Nach einem Wassereinbruch laufen die Arbeiten am Lötschbergtunnel zur Behebung der Schäden. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Bund verlangt rasches Handeln am Lötschberg

Am 6. Februar kam es im Lötschbergtunnel zu einem Wassereinbruch. Um einen andauernden Engpass zu vermeiden, verlangt der Bund Lösungen.

Nach dem Wassereinbruch vom 6. Februar bleibt die zweite Röhre des Lötschberg-Basistunnels noch mehrere Tage gesperrt. Im fraglichen Abschnitt hat es viel mehr Bergwasser als üblich, das abgepumpt werden muss. Nach den Gründen wird gesucht. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) erwartet, dass die BLS die Einschränkungen rasch behebt.

Die BLS will im Laufe dieser Woche vor Ort in Frutigen BE über den aktuellen Stand der Arbeiten und die geologischen Hintergründe der Situation informieren, wie Mediensprecherin Tamara Traxler am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.

Die Intercity-Züge zwischen Romanshorn und Brig können durch den Basistunnel verkehren, zu Beginn jedoch mit tieferer Geschwindigkeit, was Verspätungen im Minutenbereich zur Folge hat. Die Intercity-Züge zwischen Brig und Basel werden auf der Bergstrecke via Kandersteg durch den alten Lötschbergtunnel geführt, was die Fahrzeit um rund 30 Minuten verlängert. In umgekehrter Richtung Basel-Brig fahren die Züge durch den Basistunnel.

Am 6. Februar stand das mit Schlamm versetzte Wasser 30 Zentimeter hoch. Am folgenden Nachmittag konnte der Basistunnel wieder einspurig freigegeben werden. Der Wassereinbruch erfolgte zwischen Ferden VS und St. German VS auf einem Doppelspurabschnitt.

Vorerst keine Fristen vom BAV

Das BAV verfolgt die Entwicklung in engem Kontakt mit der BLS. Weil die geologischen Analysen der BLS noch ausstehen, kann das BAV keine Fristen für die Abklärung setzen, wie BAV-Kommunikationschef Andreas Windlinger auf Anfrage ausführte.

Grundsätzlich sei Bergwasser eine Herausforderung, die sich bei allen Tunnelbauten stelle. Die Klärung der möglichen geologischen Ursache durch die BLS könne einige Zeit in Anspruch nehmen, so das BAV. Sobald die BLS diesbezüglich Massnahmen ergreife, werde das BAV diese im Rahmen der Sicherheitsaufsicht beurteilen.

Sollte die Beeinträchtigung längere Zeit anhalten, würde insbesondere die Gesamtkapazität im Nord-Süd-Güterverkehr trotz Ausweichmöglichkeiten über den Gotthard und die Lötschberg-Bergstrecke eingeschränkt. Das BAV erwartet deshalb von der BLS, «dass die Einschränkungen möglichst gering sind, rasch behoben werden und dass der Tunnel sicher betrieben werden kann».

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