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Der Telebasel News Beitrag vom 28. Februar 2020.
Basel

«Alle Kostüme und Wagen für die Katz gemacht»

Wegen des Coronavirus wurde die Basler Fasnacht abgesagt. Viele Fasnächtler sind empört über diesen Entscheid. Die Wirte machen sich indes grosse Sorgen.

Das Coronavirus hat Basel erreicht. Am Donnerstag wurde der erste Fall in Riehen bestätigt. Am Freitag wurde vom Bundesrat schweizweit ein Verbot für Grossanlässe mit über tausend Teilnehmern verhängt. Für die Basler Fasnacht war dies der schwärzeste Tag. Denn aus diesem Grund wurden die «Drey scheenschte Dääg» und alle damit verbundenen Veranstaltungen abgesagt.

Die sorgt nicht nur bei Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern für Entsetzen, sondern ruft auch bei den Wirten Befürchtungen vor finanziellen Verlusten hervor. Der Wirteverband fordert ein Entlastungs- und Unterstützungsprogramm wegen der abgesagten Fasnacht. «Der Wirteverband Basel-Stadt ist tief besorgt über die wirtschaftlichen Auswirkungen. Er fordert Überbrückungshilfen und die Entlastung von KMU», heisst es in der Mitteilung.

Da die Fasnacht kurzfristig abgesagt wurde, sei es vielerorts zu spät, um die Kosten zurückzufahren. «Lebensmittel wurden bereits bestellt oder sogar zubereitet, zusätzliches Personal wurde aufgeboten und Werbung geschaltet.» Die Angst vor dem Coronavirus könnte zu weiteren Einbussen – auch bei kleineren Veranstaltern – führen, fürchtet der Verband.

Ein grosser Teil der Telebasel Community ist empört, dass die Basler Fasnacht abgesagt wurde. (Bildmontage: Telebasel)

Empörte Community

Die Telebasel Community ist derweil empört, dass der Basler Traditionsanlass nicht stattfindet. Hunderte Kommentare erhielt Telebasel auf Facebook zum Thema. Viele Nutzer sind sehr enttäuscht über die Absage. Dabei gibt es einige wehrhafte Botschaften: «Geht einfach trotzdem auf die Strasse», heisst es da etwa.

Auch Frust mischt sich unter die Kommentare. Dabei geht es vor allem um die ganze Arbeit, die die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler hatten, wie Rolf Jango Martin beispielsweise schreibt. Er fordert eine Entschädigung für die Cliquen. Sie sitzen nun alle auf ihrem bestellten Material fest.

Der Gedanke, dass die Fasnacht einfach verschoben statt abgesagt wird, kursiert bereits bei den Telebasel-Lesern. Es wurde sogar eine Online-Petition in Umgang gebracht. Franzsika Thomann und Heidi Mangione wollen derweil wissen, ob man die Fasnacht nicht verschieben kann. Ein Gedanke der Auch Userin «Yas Min» teilt.

Die Sorge was mit den Schulen und der Uni gemacht wird, ist gross. Beispielsweise in Italien wurden diese für unbestimmte Zeit geschlossen. Dass der Betrieb in der Schweiz normal weitergeführt werden soll, stösst teilweise auf Unverständnis.

Einzelne User sind jedoch erleichtert, dass die Gesundheit vorgehe und auf sie Rücksicht genommen wurde. Auch wenn die Angelegenheit mit der abgesagten Fasnacht zu bedauern sei.

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