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Der Querschnitt der Basler (Nicht-) Fasnacht 2020 vom 7. März 2020.
Basel

Querschnitt der Basler (Nicht-) Fasnacht 2020

Trotz Absage war während der verhinderten Fasnacht einiges los in der Stadt. Telebasel zeigt Ihnen am Samstag die Highlights im (Nicht)-Fasnacht-Querschnitt.

Ein kleiner Eisbär trommelt ganz einsam am Rheinbord. Andächtig steht eine Gruppe bei den Grabkerzen und Waggislarven vor dem Rathaus. Ein Fanzug junger Leute feiert ein «Schyssdräggziigli» wie Rockstars und singt deren Märsche mit. Und ein Pfyffer geht buchstäblich im Rhein bachab. Bilder wie diese werden wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Sie machen zurzeit über alle Kanäle die Runde. Kein Wunder: Die vergangenen Tage werden Fasnachtsgeschichte schreiben.

Premiere Querschnitt Basler (Nicht-) Fasnacht 2020: 7. März 2020 um 20:15 Uhr.

Nun geht es nicht darum, alles schön zureden. Da wären etwa die Stammcliquen, die ihre Laterne und ihr prächtig ausgespieltes Sujet nicht zeigen können. Oder für die Beizen war die Absage ein Desaster. Und jene Kinder, die dieses Jahr zum ersten Mal hätten mit dabei sein können. So gross die Enttäuschung bei den «Aggtive» zu Beginn war, so originell waren aber die Reaktionen auf die Fasnachtsabsage. Reife, Zusammenhalt, Kreativität und ein bisschen Rebellion. All diese Reaktionen hatten ihre Berechtigung und zeichneten die drei verhinderten Fasnachtstage aus.

Mundschutz und Desinfektionsmittel

Man blicke zurück auf die «nicht-scheenschten Dääg». Nach dem Schock vom Freitag respektieren viele Cliquen den Entscheid der Regierung. Sie wollen keine halben Sachen und tragen Frau Fasnacht ehrenvoll zu Grabe. Oder besser gesagt in den Schlaf – schliesslich wird sie ja wieder erwachen. Jedenfalls verdauen sie den Frust im gemütlichen Zusammensein.

Andere glänzen mit spontanen Aktionen. Trauerzüge, Pestärzte und Desinfektions-Waggis ziehen durch Basel. Andere machen als fasnächtliche Rheinschwimmer und Kostüm-Exhibitionisten die Stadt unsicher. Wiederum andere singen mit Mundschutzmasken den Arabi und Saggodo. Auch die kleineren fasnächtlichen Rebellionen, etwa der Fenster-Morgestraich im Schafgässlein, gehören zu denkwürdigen Momenten. Und ein paar Binggis feiern am einen oder anderen Ecken eine Miniatur-Kinderfasnacht.

Spontane Aktionen und Solidarität

Die abgesagte Fasnacht bringt viel Engagement hervor. Wohin mit all den Orangen? Manche Fasnächtler hatten schnell Ideen parat, was mit dem vielen Wurfmaterial geschehen soll. Bescherung gab es für gemeinnützige Organisationen, Spitäler und Quarantänepatienten. Man denke an die Aktion der «Stadtdyfeli» und «Be Aware and Share». Auch die  Fuege Fäger legten Hand an: Sie stehen im Kostüm der «letzten Clique» ein. Anstatt zu schränzen, putzten sie das Rheinufer.

Alles in allem: Wir haben eine Fasnacht hinter uns, die wir nicht so schnell vergessen. «Waisch no, wo sie d Fasnacht verbote hän?». Noch lange dürfte dieses Jahr in den Beizen und Cliquenkellern Erwähnung finden. Und so manche Mamme und Babbe dürfte ihren Binggis vom fasnachtslosen Jahr erzählen. Umso wichtiger finden wir es, dieses Ereignis festzuhalten. Im Querschnitt zur (Nicht-) Fasnacht dreht sich alles um die lustigen wie auch nachdenklichen Momente jener Tage.

Vorpremieren: 7. März 2020 um 05:15 Uhr, 06:15 Uhr, 16:00 Uhr und 17:00 Uhr.

Premiere: 7. März 2020 um 20:15 Uhr.

Wiederholung:

  • 7. März 2020: 21:15 Uhr, 22:15 Uhr, 23:15 Uhr.
  • 8. März 2020 um 00:15 Uhr, 01:15 Uhr, 02:15 Uhr, 03:15 Uhr, 04:15 Uhr, 05:15 Uhr, 06:15 Uhr, 11:15 Uhr, 12:15 Uhr, 13:15 Uhr, 14:15 Uhr, 15:15 Uhr, 16:00 Uhr.
  • 15. März 2020 um 19:15 Uhr, 20:15 Uhr, 21:15 Uhr, 22:15 Uhr, 23:15 Uhr.
  • 16. März 2020 um 00:15 Uhr, 01:15 Uhr, 02:15 Uhr, 03:15 Uhr, 04:15 Uhr, 05:15 Uhr, 06:15 Uhr, 11:15 Uhr, 12:15 Uhr, 13:15 Uhr, 14:15 Uhr, 15:15 Uhr.

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