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Der Telebasel News-Beitrag vom 26. Februar 2020.
Basel

«Es ist schwierig, Angefressene von der Fasnacht abzuhalten»

Vor 100 Jahren wurde die Fasnacht wegen der Spanischen Grippe verschoben. Droht nun wegen des Coronavirus' ein ähnliches Szenario? Das sagen Cliquen dazu.

Telebasel hat bei verschiedenen Cliquen nachgefragt, was sie tun würden, falls die Fasnacht am Montag nicht stattfinden sollte. Der Obmann der Fasnachtsclique Opti-Mischte: «Das kann ich wirklich nicht beantworten», für ihn ist klar, dass bei solch einem Entscheid nichts ohne Rücksprache mit dem restlichen Vorstand bestimmt wird.

Es klingt bei allen Cliquen ähnlich, denn niemand will über die anderen bestimmen. «Das Amt als Obmann gibt einem nicht das Recht, jemanden zur Fasnacht zu zwingen.» Fällt die Fasnacht offiziell ins Wasser, wird kein Obmann seiner Clique sagen, dass trotzdem eingestanden wird.

Das Thema wird jedenfalls in den Sozialen Medien heftig und teils kontrovers diskutiert. Fünf Tage vor dem Morgestraich scheint es, dass sich viele Fasnächtler auch bei einem Verbot auf die Gassen wagen würden. «Wir machen Fasnacht, egal, was kommt», so der Tenor in den Facebook-Posts.

Bier als Wundermittel

Auch für den Obmann der Spale-Clique ist unklar, was die Fasnächtler machen würden, gäbe es offiziell keine Fasnacht. «Ich denke es ist schwierig, jemanden der so angefressen ist, davon abzuhalten, trotzdem Fasnacht zu machen», so der Obmann Florian Stähli.

Florian Stähli findet jedoch, dass eine offizielle Quarantäne doch ernst zu nehmen sei. Dass dieser Fall eintritt, sei aber eher unrealistisch, glaubt er. «Man müsste 10 Prozent der ganzen Stadtbevölkerung davon abhalten, Fasnacht zu machen», meint Stähli, und dazu kommt: «Heute ist bei der BBC eine Meldung gekommen, dass Bier anscheinend desinfiziert und das Coronavirus auslöscht».

Das letzte Wort hat das BAG

Ob die Fasnacht durchgeführt wird oder nicht, hängt von der Entwicklung ab – und wäre am Ende ein Entscheid des BAG. Bereits in den vergangenen Tagen hat die Bundesbehörde mehrmals darauf hingewiesen, dass die Lage täglich neu beurteilt wird. «Wenn die Fasnacht offiziell abgesagtwürde, käme das von den zuständigen Behörden und an solche Gesetze und Regeln müsste man sich dann einfach halten», sagt Felix Rudolf von Rohr ehemaliges Comité-Mitglied.

Das Comité selbst habe dazu nichts zu bestimmen, betont er. Dieser Punkt sei ihm besonders wichtig.

8 Kommentare

  1. Ich schliesse mich dem vorherigen Kommentar an, ich denke auch das man den gesunden Menschenverstand walten lassen sollte. Ich freue mich schon lange auf die Fasnacht und ich fände es sehr schade wenn die Fasnacht nicht stattfinden würde. ich denke dass der Coronavirus gut behandelbar ist und nicht so sehr dramatisch ist wie in Medien behauptet wird. Ich persönlich habe keine grosse Angst vor dem Virus, aber ich verstehe dass sich viele Leute davor ängstigen und lieber nicht an Veranstaltungen teilnehmen, aber ich denke aber auch dass man wegen der Coronavirus die Fasnacht verbieten sollte. Denn die Fasnächtler und Gäste der Fasnacht können nichts für den Coronavirus. Mann wir sehen was heute entschieden wird, die Hoffnung stirbt zu letzt…Report

  2. Wenn eine Absage der Fasnacht Realität würde müsste man auch an Samstagen die ganze Stadt abriegeln (zu viele Leute)! Und die grossen Einkaufszentren wie St. Jakobs Park schliessen (zu viele Leute). Gesundheit geht vor, völlig klar! Ich bin selber Fasnächtler und Familienvater. Ich denke Mann sollte alles ein wenig in den Relationen sehen. Bei keiner Influenza mit Todesfolge (in einer schweren Grippesaison sind es etwa 2‘500 Personen alleine in der Schweiz, Quelle NZZ) ist ein ähnlich panisches Verhalte festzustellen!Report

  3. Ich denke man muss einfach den normalen Menschenverstand walten lassen…….Fasnacht hin oder her, dass leben geht weiter mit oder ohne Fasnacht.
    Schlussendlich entscheiden nicht wir, was auch gut ist, wir haben es nur zu akzeptieren!Report

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