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Der Telebasel News Beitrag vom 25. Februar 2020.
Basel

Roboter «Mona Lisa» rettet Leben

An Prostatakrebs erkranken in der Schweiz pro Jahr rund 6100 Männer. Zur Früherkennung von Prostatakrebs wird im Unispital Basel «Mona Lisa» eingesetzt.

In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 6100 Männer. Damit ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart überhaupt. Auf ihn entfallen 28 Prozent der Krebsdiagnosen bei Männern. Auffällig dabei: Fast alle Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 50, 47 Prozent sind 70 Jahre oder noch älter.

Bis heute sind zwar keine Möglichkeiten zur Vorbeugung von Prostatakrebs bekannt, eine frühzeitige und präzise Erkennung kann aber sehr wohl Leben retten. Zur Früherkennung von Prostatakrebs wird neuerdings im Unispital Basel der Roboter «Mona Lisa» verwendet.

«Mona Lisa»:

(Promovideo: Biobot)

«Mona Lisa» fusioniert Röntgen- und Ultraschallbilder

Prostatatumore lösen über längere Zeit geringe Beschwerden aus. Beim Einengen der Harnröhre treten Probleme beim Wasserlösen auf, die Patienten haben entweder einen zu schwachen Harnstrahl, müssen häufig auf die Toilette oder haben Schmerzen beim Wasserlassen.

Der Patient sucht den Arzt auf, lässt sich röntgen. Zeigt sich dort eine Anomalie, wird eine Biopsie angekündigt. Neuerdings hilft dabei der Roboter «Mona Lisa». Die Röntgenbilder, welche von der Radiologie gemacht werden, können mit den Ultraschallbildern von «Mona Lisa» in Echtzeit abgeglichen werden. «Der ‹Mona Lisa›- Roboter kann dann genau die Ziele in der Prostata ansteuert, die der Radiologe, der Röntgenarzt, vorher als verdächtig identifiziert hat», sagte der Chefarzt der Urologie, Helge Seifert, zu Telebasel.

Präzise und schonend für den Patienten

Der Eingriff wird entweder unter einer sehr starken Betäubung, der sogenannten «Sedierung», oder während einer Narkose durchgeführt. «Das heisst, während des Eingriffs spürt der Patient nichts. Nach der Operation hat er ein kleines Pflaster am Damm, hat einen leichten Wundschmerz, den aber mit einer ganz harmlosen Schmerzmedikation dann auch gut kompensiert werden kann», so Seifert.

Der Patient muss insgesamt zwei Schnitte über sich ergehen lassen, bevor die Operation nach rund 20 Minuten auch schon wieder vorbei ist. Die Proben werden ins Labor eingeschickt und können bereits nach kurzer Zeit mit dem Patienten besprochen werden. Zur Beruhigung: Der Roboter nimmt sehr präzise Proben und mildert so das Infektionsrisiko.

Mehr dazu am 25. Februar 2020 um 18:30 Uhr und ab 19:00 Uhr stündlich in den Telebasel News.

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