Nach Auszählungen in zehn Prozent der Wahlbezirke kommt der 78-Jährige auf rund 40 Prozent der Stimmen. (Foto: Key)
International

Sanders gewinnt Vorwahl in Nevada klar

Bei der Vorwahl der Demokraten in Nevada um die US-Präsidentschaft liegt Bernie Sanders nach ersten Erhebungen deutlich vorn. Mit 40 Prozent der Stimmen.

Ex-Vizepräsident Joe Biden lag auf Rang zwei. Der Ex-Bürgermeister von South Bend, Pete Buttigieg, kam auf den dritten Platz vor Senatorin Elizabeth Warren. Die US-Fernsehsender NBC News und ABC News verkündeten bereits vier Stunden nach Beginn der Abstimmung basierend auf Prognosen den Wahlsieg für Sanders. Bis zur Auszählung aller Stimmen dürfte es noch Stunden dauern.

Einflussnahme Russlands?

Sanders nähert sich damit weiter der demokratischen Präsidentschaftskandidatur, um im November US-Präsident Donald Trump herauszufordern. Überschattet wurde die Vorwahl von Berichten über eine angebliche Einflussnahme Russlands, um Sanders im Vorwahlkampf zu unterstützen.

Laut der Washington Post wurde der Senator von US-Regierungsvertretern darüber informiert, dass Russland die Vorwahlen zu seinen Gunsten beeinflussen wolle. Sanders bestätigte den Bericht am Freitag. Er verbat sich jedoch jede Hilfe des Kreml und warf der russischen Regierung vor, die USA spalten zu wollen.

Die US-Behörden gehen davon aus, dass Russland Sanders schon im Vorwahlkampf 2016 gegen seine Rivalin Hillary Clinton unterstützen wollte, um eine Spaltung der US-Gesellschaft voranzutreiben und letztlich dem republikanischen Kandidaten Trump zu helfen. Während Clinton sich vor vier Jahren in den Vorwahlen der Demokraten gegen Sanders durchsetzte, unterlag sie schliesslich Trump bei der Präsidentschaftswahl.

Bloomberg steigt Anfang März ein

Nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste manipulierte Russland den Präsidentschaftswahlkampf 2016 insbesondere durch eine Kampagne in Online-Netzwerken wie Facebook.

Unabhängig vom Wahlausgang in Nevada wird der Super Tuesday Anfang März von grosser Bedeutung sein, bei dem in 14 Bundesstaaten abgestimmt wird. Dann steht erstmals auch der Milliardär Michael Bloomberg zur Wahl. Der Sieger der Vorwahlen tritt Anfang November für die Demokraten bei der eigentlichen Präsidentenwahl gegen Amtsinhaber Donald Trump an, der als sicherer Kandidat der Republikaner gilt.

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