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Der Telebasel Talk vom 13. März 2020.
Basel

Wann kommt die Corona-Hilfe bei den Basler Firmen an?

Basel war schneller als die anderen Kantone: Die Regierung beschloss Hilfemassnahmen für die Unternehmen. Dafür gab es Lob – und weitere Forderungen.

Das Coronavirus trifft die Wirtschaft hart, auch in der Schweiz. Der Basler Gewerbeverband schreibt: «Die Hotel-, Gastronomie-, Event- und weitere Branchen sind unmittelbar und akut betroffen. Insbesondere der Zusammenbruch des Corporate-Geschäfts, Stornierungen und gesunkene Frequenzen führen zu Umsatzeinbussen in der Höhe von 50 bis 80 Prozent – und das seit Ende Februar und auf unbestimmte Zeit».

Am Donnerstag brach der Schweizer Aktienmarkt ein, landete etwa auf 8’270 Punkten. Betroffen waren auch die Pharmakonzerne Roche und Novartis.

Basel prescht mit Hilfsmassnahmen vor

Wegen absehbarer Liquiditätsprobleme hatten sich Firmen bei den Basler Behörden gemeldet. Gestern trat die Regierung mit Tanja Soland und Christoph Brutschin vor die Medien und verkündete drei Massnahmen: Äuffnung eines Krisenfonds (zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit), längere Zahlungsfristen für staatliche Leistungen (Steuern, Energie), Überbrückungskredite mit staatlicher Bürgschaft (möglicherweise bedarf es eines Ausgabenbeschlusses des Grossen Rates). Mit dem Massnahmenpaket war Basel-Stadt der erste Kanton (gleichauf mit Genf), der auf die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus reagierte.

Tanja Soland und Christoph Brutschin erklären die vorgesehenen Massnahmepakete. (Video: Telebasel)

Viel Lob – und weitere Forderungen

Für die rasche Reaktion erhielt die Regierung viel Lob. Der Gewerbeverband, aber auch die Parteien FDP und CVP lobten das «rasche Handeln» und kündigten ihre Unterstützung an.

Die FDP fordert allerdings unter anderem, dass der Kanton auf die Gebühreneinnahmen verzichtet, die CVP, dass der Kanton die Verzugszinsen streicht. Dass noch weitere Massnahmen notwendig seien, etwa seitens des Bunds, betonte auch Maurus Ebneter, Präsident des Basler Wirteverbands, gestern in der Telebasel-Sendung Talk. Er rechnet mit Einnahmeeinbussen von bis zu drei Milliarden Franken schweizweit:

Der Telebasel Wirtschafts-Talk vom 12. März 2020.

Wann wird die kantonale Hilfe konkret bei den Basler Firmen ankommen? Was kostet sie den Steuerzahler? Genügt sie?

Im Talk vom 13. März 2020 bezieht Christoph Brutschin, Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, ab 18:45 Uhr Stellung.

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