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Der Telebasel News Beitrag vom 9. März 2020.
Basel

Zuschauerin ärgert sich über Demo-Duldung

Yolande Scrocco nervt sich über das Verhalten der Basler Polizei. Sie sagt, die Behörden würden Versammlungen nicht immer gleich behandeln.

Trotz der Situation mit dem Coronavirus gingen am Sonntag in Basel mehrere hundert Frauen auf die Strasse und haben mehr Gleichstellung und weniger Diskriminierung gefordert. Die unbewilligte Demo war auch unter den Aktivistinnen umstritten. Schlussendlich ist sie aber nicht von der Polizei gestoppt worden.

Das sorgt für Unverständnis bei Yolande Scrocco. Sie und ihre Familie ist nämlich am Fasnachtsdienstag auf der Mittleren Brücke für unerlaubtes Trommeln von der Polizei angehalten worden. Der Grund: Weitere Fasnächtler könnten sich einklinken und dadurch die Gefahr auf eine Kontamination mit dem Coronavirus erhöhen. Sie hat das Gefühl, Gesetze werden manchmal angewendet und manchmal nicht: «Zum Beispiel sind wir am Sonntag nach Hause gekommen und dann gab es eine Frauendemo. Ich habe absolutes Verständnis mit den Botschafte, die transportiert werden. Aber ich kann nicht verstehen, dass man, auch wenn das jetzt Hype ist, nichts macht. Weil, von diesen Menschen geht die genau gleiche Gefahr aus, wie von uns Trommlern».

Polizei sieht Verhältnismässigkeit gegeben

Gemäss der Basler Polizei seien die behördlichen Massnahmen gleich gewesen. «Wenn sich Personengruppen nicht an die Vorgaben halten, dann erfolgen polizeiliche Interventionen jeweils nicht zuletzt gemäss dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit», sagt Polizeisprecher Martin Schütz.

Scrocco bezieht sich dabei nicht ausschliesslich auf den Frauenstreik vom vergangenen Sonntag. «Es scheint mir, dass es im Moment immer darauf ankommt, was man macht.» Sei eine Ansammlung politisch motiviert, würde sie geduldet. Spass hingegen habe keinen Platz mehr, so Scrocco.

5 Kommentare

  1. Wenn die Polizei eingeschritten wäre hätte es wieder ein Riesen Geschrei gegeben. Langsam zweifle ich am Verstand dieser Demonstrantinnen. Sie schaden sich so selbst!Report

  2. Ich wohne in der Rebgasse mit Blick auf das Hirscheneck wo all diese Demos enden und danach ihre Strassenparty mit riesen Boxen anfängt. Dies war auch diesen Sonntag so.Es lief von ca. viertel nach 7 bis ca. halb 9 Musik in extrem hoher Lautstärke und die Demonstrantinen tanzten und feierten ausgelassen auf der Strasse. Die Polizei stand etwa 50 Meter entfernt und filmte das geschehen kurz und verschwand dann und die Party ging weiter.
    So läuft das bei jeder Demo und noch nie wurde etwas unternommen.Report

  3. Wer am Oberen Rheinweg spaziert, sieht sich immer wieder mit lautlosen Scooterfahrern und Fahrerinnen konfrontiert, die mit mindestens 50 kmh in der 20(!)-er Zone vorbeirasen. Auch die meisten Velofahrer/innen fahren schneller als erlaubt. Hier wird nichts unternommen. Zum xten Mal wurde (diesmal während der Frauendemo) die grosse weisse Mauer beim Hatstätterhof grossflächig versprayt. Die jeweiligen mühsamen Reinigungen bezahlen dann wir Steuerzahler wieder. An Sylvester wurden an gleicher Stelle Passanten anuriniert. Von Polizei weit und breit nichts zu sehen oder es wurde nichts unternommen. Betritt dann aber ein Hund am Rand des kleinen Park beim Theodorsgraben den Rasen, wird man aus dem fahrenden Polizeiauto unhöflich zurecht gewiesen. Wo bleibt da die Verhältnismässigkeit?Report

  4. Sie verteilen lieber wieder Bussen in den BlauenZonen…. Wir sind ja nur am arbeiten und hätten halt unser Material mit dem Veloanhänger bringen sollen… 😀Report

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