Die Freude war gross beim Bundesligisten Leipzig nach dem 3:0 Sieg gegen den Vorjahresfinalisten Tottenham. (Bild: Keystone)
International

Leipzig und Atalanta in den Champions League Viertelfinals

Für Leipzig und Bergamo geht das Champions League-Märchen weiter. Leipzig schlägt Tottenham 3:0 und Atalanta setzt sich gegen Valencia 4:3 durch.

Das Champions League-Märchen von Leipzig und Atalanta Bergamo führt in die Viertelfinals. Bundesligist Leipzig siegte gegen Vorjahresfinalist Tottenham Hotspur im Rückspiel mit 3:0, die Italiener verwalteten in Valencia den Vorsprung aus dem Hinspiel souverän (4:3).

Unerwartet entspannt hatte sich Tottenhams Trainer José Mourinho im Vorfeld des Champions League-Rückspiels in Leipzig präsentiert. Weder die ungünstige Ausgangslage nach dem 0:1 aus dem Hinspiel in London, noch die schlechten Resultate der vergangenen Wochen mit fünf sieglosen Spielen in Folge, oder das Verletzungspech mit den gewichtigen Ausfällen von Harry Kane, Son Heung-Min und zuletzt Steven Bergwijn schienen dem selbsternannten «Special One» die Lust auf die Königsklasse verderben zu können. Dies änderte sich nach Anpfiff schnell.

Leipzig überzeugt während des ganzen Spiels

Leipzigs Captain Marcel Sabitzer führte mit einer frühen Doublette den augenfälligen Stimmungswechsel beim Portugiesen herbei. In der 10. Minute erzielte der Österreicher aus rund 18 Metern mit Leipzigs erstem Torschuss das 1:0, zehn Minuten später erhöhte der 25-Jährige nach Vorarbeit von Angeliño per Kopf zum 2:0, wobei den Leipzigern ein Fehler von Serge Aurier zupass kam.

Der nur Sekunden zuvor eingewechselte Emil Forsberg sorgte in der 87. Minute mit dem 3:0 für den Schlusspunkt. Vom gut gelaunten José Mourinho des Vortages war da längst nichts mehr zu sehen. Grund zur Freude hatte derweil das Leipziger Publikum, welches seine Mannschaft im wohl vorerst letzten Heimspiel mit Zuschauern lautstark anfeuerte.

Die Startphase hatte derweil auch die Anhänger der Spurs noch positiv gestimmt. Tottenham präsentierte sich während der ersten zehn Minuten gut. Im Bestreben, die 0:1-Hypothek aus dem Hinspiel schnellstmöglich wettzumachen, setzten die Londoner Leipzig früh unter Druck. Eine Taktik, die jedoch nur so lange aufging, bis RB sein Umschaltspiel entdeckte. Der erste schnelle Gegenangriff Leipzigs fand über einen abgeblockten Schuss von Leipzigs Topskorer Timo Werner seinen Weg zu Marcel Sabitzer, dessen Ball Spurs Goalie Hugo Lloris nicht mehr am Tor vorbei lenken konnte.

Tottenham geriet aus dem Tritt und fand erst dann wieder etwas ins Spiel, als sich das Heimteam nach der Pause aufs Verwalten des Vorsprungs konzentrierte. In der Offensive vermochte Mourinhos Team die Ausfälle seiner wichtigsten Offensivspieler jedoch nie zu kompensieren. Der Brasilianer Lucas Moura, der die Spurs in der Vorsaison dank dreier Tore im Halbfinal-Rückspiel der Königsklasse gegen Ajax Amsterdam in den Final führte, blieb praktisch unsichtbar.

Josip Iličić trifft vier Mal für Atalanta

Ein nächstes Torfestival lieferten sich Valencia und Atalanta Bergamo. Nach dem 4:1-Sieg der Lombarden im Hinspiel fielen in der Reprise gar sieben Tore. Obschon die Spanier die Partie beim 3:4 im Rückspiel ausgeglichener gestalteten, bot das vor leeren Rängen ausgetragene Königsklassen-Duell nur etwas mehr als eine Minute lang Spannung. Ein ungeschicktes Tackling von Valencias Verteidiger Mouctar Diakhaby eröffnete Josip Iličić die Chance auf das 1:0 vom Penaltypunkt aus.

Der 31-jährige Slowene nutzte die Offerte vom Punkt zum ersten seiner vier Tore an diesem Abend. Vier Treffer in einem Spiel in der K.o.-Phase der Champions League hatten vor Iličić nur Lionel Messi, Mario Gomez und Robert Lewandowski erzielt. Beim seinem letzten Tor in der 82. Minute profitierte der Mann des Spiels von einem Pass des Schweizer Internationalen Remo Freuler.

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