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Der Telebasel News Beitrag vom 25. Februar 2020.
Basel

Wie sauber sind die Basler Beizen?

In der Stadt gab es letztes Jahr zwei, auf dem Land eine Strafanzeige gegen Beizer. Diese sollen sich nicht an die Hygienevorschriften gehalten haben.

Verschimmelte Lebensmittel, verschmutzte Küchen oder Fleisch in der Lasagne, welches eigentlich Katzenfutter ist – 789 Strafanzeigen gingen gemäss SonntagsZeitung im Jahr 2018 schweizweit gegen Beizer ein. Auch in Basel werden jeweils etwa 40 Prozent der Restaurants vom Kantonslabor kontrolliert.

Zwei Strafanzeigen in BS

In Basel-Stadt erfolgten im Jahr 2019 zwei Strafanzeigen. Die beantragte Bussensumme beträgt 5000 Franken. Beide Fälle sind noch hängig. Kontrolliert wurden 1210 Betriebe. Im Jahr 2018 wurden in Basel-Stadt fünf Strafanzeigen ausgesprochen. Die beantragte Bussensumme beträgt 17000 Franken. Die Angeklagten wurden in zwei Fällen zu Bussen von insgesamt 7000 Franken verurteilt. Drei Fälle sind noch hängig. Das teilt das Kantonale Laboratorium auf Anfrage mit.

Eine Strafanzeige in BL

Im Kanton Basel-Landschaft sieht die Lage folgendermassen aus: Im 2019 seien insgesamt 552 Restaurantküchen durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen kontrolliert worden, wie dieses mitteilt. Es sei eine Strafanzeige eingereicht worden. Im 2018 wurden insgesamt 379 Restaurantküchen im Kanton Basel-Landschaft durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen kontrolliert und ebenfalls eine Strafanzeige eingereicht.

Beizer nicht erfreut

Auch wenn die Zahlen in den beiden Basel vergleichsweise tief sind. Die Wirte freut das wenig, werde man doch schnell mit den «Grüsel-Beizern» in den selben Topf geworfen, sagt etwa Gastronom Simon Lutz.

Wirteverband wünscht Massnahmen vom Kanton

Und beim Wirteverband Basel-Stadt heisst es auf Anfrage. «Wir vom Wirteverband bieten viele Aus- und Weiterbildungen im Bereich Lebensmittelhygiene an. Betriebe, welche davon Gebrauch machen, die haben auch kein Problem bei den Kontrollen. Es sind leider oft Betriebe, die nicht einmal Mitglied sind bei uns. Wir haben keinerlei Einflussmöglichkeiten», so Jascha Schneider. Ein Pranger bringe nichts. Aber der Kanton Basel-Stadt müsse viel konsequenter durchgreifen und sollte diese Betriebe auch konsequent schliessen.

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