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Basel

Rotblau zeigt gegen Nikosia sein Europacup-Gesicht

Der FCB gewinnt das Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League gegen APOEL Nikosia mit 3:0. Rotblau steht damit bereits mit einem Bein in den Achtelfinals.

Der FC Basel war von allen Seiten gewarnt worden vor diesem Europacup-Auftritt auf Zypern. Ein gefährlicher Gegner sei APOEL Nikosia, besonders unangenehm im heimischen GSP-Stadium, wo die Stimmung oft koche. Rund eine Viertelstunde schien sich das Team von Marcel Koller in der zypriotischen Hauptstadt von diesen Vorhersagen beeindrucken zu lassen, ehe es sie ad acta legte. Begünstigt von einem halbleeren Stadion und einem zypriotischen Rekordmeister, der weder offensiv noch defensiv zu überzeugen wusste.

Ein präzise gespielter, langer Ball von Innenverteidiger Eray Cömert in der 16. Minute genügte, um die zypriotische Abwehr auszuhebeln, den FCB durch Raoul Petretta in Führung zu bringen, und das zuletzt verloren geglaubte Selbstvertrauen beim Cupsieger wieder zu entfachen. «Es kann schnell drehen», hatte Basels Mittelfeldspieler Taulant Xhaka vor der Europacup-Partie gegenüber der Aargauer Zeitung gesagt, er sollte mit seiner Prophezeiung Recht behalten. Hatten die Basler vor dem 1:0 im fremden Stadion noch eine gewisse Zurückhaltung gezeigt, legten sie mit ihm sämtliche Hemmungen ab.

Dass sich die mitgereisten FCB-Fans bis zur 53. Minute zum zweiten Treffer ihres Teams gedulden mussten, war einzig der nicht optimalen Effizienz der Gäste geschuldet. Captain Valentin Stocker (53.) und Arthur Cabral (66.) sorgten nach der Pause bei all jenen für Beruhigung, die die Bestrafung durch ein Gegentor aufgrund des zuvor fehlenden FCB-Torinstinkts befürchtet hatten. Stocker schloss eine schöne Kombination über Samuele Campo und Fabian Frei ab, Cabral traf mittels Weitschuss zum 3:0, nachdem er acht Minuten zuvor an noch an der Latte gescheitert war.

Aushilfsflügel Petretta trifft

Koller, dem nach dem Ausfall von Kevin Bua und Edon Zhegrova mit Valentin Stocker in Nikosia nur ein gelernter Flügel zur Verfügung stand, hatte Raoul Petretta ins linke Mittelfeld beordert. Der 59-jährige FCB-Coach entschied sich damit für die bereits bekannte, defensivere Option und gegen das offensivere Modell mit Afimico Pululu. Es passte zu diesem Basler Gala-Abend, dass Kollers Plan drehbuchreif aufging.

Einerseits erfüllte Petretta seine Pflichtaufgabe, Koller hatte sich durch ihn mehr defensive Stabilität auf der linken Abwehrseite erhofft, an der Seite von Blas Riveros souverän. Gemeinsam fand das Basler Gespann fast immer einen Weg, den Radius von Musa al-Taamari einzuschränken, dem gefährlichsten Akteur des Heimteams. Andererseits glänzte der 22-Jährige erstmals im Europacup als Torschütze.

Der FCB war mit schlechten Erinnerungen nach Strovolos gereist, in diesen Vorort der zypriotischen Hauptstadt, in dem das GSP-Stadium liegt. Vor eineinhalb Jahren hatten an dieser Stelle Basler Europacup-Träume geendet, mit 0:1 war dem Schweizer Klub gegen Apollon Limassol damals nur das Nachsehen geblieben. Es war im achten Spiel die erste Niederlage des FCB unter dem Trainer Koller, die sogleich das Aus in der Qualifikation zur Europa League bedeutete. Diesmal reisen Koller und der FCB lachend aus Zypern ab. Der Einzug des FCB in die Achtelfinals wird für APOEL im St. Jakob-Park in einer Woche kaum mehr zu verhindern sein.

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