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International

Zahl der Coronavirus-Fälle in der Schweiz steigt rasant

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in der Schweiz steigt weiter rasant an: Am Dienstagmittag gab es bereits 476 bestätigte Fälle; 164 mehr als noch vor 24 Stunden.
Kanton Waadt verbietet Studienreisen im Ausland bis zum Sommer

Der Kanton Waadt hat wegen des Coronavirus die Absage aller Studienreisen und Ausflüge ins Ausland bis zu den Sommerferien angeordnet. Diese Reisen waren zunächst bis zu den Osterferien verboten worden.

«Angesichts der Lage seien die Anforderungen für Studienreisen nicht mehr erfüllt», teilte das Waadtländer Erziehungsdepartement am Dienstag mit. Es gebe nur ein begrenztes kulturelles Angebot. Der öffentliche Verkehr sei nicht nicht gewährleistet und es bestehe die Gefahr einer Blockierung vor Ort.

Ungewohnte Ruhe am Flughafen Zürich

Kaum Schlangen an den Check-in-Schaltern, leere Restaurants, gelangweilte Verkäuferinnen: Am Flughafen Zürich herrscht wegen des Coronavirus derzeit ungewohnte Ruhe. Flughafen-Chef Stephan Widrig betont aber, dass keineswegs alles stillstehe.

«Es wird deutlich weniger geflogen, auch Konsumstimmung herrscht keine», sagte Widrig am Dienstag vor den Medien. Das Coronavirus treffe den Flughafen Zürich stark. Die Herausforderung sei, den Betrieb trotzdem jederzeit zu gewährleisten.

(Video: Keystone)

Nur schon was allfällige neue Auflagen betrifft, muss der Flughafen flexibel sein und jederzeit genügend Personal einsetzen können. Aktuell wird den ankommenden Passagieren zwar noch nicht die Temperatur gemessen. Der Flughafen wäre aber per sofort dazu in der Lage, sofern der Bund diese Massnahme anordnen würde.

«Es kann problemlos gereist werden»

Widrig betonte aber auch, dass keineswegs alles stillstehe. Nach wie vor gebe es bis zu 60’000 Passagiere pro Tag. Es könne problemlos gereist werden. «Jeder muss aber selber beurteilen, ob eine Flugreise oder ein Besuch am Flughafen derzeit sinnvoll ist.»

Die nächsten Monate sind gemäss Widrig «schlicht nicht abschätzbar». Die Flughafen-Verantwortlichen gehen zwar davon aus, dass sich die Lage früher oder später normalisieren wird. Finanziell wird das Virus aber seine Spuren hinterlassen, nicht zuletzt, weil viele Airlines ihre Flüge streichen müssen.



Airlines verlieren ihr «Slots»

Einzelne Airlines entschliessen sich auch dazu, ihre Maschinen trotzdem fliegen zu lassen, notfalls leer oder nur mit ganz wenigen Passagieren an Bord. Grund für die Geisterflüge ist eine europäische Regelung, die den Fluggesellschaften vorschreibt, mindestens 80 Prozent ihrer Zeitfenster an einem Flughafen zu nutzen.

Vom Flughafen Zürich starten deutlich weniger Flüge. (Bild: Keystone)

Streichen sie Flüge und nutzen somit weniger als diese 80 Prozent, riskieren sie, im kommenden Jahr ihre «Slots» zu verlieren. «Use it or lose it» heisst diese Regel, also «nutze oder verliere sie». Viele Airlines fordern inzwischen, diese Regel für eine gewisse Zeit auszusetzen.

Der Flughafen Zürich hat Verständnis für diese Forderung. Aussetzen kann er die 80/20-Regel jedoch nicht, dafür sind die Behörden zuständig.

476 bestätigte Coronavirus-Fälle in der Schweiz

Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter rasant an: Am Dienstagmittag gab es bereits 476 bestätigte Fälle, das sind 164 mehr als noch vor 24 Stunden, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte.

Bei 15 weiteren Fällen liegt ein erstes positives Resultat vor.



Österreich will Einreise aus Italien weitgehend stoppen

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus setzt Österreich auf drastische Massnahmen. Die Einreise aus Italien werde weitgehend gestoppt, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien.

Strikte Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus: Bundeskanzler Sebastian Kurz will Einreisestopp für Italiener. (Keystone)

Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich. Was die österreichischen Staatsbürger betreffe, die sich in Italien aufhielten, werde deren Rückholung in Zusammenarbeit mit dem Aussenministerium organisiert, sagte Kurz. Nach der Ankunft zu Hause müssten aber alle für zwei Wochen in häusliche Isolation. Oberstes Ziel sei es, die Einschleppung der Erkrankung zu verhindern, sagte Kurz.

BAG definiert keine betroffenen Gebiete mehr

Weil mittlerweile in fast allen Regionen der Welt das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus bestünde, definieren das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seit Montag, 9. März 2020 keine «betroffenen Gebiete» mehr.

Das gab die Behörde am Dienstag bekannt.



Ringier wechselt wegen Coronavirus ins Homeoffice

Die Ringier Schweiz AG wechselt per sofort ins Homeoffice. Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Tätigkeit zwingend vor Ort sein müssen, werden im gesplitteten Modus eingesetzt.

Wie das Medienunternehmen am Dienstag mitteilte, wird die am Montag erlassene Weisung zum Homeoffice für die «Blick»-Redaktion auf sämtliche Schweizer Standorte und Tochtergesellschaften der Ringier AG erweitert.

Mit diesen Präventionsmassnahmen sollen Mitarbeitende vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bestmöglich geschützt und der öffentliche Verkehr entlastet werden.

18 weitere Länderstationen

Mit der konsequenten Umsetzung würden zudem allfällige Quarantäne-Situationen vermieden, die aus meist harmlosen Verdachtsfällen resultierten und die betreffenden Mitarbeitenden zusätzlich verunsicherten.

Ringier ist ein Schweizer Familienunternehmen mit Haupt-Standort in Zürich. (Archivbild: Keystone)

Für die internationalen Ringier-Gesellschaften in insgesamt 18 weiteren Ländern habe diese Weisung den Status «Empfehlung» und werde länderspezifisch umgesetzt.

Madonna sagt wegen Coronavirus Konzerte in Paris ab

Popstar Madonna hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus‘ zwei Konzerte ihrer aktuellen «Madame X»-Tour in Paris abgesagt.

Beide abgesagten Konzerte waren zuvor bereits wegen einer Verletzung verschoben worden. (Bild: Keystone)
Zehn bis 20 Prozent weniger Reisende in Bahnhöfen und Zügen

Die SBB zählt wegen der Coronavirus-Epidemie zur Zeit zehn bis 20 Prozent weniger Reisende in den Schweizer Bahnhöfen und Zügen. Nach Italien sei die Zahl der Reisenden sogar um 90 Prozent eingebrochen. Dadurch verliere die SBB 500’000 Franken pro Tag.

Die Entwicklung bedeute für das Bahnunternehmen Mindereinnahmen von rund einer halben Million Franken pro Tag. (Screenshot: Twitter/SBB Medienstelle)

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Erstes Coronavirus-Opfer im Tessin

Im Kanton Tessin fordert das Coronavirus das erste Opfer. Es handelt sich um eine 80-jährige Frau aus der Region Mendrisio. Sie habe in einem Altersheim gelebt, wie die Tessiner Regierung am Dienstagmorgen mitteilte.

Die Verstorbene kam aus der Tessiner Region Mendrisio. (Screenshot: Google Maps)
Swiss verhängt Einstellungsstopp wegen Coronavirus

Die Coronavirus-Epidemie macht sich auch bei der Swiss bemerkbar. Die Schweizer Fluggesellschaft stellt in den administrativen Bereichen vorerst niemanden ein.

 
Swiss-Mitarbeiter wurden aufgerufen, unbezahlten Urlaub zu nehmen oder vorerst auf Teilzeit wechseln. (Symbolbild: Keystone)
Tessin verbietet Besuche in Altersheimen und Spitälern

Die Tessiner Regierung hat seine Massnahmen im Kampf gegen den Coronavirus verschärft: Ab sofort gilt ein Besuchsverbot in Spitälern und Altersheimen.

Oberstes Ziel sei es, die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft zu schützen, hält die Tessiner Regierung in einem am Montagabend verschickten Communiqué fest. Zudem müssten die Ressourcen des medizinischen Personals geschont werden.

 
Um Risikogruppen zu schützen, erliess das Tessin jetzt ein Besuchsverbot. (Symbolbild: Keystone)

Einige Spitäler hätten noch zusätzliche Massnahmen eingeführt, um sich bereit zu halten für einen potentiellen Anstieg der Coronavirus-Fälle.

Schweizer Börse erholt sich leicht

Nach dem Ausverkauf am Montag – der Leitindex SMI büsste über 5 Prozent ein – haben sich die Aktienkurse an der Schweizer Börse am Dienstagmorgen wieder etwas erholt. Bei Handelsbeginn notierte der SMI gegenüber dem Schlusskurs des Vorabends rund 1,5 Prozent im Plus.

Die Schweizer Börse eröffnete am Dienstag mit einem leichten Plus. (Screenshot: six-group.com)

Die grössten Verlierer vom Montag sind nun tendenziell die Gewinner. So stehen allen voran die Aktien der beiden Grossbanken UBS und CS um knapp 3 bzw. um über 4 Prozent im Plus. Beide Aktien hatten am Montag klar mehr als 10 Prozent eingebüsst und damit unter 9 Franken geschlossen.

Nordamerikas Profiligen im Bann des Coronavirus

Nach der Absage des Tennis-Turniers in Indian Wells haben vier von fünf grossen Profiligen (NBA, NHL, MLB und MLS) entschieden, den Zugang zu den Team-Garderoben massiv einzuschränken.

Bis auf Weiteres erhalten nur noch Spieler und wichtige Mitarbeiter Zugang zu den Räumlichkeiten der Profiligen im Basketball, Eishockey, Baseball und Fussball – die Saison in der National Football League (NFL) ist seit Anfang Februar beendet. Journalisten dürfen die Garderoben nicht mehr betreten. In Übersee ist es üblich, dass die Medien nach Spielen, teilweise sogar davor, für Interviews mit Spielern in die Garderoben können.

Absatz von Smartphones in China halbiert sich

Der Ausbruch des neuen Coronavirus hat den Absatz von Smartphones in China seit Jahresanfang fast halbiert. Im Januar und Februar wurden 42,1 Prozent weniger verkauft, wie am Dienstag aus einem Bericht auf der Webseite der China Academy of Information and Communications Technology (CAICT) hervorging.

 
In China wurden in den vergangenen Monaten nur noch halb so viele Smartphones verkauft. (Symbolbild: Keystone)

In Februar, als viele Geschäfte wegen der Epidemie geschlossen waren, war der Rückgang mit 54,7 Prozent besonders stark. Es wurden 6,3 Millionen Stück verkauft.

Italiener mit toter Schwester eingesperrt

In Italien kommt es wegen der Coronavirus-Krise zu dramatischen Szenen. So postete der Italiener Luca Franzese am Montag ein Video auf Facebook, das ihn in seiner Wohnung in Italien zeigt. Im Hintergrund liegt der Körper seiner verstorbenen Schwester (†47).

Luca Franzese postete ein Hilferuf auf Facebook. (Video: Youtube/Dady Majer)

Hier gelangen Sie zum vollständigen Artikel.

Österreich ruft Reisende zu Rückkehr aus Italien auf und Coronavirus in Kanada

Italiens Regierung schränkt ab Dienstag die Reise- und Versammlungsfreiheit im ganzen Land ein. Deshalb ruft das Aussenministerium Österreicher zur Rückkehr auf. «Österreichischen Reisenden wird dringend nahegelegt nach Österreich zurückzukehren», heisst es auf der Homepage des Aussenministeriums.

(Screenshot: bmeia.gv.at)



Lage in Kanada

Unterdessen wurde in Kanada der erste Todesfall durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Ein Bewohner eines Altenpflegeheims in der Stadt North Vancouver sei an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt gewesen und in der Nacht zum Montag gestorben, teilten die Behörden der westkanadischen Provinz British Columbia mit.

Zwei weitere Bewohner und zwei Pflegekräfte der Einrichtung seien positiv auf den Erreger getestet worden.

In Kanada gibt es bislang gut 70 Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus.

Aktienkurse rauschen weltweit in die Tiefe

Die Furcht vor der Coronavirus-Krise und ein Absturz des Erdölpreises haben dramatische Folgen: Zu Wochenbeginn brachen die Aktienkurse drastisch ein.

Virus treibt Nahrungsmittelpreise in China in die Höhe

Die Epidemie hat die Nahrungsmittelpreise in China im Februar um 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigen lassen. Damit kletterte der Index für die Konsumentenpreise (CPI) im Februar um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem er im Januar schon um 5,4 Prozent zugelegt hatte, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete.

 
Die Nahrungsmittelpreise in China sind gestiegen. (Symbolbild: Keystone)

Beschränkungen im Transportsystem sowie die Schliessung von Geschäften hätten die Versorgung unterbrochen, während die Nachfrage durch Hamsterkäufe gestiegen sei, erklärte das Statistikamt nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua den starken Anstieg des Nahrungsmittelpreise.

Die Erzeugerpreise fielen hingegen um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, nachdem sie im Januar noch leicht um 0,1 Prozent gestiegen waren. Hintergrund waren nach Angaben des Statistikamtes die wegen der Epidemie weit in den Februar verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest Ende Januar, die geringere Produktion und die Unterbrechung des Transportwesens.

China berichtet bisher niedrigsten Anstieg neuer Infektionen

Mit nur noch 19 neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden den niedrigsten Anstieg der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen gemeldet.

An der neuartigen Lungenkrankheit sind in China 17 weitere Menschen gestorben.

Israel verschärft wegen Coronavirus erneut Einreisebestimmungen

Israel hat wegen der Coronavirus-Epidemie seine Einreisebestimmungen erneut verschärft. Alle Einreisenden müssen nun für zwei Wochen in Quarantäne, wie Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montag ankündigte.

«Es handele sich um einen schwierigen Entscheid», der aber nötig sei, «um die öffentliche Gesundheit zu gewährleisten». Dies sei wichtiger als alles andere. Die Quarantäne-Anordnung soll nach Angaben von Netanjahu zunächst für zwei Wochen gelten.

Israel hatte zuvor bereits solche Einreisebeschränkungen für Reisende aus Frankreich, Spanien, Deutschland, Österreich und der Schweiz verhängt. Alle Einreisenden aus den betroffenen Ländern, die nicht über einen festen Wohnsitz in Israel verfügen, müssen bereits seit der vergangenen Woche für zwei Wochen in Quarantäne. In Israel wurden bisher 50 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert.

Fussball in Italien: Serie A wird unterbrochen

Italiens Regierung ordnet gemäss Agenturberichten den Unterbruch des Spielbetriebs in der Serie A an.

Premier Conte erklärt ganz Italien zur Sperrzone

Die italienische Regierung schränkt wegen der Coronavirus-Epidemie die Reise- und Versammlungsfreiheit im ganzen Land ein. Premier Giuseppe Conte rief am Montagabend dazu auf, landesweit auf Reisen zu verzichten. Er kündigte zudem ein Versammlungsverbot an, das am Dienstag durch ein Dekret in Kraft gesetzt werden soll.

Am Wochenende hatte die Regierung die Lombardei und 14 Provinzen in Norditalien zu Sperrzonen erklärt. Aus ihnen hinaus und in sie hinein darf man nur mit triftigen Gründen – zum Beispiel wegen der Arbeit.

Die neue Regelung soll ab Dienstag gelten.

Zahl der Todesfälle in Italien steigt weiter rasant an

In Italien steigt die Zahl der Toten und Infizierten im Zuge der Coronavirus-Epidemie weiter an. 9172 Infektionen sind inzwischen erfasst, das sind fast 1800 Fälle mehr als am Vortag, wie aus den Zahlen des Zivilschutzes am Montag hervorgeht. Die Zahl der Toten erhöhte sich von 366 auf 463, davon allein 333 in der Lombardei mit ihrer Metropole Mailand. 724 Patienten sind wieder genesen.

Es dürfte Experten zufolge zudem eine hohe Dunkelziffer bisher nicht registrierter Fälle geben. Um die Krise in den Griff zu bekommen, hat die Regierung in Rom grosse Teile des Nordens zur Sperrzone erklärt; so sollen ab Dienstag auch alle Skigebiete geschlossen werden.

Todesopfer in der Lombardei auf 333 gestiegen

Die Zahl der Coronavirus-Toten in der norditalienischen Region Lombardei steigt rasant an: Innerhalb eines Tages seien 76 Menschen der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, teilten die regionalen Behörden am Montagabend in Mailand mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 333.

Die Zahl der Infizierten kletterte auf 5469, das sind 1280 mehr als am Sonntag. 440 Personen liegen in der Lombardei auf der Intensivstation, das sind 41 mehr als am Sonntag. 1248 Personen befinden sich in Heimquarantäne.

Die Lombardei wurde am Sonntag zusammen mit 14 norditalienischen Provinzen mit hoher Zahl an Coronavirus-Infizierten zur Sperrzone erklärt.

Kanton Luzern meldet fünften Corona-Fall

Im Kanton Luzern ist eine weitere Person positiv auf das Coronavirus getestet worden. Somit erhöhte sich die Zahl der infizierten Personen auf fünf.

Dies teilte das Luzerner Gesundheitsdepartement am Montagabend mit. Wie, wo und wann sich die Person infizierte, geht aus der Medienmitteilung nicht hervor. Man mache keine persönlichen Angaben mehr zu den erkrankten Personen, sagte eine Mediensprecherin auf Anfrage von Keystone-SDA.

SVP sagt Delegiertenversammlung mit Präsidentenwahl ab

Die SVP hat am Montag wegen des Coronavirus ihre Delegiertenversammlung vom 28. März in Basel abgesagt. Damit fällt auch die Wahl eines neuen Parteipräsidenten ins Wasser, wie die Partei am Montagabend mitteilte.

Ein Verschiebungsdatum war am Montag nicht bekannt. Wie die Partei am Abend in einem Communiqué mitteilte, folgt sie dem Verbot für Grossanlässe. Für die SVP habe die Gesundheit der Bevölkerung Vorrang.

Mit der Absage muss die SVP länger auf ihren neuen Präsidenten warten. In den Startlöchern für die Nachfolge von Albert Rösti steht bisher offiziell einzig der Zürcher Nationalrat Alfred Heer. Die Findungskommission unter der Leitung des ehemaligen Fraktionspräsidenten Caspar Baader behielt sich aber weitere Gespräche vor, da sich mehrere Anwärter gemeldet hätten.

Ein Favorit, der Schwyzer Nationalrat und Landwirt Marcel Dettling, hatte der Partei bereits vor den Gesprächen der Findungskommission eine Absage erteilt. Ohnehin gab es keinen grossen Ansturm für das Spitzenamt.

Rösti geht Ende März

Der aktuelle Präsident und Berner Nationalrat Albert Rösti will wie geplant von der Parteispitze zurücktreten. «Bis Ende März werde ich Präsident sein. Ob es eine Ad-Interim-Lösung braucht oder ob bereits ein neuer Präsident da ist, werden wir sehen», sagte er in einem Video der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Partei sei gut aufgestellt mit drei Mitgliedern im Vizepräsidium und einem funktionierenden Parteileitungsausschuss. Gerade im Hinblick auf die SVP-Begrenzungsinitiative brauche es Leute, die nicht den Stempel eines Rücktritts auf sich tragen, sondern solche, die die Partei in die Zukunft führen.

Seinen Rücktritt begründete Rösti mit dem Misserfolg bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019. Sein Nachfolger müsse mehr Zeit investieren. Er sehe sich nicht als Restrukturierer. Die Parteigremien wollen gemäss Communiqué vom Montagabend eine allfällige Interimslösung «zu gegebener Zeit kommunizieren».

SP-Parteitag offen

Ob auch die SP ihren für den 4. und 5. April in Basel geplanten Parteitag absagt, war am Montag offen. Sowohl die SVP als auch die SP waren zunächst davon ausgegangen, ihre Parteiversammlungen mit den Wahlen der neuen Parteipräsidien wie vorgesehen abhalten zu können. Die Aargauer Kantonalpartei sagte am Montag jedenfalls ihr Hearing vom 12. März mit den beiden Kandidatenpaaren ab.

Bei der SP würden der amtierende Parteipräsident Christian Levrat und die Vizepräsidentinnen und -präsidenten bis zu einem neu angesetzten Termin im Amt bleiben. Den Delegierten stehen zwei Paare für ein Co-Präsidium zur Auswahl: Mattea Meyer (Nationalrätin ZH) und Cédric Wermuth (Nationalrat AG) sowie Priska Seiler Graf (Nationalrätin ZH) und Mathias Reynard (Nationalrat VS). Als Einzelkandidat stellt sich Martin Schwab (SP Nidau BE) zur Verfügung.

In Deutschland wird Saisonverlängerung geprüft

Das Präsidium der Deutschen Fussball Liga beschloss am Montag, dass der 26. Spieltag in den beiden Bundesligen am kommenden Wochenende wie geplant stattfindet, sofern es keine anderslautenden Verordnungen der Behörden vor Ort gibt. Im Falle von behördlichen Einschränkungen der Zuschauerzahl wegen der Ausbreitung des Coronavirus sollen die betroffenen Partien als Geisterspiele ausgetragen werden.

Auf einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung zu Beginn der kommenden Woche sollen mit den Vertretern der 36 Profivereine die möglichen Folgen für den Spielbetrieb der beiden Bundesligen im weiteren Saisonverlauf besprochen werden. Zudem will sich die DFL mit dem DFB und der UEFA darüber austauschen, ob eine Verlagerung von Liga-Spieltagen bis Ende Mai theoretisch möglich sein könnte. Die Saison in den Bundesligen endet wegen der EM im Juni regulär Mitte Mai.

Zypern meldet erste Infektionen mit Coronavirus

Zypern hat seine ersten Coronavirus-Fälle gemeldet. Bei zwei Menschen habe sich eine Infektion mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 bestätigt, teilte das zyprische Medien- und Informationsamt am Montag mit. Damit gibt es nun in allen Mitgliedsstaaten der EU Infektionsfälle.

Weltweit haben sich inzwischen mehr als 110’000 Menschen in rund hundert Ländern mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP stieg die Zahl der Todesopfer am Montag auf mehr als 3800. Mit Abstand die meisten Toten gab es in China, dem Ursprungsland des Virus.

Erste Todesfälle in Deutschland durch Coronavirus

In Deutschland sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus erstmals zwei Menschen gestorben. Das haben der Kreis Heinsberg und die Stadt Essen – beide im westdeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen – am Montag mitgeteilt.

In Essen starb nach Angaben der Stadtbehörden eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei. Zum Toten in Heinsberg wollte der Landrat des Kreises am Abend Einzelheiten bekanntgeben.

Kanton Aargau bewilligt Kurzarbeit für 600 Mitarbeitende

Die Aargauer Kantonsbehörden haben innerhalb von sechs Tagen 33 Anträge auf Kurzarbeit bewilligt. Rund 600 Mitarbeitende sind gemäss Behördenangaben von Kurzarbeit betroffen.

Die meisten Gesuche stammten von Firmen aus dem Eventbereich, sagte Stephan Nauer, Teamleiter Arbeitslosenversicherung im Amt für Wirtschaft und Arbeit, am Montag vor den Medien in Aarau. Zunehmend gebe es auch Gesuche aus der Transportbranche, der Maschinen- und Metallindustrie sowie aus dem Gastrobereich. So würden Generalversammlungen und grosse Hochzeitsveranstaltungen abgesagt.

Nauer sprach von einem «massiven Anstieg» der Zahl der Gesuche. Im Aargau seien 2019 insgesamt 80 Anträge eingereicht worden. Im vergangenen Februar beantragten zwölf Betriebe Kurzarbeit, sieben mehr als im Vormonat.

Wall Street steht wegen Börsencrash still

Die US-Börse befindet sich wegen der Corona-Krise und der abstürzenden Ölpreise im freien Fall. Der Dow Jones ist innert weniger Minuten um über 7 Prozent abgestürzt. Die Wall Street hat den Handel vorübergehend eingestellt.

Update folgt …

Elf Infizierte im Rehab Basel

Das Basler Gesundheitsdepartement (GD) hat am Montag über die aktuelle Lage in Basel-Stadt bezüglich des Coronavirus‘ informiert. Wie das GD in einer Mitteilung schreibt, wurden zwei Patienten der Rehabilitationsklinik Rehab Basel, ein Mann und eine Frau, positiv getestet (Telebasel berichtete). Sie seien in der Zwischenzeit in die Herkunftsspitäler in Isolation zurück verlegt worden.

Die betroffene Abteilung wurde vorübergehend geschlossen und wird aktuell gereinigt. Weiter wurden bisher neun Mitarbeitende positiv getestet. Sie befänden sich alle in häuslicher Quarantäne, heisst es weiter. Sie hätten «normale Erkältungssymptome», und es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut.

Nach Einschätzung des Kantonsarztes Thomas Steffen ist zu erwarten, dass weitere Gesundheitseinrichtungen von positiven Fällen betroffen sein werden.

Das Gesundheitsdepartement geht zudem davon aus, dass Dutzende weitere Coronavirus-Fälle auftreten werden, da es in der Europa und der Schweiz einen Gesamtanstieg der Fälle gebe.

Auch im Bundeshaus gilt «Social Distancing»

Die Frühjahrssession soll trotz des sich immer weiter ausbreitenden Coronavirus nicht abgebrochen werden. Das hat die Verwaltungsdelegation des National und Ständerats entschieden. Sie empfiehlt aber weitere Massnahmen, darunter «Social Distancing».

Die Verwaltungsdelegation habe entschieden, mit gutem Beispiel voranzugehen, insbesondere beim Schutz der besonders gefährdeten Personen, sagte Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) am Montag vor den Bundeshausmedien.

Die Frühjahrssession soll trotz des Coronavirus‘ nicht abgebrochen werden, wie Ständeratspräsident Hans Stöckli erklärt. (Video: Keystone-SDA/Léandre Duggan, Stefan Lanz)

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312 Infektionen in der Schweiz

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in der Schweiz ist bis am Montagmittag auf 312 gestiegen. Das sind 31 mehr als 24 Stunden zuvor.

Bei 62 Fällen liegt zudem ein erstes positives Resultat vor, wie aus dem neuesten Situationsbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur epidemiologischen Lage hervorgeht. Die Bestätigung durch das Referenzlabor in Genf steht für diese Fälle noch aus. Werden sie bestätigt, ergibt sich ein Total von 374 Fällen.

In der Schweiz starben bislang zwei Personen an der durch das Virus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es handelt sich um eine 74-jährige Frau aus dem Kanton Waadt, die sich vermutlich in Italien angesteckt hatte, sowie einen 76-jährigen Mann aus dem Kanton Baselland. Beide litten schon vor der Ansteckung an chronischen Erkrankungen.

Auch PSG gegen Dortmund ohne Zuschauer

Das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch zwischen Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund findet wegen der Gefahr durch das Coronavirus ohne Zuschauer statt. Dies teilte die Pariser Polizeipräfektur mit. Im Hinspiel setzte sich der von Lucien Favre trainierte Bundesligist 2:1 durch.

Das Rückspiel zwischen PSG und Dortmund muss ohne Zuschauer ausgetragen werden. (Bild: Keystone)
Basler Forscher fahnden nach Wirkstoffen gegen Coronavirus

Fieberhaft suchen Forschungsgruppen weltweit nach Medikamenten gegen das neue Coronavirus. Basler Forscher liefern dabei eine wichtige Grundlage.

Mit computergestützten Methoden durchforsteten Basler Forscher 678 Millionen Substanzen und identifizierten vielversprechende Kandidaten auf der Suche nach Medikamenten und einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

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Die Forschung ist zurzeit intensiv auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. (Bild: Keystone)
SMI stürzt um rund 7 Prozent ab

Panik hat die Aktienmärkte ergriffen: Saudi-Arabien und Russland sind miteinander in einen Ölpreiskrieg getreten, nachdem sich die Opec und ihre Kooperationspartner nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen konnten. Die Ölpreise sind am Montag um etwa 30 Prozent in die Tiefe gerauscht.

Der Swiss Market Index (SMI) reagierte mit Kursverlusten von zeitweise mehr als 6 Prozent im frühen Handel. Er folgte damit den Kurseinbrüchen in Asien. Aktuell hat der Leitindex damit innerhalb von zwei Handelstagen 10 Prozent verloren, da er sich bereits am Freitag mit einem deutlichen Minus ins Wochenende verabschiedet hatte.

Google verordnet in Zürich Home Office

Der Internet-Konzern Google hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus‘ für seine Angestellten in Zürich Home Office angeordnet. Über 4000 Mitarbeitende arbeiten nun von zu Hause aus. Das berichtet SRF. Der Mutterkonzern in Kalifornien habe allen Standorten, an denen sich Coronavirus-Fälle häufen empfohlen, Home Office einzuführen.

Der Google-Standort in Zürich bleibe aber geöffnet, heisst es weiter. Alle Gäste brauchen ab sofort aber eine Sonderbewilligung.

Genehmigungen von Kurzarbeit steigen deutlich an

Das Coronavirus hat zunehmend Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt. Seit Anfang März haben die genehmigte Voranmeldungen für Kurzarbeit stark zugenommen, wie es vom Seco am Montag hiess. Diese Woche soll der Bundesrat über Vereinfachungen dieses Instruments entscheiden.

Tennis-Turnier in Indian Wells abgesagt

Wegen eines bestätigten Covid-19-Falls in der Region findet das für die kommenden beiden Wochen geplante kombinierte Damen- und Herren-Turnier im amerikanischen Indian Wells nicht statt. Dies gaben die Veranstalter um Turnierdirektor gaben die Veranstalter um Turnierdirektor Tommy Haas am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt. Am Montag hätte die Qualifikation begonnen.

Erwartet wurden in den knapp zwei Wochen mehr als 450’000 Zuschauer. Von der Absage sind etwa Rafael Nadal, Novak Djokovic, Serena Williams und Naomi Osaka betroffen.

Mehr zur Absage des Turniers in Indian Wells lesen Sie hier.

Das Turnier von Indian Wells muss wegen des Coronavirus‘ abgesagt werden. (Archivbild: Keystone)
US-Senator Ted Cruz isoliert sich nach Kontakt mit Corona-Patient

Der republikanische US-Senator Ted Cruz hat sich nach einem kurzen Kontakt mit einem Covid-19-Patienten in freiwillige Quarantäne begeben. Er habe der Person vor zehn Tagen bei einer Veranstaltung mit konservativen Aktivisten nahe Washington die Hand geschüttelt und sich kurz mit ihr unterhalten, teilte der Senator für Texas in der Nacht zu Montag bei Twitter mit. Die betroffene Person sei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden und zeige Symptome der Lungenerkrankung.

Dennoch sei die Chance, dass auch er infiziert worden sei «extrem niedrig», schrieb Cruz weiter. Die Begegnung sei kurz gewesen, und er fühle sich «gut und gesund». Seine vorübergehende Isolierung sei nur eine Vorsichtsmassnahme. Er werde zu Hause in Texas bleiben, bis 14 Tage seit der Begegnung vergangen seien.

Weitere 22 Todesfälle in China

In China sind weitere 22 Menschen an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurde seit Sonntag 21 Opfer in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet.

Ein weiterer Patient starb in der südchinesischen Provinz Guangdong. Die Zahl neu Infizierter sank laut den offiziellen Angaben weiter auf landesweit 40 Fälle. Es wird jedoch eine hohe Dunkelziffer vermutet. Mit den jüngsten Angaben sanken die Coronavirus-Opferzahlen allerdings erneut: Am Samstag hatte es 44 neue bestätigte Fälle gegeben und die Zahl der Toten hatte an dem Tag 27 betragen.

An der Lungenkrankheit Covid-19 sind in China bisher mehr als 3000 Menschen verstorben. Über 80’735 Infektionen wurden nachgewiesen, jedoch gelten mehr als 58’000 Patienten mittlerweile als geheilt.

Grenze von und nach Italien bleibt offen

Italien hat der Schweiz bestätigt, dass die Grenze zwischen den beiden Ländern für Grenzgängerinnen und Grenzgänger offenbleibe. Dies hat der italienische Aussenminister Luigi Di Maio seinem Amtskollegen Bundesrat Ignazio Cassis in einem Telefongespräch angekündigt, wie der Bundesrat mitteilt.

Der italienische Aussenminister hat diese Nachricht in einer Medienmitteilung heute Nachmittag bestätigt. Bundesrat Alain Berset habe die Situation in den letzten Stunden auch mit dem Präsidenten des Tessiner Staatsrates Christian Vitta erörtert, um die Folgen der Entwicklung der Epidemie in Italien für den Kanton Tessin und die Schweiz zu klären.

Die Grenze von und nach Italien bleibt für Grenzgänger offen. (Bild: Keystone)
133 Todesfälle in 24 Stunden

Die Gesamtzahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen in Italien erreichte am Sonntag 366. Das entspricht einem Anstieg von 133 Toten seit Samstag. Die Zahl der Infizierten kletterte auf 7375, wie der Chef des italienischen Zivilschutzes, Angelo Borrelli, bei am Sonntagabend vor den Medien in Rom sagte. 622 Personen seien inzwischen wieder genesen.

Die Regierung in Rom hat wegen der Coronavirus-Epidemie drastische Massnahmen ergriffen. Italien ist das in Europa am schwersten vom Ausbruch von SARS-CoV-2 betroffene Land. In allen 20 italienischen Regionen wurden bisher Infektionsfälle gemeldet.

«Tutto chiuso – alles geschlossen» im Coronavirus-geplagten Italien. (Bild: Keystone) 
Erster Todesfall in Deutschland

An dem neuartigen Coronavirus ist erstmals ein Deutscher gestorben. Wie das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag in Kairo mitteilte, starb der 60-Jährige im Badeort Hurghada am Roten Meer. Er war am Freitag mit Fieber ins Krankenhaus gekommen und wurde am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet. Es ist zugleich der erste Todesfall auf dem afrikanischen Kontinent.

In Deutschland selbst gab es bislang noch keine Todesfälle durch das Coronavirus. Mehr als tausend Menschen haben sich mit dem Erreger, der die Atemwegserkrankung Covid-19 auslöst, infiziert.

FCB mit Geisterspiel in der Euopa-League?

Droht dem FCB in Frankfurt ein Geisterspiel? Wegen des Coronavirus überlegen nun auch die Deutschen alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen zu verbieten. Dies empfiehlt der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn.

Schlimmstenfalls könnte das Europa-League-Spiel sogar abgesagt werden. Alle Hintergründe dazu gibt es unter folgendem Link.

15 Millionen Menschen von Ausreiseverbot betroffen
Dieser Mailänder ist einer von 15 Millionen Menschen, die wegen des Coronavirus‘ einem Ausreiseverbot unterliegen. (Bild: Keystone)

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie hat Italiens Regierung zu in Europa beispiellosen Massnahmen gegriffen: Rom erliess am Sonntag ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot für die mehr als 15 Millionen Einwohner der Regionen im Norden des Landes, zu denen auch die Wirtschaftsmetropole Mailand und der Touristenmagnet Venedig gehören.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begrüsste die Massnahmen und erklärte, die Italiener schützten ihr Land und die Welt. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte erklärte via Twitter, die Abriegelung grosser Teile Norditaliens gelte von Sonntag an bis zum 3. April. Dadurch soll die weitere Ausbreitung der Epidemie eingedämmt werden.

Betroffen von den Massnahmen sind die Region Lombardei und die Provinzen Modena, Parma, Piacenza, Reggio Emilia, Rimini, Pesaro und Urbino, Alessandria, Asti, Novara, Verbano Cusio Ossola, Vercelli, Padua, Treviso und Venedig. Insgesamt sind 15 Millionen Menschen betroffen.

Iran mit 49 Todesfällen in 24 Stunden
Im Iran gibt es aktuell 6566 bestätigte Coronavirus-Fälle. (Foto: Keystone)

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus um 49 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Teheran am Sonntag mitteilte, stieg die Gesamtzahl der Todesfälle damit auf insgesamt 194. Es handelte sich um den höchsten Anstieg an Todesfällen seit dem Beginn der Epidemie im Iran Mitte Februar.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in der Islamischen Republik insgesamt liegt inzwischen bei 6566. Der Iran ist nach China und Südkorea das am stärksten von der Epidemie betroffene Land weltweit.

Unispital Basel sucht bei Pensionierten weiteres Ärzte-Personal

Das Unispital Basel sei «Aufgrund der aktuellen Situation mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) am Universitätsspital Basel auf qualifizierte Pflegepersonen, Ärztinnen und Ärzte angewiesen», wie es in einer Stellenausschreibung des Krankenhauses heisst.

Konkret sucht das Unispital nach pensionierten Ärztinnen und Ärzten. «Wir suchen qualifizierte Senioren, welche gesundheitlich in guter Verfassung sind», schreiben die Verantwortlichen auf der Stellenplattform «Seniors at Work». «Wir benötigen Unterstützung im täglichen Ablauf im Kerngeschäft, Sitzwachen und in der neu eröffneten Aussenstelle in der Predigerkirche» heisst es in der Stellenanzeige weiter.

Mit einer Stellenanzeige sucht das Unispital Basel nach pensionierten Ärztinnen und Ärzte, um in der aktuellen Situation mit dem Coronavirus umzugehen. (Bild: SCreenshot Seniors at Work)

Italienische Gefängnisinsassen revoltieren

Die Coronavirus-Epidemie in Italien sorgt für Turbulenzen in einigen Strafanstalten. Gewaltsame Proteste brachen am Sonntag in den Strafanstalten von Modena und Frosinone südlich von Rom aus. In Modena steckten Gefängnisinsassen einige Gegenstände in Brand.

Die Gefängnisinsassen protestierten damit gegen den Regierungsbeschluss, Besuche von Angehörigen als Massnahme zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie auszusetzen. Ähnliche Proteste gab es in Frosinone.

Am Samstag war bereits eine Revolte im Gefängnis der süditalienischen Strafanstalt Salerno ausgebrochen, an der sich rund 200 Gefängnisinsassen beteiligten. Mit Eisenstangen, die sie von ihren Betten abmontierten, verwüsteten Gefängnisinsassen Teile der Strafanstalt. Auch sie protestierten gegen die Einschränkungen bei den Besuchen.

Erster Patient im Baselbiet verstorben
Der Telebasel News Beitrag vom 8. März 2020.

Das Baselbiet meldet den ersten Todesfall eines Coronavirus-Patienten im Kanton.  Es handelt sich um einen 76-Jährigen aus dem Kanton Basel-Landschaft mit Vorerkrankungen. Der Mann starb am Sonntagmorgen im Kantonsspital Baselland in Liestal. Er war vergangene Woche bereits positiv getestet von einem anderen Spital nach Liestal eingeliefert worden.

In Liestal halten die Baselbieter Behörden ab 16.00 Uhr eine Pressekonferenz zum Todesfall im Kanton Basel-Land. Telebasel zeigt die Konferenz im Live-Stream. Es informieren der  Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber, Kantonsärztin Monika Hänggi KSBL-Chefarzt Jörg D. Leuppi und  Patrick Reiniger, Leiter Kantonaler Krisenstab. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

BAG meldet 281 bestätigte Coronavirus-Fälle in der Schweiz

Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntagmittag mitteilte, liege bei 51 Fällen zudem ein erstes positives Resultat vor. Die Bestätigung durch das Referenzlabor in Genf stehe für diese Fälle noch aus, heisst es im Situationsbericht zur epidemiologischen Lage des BAG. Werden sie bestätigt, ergibt sich ein Total von 332 Fällen.

In der Schweiz starb bislang eine Person an der durch das Virus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es handelt sich um eine 74-jährige Frau aus dem Kanton Waadt, die sich vermutlich in Italien angesteckt hatte. Sie litt an einer chronischen Erkrankung und starb am Donnerstag im Spital unerwartet rasch. Mehr dazu lesen Sie hier.

Das Coronavirus breitet sich in der Schweiz immer mehr aus. (Bild: Keystone)
Coronavirus-Fälle im Rehab Basel

In der Rehabilitationsklinik Rehab Basel grassiert das Coronavirus: Zwei Patienten – ein Mann und eine Frau – sind positiv getestet worden, wie die «Basler Zeitung» am Sonntag berichtet. Der Direktor des Rehab Basel, Stephan Bachmann, hat die Fälle bestätigt. Die beiden Patienten seien inzwischen zurück in ihre Herkunftsspitäler verlegt worden.

Es hätten sich mehrere Mitarbeitende des Rehab Basel bei den beiden Patienten mit dem Coronavirus angesteckt, bestätigt Bachmann. Die genaue Zahl der Infizierten und weitere Informationen werde das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt am Montag kommunizieren.

Das Rehab Basel hat mehrere Corona-Fälle. (Bild: Keystone)
Mindestens zehn Tote nach Einsturz von Quarantäne-Hotel

Die Unterkunft war für Menschen gedacht, die in China wegen der Lungenkrankheit Covid-19 unter Quarantäne stehen. Dann stürzte sie ein. Noch immer werden Gäste unter den Trümmern vermisst.

Beim Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der chinesischen Küstenstadt Quanzhou sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. 23 Menschen wurden noch vermisst, berichtete der chinesische Staatssender CCTV am Sonntag. Nach dem Einsturz am Samstag wurden demnach 38 Menschen aus den Trümmern gerettet und ins Spital gebracht.

Spielergewerkschaft fordert Absage der Fussball-Meisterschaft

Angesichts der drastischen Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat Damiano Tommasi als Chef der italienischen Fussballer-Gewerkschaft die Absage der Meisterschaft gefordert. «Benötigt ihr noch etwas? Stoppt den Fussball», schrieb der langjährige Serie-A-Spieler auf Twitter. Eine entsprechende Forderung habe er auch an die Verantwortlichen einschliesslich Ministerpräsident Giuseppe Conte geschickt.

In Italien wurde bereits entschieden, dass alle Sportveranstaltungen bis zum 3. April ohne Zuschauer ausgetragen werden. In der Nacht zum Sonntag entschied sich die italienische Regierung dazu, die Bewegungsfreiheit von rund 16 Millionen Bürgern im Norden des Landes stark einzuschränken. Italien ist der Staat in Europa mit den meisten bestätigten Coronavirus-Infektionen.

Bundesrat steht in Kontakt mit Italien

Nach den drastischen Quarantäne-Massnahmen in Italien wegen des Coronavirus stellt sich die Frage, was das für die Grenzgänger im Tessin bedeutet. Der Bundesrat stehe in Kontakt mit Italien, twitterte Bundesratssprecher André Simonazzi am Sonntag.

«Der Bundesrat verfolgt die Entwicklung in Italien aufmerksam», versicherte Simonazzi auf Twitter. Die Schweizer Landesregierung stehe in Kontakt mit den Tessiner und den italienischen Behörden, um die Situation ständig zu evaluieren und entsprechend zu reagieren.

SBB-Züge verkehren nach Fahrplan

Gemäss Fahrplan verkehren jedenfalls die grenzüberschreitenden Züge von und nach Italien, wie die SBB am Sonntag mitteilten. Die italienischen Behörden hätten keine Einschränkungen für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr angeordnet, schrieb SBB-Mediensprecher Reto Schärli.

GP Bahrain ohne Zuschauer

Das Formel-1-Rennen in Bahrain am 22. März findet hinter verschlossenen Toren und damit ohne statt. Die Veranstalter des zweiten Grand Prix der Saison reagierten mit der bislang einmaligen Massnahme auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Der Entscheid sei in Beratung mit internationalen Partnern und dem Gesundheits-Krisenstab des Königreichs gefallen.

Damit ist nun das zweite Rennen konkret von Massnahmen aus Sorge vor dem Virus betroffen. Der GP von China im April wurde vorerst abgesagt, er soll womöglich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Offen ist derzeit, wie das Rennen Anfang April im vietnamesischen Hanoi ablaufen soll. Die Stadt liegt nur rund 150 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt.

«Grand Princess» darf in Oakland andocken

Das wegen etlicher Coronavirus-Fälle an Bord vor Kalifornien festsitzende Kreuzfahrtschiff «Grand Princess» darf im Hafen von Oakland andocken. Ab Montag sollen kranke Passagiere von Bord kommen.

Die Reederei Princess Cruises teilte am Samstag (Ortszeit) mit, ab Montag dürften Passagiere, die eine dringende medizinische Behandlung benötigten, das Schiff verlassen. Bei fast der Hälfte der bisher getesteten Insassen der «Grand Princess» wurde eine Coronavirus-Infektion festgestellt.

(Foto: Key)

Die «Grand Princess» liegt seit Mittwoch vor San Francisco, nachdem bei zwei zuvor auf dem Schiff reisenden Menschen eine Infektion diagnostiziert worden war. Inzwischen wurden 21 Coronavirus-Infektionen auf dem Schiff nachgewiesen, davon 19 bei Besatzungsmitgliedern und zwei bei Passagieren. Allerdings wurden bisher erst 46 der 3533 Menschen an Bord auf das Virus getestet.

Italien weitet Sperrgebiet drastisch aus

Ab Sonntag gilt für grosse Teile Norditaliens ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot. Italien sperrt damit die wirtschaftsstarke Lombardei und 14 andere Gebiete weitgehend ab, darunter die Wirtschaftsmetropole Mailand und den Touristenmagneten Venedig. Das sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagmorgen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Er habe das entsprechende Dekret unterschrieben.

(Foto: Key)

Davon betroffen sind neben der Millionenstadt Mailand und der Touristenhochburg Venedig auch Parma in der Region Emilia-Romagna. Ausserdem bestätigte, beziehungsweise verhängte die Regierung den Angaben nach Einschränkungen für ganz Italien, wie den Besucher-Stop für Kinos, Theater, Museen, oder Demonstrationen und viele andere Veranstaltungen.

Die neuen Ankündigungen der Regierung dürften den Alltag der insgesamt rund 60 Millionen Bürger weiter verändern, nachdem die bisher schon getroffenen Massnahmen, wie landesweite Schulschliessungen bereits viele tagtäglich treffen.

27 weitere Tote in China - 44 neue Infektionen

In China sind weitere 27 Menschen der Lungenkrankheit Covid-19 zum Opfer gefallen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, wurden sämtliche der neuen Opfer in der besonders betroffenen Provinz Hubei registriert, wo das Virus ursprünglich in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war.

Deutlich zurück ging die Zahl neuer Infektionen. Laut offiziellen Angaben kamen seit dem Vortag nur noch landesweit 44 Fälle hinzu – der geringste Wert seit Wochen. Es wird jedoch eine hohe Dunkelziffer vermutet. Seit Ausbruch des Coronavirus wurden in China über 80’000 Infektionen registriert, von denen bislang rund 57’000 geheilt wurden.

Bundesstaat New York verhängt Notstand wegen Coronavirus

Im US-Bundesstaat New York gilt wegen des neuen Coronavirus nun der Notstand. Derzeit gebe es dort 76 bestätigte Fälle, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag in der Hauptstadt Albany. In dem Staat leben knapp 20 Millionen Menschen, davon rund 8,5 Millionen in der Metropole New York City.

57 Fälle traten bisher in deren Vorort Westchester auf, elf in New York City. Bisher wurden in dem Bundesstaat noch keine durch das Virus verursachten Todesfälle bestätigt.

Frauen-Eishockey-WM in Kanada abgesagt

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus die A-Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada abgesagt. Das Turnier, das vom 31. März bis 10. April in Halifax und Truro hätte stattfinden sollen, wird in einem Jahr gleichenorts nachgeholt. Dies muss allerdings noch vom Kongress genehmigt werden.

Laut IIHF-Präsident René Fasel wird sich die Verschiebung der WM 2020 auch auf die Planung der olympischen Qualifikationsturniere der Frauen auswirken. Das Schweizer Nationalteam war als Nummer 5 der Welt in der Gruppe A mit den Top-5-Teams eingeteilt.

Auch die Durchführung der Männer-WM in der Schweiz steht wegen der Coronavirus-Epidemie in der Schwebe. Der IIHF-Council will bis Mitte April entscheiden, ob die Titelkämpfe wie geplant vom 8. bis 24. Mai in Zürich und Lausanne ausgetragen werden können. (sda)

Reisebüro-Inhaberin: «Ich habe Angst um meine Existenz»

Marisa Pippa ist Geschäftsführerin eines Reisebüros in Liestal. So etwas wie die Corona-Krise habe sie aber in 23 Jahren noch nie erlebt. «Es gibt Kunden, die haben Angst, weil sie mit älteren Leuten reisen. Es gibt Kunden, die sind schon gesundheitlich angeschlagen und haben dadurch Angst», erklärt Pippa.

Die Reiseplanerin hat in diesen Tagen mit vielen Absagen und Umbuchungen zu kämpfen. Zwei bis drei Monate könnte ihr Geschäft zwar noch überleben, aber die Lage sei prekär. «Ich habe Angst um meine Existenz», so Pippa.

Mehr dazu sehen Sie in den Telebasel News vom Samstag, 7. März und hier.

Reiseplanerin Marisa Pippa weiss bald nicht mehr weiter. (Bild: Telebasel)
Worin unterscheidet sich das Cronavirus von der Influenza?

Das Coronavirus und die «normale» Grippe, die Influenza, lösten ähnliche Symptome aus. Doch es gibt Unterschiede: Das Coronavirus ist tödlicher und auch ansteckender. Was die beiden Erreger weiter unterschiedet, ist unter diesem Link aufgeführt.

Das Coronavirus unterscheidet sich unter anderem in der Inkubationszeit von der Influenza. (Bild: Keystone)
Seco sucht massgeschneiderte Lösungen für betroffene Branchen

Das Coronavirus wird der Schweizer Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen einen Dämpfer versetzten. Das Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) sucht nun nach massgeschneiderten Massnahmen für Unternehmen, wie Seco-Chefin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch ankündigt. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), will die Schweizer Wirtschaft in der Coronakrise unter stützen. (Bild: Keystone)
Kary Perry und Orlando Bloom verschieben Hochzeit

Das Coronavirus macht auch den Promis bei ihren geplanten Feiern einen Strich durch die Rechnung: Katy Perry und Orlando Bloom mussten ihre für Frühsommer geplante Hochzeit verschieben. Die 35-Jährige Sängerin und der 43-Jährige erwarten ihr erstes gemeinsames Kind und wollten sich in Japan das Ja-Wort geben. Weitere Details dazu gibt es hier.

Müssen ihre Hochzeit verschieben: Katy Perry und Orlando Bloom. (Bild: Keystone)
Papst predigt im Video, Italienischer Politiker erkrankt
Um Menschenansammlungen zu vermeiden, meldet sich der Papst via Videobotschaft bei seinen Anhängern. (Bild: Keystone)

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien wird Papst Franziskus das nächste Angelus-Gebet nicht am Fenster vor den Menschen direkt sprechen. Das traditionelle Gebet am Sonntagmittag soll stattdessen per Video live aus dem Papstpalast übertragen werden. Damit soll die Coronavirus-Übertragung in Menschenansammlungen verhindert werden.

Der Chef der in Rom mitregierenden Sozialdemokraten, Nicola Zingaretti, ist derweil positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Es gehe ihm gut, er müsse aber zunächst zu Hause in Quarantäne bleiben, erklärte der 54-jährige Politiker am Samstag in einem Video bei Facebook.

Qurantäne-Hotel in China stürzt ein – 33 Menschen gerettet

Ein als Quarantäne-Unterkunft genutztes Hotel ist in der chinesischen Küstenstadt Quanzhou eingestürzt. Bis Samstagabend (Ortszeit) seien 33 Menschen aus den Trümmern gerettet worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In ersten Berichten der örtlichen Behörden habe es geheissen, rund 70 Menschen seien in dem Gebäude eingeschlossen gewesen.

Das Hotel sei genutzt worden, um Menschen, die aus anderen Provinzen gekommen seien, wegen des Coronavirus unter Quarantäne zu stellen und zu beobachten, berichtete Xinhua unter Berufung auf Behördenkreise. Quanzhou hat rund acht Millionen Einwohner und liegt in der südostchinesischen Provinz Fujian an der Taiwan-Strasse. (sda)

Schweiz in den Top Ten

Die Schweiz ist unter den Top-Ten der Länder, die vom Coronavirus betroffen sind. Mit den bestätigten 228 Fällen liegt die Schweiz auf Rang zehn aller betroffenen Regionen, wie die Fallzahlen der Johns Hopkins CSSE zeigen.

Die meisten Fälle werden mit 80’651 weiterhin in China verzeichnet. Südkorea notiert 741 und der Iran 4747 bestätigte Ansteckungen. Italien liegt mit 4636 Coronavirus-Patienten auf Rang vier.

Bei den Todesfällen führ weiterhin China die Liste an: 2959 Menschen starben dort am Coronavirus. In Italien waren es 197 Todesfälle und im Iran 124. Es sind die einzigen Ländern, in denen die Mortalität bei über 100 Personen liegt.

In Asien und Europa gibt es bisher die meisten Coronavirus-Fälle. (Bild: Screenshot John Hopkins CSSE)

Museum.BL sagt Grosselterntag ab

Das Museum.BL sagt die Vernissage «La, la, la. Eine Ausstellung zum Mitsingen» vom kommenden Freitag wegen des Coronavirus ab. Wie das Museum mitteilt, wird zudem der Grosselterntag vom kommenden März nicht stattfinden. Beide Veranstaltungen werden aufgrund der Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wegen des Coronavirus‘ abgesagt.

SP überlegt Delegiertenversammlung zu verschieben

Die SP Schweiz wartet betreffend ihre für den 4./5. April geplante Delegiertenversammlung die weiteren Entscheide des Bundesrats und der kantonalen Behörden ab. Sollte der Parteitag nicht an dem Termin durchgeführt werden können, würde er auf Herbst 2020 verschoben.

Italien stoppt Teile der Justiz
Die Italienische Justiz pausiert teilweise wegen des Coronavirus. (Bild: Keystone)

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stoppt Italien einen Teil der Arbeit der Gerichte. Zunächst für rund zweieinhalb Monate bis Ende Mai sollen zum Schutz der Menschen vor Infektionen Einschränkungen im Justizsystem möglich werden etwa bei Prozessen und anderen öffentlichen Terminen, wie die Regierung am frühen Samstagmorgen in Rom mitteilte.

Prozesse zu nicht schweren Taten dürfen damit verschoben werden, wie Medien schrieben. Die Details sollten jeweils vor Ort bestimmt werden.

NBA ergreift Massnahmen
Die NBA bespricht wegen des Coronavirus‘ die Möglichkeit von Geisterspielen. (Foto: Keystone)

Nachdem zahlreiche Sportveranstaltungen in Europa abgesagt wurden, ergreift auch die NBA neue Massnahmen. So dürfen Spieler nicht mehr Abklatschen und sollen mit eigenen Stiften Autogramme geben.

Zudem sollen Notfallpläne erarbeitet werden. Auch Geisterspiele sind in der Diskussion. Mehr Hintergründe zum Thema gibt es unter diesem Link.

21 weitere Tote im Iran

Im Iran sind erneut 21 Menschen an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran am Samstag sagte, stieg die Zahl der Todesfälle durch die von dem Virus ausgelöste Erkrankung Covid-19 damit auf insgesamt 145.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Iran erhöhte sich demnach innert 24 Stunden um mehr als 1000 auf insgesamt 5823. In Teheran erlag auch eine 55-jährige Parlamentsabgeordnete ihrer Virusinfektion.

Im Iran sind tausende Menschen vom Coronavirus betroffen. Auch hier desinfizieren die Behörden öffentliche Räume. (Foto: Keystone)
228 bestätigte Coronavirus-Fälle in der Schweiz

Das Coronavirus breitet sich in der Schweiz weiter rasant aus. Laut den neusten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Samstagmittag gibt es bisher 228 bestätigte Ansteckungen.

Alle Erkrankten seien isoliert, heisst es auf der Webseite des BAG. Die Gesundheitsbehörden würden enge Kontaktpersonen benachrichtigen. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Kuwait streicht Flüge in sieben Länder

Um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen, setzt Kuwait für eine Woche sämtliche Flüge in sieben Länder aus. Flüge von und nach Ägypten, Libanon, Syrien, Bangladesch, Indien, Sri Lanka und auf die Philippinen seien davon betroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna am Samstag.

Kuwait streicht sämtliche Flüge in gewisse Länder. (Bild: Keystone)

Im Irak rief die Regierung derweil seine Bürger im benachbarten Iran dazu auf, in die Heimat zurückzukehren. Ab Mitte des Monats würden die Grenzübergänge zum Iran geschlossen, hiess es in einer Mitteilung. Irak und Iran haben eine fast 1500 Kilometer lange gemeinsame Grenze.

Vier Schweizer auf Kreuzfahrtschiff

Am Bord der «Grand Princess», dem gestoppten Kreuzfahrtschiff vor der Küste Kaliforniens , befinden sich vier Schweizer. Dies teilt das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag mit.

Auf der Grand Princess kämpfen die Einsatzkräfte gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus‘. (Bild: Keystone)

«Das EDA hat Kenntnis davon, dass die US-Behörden das Kreuzfahrtschiff «Grand Princess» vor der Küste Kaliforniens (USA) gestoppt haben, weil bei Passagieren und Besatzungsmitgliedern Krankheitssymptome festgestellt wurden», so die Mitteilung. Das Schweizerische Generalkonsulat in San Francisco stehe mit den lokalen Behörden in Kontakt. Weiter Informationen zum Kreuzfahrtschiff gibt es hier.

Pompeo beleidigt China mit «Wuhan-Virus»

Ungeachtet der Verärgerung Chinas hat US-Aussenminister Mike Pompeo dem neuartigen Coronavirus einen anderen Namen gegeben: «Wuhan-Virus». Am Freitag verwendete er den Begriff zum zweiten Mal in Folge.

In einem Interview mit dem Sender CNBC sagte Pompeo mit Blick auf die Epidemie und Pekings Gegenmassnahmen: «Ich freue mich, dass Sie die chinesische Kommunistische Partei heute gelobt haben, aber denken Sie daran, dass das Wuhan-Coronavirus dies verursacht hat.»

Am Donnerstag hatte Pompeo bereits gesagt, sein Land stelle 37 Millionen Dollar an Hilfen für andere Staaten bereit, die unter der «Ausbreitung des Wuhan-Virus» litten.

US-Aussenminister Mike Pompeo sorgt mit seinen Aussagen für Ausehen. (Bild: Keystone)
Erster Fall an der Uni Basel

An der Uni Basel gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Dies schreibt die Leitung der Task Force Coronavirus der Uni in einem Mail. Das Mail, das auch Telebasel vorliegt, wurde an alle Studentinnen und Studenten verschickt.

Das direkte Umfeld sei über den Coronavirus-Fall und die nun angeordneten Massnahmen informiert worden. «Wir werden auch in Zukunft betroffene Bereiche direkt informieren, sobald wir von entsprechenden Fällen Kenntnis haben», heisst es im Schreiben.

Die Task Force verhängt neue Massnahmen. Diese betreffen auch den Unisport. Das Boxen und der Paartanz zählen zu den Angeboten, die im Moment nicht durchgeführt werden. Weitere Informationen gibt es hier.

An der Uni Basel gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. (Bild: Keystone)
Island erklärt wegen Coronavirus den Ausnahmezustand

In Island sind bisher 43 Menschen am Coronavirus erkrankt. Weil sich aber zwei Menschen im Land selber angesteckt haben, reagieren nun die Behörden: Sie riefen den Notstand aus. Alle Hintergründe dazu gibt es hier.

21 Menschen auf «Grand Princess» erkrankt
Die Grand Princess musste wegen des Coronavirus‘ vor Kalifornien stoppen. (Bild: Keystone)

Auf dem vor der Küste Kaliforniens gestoppten Schiff Grand Princess sind bislang mindestens 21 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 46 Menschen wurden bisher gestestet. Alle Infos dazu gibt es hier.

Veranstalter leiden

Leere Plätze wegen des Coronavirus‘: Auch die Event-Veranstalter leiden. (Bild: Telebasel)

Die Event-Veranstalter leiden unter dem Coronavirus: Veranstaltungen mit über 1000 Personen sind verboten, ab 200 Teilnehmenden muss eine Genehmigung vom Kanton geholt werden.

Weil viele Mitarbeitende im Showbusiness als Freelancer arbeiten, sind sie von den Arbeitseinsätzen finanziell abhäng. Deshalb reagieren auch die Berufsverbände: Der Verband freischaffender Musiker (SONART) forderte beispielsweise, dass alle Mitglieder ihre Ausfälle dokumentieren, um die finanziellen Folgen aufzuzeigen. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

Chinas Aussenhandel bricht ein

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Epidemie ist Chinas Aussenhandel stark zurückgegangen. Erstmals seit dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 legte die Pekinger Zollverwaltung am Samstag Handelszahlen vor.

Die chinesische Wirtschaft leidet unter dem Coronavirus. (Bild Keystone)

Demnach sackten Chinas Exporte im Januar und Februar im Vergleich zu den ersten zwei Monaten des Vorjahres um 17,2 Prozent auf einen Wert von umgerechnet 292,45 Milliarden US-Dollar ab. Die Einfuhren gingen um 4 Prozent auf 299,54 Milliarden Dollar zurück. Insgesamt schrumpfte der Aussenhandel damit um elf Prozent.

3487 Todesfälle

3487 TodesfälleWeltweit ist die Zahl der Personen, die am Virus starben, damit auf 3487 gestiegen. In der Schweiz starb diese Woche eine Frau aus dem Kanton Waadt am Virus. Auch in Frankreich, Spanien und den Niederlanden gibt es Todesfälle. Die höchste Zahl wird in Italien verzeichnet: Hier wurden 197 Tote verzeichnet.

Italien verzeichnet damit weltweit die zweithöchste Zahl an Todesfällen. Einzig in China starben mit 3070 mehr Menschen am Virus.

Bisher gab es in 18 Ländern Todesfälle, wie ein Tweet von «The Spectator Index» zeigt:

Mehr Fälle in China und Südkorea

In China sterben weiter viele Menschen durch das neuartige Coronavirus. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, kamen weitere 28 Menschen durch Sars-CoV-2 ums Leben. Die Gesamtzahl der Toten seit Ausbruch lag damit in China bei 3070.

Südkorea meldete ebenfalls erneut steigende Zahlen: Die Gesundheitsbehörden registrierten 6767 Erkrante. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um zwei auf 44. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Das Coronavrirus – Impressionen der letzten Tage
Partie von Leader PSG wegen Coronavirus verschoben

Der französische Meister und Leader Paris Saint-Germain wird dieses Wochenende in der Meisterschaft nicht zum Zug kommen. Das auf Samstag angesetzte Auswärtsspiel der Pariser bei Strassburg wurde von der Liga aufgrund des kursierenden Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben. In der Region des Gastgebers sind bereits über 600 Krankheitsfälle registriert worden. (sda)

 
Stabilität der MCH Group wegen Coronavirus nicht gefährdet

Die aufgrund des Coronavirus verschobenen oder abgesagten Veranstaltungen hätten für die MCH Group zwar wirtschaftliche Folgen. Doch die Stabilität des Unternehmens sei durch diese Situation nicht gefährdet. Das schreibt die Messe in einer Mitteilung am Freitag. «Wir haben eine starke Liquidität», betont Bernd Stadlwieser, CEO der MCH Group.

Dank der frühzeitigen Absage der Art Basel in Hongkong konnten die Kosten für die MCH Group und die Kunden gespart werden. Die Art Basel vom 18. bis 21. Juni ist von der aktuellen Verordnung des Bundesrats noch nicht betroffen. Für abgesagte Messen, wie die Habitat-Jardin in Lausanne oder die Baselworld werden bereits Verschiebedaten geprüft oder schon festgelegt.

Ausserdem hat die MCH Group Massnahmen zur Senkung der Personalkosten beschlossen, wie sie weiter schreibt. Darunter fallen beispielsweise der Abbau von Überzeiten und hohen Ferienguthaben sowie ein vorübergehender Einstellungsstopp von neuen Mitarbeitenden.

(Symbolbild: Keystone)
Ebay verbietet Schutzmasken und Desinfektionsmittel

Die Online-Handelsplattform Ebay hat den Verkauf von Atemschutzmasken, Hand-Desinfizierern und anderen antibakteriellen Reinigungsprodukten auf seiner US-Website verboten.

Das Unternehmen begründete den Schritt am Donnerstag (Ortszeit) den Nutzern gegenüber mit rechtlichen Bedenken und unfairen Preisen in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus. Das Unternehmen werde alle Angebote ausser Bücher, deren Produktbeschreibung in Zusammenhang mit dem Virus steht, im Blick behalten und schnell entfernen.

Immer wieder versuchen Verkäufer aus der Angst vor einer Ausbreitung der Seuche Profit zu schlagen. Auch Amazon war bereits dagegen vorgegangen.

(Symbolbild: Keystone)
Skiflug-WM in Planica laut FIS wie geplant

Die Skiflug-Weltmeisterschaften in Planica sollen wie geplant vom 17. bis 22. März über die Bühne gehen. Dies gab die FIS bekannt. Für Slowenien bestünden wegen des Coronavirus-Ausbruchs keine Reisebeschränkungen, dementsprechend stehe der Durchführung zum aktuellen Zeitpunkt nichts im Wege. Ausserdem hätten die Veranstalter in Planica bereits eine Serie von Schutzmassnahmen zur Risikominimierung für alle Teilnehmer getroffen.

Bekannter von Tänzer positiv getestet

Das Ballett Zürich hat am Freitagabend weitere Proben und die Vorstellung von «Nussknacker und Mäusekönig» kurzfristig abgesagt. Ein Bekannter eines Ensemble-Mitglieds wurde am Nachmittag positiv auf das neuartige Coronavirus getestet.

Das Testergebnis des Tänzers selbst stand am Abend aus, wie die Ballett-Leitung mitteilte. Als Vorsichtsmassnahme habe man sich zur Absage der Vorstellung entschieden. Karten würden rückerstattet. Die Billettkasse setze sich mit den Besucherinnen und Besuchern in Verbindung.

Tessin verbietet Anlässe mit über 150 Teilnehmenden

Die Regierung des Kantons Tessin hat bis zum 15. März Anlässe mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verboten. Der Kanton hat bisher 33 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus zu verzeichnen. Unter den positiv Getesteten sind zwei Bewohner eines Altersheims in Mendrisio.

Um gerade die älteren und verletzlichsten Menschen zu schützen, hat der Kanton auch die Besuchszeiten in den Spitälern und ähnlichen Einrichtungen eingeschränkt. Minderjährige und Personen mit Grippesymptomen haben keinen Zutritt, wie der Führungsstab am Freitag mitteilte. (sda)

Weltweit bereits über 3400 Tote

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus-Erreger Sars-CoV-2 steigt weltweit weiter an – am Freitag auf über 100’000 in 91 Ländern. Bestätigt sind ausserdem mehr als 3400 Todesfälle. Allein rund 3000 Tote gab es in der Volksrepublik China, wo Sars-CoV-2 erstmals nachgewiesen wurde. (sda)

Die genauen Informationen finden Sie hier.

(Symbolbild: Keystone)
So schätzt Adrian Plachesi die aktuelle Lage ein

Telebasel Reporter Adrian Plachesi war an der Medienkonferenz des Kanton Basel-Stadt zum Coronavirus. Im Studiogespräch schätzt er die Lage ein:

Studiogespräch vom 6. März 2020 (Video: Telebasel)
Weltcup-Final in Cortina abgesagt

Nach Angaben des italienischen Verbands FISI ist das Weltcup-Finale der Alpinen in Cortina d’Ampezzo wegen der Coronavirus-Epidemie abgesagt. Dies sei das Ergebnis einer Krisensitzung des Councils des Internationalen Skiverbands FIS am Freitag, hiess es in einer Mitteilung der FISI vom Freitag. (sda)

Die Details gibt es hier.

Drei neue Coronavirus-Infektionen im Baselbiet

Im Kanton Basel-Landschaft sind bis Freitagnachmittag drei neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus aufgetaucht. Bei ihnen steht der Referenztest aus. Die Zahl der bestätigten Fälle erreichte im Halbkanton neun. Die Regierung setzt die vom Bund verschärften Massnahmen um. (sda)

Mehr dazu gibt es hier.

Swiss Open finden trotz Coronavirus statt

Die Swiss Open 2020 können trotz Coronavirus stattfinden – einfach ohne oder mit maximal 200 Zuschauern. Das teilen die Veranstalter am Freitag mit. Die rund 400 Spieler und Officials können also nach Basel kommen.

Der Bundesrat wird am 13. März über die weiteren Massnahmen zum Coronavirus entscheiden. Dann wird auch klar sein, ob ab dem 19. März allenfalls Zuschauer an den Swiss Open erlaubt sein werden.

Das Interview mit dem Turnierdirektor gibt es hier.

(Archivbild: Keystone)
Regierungsrätin Monica Gschwind zu Home-Office verdonnert

Neu müssen Verwaltungsangestellte und Lehrpersonen ihrem Arbeitsplatz während 14 Tagen ab Rückreisetag fernbleiben, wenn sie sich kürzlich in Italien aufgehalten haben. Das gibt der Kanton Basel-Landschaft in einer Mitteilung am Freitag bekannt.

Davon betroffen ist auch Regierunsrätin Monica Gschwind. Sie muss nach einigen Ferientagen im Südtirol in den nächsten Tagen von zu Hause aus arbeiten.

Den Artikel können Sie hier in ganzer Länge lesen.

Zwei weitere Corona-Fälle im Kanton Zug nachgewiesen

Im Kanton Zug ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten am Freitag auf fünf gestiegen. Zwei Personen aus dem Umfeld der bereits bekannten Fälle wurden positiv getestet. Sie sind in guter gesundheitlicher Verfassung. (sda)

Alle Details dazu gibt es hier.

Entscheid über Weltcup-Finale in Cortina auf Samstag vertagt

Die FIS hat den Entscheid über die Durchführung des Weltcup-Finales der Alpinen vom 18. bis 22. März in Cortina d’Ampezzo um eine weitere Nacht vertagt. Der Weltverband teilte am Freitagnachmittag nach einer Telefonkonferenz zwischen den involvierten Parteien mit, dass der definitive Beschluss am Samstagmorgen um 9.00 Uhr verkündet werde. (sda)

Zahl der Infizierten steigt in Basel-Stadt auf zwölf

Im Kanton Basel-Stadt haben sich vier weitere Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Somit steigt die Zahl der angesteckten Personen im Stadtkanton auf insgesamt zwölf.

Die Hälfte der zwölf angesteckten Personen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt befinde sich in Spitalbehandlung, die andere Hälfte zu Hause. Das Universitätsspital ist momentan voll.

Die Behörden empfehlen den Pflegeheimen und Spitälern im Stadtkanton zudem, die Besuchszeiten und den Zugang auf «ein Minimum» zu begrenzen. (sda)

Die Medienkonferenz des Kanton Basel-Stadt in voller Länge. (Video: Telebasel)
Lufthansa greift zu drastischen Massnahmen

Die Lufthansa greift wegen des Buchungseinbruchs als Folge des Coronavirus zu drastischen Massnahmen. Sie kürzt die Flugkapazität in den nächsten Wochen um bis zu 50 Prozent, wie die Swiss-Muttergesellschaft am Freitag in einem Communiqué bekannt gab. (sda)

Auf Twitter informiert die Fluggesellschaft über die Umbuchungsmöglichkeiten.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.

Zwölf bestätigte Corona-Fälle im Aargau

Im Kanton Aargau haben sich mittlerweile zwölf Personen mit dem Coronavirus infiziert. Auch bei den drei neuen Fällen kann gemäss Behördenangaben vom Freitag die Infektion rückverfolgt werden. (sda)

Die Details finden Sie hier.

(Symbolbild: Keystone)
Sinfonieorchester sagt Konzerte ab

Das Basler Sinfonieorchester sagt seine Konzerte bis zum 15. März wegen des Coronavirus ab. Das habe das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt beschlossen, wie die Veranstalter in einer Mitteilung am Freitag schreiben. Deshalb finde die «Sinfonia domestica» nicht statt.

Der Orchesterdirektor bedauere die Absage. Jedoch gehe der Schutz des Publikums und der Mitarbeitenden vor.

Zweiter bestätigter Coronavirus-Fall im Kanton St. Gallen

Im Kanton St. Gallen hat sich eine zweite Person mit dem Coronavirus angesteckt. Es handelt sich um eine Frau aus dem Raum St. Gallen. Sie infizierte sich über einen bereits bekannten Fall. Die Betroffene habe sich deshalb aus eigenem Antrieb in Quarantäne begeben. (sda)

Mehr Details finden Sie hier.

Erster Coronavirus-Fall im Kanton Solothurn

Im Kanton Solothurn ist der erste Fall einer mit dem Coronavirus infizierten Person aufgetreten. Bei der erkrankten Person handelt es sich um eine 53-jährige Frau, wie die Solothurner Staatskanzlei am Freitag mitteilte.

Der Patientin gehe es den Umständen entsprechend gut. Die Frau befinde sich auf Anraten von Fachleuten zu Hause in Isolation. (sda)

Mehr Informationen zu den Fällen im Kanton Solothurn können Sie hier nachlesen.

17 bestätigte Fälle im Kanton Bern

Im Kanton Bern sind bis am Freitag 17 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Dies gaben die Kantonsbehörden vor den Medien bekannt.

Die 17 Infektionen sind laut der Berner Kantonsärztin Linda Nartey in der Zahl von 210 Fällen enthalten, welche das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ebenfalls am Freitag bekannt gab. Nartey geht davon aus, dass künftig nicht mehr alle Ansteckungsfälle entdeckt werden.

In Zusammenhang mit wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus wurden bis am Donnerstagabend beim Kanton Bern 64 Gesuche um Kurzarbeit für 1242 Angestellte deponiert, wovon 10 Gesuche bereits bewilligt sind. Laut Regierungsrat Pierre Alain Schnegg stammen die Gesuche von Messeveranstaltern, Tourismus und Hotellerie. (sda)

Formel-E-Rennen in Rom abgesagt

Das Formel-E-Rennen vom 4. April in Rom fällt dem Coronavirus zum Opfer. Der ePrix soll zu einem späteren Zeitpunkt gefahren werden. (sda)

Umsatz der Geflügelzüchter in Indien bricht ein

Das Gerücht, Hühner seien Überträger des neuartigen Coronavirus, hat den Umsatz der Geflügelzüchter in Indien einbrechen lassen. Die Verkäufe seien seit Januar um fast 80 Prozent zurückgegangen, sagte Gulrez Alam vom indischen Verband der Geflügelzüchter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

«Die Leute essen kein Geflügel mehr zuhause. Sie gehen nicht mehr zum Essen aus.» Es gebe keine Nachfrage mehr. In Online-Medien kursieren zahlreiche Gerüchte, Menschen in Indien hätten sich beim Verzehr von Geflügel mit dem Coronavirus angesteckt. Laut Behörden gibt es dagegen keinerlei Hinweis auf Hühner als Träger des Virus. In Indien gibt es aktuell 31 registrierte Infektionsfälle mit dem Coronavirus. (sda)

Zahl der Infektionen steigt sprunghaft an – 210 Fälle

Im Kampf gegen das Coronavirus bietet der Bundesrat die Armee auf: Angehörige der Armee im Assistenzdienst sollen die Kantone während dreier Wochen unterstützen. Die Zahl der bestätigten Fälle ist inzwischen auf 210 gestiegen.

Das sagte Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Freitag vor den Bundeshausmedien. Am Vortag waren es 87 Fälle gewesen.

Spitalbesuche vermeiden, weniger ÖV nutzen

Der Bundesrat gab zusätzlich weitere Empfehlungen für die Bevölkerung und die Arbeitswelt ab. Im Zentrum steht der Schutz von Älteren und Kranken. Neu empfiehlt der Bundesrat, Besuche in Alters- und Pflegeheimen und Spitälern zu vermeiden. Sei ein Besuch nötig, soll man sich ans Pflegepersonal wenden und dessen Empfehlungen zu befolgen. Reisen im ÖV zu Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden und Freizeit-Fahrten reduziert werden. Zudem sei Distanz am Arbeitsplatz wichtig, etwa mit Home Office.

Mehr Informationen zur Medienkonferenz des Bundes vom Freitag erhalten Sie hier.

(Symbolbild: Keystone)
Drei neue Corona-Fälle im Kanton Schwyz

Im Kanton Schwyz haben sich drei weitere Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten im Kanton auf sechs. Die jüngsten Fälle stammen allesamt aus dem Umfeld der bereits bekannten Virusträger.

Bei den neu positiv getesteten Personen handelt es sich um eine Frau und zwei Männer im Alter zwischen 17 und 47 Jahren. Weitere Angaben zu den betroffenen Personen würden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht, teilte das Schwyzer Departement des Innern am Freitag mit.

Bereits am Mittwoch hatte der Kanton die ersten drei Coronavirus-Fälle gemeldet. Darunter waren ein 43-jähriger Arzt der Seeklinik Brunnen und eine Mitarbeiterin des Messerherstellers Victorinox. (sda)

Ende der Medienkonferenz

Die Medienkonferenz der Basler Behörden ist beendet. Eine Zusammenfassung lesen Sie hier in Kürze.

Bis jetzt keine Ansteckungen an «Nicht-Fasnacht»

Auch wenn die Basler Fasnacht offiziell abgesagt wurde, gab es in Basel dennoch kleinere Besammlungen mit fasnächtlichen Inhalten. Bis jetzt ist aber kein Fall aufgetreten, wo sich eine Person bei solchen Versammlungen mit dem Coronavirus angesteckt hat, wie Kantonsarzt Steffen auf eine Journalisten-Frage erklärt.

Bei einer Grippe kann man impfen, beim Coronavirus nicht

Bei einer normalen Grippewelle könne die Risikogruppe geimpft werden und habe dadurch einen höheren Schutz – das unterscheide eine herkömmliche Grippe vom Coronavirus, antwortet Kantonsarzt Thomas Steffen auf die Frage eines Journalisten. Er gehe davon aus, dass mehrere Prozent der Bevölkerung von Basel-Stadt zur Risikogruppe zählen. Genaue Zahlen hat er aber nicht.

Massnahmen über 15. März hinaus noch offen

Ob die Massnahmen wie das Veranstaltungsverbot ab 1000 Personen über den 15. März hinaus verlängert werden, kann der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger noch nicht sagen. Diese Entscheidung liegt beim Bund. Der Kanton Basel-Stadt stelle sich aber auf eine solche Verlängerung ein, so Engelberger.

Am Montag wird die Predigerkirche als externe Notfallaufnahme des Unispitals in Betrieb genommen. Es hätten sich auch viele Freiwillige gemeldet, um den Betrieb dieser externen Station zu ermöglichen, so USB-Direktor Werner Kübler.

«Stellen uns auf ein garstiges Szenario ein»

«Wir stellen uns auf ein relativ garstiges Szenario ein», mahnt Kübler. Durch dass die Zahl der Infektionen weiter ansteige, würden auch Spitalangestellte angesteckt werden und fielen folglich aus. Man müsse versuchen, Zeit zu gewinnen und die Zahl der Infektionen nur langsam ansteigen zu lassen. Dafür gelte für alle Menschen im Land: Hände waschen, bei Fieber und/oder Husten zu Hause bleiben und die anderen Verhaltensregeln zu befolgen.

USB-Direktor Kübler ruft zum Schutz der älteren Menschen auf

Der Direktor des Unispitals Basel ruft die Bevölkerung zur erhöhten Vorsicht auf. Und zwar primär zum Schutz der älteren und schwächeren Teile der Bevölkerung, für die das Coronavirus eine ernsthafte Gefahr darstellt. Zudem müsse auch das «System», also die Spitäler, geschützt werden, da diese heute bereits voll seien und sich das USB darauf einstelle, dass noch viele Corona-Patienten hospitalisiert werden müssen.

Momentan befinden sich laut Kübler acht Coronavirus-Patienten im Basler Unispital. Eine davon liege auf der Intensivstation. «Es gibt Schwerkranke, wir wissen aber nicht, wie sich der Verlauf entwickelt. Das kann bis zu drei Wochen dauern.» Diese Zahl werde noch ansteigen, ist USB-Direktor Kübler überzeugt – «auch auf der Intensivstation».

Engelberger: «Coronavirus geht nicht nach Hause»

«Das Coronavirus geht mit dem Ende der Ferien nicht nach Hause», sagt Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger. Man sei daran, beim Virus «auf die Bremse zu treten». Der Fokus gelte nun dem Schutz und der Betreuung der besonders gefährdeten Menschen. Das gelte für Pflegeheime, denen vom Kanton besondere Empfehlungen gegeben werden.

So raten die Behörden zum Beispiel, die Besuchszeiten einzuschränken und die Besucher verstärkt zu kontrollieren – sind Besucher zum Beispiel aus Risikoländern zurückgekehrt? Engelberger sagt aber explizit, dass die sozialen Kontakte zu Personen in Pflegeheimen weiter bestehen sollen. Es sei einfach mehr Vorsicht gefragt. Aber «der Besuch von Angehörigen ist wichtig», so Engelberger. Das gelte auch für Spitäler. Dort sollen die Besuche aber «auf ein Minimum» beschränkt werden. Unwichtigere Kontakte sollen über moderne Lösungen wie Telefonie aufrecht erhalten werden.

Engelberger erklärte zudem vor den Medien, dass man sich in Basel in Sachen Kultur «nicht in die Knie zwingen lassen» wolle, sondern dass versuche, einen möglichst normalen Alltag aufrecht zu erhalten, so Engelberger.

Medienkonferenz der Basler Behörden

Seit heute Morgen hat Basel-Stadt 12 Corona-Fälle, wie die Basler Behörden an der Medienkonferenz erklären. «Das Virus breitet sich im Moment eindeutig mehr aus», sagt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen. Man befinde sich in Europa und weltweit nun am Beginn des Anstiegs. Vorstellen müsse man sich dabei eine Glockenkurve, die steil ansteige und irgendwann einen Höhepunkt erreiche. Diese Kurve versuche man nun, lang zu ziehen und den Anstieg zu verlängern, um Zeit zu gewinnen.

Weltweit gehe es den Behörden nun nicht mehr darum, das Virus aus der Welt zu schaffen (da dies gar nicht mehr möglich ist), sondern die Lage unter Kontrolle zu halten, so Kantonsarzt Steffen.

Bei weitaus mehr als 80 Prozent der Fälle verläuft die Virus-Erkrankung mild bis mässig oder in Form einer Grippe. Kinder seien zudem «selten betroffen». Risikogruppen sind ältere Menschen und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen.

Absagen in Indien und Italien
Die Bollywood Filmfare-Awards sind verschoben. Schauspieler Shah Rukh Khan hätte an der Veranstaltung teilgenommen.  (Bild: Keystone)

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus sind die Preise der indischen Bollywood-Filmindustrie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die für Ende März in der Stadt Indore im Bundesstaat Madhya Pradesh geplante dreitägige Gala werde wegen der Epidemie verschoben, teilten die Organisatoren der Indian International Film Awards (IIFA) am Freitag mit.

Die Entscheidung sei wegen der «wachsenden Besorgnis» getroffen worden. Zu der Veranstaltung waren Bollywood-Grössen wie der berühmte Schauspieler Shah Rukh Khan erwartet worden.

Nach dem für Samstag geplanten Eintagesrennen Strade Bianche wurden wegen des grassierenden Coronavirus in Italien weitere Rennen der Rad World Tour abgesagt. Betroffen sind der Tirreno-Adriatico (11. bis 17. März) sowie Mailand – Sanremo, das erste von fünf Monumenten im Radsport-Kalender.

Thurgauer Ärztin erkrankt
Eine Thurgauer Ärztin ist am Coronavirus erkrankt. Ihre Patienten müssen nun in Quarantäne. (Symbolbild: Keystone)

Am Freitagvormittag ist die erste Ansteckung mit dem neuen Coronavirus im Kanton Thurgau bestätigt worden. Gemäss Angaben der Behörden ist eine 47-jährige Ärztin positiv getestet worden. Die Frau, die sich im privaten Umfeld bei einer erkrankten Person in der Schweiz angesteckt hat, weise nur leichte Symptome auf, hiess es an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz in Frauenfeld. Ihr gehe es den Umständen entsprechend gut.

Das Kantonsarztamt hat für die infizierte Ärztin sowie ihre zwei schulpflichtigen Kinder, die beide negativ getestet wurden, Quarantäne verordnet. Ebenso wurden Kontaktpersonen, also jene Personengruppe, die sich gemäss Definition des Bundes über mindestens 15 Minuten näher als zwei Meter bei der Infizierten befunden haben, unter Quarantäne gestellt. Dabei handelt es sich vornehmlich um Patienten der Ärztin.

100 Schulen schliessen im Elass

Das Elsass verschärft die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Wie die «BaZ» berichtet müssen rund 100 Schuleinrichtungen im Département Haut-Rhin schliessen. Davon sind 30’000 bis 40’000 Schüler betroffen, wie die Behörden mitteilen.

Alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie Konzerte mit mehr als 50 Personen sind verboten. Bars und Restaurants sind von der Weisung nicht betroffen. Im Département gibt es aktuell 81 bestätigte Corona-Fälle.

Im Elsass machen rund 100 Schulen zu. (Foto: Keystone)
Zwei Coronavirus-Infektionen bei der Roche

Der Basler Pharmakonzern Roche hat seit Donnerstagmorgen Kenntnis von zwei Coronavirus-Fällen. Es sei intern eine Mail verschickt worden, berichtet die «bz Basel». Die Mail liege der Zeitung vor.

Bei einem Fall handle es sich demnach um eine Mitarbeiterin, die in Basel arbeite. Die zweite infizierte Person sei ein externer Mitarbeiter eines Dienstleisters auf einer der Roche-Baustellen in Basel. Beiden Personen gehe es gut, sie seien zu Hause, wird weiter zitiert. Roche hat die beiden Coronavirus-Fälle gegenüber der Zeitung bestätigt.

Mehr zu den beiden Coronavirus-Fällen bei der Roche lesen Sie hier.

Nach der Novartis hat seit Freitag auch die Roche zwei bestätigte Coronavirus-Fälle. (Bild: Keystone)
Österreichische Regierung unterstützt Hotels

In Österreich übernimmt die Regierung die Haftung für bis zu 100 Millionen Euro an Krediten für Hotels, die besonders stark unter den Folgen des neuartigen Coronavirus leiden. Dies kündigten Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Harald Mahrer, am Freitag in Wien an.

Die Massnahme soll kommende Woche im Ministerrat beschlossen werden. Zielgruppe für die Unterstützung seien nur familien- und inhabergeführte Betriebe, keine internationalen Ketten. Mit dem Schritt solle die nötige Liquidität sichergestellt werden, damit besonders hart getroffene Betriebe über die Runden kämen.

Das Kriterium werde voraussichtlich ein Umsatzrückgang von zumindest 15 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode sein. Ein Nachweis, dass das Coronavirus schuld ist, werde nicht verlangt, hiess es.

Auch im Schwarzbubenland öffnen Schulen wieder

Im Schwarzbubenland beginnt am Montag nach den Fasnachtsferien wie in den beiden Basel der Schulunterricht. Das teilte die Solothurner Staatskanzlei am Freitag mit.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus seien die allgemeinen Vorgaben und Hygienemassnahmen des Bundes zu beachten. Kinder und Jugendliche sowie Lehr- und Fachpersonen, die aus den betroffenen Risikogebieten wie Italien nach mindestens einer Übernachtung zurückkehrt seien, sollten 14 Tage zu Hause bleiben, hält die Staatskanzlei fest.

Auch im Schwarzbubenland gehen die Kinder ab Montag wieder zur Schule. (Symbolbild: Keystone)
Erster Coronavirus-Fall im Kanton Thurgau

Im Kanton Thurgau ist der erste Coronavirus-Fall aufgetreten. Einzelheiten dazu waren am Freitagmorgen nicht erhältlich. Die Behörden verwiesen für weitere Informationen auf eine Medienkonferenz von 11 Uhr im Regierungsgebäude in Frauenfeld.

Primarschulkind in Hettlingen ZH angesteckt

In Hettlingen bei Winterthur hat sich ein Kind mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Gemeinde Hettlingen am Donnerstag mitteilte, besuchte das Kind in der Ansteckungszeit die Schule aber nicht.

Die Primarschule bleibt deshalb unter den gebotenen Vorsichtsmassnahmen geöffnet. Die Schule überlegt sich aber, die Pausen künftig gestaffelt durchzuführen.

SBB desinfizieren Züge von und nach Italien

Im Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Italien und umgekehrt müssen die Züge auf Anordnung der italienischen Behörden desinfiziert werden. Die Anordnung betrifft alle Züge im grenzüberschreitenden Verkehr.

Die SBB führen die Desinfektion bei jeder Zugswende in der Schweiz und im Rahmen der ordentlichen Tagesreinigung in der Nacht durch, wie die SBB einen Bericht des Onlineportals Blick.ch vom Donnerstag bestätigen.

Auf Anweisung der italienischen Behörden müssten alle Bahnbetreiber nach Italien verkehrende Züge seit 27. Februar täglich desinfizieren, schreiben die SBB auf Anfrage von Keystone-SDA. Das gilt also beispielsweise auch für Verbindungen der Rhätischen Bahn, der Centovalli-Bahn, der BLS sowie von Postauto oder Flixbus.

Züge, die zwischen Italien und der Schweiz verkehren, müssen ab sofort desinfiziert werden. (Bild: Keystone)
Trump schüttelt weiter Hände von Unterstützern

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auch in den USA gibt US-Präsident Donald Trump Unterstützern weiterhin die Hand. Er sei zwar generell kein Freund von Händeschütteln, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Sender Fox News.

Mit Blick auf seine Anhänger fügte er allerdings hinzu: «Sie wollen deine Hand schütteln, sie wollen Hallo sagen, sie wollen dich umarmen, sie wollen dich küssen, was auch immer. Das muss man machen.»

Der Präsident betonte, es sei unvorstellbar, vor einer Gruppe von Trump-Fans zu stehen und niemandem die Hand zu geben. Er fügte aber auch hinzu: «Wenn es jemals eine Zeit gab, Menschen davon zu überzeugen, keine Hände zu schütteln, könnte es diese sein.»

US-Präsident Donald Trump mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. (Archivbild: Keystone)
Schauspieler Samuel Koch in Quarantäne

Der querschnittsgelähmte Schauspieler Samuel Koch (32) befindet sich wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus in häuslicher Isolation. Eine Woche habe er schon hinter sich, sagte der ehemalige Stuntman der «Bild»-Zeitung (Freitag). Insgesamt 14 Tage werden von den Behörden vorgeschrieben.

Bisher sei er nicht positiv auf das Virus getestet worden. «Negativ ist in dem Fall positiv», sagte der 32-Jährige. Wegen seiner körperlichen Einschränkung hat Koch laut «Bild» nicht so starke Lungen wie andere. Die Lungenkrankheit Covid-19 ist vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen und einem schwachen Immunsystem gefährlich.

Koch bleibt optimistisch: «Ich habe schon einige Lungenentzündungen überstanden.» Ende Februar sei er auf einem Kongress in Karlsruhe gewesen, an dem auch ein infizierter Mann teilgenommen hatte. Der Kongress sei vorzeitig beendet worden. Jeden Tag kämen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, um seinen Zustand zu kontrollieren.

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*Safety first* Wie ihr alle wisst mein Lebensmotto;) Nach diesem wurde unser gestriger Auftritt abgesagt, sowie der gesamte Willow Creek Leitungskongress 2020 #LK20 abgebrochen. Ein „Speaker“ Kollege hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Er ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Ich wünsche Allen (Infizierten) und sich in Quarantäne befindlichen trotz allem schöne Momente und die Möglichkeit Chancen zu sehen. An alle knapp 10.000 Zuschauer von gestern: Gerade wird über kluge Wege nachgedacht, versäumte Erlebnisse, sowie auch unser Franz Kafkas Bericht für eine Akademie in Kombination mit einer Resilienz-Diskussion, auf andere Weise nachliefern zu können. Ich halte Euch dazu hier auf dem Laufenden. #corona #covid19 #pharmacy @willowcreek_de #franzkafka #berichtfüreineakademie

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Apotheken fehlt der Alkohol

Wegen des Coronavirus‘ tätigen einige Menschen Hamsterkäufe. Den Basler Apothekern fehlt es darum an alltäglichen Rohstoffen – beispielsweise für Desinfektionsmittel. Mehr dazu lesen Sie hier.

Den Apotheken fehlt es an Material und Rohstoffen zur Herstellung von Desinfektionsmittel. (Symbolbild: Keystone)
Französischer Abgeordneter positiv auf Coronavirus getestet

Ein französischer Abgeordneter ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die Nationalversammlung bekannt, ohne einen Namen zu nennen.

Auch zwei Angestellte des Parlaments sind demnach infiziert. Bis Donnerstagabend waren in Frankreich 423 Fälle gemeldet worden, 138 mehr als am Vortag. Sieben Menschen sind gestorben.

(Bild: Keystone)
Kein Ende der Achterbahnfahrt an den US-Börsen

Am US-Aktienmarkt regiert wegen des neuartigen Coronavirus weiterhin die Unsicherheit. Nach dem deutlichen Vortagesgewinn ging es am Donnerstag wieder ebenso deutlich bergab – und damit die Achterbahnfahrt der letzten Tage weiter.

Der Dow Jones Industrial verlor 3,58 Prozent auf 26’121 Punkte. Tags zuvor hatte der US-Leitindex noch 4,5 Prozent gewonnen. Dabei hatte er von den Ergebnissen der US-Vorwahlen und der Ankündigung milliardenschwerer Hilfspakete zur Eindämmung des Virus profitiert.

Die Rally hatte aber nur kurze Beine; zu gross ist die Furcht vor den Folgen des Virus. Es sehe derzeit so aus, als agierten Händler umso nervöser, je mehr Geld zur Bekämpfung der Krise bereitgestellt werde, sagte Analyst David Madden von CMC Markets UK. Das Einschreiten werde wohl eher als Zeichen der Schwäche interpretiert. Am US-Anleihemarkt sanken am Donnerstag die Renditen deutlich.

(Bild: Keystone)
FDP Schweiz sagt Delegiertenversammlung ab

Die FDP Schweiz hat wegen des Coronavirus ihre für den 4. April in Biel geplante Delegiertenversammlung abgesagt. Der Anlass werde auf unbestimmte Zeit verschoben, teilte die Kommunikationsverantwortliche Fanny Noghero am Donnerstagabend mit.

FDP-Praesidentin Petra Gössi an der Delegiertenversammlung der FDP Schweiz in Zürich am Samstag, 22. Juni 2019. (Bild: Keystone)

Erste bestätigte Coronavirus-Ansteckung im Jura

In Appenzell Ausserrhoden ist ein erster Fall des Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen ist eine 50-jährige Frau aus dem Mittelland. Die infizierte Frau und ihre Familie sind an ihrem Wohnort isoliert und unter Quarantäne.

Weltweit 300 Millionen Kinder wegen Coronavirus nicht in der Schule

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus besuchen derzeit rund 300 Millionen Kinder weltweit nicht die Schule. Nach der Schliessung aller Schulen und Universitäten in Italien weitete am Donnerstag auch der Iran das Unterrichtsverbot auf alle Schulen und Hochschulen aus.

Die Schulen und Universitäten in Italien sollen bis zum 15. März geschlossen bleiben. (Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Alle früheren Ereignisse und Entwicklungen zum Coronavirus können Sie hier nachlesen.

1 Kommentar

  1. Meiner Meinung nach vermisse ich eine konkrete Ansprache an China.
    Da wäre hinzuweisen auf die katastrophalen Zustände auf den Märkten und in den Fleischgeschäften ( fehlende Lebensmittelhyghene und keine Kühlketten ).
    Die meisten schweren Erkrankungen kommen meistens aus dieser Region ( SARS usw.).
    Und das ganze wird von den westlichen Regierungen geduldet. Das ist meiner Meinung nach die Unterstützung der Diktaturpolitik von China.
    Das ist erschreckend und bedenklich.Report

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