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Lotti Weber, Torstübli-Wirtin, im Interview. (Video: Telebasel)
Basel

«Es ist wirklich zum Heulen»

Es hätten die «drey scheensten Dääg» werden sollen. Nachdem die Fasnacht abgesagt wurde, stehen viele Beizer, auch Lotti Weber, vor einem finanziellen Fiasko.

Der Schock sitzt noch immer tief. Der Bundesrat hat alle öffentlichen Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern verboten. Somit fällt die diesjährige Fasnacht ins Wasser. Betroffen sind vor allem die Beizen, die mit den Einnahmen während den «drey scheenste Dääg» gerechnet haben.

Eine der Betroffenen ist Lotti Weber vom Torstübli. Wirklich verstehen kann Sie die Entscheidung nicht. «Es ist klar, dass sie (Bundesrat und Regierung) auf Nummer sicher gehen müssen. Aber ich finde, das ist masslos übertrieben», so die Wirtin. Sie verstehe, dass der Morgenstraich und der Cortège abgesagt wurden, aber «dass die kleinen Gruppen nicht gässeln können und Schnitzelbangg in den Restaurants nicht singen dürfen, das verstehe ich nicht.»

Der Telebasel News Beitrag vom 29. Februar 2020:

(Video: Telebasel)

Grosser finanzieller Verlust

Durch den Wegfall der Schnitzelbängg habe sie nun ein grosses Problem. «Das ist für sämtliche Restaurant und alles, was damit zusammenhängt, der Fleisch- und Brotlieferant, für einfach alles, ein wahnsinniger Verlust», so Weber zum Telebasel.

Das Torstübli war über die Tage ausgebucht. «Das ist ein saumässiger Verlust, den du unmöglich wieder aufholen kannst. Wir Restaurant-Betreiber haben sonst schon zu kämpfen.» Die Fasnachtstage würden jeweils einen hervorragenden Umsatz bringen. Weber ist überzeugt davon, dass gewisse Restaurants mit den «drey scheensten Dääg» finanzielle Engpässe stopfen.

Kulante Lieferanten

Sie habe zum Glück kulante Lieferanten, die einen Teil der Lieferung wieder zurück genommen haben. Was sie mit dem Rest macht, ist bisher unklar. Denn pikant: Viele haben abgesagt. Die Gäste kommen teilweise einmal im Jahr, um die Schnitzelbängg geniessen zu können. Fehlen die, fehlen eben auch die Gäste. Beim Gedanken daran kullern der Wirtin dicke Tränen über die Wangen.

Mehr dazu am Samstag, 29. Februar 2020, in den Telebasel News um 18:30 Uhr und ab 19 Uhr stündlich. 

18 Kommentare

  1. Herr Edgar Studer, ich möchte Sie mal sehen, wenn Sie am Abgrund stehen!!! 1. Es basiert alles auf Panik mache. 2. Gibt es bei uns in Europa gar nicht so viele Todesfälle. 3. An der ganz normalen Grippe sterben viel mehr Menschen. Und mit dieser Sch..ss Panikmache treiben sie viele Wirte und Fasnachts-Qliqen und Guggen die auch Essstände oder Keller betreiben in den Ruin!!!Report

  2. Was nützt all das Geld wenn es um Leben geht,sollte man jetzt nicht Jammern wegen der Fasnacht und den Einnahmen.Was glauben solche egoistische Aussagen denn der Mensch ist immer noch das höchste gut.Report

  3. Jetzt müssten die Schweizer auch mal zusammen
    halten .
    Ihre Beizen und Geschäfte unterstützen und nicht alles billig im Ausland kaufen und konsumieren.
    Es tut mir weh wenn ich sehe wie ein Geschäft nach
    dem andern schliessen muss.Report

  4. Finde es auch total übertrieben. Warum wurde der Swissaward am Freitabend durchgeführt?
    Man sollte die Fasnacht nachholen. Einfach verschieben. Wer ist dabei?Report

  5. Könnte man eventuell ein Crowdfunding eröffnen, um den Wirten zu helfen? Wenn jeder, der an der Fasnacht gegessen hätte nur 100.- in den Topf werfen würde und man das dann verteilen könnte, wäre schon einigen geholfen.Report

  6. Unglaublich wie machen Leuten ihre eigene Gesundheit und die gesundheitliche Situation von uns allen weniger Wichtig ist als Fasnacht und Ihre Einnahmen während der Fasnacht.
    Ich liebe Fasnacht, habe aber vollkommenes Verständnis für die Entscheidung der Regierung.Report

  7. Ich kann zwar den Frust der Basler Fasnächtler verstehen und auch die Sorgen der Beizenbesitzer, aber die Entscheidung ist die einzig richtige und entspricht den Seuchenschutzmassnahmen. Der Schutz der Bevölkerung kommt vor Spass und finanziellen Gewinnen! Egoistische Bedürfnisse sind jetzt fehl am Platz!Report

  8. Sagt mal ist eure Gesundheit Wichtig oder Die Finanzierung um einen Umsatz von CoronaVirus zu verdienen oder um einen Umsatz von Gesunde Menschen zu verdienen, ihr seit hoch Geld gierig und total geizig und arrogant. Entschuldigung für den harten Beschreibung aber ich finde es garnicht übertrieben. Und das diese Dame noch heult🤦🏻‍♀️. Ich dachte zuerst das CoronaVirus sie oder nen Familien Mitglied getroffen hat.Report

  9. Es ist wahrlich zum Heulen. Da ist auf der einen Seite der Schmerz, ja die Trauer, dass der so geliebte Seelenraum, den die Fasnacht einer Gesellschaft bietet, verschlossen bleibt. Also auch das jährliche Leuchten in die eigene Seele ausbleibt. Der wahre Bebbi weiss, was hier gemeint ist…Und auf der anderen Seite die Wut, dass die Gesellschaft zu Tausenden weiter in den Pendlertrömen und Arbeitstürmen dieser Welt aufzumarschieren hat. Auf dass die Produktionen weiterlaufen. Dabei geht eines vergessen: nimmt man einem einzigen Menschen die Freude…alles andere kann man sich hier denken…und weshalb so ein Coronavirus auftaucht – und wer daran verdienen und davon profitieren – aber auch da kann man sich vieles denken –Report

  10. Oh Gott mir kommen die Tränen.

    Einmal kein VERMÖGEN verdienen an Fasnacht.

    Wir müssen dafür richtig schuften, davon haben Sie gar keine Ahnung, Was es heisst, für den Lohn richtig arbeiten zu müssen.

    Arbeiten, haben Sie mit Sicherheit noch niemals wirklich müssen.Report

  11. Es ist wahrlich zum Heulen. Da ist auf der einen Seite der Schmerz, ja die Trauer, dass der so geliebte Seelenraum, den die Fasnacht einer Gesellschaft bietet, verschlossen bleibt. Also auch das jährliche Leuchten in die eigene Seele ausbleibt. Der wahre Bebbi weiss, was hier gemeint ist…Und auf der anderen Seite die Wut, dass die Gesellschaft zu Tausenden weiter in den Pendlertrömen und Arbeitstürmen dieser Welt aufzumarschieren hat. Auf dass die Produktionen weiterlaufen. Dabei geht eines vergessen: nimmt man einem einzigen Menschen die Freude…alles andere kann man sich hier denken…und weshalb so ein Coronavirus auftaucht – und wer daran verdienen und davon profitieren – aber auch da kann man sich vieles denken –Report

  12. Schnitzelbänke abzusagen, finde ich weit über die Zielvorgabe geschossen! Welches Restaurant, oder Baiz hätte 1000 Gäste? Ebenso erklärungsbedürftig ist das Verbot von Vorfasnachtsvetanstaltungen z.B. am Spalenberg mit 208 Sitzplätzen!Report

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