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International

Definitiv kein Geisterspiel gegen Frankfurt

Das Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals Eintracht Frankfurt - Basel findet vor vollen Rängen statt. Für die Partie am Donnerstag gelten Auflagen.

«Wir sind natürlich froh, dass die Partie durchgeführt wird», sagte Eintracht-Vorstand Frank Hellmann mit Blick auf das Spiel gegen Basel. Der zuständige Frankfurter Stadtrat Stefan Majer erklärte, sie seien der fachlichen Empfehlung des Frankfurter Gesundheitsamtes gefolgt. «Panik ist ein schlechter Ratgeber. In der momentan zugespitzten Situation bedarf es eines kühlen Kopfes», sagte Majer zum Entscheid, die Partie weder abzusagen noch das Publikum auszuschliessen. Er betonte allerdings, dass dieser Entscheid ein Grenzfall sei.

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, verwies darauf, dass die Fangruppen beider Teams nicht aus Risikogebieten kämen. «Wir haben eine andere Situation als in Italien oder Mönchengladbach. In Hessen gibt es 35 Fälle bei sechs Millionen Einwohnern. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass man sich da infizieren kann, liegt bei Null.»

Trotz des geringen Risikos wurden Auflagen erlassen. So fordern die Verantwortlichen der Eintracht alle erkälteten oder erkrankten Personen oder andere Risikopatienten auf, dem Stadion fernzubleiben. Zudem wird das medizinische Fachpersonal vor Ort verstärkt und muss das Stadiondach geöffnet bleiben.

Datum für Rückspiel noch offen

Wann das ursprünglich auf den 19. März angesetzte Rückspiel in Basel ausgetragen wird, steht noch nicht fest. Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat nach Rücksprache mit dem kantonalen Krisenstab keine Bewilligung erteilt.

In Frankfurt kommt es am Sonntag zu einem Spiel vor leeren Rängen. Die Bundesliga-Partie gegen Mönchengladbach findet unter Ausschluss der Zuschauer statt. «Da erwarten wir Fans aus einer Region, wo es Übertragungen gegeben hat», sagte Gottschalk.

Wegen des Coronavirus sind in mehreren deutschen Bundesländern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen mittlerweile verboten. Die Weisung gilt zur Zeit für Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Bremen, Bayern und Baden-Württemberg.

1 Kommentar

  1. Es ist absolut lächerlich, was in Deutschland abgeht. In Berlin bettelt der Deutsche Gesundheitsminister darum, Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern abzusagen. Dies auf eindringleiches Fordern der veratwortlichen Wissenschaftlern und der Gesundheitsökonomen, die ein Zusammenbrechen der Gesundheitspflege im Intensivpflege-Bereich voraussagen, wenn es nicht gelänge, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Dann bewilligt ein Stadtrat aus Frankfurt eine Versammlung mit 50’000 Zuschauern mit den Begründung, sie hätten ja in Hessen nur 35 nachgewiesene Fälle und merkt nicht, dass das Bundesland daneben bereits rund 700 Fälle hat.
    Beruft sich der Kerl dann später auf seine parlamentarische Immunität, wenn auch in Hessen die Fallzahlen explodieren oder übernimmt er tatsächlich die Verantwortung?
    PS: Auch ich hatte zu Beginn kein Verständnis für die Absage der Fasnacht, musste aber einsehen, dass nur so (hoffentlich) Zustände, wie sie jetzt Italien hat, vermieden werden können.Report

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