Die Fasnachts-Ausstellung im Museum der Kulturen wird auch an der Fasnacht seine Pforten öffnen. (Symbolbild: Keystone)
Basel

Frau Fasnacht lädt ins Museum

UNESCO-Kulturerbe, Volksfest, «Die drey scheenschte Dääg». Die Basler Fasnacht ist vieles. Das Museum der Kulturen widmet dem Anlass eine eigene Ausstellung.

In einer Woche sind sie beinahe wieder vorbei, die «drey scheenschte Dääg». Doch wie lange schon gibt es den Morgenstraich? Wie sahen die Larven früher aus und welche Sujets beschäftigten unsere Urgrosseltern? Auf diese und ähnliche Fragen hat das Museum der Kulturen Antworten. Und zwar in der Dauerausstellung Basler Fasnacht.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die Basler Fasnacht. Dabei können Fasnachtsbegeisterte alte Kostüme, Larven oder auch Schnitzelbänke aus vergangenen Tagen bestaunen – und geniessen. Die Ausstellung wird garniert von einer nachgebildeten Fasnachtsbeiz.

Fasnacht im Wandel der Zeit

An dieser lässt sich laut Ausstellungsassistenz Florence Roth auch der Wandel der Zeit illustrieren. Die Männer sitzen die Frau bedient. Heute ist die Rollenverteilung nicht mehr so klar. Auch anderswo zeigt sich die Veränderung.

«Bis nach dem ersten Weltkrieg wurden die Larven importiert», erklärt Roth. Erst nach dem «grossen Krieg» entwickelte sich in Basel eine eigene Larvenkunst, wie Roth sagt. Und bei den Larven ist auch Roths Lieblingsstück der Ausstellung zu verorten.

Ist es Tinguelys Larve?

Roth schwärmt für ein Stück der Clique «Kuttlebutzer», die 1976 das Sujet Stadtindianer hatte. Ihr prominentestes Mitglied: Jean Tinguely. Die Larve besteht aus einer Giesskanne. Roth: «Wir wissen aber nicht, ob es Tinguelys Larve ist.»

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*