(Bild: Keystone)
Schweiz

WHO bezeichnet Verbreitung des neuen Coronavirus als Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des Coronavirus nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Weltweit infizierten sich bereits mehr als 110’000 Menschen mit dem Coronavirus, mehr als 4000 Menschen starben.

In Europa wurden die Schutzmassnahmen im Kampf gegen das Coronavirus am Mittwoch weiter verschärft. Frankreich hat Besuche in staatlichen Altersheimen und Pflegeeinrichtungen verboten, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 für Senioren zu verringern.

Österreich setzte seinen Personenzugverkehr zu Italien vollständig aus und schloss zahlreiche Einrichtungen. Polen und die Ukraine kündigten Schulschliessungen an.

Notprogramm in Italien

Die Regierung im besonders stark betroffenen Italien kündigte ein Notprogramm im Umfang von 25 Milliarden Euro an. Die Hälfte des Notprogramms stehe für Sofortmassnahmen zur Verfügung, teilte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte nach Agenturberichten mit. Die andere Hälfte sei für «mögliche weitere Bedürfnisse» des Landes im Kampf gegen das Virus gedacht.

In der Nacht zu Dienstag hatte Conte das ganze Land bereits zur «Schutzzone» mit umfangreichen Reisebeschränkungen und Versammlungsverboten erklärt. Reisen sind nur noch aus dringenden beruflichen oder gesundheitlichen Gründen erlaubt, alle kulturellen, religiöse und Sportveranstaltungen wurden untersagt. Die Schulen und Hochschulen des Landes wurden schon vorher geschlossen.

In Italien haben sich bereits mehr als 12’000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Mehr als 820 Infizierte starben. In Spanien wurden bislang mehr als 2000 Infizierte und 47 Todesopfer registriert, in Frankreich mehr als 1700 Infizierte und 33 Todesopfer. Danach folgt Deutschland mit mehr als 1600 Infektionen und drei Todesopfern.

Tessin ruft Notstand aus

In der Schweiz steigt die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in weiter rasant an: Am Mittwochmittag gab es bereits 613 bestätigte Fälle. Die Tessiner Regierung hat bis am 29. März den Notstand ausgerufen. Das teilte sie am Mittwochabend vor den Medien mit. Das öffentliche Leben dürfte dadurch massiv eingeschränkt werden.

So schliessen alle privaten und öffentlichen Schulen im Kanton, welche eine Ausbildung nach der obligatorischen Schulzeit anbieten. Daneben werden ab Mitternacht auch sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Diskotheken, Sportzentren und ähnliches geschlossen.

Entspannung der Lage in China

China, Ausgangspunkt der Lungenkrankheit Covid-19, meldete derweil eine weitere Entspannung der Lage. Die nationale Gesundheitskommission gab am Mittwoch lediglich 22 neue Todesfälle und 24 neue Infektionsfälle bekannt.

Die Restriktionen in der Millionenmetropole Wuhan wurden gelockert. Einige Unternehmen in der Hauptstadt der Provinz Hubei dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Ankömmlinge aus dem Ausland müssen in Peking nun allerdings zwei Wochen in Quarantäne.

New York setzt auf Nationalgarde

Der US-Bundesstaat New York setzt im Kampf gegen die Epidemie nun die Nationalgarde ein. Wie Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag (Ortszeit) ankündigte, sollen die Nationalgardisten in der New Yorker Vorstadt New Rochelle in einer neu eingerichteten Sicherheitszone Einwohner mit Lebensmitteln versorgen und öffentliche Einrichtungen säubern.

1 Kommentar

  1. Ich möchte ganz beiläufig mal fragen und zwar ziemlich genervt…… wieso sind wir wirtschaftliche Sklaven, Chinas ??? Sind wir Europäer denn so blöd, unwissend, ungebildet und unfähig, dass wir vor den Chinesen kuschen ??? Uns, aus lauter Sparwahn, nur noch für Billigprodukte aus diesem Land begeistern lassen ??? Leute, es ist höchste Zeit, wenn es nicht schon zu spät, Euch über die ernsthaften Konsequenzen, der Sparwut, Gedanken zu machen !!!!!!!!!!! Vor 60 Jahren hat man schon vor der gelben Gefahr gewarnt, interessant oder ?!?!?!Report

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