Wird Marcel Koller FCB-Trainer bleiben? (Bild: Keystone)
Basel

Marcel Kollers Tage beim FCB scheinen gezählt

Nach dem misslungenen Start in die Rückrunde ist Marcel Koller mehr als nur angezählt. Das Schicksal des FCB-Trainers entscheidet sich in diesen Wochen.

Seit der Winterpause wird von Medien und Fans spekuliert: Wann wird der Vertrag von Marcel Koller endlich verlängert? Seit Wochen und Monaten stärkt eine Hälfte der FCB-Führung dem Trainer den Rücken. Die andere Hälfte nicht.

Die FCB-Führungsriege ist über die Personalie zerstritten. Der Wind hat sich entscheidend gedreht: Marcel Koller befindet sich inzwischen nicht mehr nur auf Bewährung. Sein Schicksal entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Kein Weg aus der Negativ-Spirale

Der enttäuschende Start in die Rückrunde hat die FCB-Bosse nervöser denn je gemacht. Die Meisterschaft scheint erneut verpasst zu werden. Das Grübeln rund um die Personalie Marcel Koller geht – mal wieder – in die nächste Runde. Die Bewertung der FCB-Führung dauert bis und mit dem Europa League-Duell gegen APOEL Nikosia.

Kann die Mannschaft bis dahin keine Reaktion auf den schwachen Rückrundenstart zeigen, dann ist Marcel Koller nicht mehr nur angezählt – dann ist die Trainerdiskussion beendet. Ob offiziell oder inoffiziell.

Dabei müssen nicht nur die Resultate stimmen – sondern viel mehr die Art und Weise, wie die Mannschaft auftritt. Marcel Koller konnte bis heute nicht beweisen, dass er Konstanz in seine Mannschaft bringen kann. Zwar konnte der Zürcher beim FCB vor einem Jahr das Team stabilisieren. Nun scheint die Entwicklung der Mannschaft aber nicht nur zu stagnieren.

Im Gegenteil: Der Trainer scheint keinen Weg aus der aktuellen Negativ-Spirale zu kennen und zu finden. Geduld ist eine Tugend, die im Sport manchmal auch Fehl am Platz ist, was am Ende den Baslern die Meisterschaft kosten kann – und vermutlich auch wird. Ausgerechnet in einer Saison, in der die Konkurrenz strauchelt. Doch der FCB strauchelt noch mehr als eben diese Konkurrenz.

Eine Frage des Zeitpunkts

Nach der neuerlichen Niederlage gegen den FC Thun scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis Marcel Koller die Segel in Basel endgültig streichen muss. Die entscheidende Fragen für die Führung ist: Wann ein Trainerwechsel Sinn macht und wer kommen soll. Es ist keine Diskussion mehr über das «Ob». Sondern über das «Wann» und «Wer».

Im vergangenen Herbst konnte Rotblau aus der Europacup-Kampagne für Furore sorgen. Auf internationaler Bühne konnte man darüber hinwegtäuschen, dass der Motor national ins Stottern geriet. Damals waren es in erster Linie die Spieler, die das internationale Scheinwerferlicht im richtigen Moment zu nutzen vermochten. Aus Eigeninitiative. Nicht aufgrund von Impulsen von der Seitenlinie.

Hoffnungsfunke Cup

Geht der FCB nun in Zypern unter? Scheidet man in der Folge sang- und klanglos gegen APOEL Nikosia aus? Wenn die Mannschaft dieses Mal nicht aus eigener Motivation die Reaktion schafft, dann werden auch dem letzten Befürworter von Marcel Koller die Argumente ausgehen. Doch es gibt aus Basler Sicht – wie in der vergangenen Saison – einen letzten Hoffnungsfunken: Der Cup.

In der Basler Fasnachtswoche muss Rotblau auswärts gegen den souveränen Tabellenführer der Challenge League Lausanne Sports ran. Eine schwierige Aufgabe in einer noch schwierigen Situation. Zeigt das Team im Vorfeld dieses Mal aus eigener Initiative keinen positiven Impuls in diesen nahenden englischen Wochen, dann ist eine Trennung von Marcel Koller unvermeidbar. Dann ist der letzte Funke erloschen.

Neue Impulse sind gefragt

Dabei geht es nicht darum, ob Marcel Koller ein guter oder schlechter Trainer ist. Sondern, ob er noch der richtige Trainer für diesen aktuellen FCB ist. Das war Marcel Koller vor mehr als einem Jahr.

Inzwischen ist er es nicht mehr. Der FCB braucht neue Impulse. Eine neue Marschrichtung. Neuen Optimismus. Es steht ausser Frage, dass nun etwas passieren muss, dass der Klub reagieren muss.

4 Kommentare

  1. Solange die Vereinsführung nicht abtritt, muss man in der Tat auch den Trainer nicht wechseln, schon deshalb nicht, weil kaum ein guter Mann zum FCB will, und falls doch, nur wegen des Salärs und dies ist auch keine gute Voraussetzung für eine positive Dynamik.Report

  2. Da kann der Beste Trainer an der Seite Stehen bei diesem Kater wo ist der FcB Geblieben ich denke da 4Jahre zurück da steht nur Mist auf dem Platz Bululu usw unglaublich Mann stellt immer Koller zur Diskussion es ist wirklich eine Katastrophe was in Basel Passiert ist mit dem Fc B Sollen doch wieder die Manschaft um Trainier Benthaus auf den Rssen Stehen dann ginge es wieder Aufwärts Gruss R KoppReport

  3. Eher benötigt der FCB einen richtigen & neuen Präsidenten – mit Burgener ging und geht es nur noch stetig
    bergab ! Burgener ist der Leichenbestatter des FCB – keine Frage !Report

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