Unter den Waffen, die der Pfarrer illegal veräussert habe, zählten auch ein Granatenwerfer, sieben Granaten und 800 Gramm Dynamit. (Symbolbild: Keystone)
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Pfarrer wegen Waffenschmuggels in der Ukraine festgenommen

In der Ukraine wurde ein Pfarrer wegen illegalen Waffenhandels festgenommen. Der Geistliche brachte sie aus Konfliktgebieten mit und verkaufte sie an Bekannte.

In der Ukraine ist ein Pfarrer wegen illegalen Waffenhandels festgenommen worden. Wie die Sicherheitsbehörden in Kiew am Dienstag mitteilten, reiste der Geistliche regelmässig in das Konfliktgebiet in der Ostukraine und kehrte mit Waffen zurück, die er anschliessend an Bekannte verkaufte.

Die Festnahme erfolgte nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) bereits vor mehreren Monaten im Nordwesten des Landes, wurde aber erst jetzt öffentlich. «Es ist eine sehr brisante Angelegenheit», sagte SBU-Sprecherin Olena Gitljanska der Nachrichtenagentur AFP.

Den Ermittlern zufolge begann der Pfarrer im Jahr 2015 mit sogenannten Missionspredigten in der Ostukraine. «Er kam mit gefährlichen Trophäen zurück, die er an Freunde verkaufte», teilte der SBU mit. Unter den Waffen, die der Pfarrer illegal veräussert habe, zählten demnach ein Granatenwerfer, sieben Granaten und 800 Gramm Dynamit.

Der Pfarrer war nach Behördenangaben bereits wegen illegalen Waffenhandels vorbestraft. Bei einer Verurteilung drohen ihm sieben Jahre Haft.

Wegen des Konflikts in der Ostukraine grassiert in dem osteuropäischen Land der Waffenschmuggel. Russland hatte Anfang 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektiert, in der Folge begann im Osten der Ukraine der Konflikt zwischen pro-russischen Rebellen und der ukrainischen Armee. Seitdem wurden in dem Konflikt etwa 13.000 Menschen getötet.

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