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Der Telebasel News Beitrag vom 17. Februar 2020.
Basel

Der kunstvolle Kampf gegen graue Wände

Von der eigenen Kunst leben können die wenigsten, von Graffiti erst recht nicht. Anders beim Atelier wandART.

Am Anfang stand eine Absage: «Ich bin damals nicht in die Kunsthochschule reingekommen, und er hatte die Schnauze voll von der Baustelle und wir fanden, probieren wir etwas Neues», sagt Timo Waldner.

Der dritte im Bunde kam dann schnell dazu. Das Atelier wandART betreiben Timo Waldner, Joel Bubeck und Loris Marrone. Ihre Werke sind zum Beispiel im Tierheim an der Birs zu bestaunen.

Steigende Akzeptanz von Street Art

Graffiti galten bei grossen Teilen der Gesellschaft lange als unästhetische Schmierereien. Durch Street Art Superstars wie beispielsweise Banksy gewinnt Kunst im öffentlichen Raum aber je länger je mehr an Bedeutung.

Eine Entwicklung, die auch die drei jungen Künstler von wandART beobachten: «Die Leute sehen Graffiti nicht mehr als etwas Verpöntes an, sondern man sieht auch, dass, wenn man Zeit investiert, etwas Schönes entsteht – und vor allem die grauen Wände weg machen kann, die man überall hat», sagt Loris Marrone. Er und Joel Bubeck bemalen nicht nur Wände; sie sind beide auch als Tätowierer tätig.

Joel Bubeck, Timo Waldner und Loris Marrone ist es aber auch wichtig, ihr Know How an die nächste Generation weiter zu geben. Deshalb bieten sie auch Workshops in Schulen, Jugendtreffpunkten und in Zusammenarbeit mit der GGG an. «Uns ist es auch wichtig, dass wir etwas weitergeben und zurückgeben können. Gerade mit den Workshops. Das ist etwas, was ich mir gewünscht hätte, als ich noch jünger war, aber damals einfach nicht angeboten wurde», sagt Waldner.

Von der Kunst leben

Kunst ist mehr als eine Leidenschaft und der Schritt, von der eigenen Kunst leben zu können, ist riesig. Ein Schritt, den die drei Künstler von wandART geschafft haben. Loris Marrone und seine beiden Mitstreiter sind glücklich über ihr Atelier: «Ich denke das Wichtigste für mich und auch für die anderen ist, dass man dieses Leben führen kann, dass man von der Kunst leben kann. Ich glaube keiner von uns will reich werden. Ich persönlich habe mein Leben der Kunst gewidmet. Ich bin froh, dass ich mit dem und davon leben kann».

Mehr dazu gibt es ab 18:30 Uhr in den Telebasel News vom 17. Februar 2020.

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