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Der Telebasel News Beitrag vom 8. März 2020.
Baselland

76-Jähriger stirbt im Kantonsspital Liestal an Coronavirus

Die Schweiz hat einen weiteren Corona-Todesfall: Im Kantonsspital Baselland in Liestal ist am Sonntag ein 76-jähriger Mann an den Folgen des Virus' gestorben.
Zusammenfassung der Medienkonferenz

Das Coronavirus hat in der Schweiz ein zweites Todesopfer gefordert. Es handelt sich um einen 76-Jährigen aus dem Kanton Basel-Landschaft mit Vorerkrankungen.

Der Mann starb am Sonntagmorgen im Kantonsspital Baselland in Liestal. Er war vergangene Woche bereits positiv getestet von einem anderen Spital nach Liestal eingeliefert worden.

«Er kam schon sehr krank zu uns»

Der 76-Jährige litt schon vor der Ansteckung mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 an mehreren chronischen Erkrankungen, wie Jörg D. Leuppi, Chefarzt des Kantonsspitals Baselland, am Sonntagnachmittag vor den Medien sagte. «Er kam schon sehr krank zu uns». So hatte der Patient eine Herzkrankheit und kürzlich einen Herzinfarkt. Zudem litt er an Altersdiabetes. Der 76-Jährige habe nicht auf der Intensivstation behandelt werden wollen, was man respektiert habe, so Leuppi.

Wo sich der Mann angesteckt hatte, liess sich gemäss Leuppi nicht zurückverfolgen. Man wisse jedoch, mit wem der Verstorbene in Kontakt gestanden sei.

Derzeit sind im Kanton Basel-Landschaft 19 Coronavirus-Fälle bestätigt, wie Gesundheitsdirektor Thomas Weber (SVP) sagte. Davon werden drei Personen im Kantonsspital Baselland behandelt. Der Landkanton will nun ein «mobiles Testteam» einsetzen, das Personen zu Hause auf Covid-19 testet.

Die Baselbieter Behörden informieren zum ersten Todesfall im Baselbiet. (Video: Telebasel)

Patient war schwer krank und wollte keine Intensivbehandlung

Der verstorbene Patient sei bereits schwer krank ins Kantonsspital Baselland gekommen, so Chefarzt Jörg D. Leuppi. Er habe ein Medikament verabreicht bekommen, das im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werde.

Die Ärzte hätten mit ihm die weitere Behandlung besprochen. Der Patient äusserte laut Leuppi den ausdrücklichen Wunsch, auf einer normalen Station behandelt zu werden. Die Möglichkeit einer Behandlung auf der Intensivstation habe er abgelehnt, so Leuppi.

Krisenstab bietet Zivilschützer auf

Rund 40 Zivilschützer werden aufgeboten, um die Kantonsspitäler Baselland zu unterstützen, erklärt der Leiter des Kantonalen Krisenstabs (KKS), Patrick Reiniger.

Eine zweite Massnahme des KKS ist ein mobiles Testteam, das Personen künftig zu Hause testen kann so nicht erst ins Spital müssen. Dieses Team sei kommende Woche einsatzbereit.

Zudem werde der KKS eine verstärkte Betreuung von besonders gefährdeten Personen in Alters- und Pflegeheimen in die Wege leiten, so Reiniger.

Ohne Massnahmen würde Infektionsrate rasant steigen

Bislang gebe es 19 bestätigte Fälle im Baselbiet, fährt Gesundheitsdirektor Weber fort. Würden keine Massnahmen gegen das Coronavirus ergriffen, stiege die Infektionsrate rapide an. Deshalb sei es wichtig, das Virus so gut als möglich zu bremsen und die Fallzahlen nicht in die Höhe schnellen zu lassen.

76-jähriger Mann mit Vorerkrankungen

In diesem Moment sind unsere Gedanken bei den Angehörigen, sagt der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber.

Die verstorbene Person ist ein 76-jähriger Mann aus dem Baselbiet. Er litt laut Weber bereits an Vorerkrankungen und gehörte zur Risikogruppe, für die das Coronavirus besonders gefährlich ist.

Laut Chefarzt Jörg D. Leuppi litt der Verstorbene an einer Herzerkrankung und hatte vor Kurzem auch einen Herzinfarkt erlitten. Trotz der entsprechenden Behandlung des Patienten sei er am Sonntagmorgen verstorben.

Erster Todesfall im Baselbiet

Das Baselbiet meldet am Sonntagnachmittag den ersten Todesfall eines Coronavirus-Patienten. Die betroffene Person starb im Kantonsspital Liestal.

Die Baselbieter Behörden halten um 16 Uhr eine Medienkonferenz zum Todesfall ab. Telebasel zeigt diese im Live-Stream. Es informieren der Baselbieter Gesundheitsdirektor Thomas Weber, Kantonsärztin Monika Hänggi, KSBL-Chefarzt Jörg D. Leuppi und Patrick Reiniger, Leiter Kantonaler Krisenstab.

1 Kommentar

  1. Herzliches Beileid an die Angehörigen @-)—

    Trotzdem möchte ich BL und BS darauf hinweisen, das es absolut fahrlässig ist, das morgen die Schule wieder anfängt. Wenn es nur eine Grippe wäre, dann hört auf solch eine Panik zu verbreiten. Falls es dann doch mehr als eine Grippe ist, dann handelt auch endlich bevor es noch mehr Tote gibt.Report

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