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Die Regierung informierte über die Geschehnisse am Sonntag vor dem Morgenstreich. (Video: Telebasel)
Baselland

Fasnacht trotz Verbot – Regierung informiert über Massnahmen

Die Baselbieter Regierung informiert in einer Pressekonferenz über die Geschehnisse vom Sonntag. Wegen Verbotsübertretungen wurden mehrere Massnahmen erlassen.

Weil in Liestal und Sissach das vom Bundesrat erlassene Veranstaltungsverbot zur Eindämmung des Coronavirus nicht eingehalten werde, verfügt der Baselbieter Regierungsrat ein temporäres Ausschankverbot ab 1. März um 19:00 Uhr bis morgen 2. März 2020 um 6:00 Uhr in Liestal und Sissach. Das schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Sonntagabend.

Zahlreiche Fasnächtler hatten sich über das Verbot hinweggesetzt und waren zu den Fasnachts-Veranstaltungen erschienen. Der Regierungsrat verfügte daher «zum Schutz der Bevölkerung ein temporäres Ausschankverbot für das gastronomische Angebot (Getränke und Esswaren) in Restaurants sowie Wagenburgen und Cliquenkellern in Liestal und Sissach.»

Nun informiert die Regierung in Liestal in einer Pressekonferenz zu den gestrigen Massnahmen.

Polizei überbrachte Mitteilung den Wirten

Das Verbot des Verkaufs von alkoholischen Getränken beziehe sich dabei auch auf die Detailhändler in den Gemeinden Liestal und Sissach. Damit verbunden sei die Aufhebung der Freinachtbewilligung sowie sämtlicher weiterer bereits in den beiden Gemeinden Liestal und Sissach erteilten Bewilligungen im Zusammenhang mit Fasnachtsveranstaltungen.

Die Polizei wurde beauftragt, den zuständigen Wirten die Mitteilung zu überbringen. Bei Nichteinhaltung droht den Wirten und Veranstaltern eine Busse, heisst es weiter.

Die Polizei ging von Keller zu Keller um die Wirte zu informieren. (Video: Telebasel)
Die Feiernden Fasnächtler waren alles andere als begeistert. (Video: Telebasel)
Trotzdem ging bei den Räumungsaktionen friedlich zu. (Video: Telebasel)

Fasnächtler attackierten Polizeiauto

Die meisten Beizen hätten sich nach dem Ausschankverbot ab 19 Uhr einsichtig gezeigt, sagte Polizeikommandant Mark Burkard am Montag. In Liestal sei die Stimmung aber teils aggressiv gewesen. Wie «20 Minuten» berichtet, griffen Fasnächtler Polizeifahrzeuge an und traktierten diese mit Tritten und Gegenständen. Dabei sei eine Heckscheibe zu Bruch gegangen. Um 1:55 Uhr in der Nacht sei dann bei einem Fasnachtslokal in Liestal die Situation eskaliert: Die Polizei musste eine renitente Person festnehmen, die alkoholisiert war. Zudem seien Reizstoffe eingesetzt worden.

Der Grossteil der Bevölkerung habe aber mit Verständnis für die Massnahmen reagiert, sagte Polizeikommandant Burkard weiter.

4 Kommentare

  1. Klarer Rechtsverstoss und mit nichts zu entschuldigen!
    Was da im Kantonshauptort oder auch im Nachbarkanton stattgefunden hat ist eine sehr beschämende Sache. Staatsbürger und sonst dem Gesetzgeber sicher loyal gesinnte erwachsene Personen widersetzen sich im Verbund dem ausgesprochenen „Not“ Gesetz der Regierung! Gibt es etwas Verwerflicheres als dies? Dann noch mit Gesängen dem Verbot Volksbelustigung zu verleihen! Schande über die beiden Kantone und ich hoffe sehr die beiden Regierungen werden es dementsprechend ahnden!! Dieser Akt der Respektlosigkeit war nie und nimmer der Schweiz würdig und würde in anderen Ländern umgehend sanktioniert. Eine ernste Bedrohung von Staat und Volk wurde von wenigen aber zu vielen missachtet! Der klare und unwiderrufliche Regierungsbefehl wurde wegen Fasnachtstreiben in den Wind geschlagen! Von Narren kann man ja nicht mehr IQ erwarten aber die Schaulustigen sollten sich schämen und ihrer Gesetzlosigkeit bewusst werden!! Was ist bloss mit unserer Gesellschaft los?Report

  2. Wie ignorant muss man den sein, sicher kann ich die Fasnächtler verstehen aber verstehen die Fasnächtler auch das durch Ihr verhalten Personen die noch Gesund sind, durch solche Ignoranz gefährdet werden?
    Ich glaube die Regierung hat es sich genau überlegt aber das von Liestal zeigt doch wie die Menschen langsam ticken ich ich ich und alle anderne gehen mir am A…. vorbei. Für mich ist dieses verhalten absolut nicht zu verstehen.Report

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