen sich auf mögliche Schulschliessungen vorbereiten. Die Schulen sollen Vorbereitungen für E-Learning treffen und Massnahmen vorbereiten, wenn verletzliche Lehrkräfte zuhause bleiben müssen. Mehr hier.

Wie soll die Schweiz das Coronavirus am besten bekämpfen? (Symbolbild: Keystone)

Wenn der Bundesrat am Freitag vor die Medien tritt, wird es neue Massnahmen gegen das Coronavirus geben. Dabei steht die Regierung vor einem Richtungsentscheid. Mehr dazu hier.

Was bisher geschah

Alle bisherigen Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

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