Timo Werner bejubelt den entscheidenden Treffer gegen Tottenham. (Foto: Key)
International

Atalanta souverän – Leipzig mit Auswärtssieg

Atalanta schlägt Valencia klar mit 4:1 und auf dem besten Weg in die CL-Viertelfinals. Nach einem 1:0 auswärts gegen Tottenham hat auch RB Leipzig gute Karten.

Leipzig siegte derweil bei Tottenham Hotspur 1:0. In den beiden Duellen ohne jede Tradition im europäischen Fussball behielten die Mannschaften mit dem schwächeren Renommee fürs Erste die Oberhand.

Remo Freuler, der in der Serie A in dieser Saison zweimal getroffen hatte, erzielte gegen die Spanier nach 57 Minuten auf brillante Weise das 3:0. Er eroberte den Ball etwa zehn Meter seitlich vor dem Strafraum. Nach zwei Körpertäuschungen schlenzte er den Ball gegen den weiter entfernten Innenpfosten. Nur sechs Minuten später erhöhte der niederländische Defensivspieler Hans Hateboer mit seinem zweiten Tor des Abends auf 4:0. Valencia, in der spanischen Meisterschaft derzeit ausserhalb der Europacup-Ränge liegend, wahrte seine wohl letzte Chance im Hinblick auf das Rückspiel mit einem Tor des kurz vorher eingewechselten Denis Tscheryschew Mitte der zweiten Halbzeit.

Auf dem Weg zum sehr günstigen Ergebnis benötigte Atalanta auch ein wenig Glück. Ein harter Schuss von Valencias Ferran Torres nach einer halben Stunde prallte an den Pfosten. Wenig später fiel das von Goalgetter Josip Ilicic erzielte 2:0.

In seiner ersten ChampionsLeague-Saison war Atalanta in der Gruppenphase nach drei Niederlagen schon totgesagt, bevor es mit einem Remis gegen Manchester City sowie zwei Siegen doch noch weiterkam. Jetzt ist die Mannschaft von Trainer Gian Piero Gasperini in einer viel komfortableren Lage.

Überlegene Leipziger

Timo Werner, der in den letzten fünf Wettbewerbsspielen nicht mehr getroffen hatte, erzielte in London Leipzigs Siegestor nach 58 Minuten auf einen Foulpenalty, den Verteidiger Ben Davies auf sehr ungeschickte Weise verursacht hatte. Aber Leipzig hätte aus dem Spiel heraus mehrere Tore erzielen können. Einen viel besseren Eindruck als beim denkwürdigen 2:7 gegen Bayern München im Herbst machten die Spurs nicht.

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann machte in alsbald deutlich, wieso sie in der Bundesliga als erster Herausforderer der Bayern eine ausgezeichnete Rolle spielt. Schon in der 2. Minute hätten sie bei zwei grossen Möglichkeiten innerhalb weniger Sekunden in Führung gehen können. Später scheiterte Stürmer Patrik Schick mit einem Kopfball ganz knapp, und kurz vor der Pause rettete Goalie Hugo Lloris gegen den von der Seite allein auf ihn zulaufenden Goalgetter Timo Werner. Die auch nach Spielanteilen unterlegenen Spurs hatten dem allem in der ersten Halbzeit nur einen von Goalie Peter Gulacsi parierten gefährlichen Schlenzer entgegenzusetzen.

Auch in der zweite Hälfte hatte Leipzig ein Plus an Chancen. Die Londoner, die in der Premier League zuletzt drei Spiele am Stücke gewonnen hatten, enttäuschten die meiste Zeit. Aber man muss bedenken, dass es für die Mannschaft von Trainer José Mourinho nicht einfach war, die Absenzen der verletzten Weltklassestürmer Harry Kane und Son Heung-Min in der Offensive wettzumachen.

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