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Die Elefanten im Zoo bekommen ein spezielles Training. (Video: Zoo Basel)
Basel

Auch Elefanten müssen Zähne putzen

Jeden Tag treten die vier Elefanten des Zoo Basel zum Gesundheits-Training an. Sei es zum Beispiel zur Zahnspülung oder zur Physiotherapie.

Im Zoo Basel wohnen drei Elefantendamen und ein Bulle: Heri, Maya, Rosy und Jack treiben sich täglich auf der Tembea-Anlage herum. Die vier Dickhäuter bekommen jeden Tag ein spezielles Gesundheits-Training. Sei es «‹A›-sagen, Knie beugen oder einen kleinen Piks dulden», in einer Mitteilung erklärt der Zoo Basel seine Arbeiten mit den Elefanten.

Jack und Heri gehorchen artig

Jack zum Beispiel bekommt eine Zahnspülung. Der Bulle brach sich als Jungtier den Stosszahn und erlitt daraufhin einen Infekt. Deshalb musste der Stosszahn ganz entfernt werden. Um die Zahnhöhle regelmässig zu spülen braucht es ein gezieltes Training, so dass Jack bei der Behandlung hinhält. Die regelmässige Spülung der Zahnhöhle ist notwendig, wenn sich wie jetzt Folgeentzündungen einstellen. Artig kniet er sich hin, öffnet seinen Mund und lässt die Tierärztin die Zahntasche desinfizieren.

Die Elefantendame Heri hingegen leidet an Lahmheit. Leider halfen Schmerzmittel nicht, doch die Physiotherapie schlägt an. Willig beugt und streckt sie das Bein, wenn sie dazu aufgefordert wird. Die Dame übt ebenfalls, wie sie ihr Ohr durch das Gitter stecken kann. So kann, falls es einmal nötig ist, Blut am Ohr abgenommen werden. Da die Blutgefässe dort sehr dünn sind, ist die Blutentnahme dort am einfachsten. Auch Spritzen werden über dieses Körperteil verabreicht. Durch das Training erduldet sie den Stich ohne sich zu wehren und wartet brav auf ihre Belohnung.

Klickertraining und Belohnung

Die Zootiere erkranken äusserst selten. Dafür sorgen eine ausgewogene Ernährung, Vitamine und Kotproben um Darmparasiten zu überwachen. Da die Tiere sehr gross sind, müssen genaue Untersuchungen unter Narkose durchgeführt werden. Bei kleinen Eingriffen ist es förderlich, wenn die Tiere aber freiwillig mitmachen. Dafür sorgt das «Positives Verstärkungstraining» oder auch Klickertraining, welches die Tierpfleger mit den Tieren durchführen. Alles was es dazu braucht ist die Stimme des Pflegers und den Klicker. Führt der Elefant das Verhalten aus, zu dem er aufgefordert wurde, bestätigt der Pfleger das Tier mit einem Klicken und gibt eine Belohnung. Für Elefanten ist das ein Stückchen hartes Brot.

Geschützter Kontakt

Das Heri ihr Ohr durchs Gitter halten können muss hat seinen Grund. Wie der Zoo mitteilt, «wurde die Haltung der Elefanten auf ‹geschützten Kontakt› umgestellt. Seither betreten Menschen und Elefanten die Anlage nie gleichzeitig. Kontakt gibt es nur durch ein Gitter.» So sank für die Tierpfleger die Gefahr eines Unfalls. Ausserdem ist es auf diesem Weg den Elefanten überlassen, ihre eigenen Hierarchien untereinander auszumachen ohne menschlichen Einfluss.

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